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[12. Spieltag] Leipzig - FCK 0:0

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 96
  • Erstellt am Erstellt am

Wie geht´s aus?

  • Sieg Leipzig

    Stimmen: 2 10,5%
  • Unentschieden

    Stimmen: 3 15,8%
  • Betzesieg

    Stimmen: 14 73,7%

  • Umfrageteilnehmer
    19
Ich glaube innerhalb einer Saison geht das allerdings nicht...


Ich denk schon, aber nur wärend der Wechselfristen, wo die Transferliste geöffnet ist.

Im Endefekt ist es aber auch egal, das ganze Geschäftsgebaren dieses Konstrukts zerstört den Fussball. Den Vorwurf muss sich die DFL und auch der DFB gefallen lassen. Gerade die DFL hatte am Anfang der Saison die Möglichkeit. Wenn ich alleine sehe, das sie mit ihrem Wappen durchgekommen sind (sollte ja so geändert werden, das es mit Red Bull nicht in Verbindung gebracht werden kann, die Änderung ist ein Witz!!!). Wie heißt der Spuch nochmal? Wer gut schmiert, der gut fiehrt.
 
Kann man den leihvertrag nicht in beiderseitigem (also in dem Fall eigentlich ja einseitigem) einvernehmen auflösen???


War bei Malade nicht in beiderseitgem Einvernehmen. Der Bub hat sich verletzt (zufällig!) und konnte deswegen das letzte nötige Spiel nicht machen, was den Vertrag verlängert hätte. So hab ich es in Erinnerung.



Das sind die Taktiken der großen Konzerne
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Als Nachlese zum Spiel hier noch ein offener Brief an Herrn Rangnick aus dem Kolumnen-Thread im FCK-Forum auf tm von User "Kohlmeyer":




Jahrgang 5, Ausgabe 14:


WARUM TRADITIONSVEREINE HERRN RANGNICK NICHT LEID TUN MÜSSEN - EIN OFFENER BRIEF



Rangnick!



Nein, Sie müssen keine Angst haben: Kohlmeyer will das jüngste Aufeinandertreffen unserer Teams nicht zum Anlass nehmen, den RBL-Shitstorm der vergangenen Wochen weiter fortzusetzen. Der allerdings, das müssen Sie zugeben, hier im FCK-Forum Auswüchse auf höchstem literarischen Niveau zeitigte, denken Sie nur an Butdumas jüngstes Couching oder die grandiose Spieltagseröffnung von lautern_mberg.



Doch nachdem unsere Jungs den Ihren nun gezeigt haben, dass sich mit weniger Geld Teams zusammenstellen lassen, die spielerisch stärker sind als das Ihre, möchte Kohlmeyer Sie nun inständig bitten: Bitte unterlassen Sie künftig Äußerungen, dass Traditionsvereine Ihnen leid tun, wie Sie es vor einigen Wochen anlässlich gewisser Vorfälle nach der Partie des KSC gegen den 1.FC Nürnberg getan haben.



Wir möchten Ihnen nicht nur nicht leid tun, Rangnick, wir bestehen sogar darauf, Ihnen nicht leid zu tun.



Weshalb, erklärt Kohlmeyer Ihnen ganz besonders gerne. Denn gerade Sie, Rangnick, waren eigentlich schon mal nah dran, es zu begreifen.



Sie erinnern sich?



Es war, als Sie noch Trainer bei Hannover 96 waren. Ihr Spieler Jan Simak flirtete damals heftig mit dem 1.FC Kaiserslautern, und als er einmal mehr bekundet hatte, künftig in der Pfalz spielen zu wollen, kommentierten sie, für ihre Verhältnisse wirklich witzig:



„Als nächstes erzählt er bestimmt, dass in Kaiserslautern die Mädels besser poppen.“



Das haben Sie damals schön gesagt, Rangnick. Und wir gehen natürlich davon aus, dass ein Zahlenhengst wie Sie eine solche Aussage nicht getätigt hat, ohne ihre Richtigkeit vorher empirisch zu verifizieren – vielleicht ja sogar durch Selbstversuch.



Aber haben Sie die Geschichte auch weiterverfolgt?



