Hessenteufel
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Wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft haben mehr als 300 englische Hooligans ihre Pässe noch nicht wie angeordnet bei den Behörden abgegeben. Das britische Innenministerium schloss nicht aus, dass einige von ihnen nach Deutschland eingereist sind.
3000 gaben den Pass ab
Etwa 100 gewaltbereite Fans, die gegen die Auflagen der Behörden verstießen, habe die Polizei aber bereits dingfest gemacht, hieß es in London. Derzeit werde noch nach etwa 200 weiteren Hooligans gesucht. Insgesamt richtet sich das Ausreiseverbot gegen mehr als 3300 Personen, die bereits als Gewalttäter aufgefallen waren. 3000 hätten den Ausweis schon freiwillig abgegeben. Alles in allem werden bei der am Freitag beginnenden Weltmeisterschaft rund 100.000 Fans aus England erwartet.
Bis zu einem halben Jahr Gefängnis
Damit die Schläger nicht ausreisen können, finden an den wichtigsten britischen See- und Flughäfen Kontrollen statt. Auch deutsche Polizeibeamte sind daran beteiligt. Die Daten der noch fehlenden 200 Hooligans wurden an den britischen Grenzschutz und an die deutschen Behörden weitergeleitet. Wer sich weigert, den Pass auszuhändigen, muss mit einer Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten und einer Geldbuße in Höhe von 7250 Euro rechnen.
Amtshilfe aus Polen
Die polnische Polizei wird mit Blick auf Hooligans während der WM 68 Beamte nach Deutschland schicken. Die Behörden gäben auch Informationen über geplante Reisen polnischer Fangruppen an deutsche Behörden weiter, sagte ein Polizeisprecher der "Tageszeitung". Gleichzeitig kritisierte er, die polnischen Hooligans als die Hauptgefahr für die WM darzustellten. Das Problem existiere in ganz Europa, erklärte er. Die Behörden im Nachbarland gehen von 2000 bis 2500 gewaltbereiten und Gewalt suchenden Fans aus.
Innenministerium zuversichtlich
Gregor Rosenthal, der WM-Sicherheitsbeauftragte im Innenministerium, ist zuversichtlich, dass die Schutzvorkehrungen greifen: "Man ist nie 100-prozentig sicher, dass nichts passiert. Aber was an Vorbereitungen zu leisten war, haben wir geleistet." Die internationale Zusammenarbeit sei bislang einmalig für ein solches Ereignis: Der Bund führte nicht nur Gespräche mit den 31 Teilnehmerstaaten, sondern auch mit den Nachbarländern.
Auch Rechtsextreme im Visier
"Wir haben sehr umfangreiche Sicherheitsempfehlungen aufgestellt." So würden bei den öffentlichen Veranstaltungen mit Großbildeinrichtungen Einlasskontrollen konsequent durchgeführt, Glasflaschen und anderes dürften nicht mitgebracht werden, Videoüberwachung sei an der Tagesordnung. "Ich würde dazu raten, bestimmte Dinge ähnlich wie in ein Flugzeug nicht mitzunehmen", sagt Rosenthal. Insbesondere Rechtsextreme wurden von den Behörden zur WM "sehr eng in den Blick genommen". Genau ermittelt und vielfach schon im Vorfeld angesprochen worden seien Menschen, die sich sowohl in der Hooligan- als auch in der Rechtsextremismus-Szene bewegten.
www.t-online.de
3000 gaben den Pass ab
Etwa 100 gewaltbereite Fans, die gegen die Auflagen der Behörden verstießen, habe die Polizei aber bereits dingfest gemacht, hieß es in London. Derzeit werde noch nach etwa 200 weiteren Hooligans gesucht. Insgesamt richtet sich das Ausreiseverbot gegen mehr als 3300 Personen, die bereits als Gewalttäter aufgefallen waren. 3000 hätten den Ausweis schon freiwillig abgegeben. Alles in allem werden bei der am Freitag beginnenden Weltmeisterschaft rund 100.000 Fans aus England erwartet.
Bis zu einem halben Jahr Gefängnis
Damit die Schläger nicht ausreisen können, finden an den wichtigsten britischen See- und Flughäfen Kontrollen statt. Auch deutsche Polizeibeamte sind daran beteiligt. Die Daten der noch fehlenden 200 Hooligans wurden an den britischen Grenzschutz und an die deutschen Behörden weitergeleitet. Wer sich weigert, den Pass auszuhändigen, muss mit einer Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten und einer Geldbuße in Höhe von 7250 Euro rechnen.
Amtshilfe aus Polen
Die polnische Polizei wird mit Blick auf Hooligans während der WM 68 Beamte nach Deutschland schicken. Die Behörden gäben auch Informationen über geplante Reisen polnischer Fangruppen an deutsche Behörden weiter, sagte ein Polizeisprecher der "Tageszeitung". Gleichzeitig kritisierte er, die polnischen Hooligans als die Hauptgefahr für die WM darzustellten. Das Problem existiere in ganz Europa, erklärte er. Die Behörden im Nachbarland gehen von 2000 bis 2500 gewaltbereiten und Gewalt suchenden Fans aus.
Innenministerium zuversichtlich
Gregor Rosenthal, der WM-Sicherheitsbeauftragte im Innenministerium, ist zuversichtlich, dass die Schutzvorkehrungen greifen: "Man ist nie 100-prozentig sicher, dass nichts passiert. Aber was an Vorbereitungen zu leisten war, haben wir geleistet." Die internationale Zusammenarbeit sei bislang einmalig für ein solches Ereignis: Der Bund führte nicht nur Gespräche mit den 31 Teilnehmerstaaten, sondern auch mit den Nachbarländern.
Auch Rechtsextreme im Visier
"Wir haben sehr umfangreiche Sicherheitsempfehlungen aufgestellt." So würden bei den öffentlichen Veranstaltungen mit Großbildeinrichtungen Einlasskontrollen konsequent durchgeführt, Glasflaschen und anderes dürften nicht mitgebracht werden, Videoüberwachung sei an der Tagesordnung. "Ich würde dazu raten, bestimmte Dinge ähnlich wie in ein Flugzeug nicht mitzunehmen", sagt Rosenthal. Insbesondere Rechtsextreme wurden von den Behörden zur WM "sehr eng in den Blick genommen". Genau ermittelt und vielfach schon im Vorfeld angesprochen worden seien Menschen, die sich sowohl in der Hooligan- als auch in der Rechtsextremismus-Szene bewegten.
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