Ihr Spieler Simak wechselte dann doch nicht zum FCK. Sondern zu Bayer Leverkusen. Oberflächlich betrachtet, weil die noch mehr Geld boten als Lautern. Tatsächlich aber – und damit bleibt Kohlmeyer ganz in Ihrer eigenen Argumentationskette – zog er Mädels, die besser poppen, solche vor, die regelmäßig die Pille nehmen. Sie verstehen?



Auf den ersten Blick also eine Vernunftentscheidung. Doch wie ging die Geschichte weiter?



Jan Simak wurde kreuzunglücklich und schließlich schwerer Alkoholiker.



Und warum?



Eben, weil er lieber auf seinen vermeintliche Verstand gehört hatte, statt dem Impuls seines im Grunde primitiven Triebs zu folgen. Doch den zu leugnen, ist nicht nur heuchlerisch, weil er nun mal auch zur menschlichen Natur gehört, sondern auch selbstzerstörend.



Jetzt also, Rangnick, kennen Sie schon mal einen ersten guten Grund, warum wir Ihnen gar nicht leid tun wollen, und werden wahrscheinlich zurecht fragen: Warum eigentlich poppen die Mädels in Kaiserslautern besser?



Nun, um die Wahrheit zu sagen: Sie poppen nicht per se besser, sondern werden nur intensiver scharf gemacht. Und von was? Eben von der Aura eines Traditionsvereins. Denn Traditionsvereine sind extrem aphrodisierend, oder, einfacher ausgedrückt: sexy. Vereine, wie Sie sie betreuen, sind dies dagegen nicht. Beispiele gefällig?



Salzburg assoziierte man früher mit Mozart, Kugeln und Nockerln. Das war sexy, vielleicht nicht auf so eine karnickeligge Art, eher auf so eine schwülstig-erotische – Küss die Hand, gnä Frau, verschnürte Dekolletés und noch verschnürtere Mieder, Josefine Mutzenbacher und so, a bisserl Pudern auf plüschigen Kanapees, Sie wissen schon. Und heute? Erschlafft doch beim Gedanken an Salzburg und blecherne Büchsen mit synthetischem rotem Saft drin stante pede jedes Mannes Begehr.



Hoffenheim assoziierte man früher mit gar nichts, heute mit Hopp – okay, da kann man sagen, zumindest wurde durch Leute wie Sie nichts schlechter. Leipzig dagegen, das waren einmal Gewandhaus, Auerbachs Keller, Pfeffermühle, Allerlei, Radeberger Pils und, okay, das langweiligste Tatort-Team. Und heute? Red Bull, igitt.



Kohlmeyer, werden Sie jetzt vielleicht sagen, wie wärs denn mal mit ein paar harten Fakten, statt sich hier langsam, aber sicher besoffen zu schwallen?



Fakten? Zahlen? Härte? Auch gut.



Unser Gastspiel bei Ihnen am Montag fand vor 25.000 Zuschauern statt. In Leipzig war man hocherfreut, die zweitbeste Zuschauerzahl der Vereinsgeschichte, hurra, und man war auch gar nicht bös, dass Lautern nur 600 Fans mitgebracht hatte. Allerdings: Zur Saisoneröffnung am Betzenberg gegen 1860 München – ebenfalls Montag, 20.15 Uhr, ebenfalls Zweite Liga – kamen 41.000 mal eben so vorbei, ganz locker… Noch ein Beispiel: Die ERSTligapartie Hoffenheim gegen Freiburg – immerhin ein badisches Derby – sahen am 23.9. zur Abendstunde um 20 Uhr unter Flutlicht ebenfalls nur knapp 25.000 Zuschauer. Zur ZWEITligapartie Kaiserslautern gegen Karlsruhe, einem Südwestderby, kamen am 4. Oktober über 40.000 Zuschauer, und das zu einer unsäglichen Unzeit, samstags um 13 Uhr.



Sie ahnen, worauf Kohlmeyer hinauswill?



Wenn die „Reagenzvereine“ – diese geniale Wortschöpfung verdankt die Welt übrigens dem TM-User und Traditionsvereinsfan Vic Dorn – die Traditionsvereine tatsächlich überflügeln, rauben sie dem Fußball zunehmend seinen Volkssportcharakter. Und somit auch dessen Sexyness.



Wenn Ihnen was leid tun sollte, Rangnick, dann also bitte nicht die Traditionsvereine, sondern die Entwicklung, die unser Fußball gerade nimmt.



Klar ist Fußball längst auch Kommerz, aber es gibt noch Unterschiede. Im Business gilt der Satz: Erfolg macht sexy. Im Fußball aber ist es immer noch so: Manche Vereine werden einfach geliebt, weil’s so Brauch ist - und dürfen sich deswegen auch sexy fühlen. Und manche eben nicht, Erfolg hin und her. Das kann, wer will, ungerecht finden. Wir tun’s nicht.



Und mal ganz abgesehen davon, dass Ihnen Traditionsvereine nicht leid tun müssen, Rangnick: Deren Fans sind auch keine bösen Geister, die man rief und die man nun nicht mehr los wird, weil man ihnen zu viel Macht und Einfluss gegeben hat. Auch dahingehend hatten Sie sich in Zusammenhang mit den Vorfällen in Karlsruhe ja geäußert.



Tatsache ist: Wo Fußball Volkssport ist, gibt es auch ***** , denn auch ***** sind nun einmal zwingend Teil eines jeden Volkes. Also gibt es gewalttätige Ultras und immer auch mal Ausschreitungen. Aber es sind auch die Fans von Traditionsvereinen, die Initiativen gegründet haben wie „Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein“. Oder „Unsere Kurve“, die sich für den Erhalt der „50+1“-Regel einsetzt. Oder BAFF, die sich für Fußball ohne Diskriminierungen engagiert. Das sind Fans, die sich bemühen, dass Fußball der Sport bleibt, der an jedem Wochenende ein ganzes Volk lieben und leiden lässt. Wie soll er das aber bleiben, wenn in Liga eins demnächst VW gegen Audi und SAP gegen Red Bull vor 10.000 Zuschauern kicken, von denen ein guter Teil auch noch unlustig hinter dickem Logenglas vor sich hindämmert - als Teil eines "Networkingevents" irgendeines Industrieroboterherstellers?



Kommen wir also zum Fazit: Die Reagenzvereine zerstören den Fußball nicht mit ihrem Geld, sondern dadurch, dass sie nicht geliebt werden. Und wo nicht geliebt wird, wird auch nicht gepoppt. Jedenfalls nicht gut. Und schon gar nicht besser.



Haben Sie übrigens unlängst das auch gelesen von der Linken, die sich neulich in den Thüringer Landtag setzte in einem Poloshirt, auf dem „FCK AfD“ stand? Auf Nachfrage erklärte sie, FCK sei jetzt die gängige Abkürzung für ***** . Tja, Rangnick, das müssen wohl sogar Sie zugeben: Eine solche Konnektion kann sich ein Verein nicht nur erarbeiten, er muss ihn sich regelrecht erpoppen.



Der sächsische Dialekt hingegen, das haben seriöse Lifestyle-Magazine unlängst gewissenhaft umgefragt, gilt als der unerotischste unter den deutschen Idiomen.



Insofern rufe ich Ihnen, Rangnick, hiermit zu: Gehen Sie nicht zum Teufel – sondern bleiben Sie einfach, wo Sie sind. Irgendwie gehören Sie da schon hin.



Hauptsache, wir tun Ihnen nicht mehr leid.



FCK you

Kohlmeyer



Auf der Couch verlustieren sich gegenwärtig sechs Traditionsvereinsfans mit ungefähr einem Dutzend Groupies - und tun sich dabei kein bisschen leid.


http://www.transfermarkt.de/berti-b...read/forum/23/thread_id/312521/page/60#812718http://www.transfermarkt.de/berti-bahli-amp-amp-friends-in-der-couchingzone/thread/forum/23/thread_id/312521/page/60#812718





Ich finde es grandios!
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Wirklich ganz, ganz großes Kino. Schade nur, dass es ein Rangnick nie lesen wird und falls doch, nie (wirklich) verstehen wird.
 
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