Das „Modell Reuter" macht Schule
FUSSBALL: FCK leiht Jurgen Gjasula für eine Saison an St. Gallen aus
KAISERSLAUTERN (cka/peb). Das „Modell Torsten Reuter" macht Schule. In der vergangenen Saison war der Defensiv-Allrounder des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern an den Zweitligisten 1. FC Saarbrücken ausgeliehen worden, um Spielpraxis zu sammeln. Gestern hat der FCK den Transfer von Jurgen Gjasula (19) für eine Spielzeit an den Schweizer Erstligisten St. Gallen unter Dach und Fach gebracht. Heute (19 Uhr) bestreiten die „Roten Teufel" ein Testspiel beim FK Pirmasens.
„Ich wäre auch wirklich gerne geblieben, in Lautern fühle ich mich sehr wohl, ich will aber auch unbedingt spielen", sagt Jurgen Gjasula, der vor einem Jahr vom SC Freiburg in die Pfalz gekommen war. Für die Saison 2005/2006 wird der offensive Mittelfeldspieler ausgeliehen, seinen im Juni 2006 auslaufenden Vertrag hat er gleichzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2007 verlängert. Trotzdem blickt der Freiburger, der es nicht weit zu seinen Eltern haben wird, auch voller Vorfreude auf sein Schweizer Lehrjahr. „Jetzt werde ich nicht mehr nur trainieren, trainieren, trainieren und überlegen müssen, ob ich jetzt im Kader bin oder nicht. Der Verein wollte mich unbedingt haben, das ist auch ein sehr schönes Gefühl und gibt Selbstvertrauen", sagt der junge Techniker, der im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden soll. Wahrscheinlich sogar schon am kommenden Spieltag - in der Schweiz hat die Saison am vergangenen Wochenende schon begonnen. St. Gallen hat den Auftakt mit einer 1:3-Niederlage gegen den FC Zürich verpatzt.
In der vergangenen Saison hatte der Youngster es in der Bundesliga auf sieben Einsätze gebracht - sechs Einwechslungen und eine Auswechslung hält die Statistik fest. Beim Uhren-Cup im schweizerischen Grenchen ist der Lauterer Profi von St. Gallen beobachtet worden. Der FCK sei, nachdem die Schweizer offiziell angefragt hätten, dann auf ihn zugekommen, erzählt Gjasula. Und dann ging alles relativ schnell.
„Er ist ja nicht fort", sagt Lauterns Teammanger Olaf Marschall, der den Wechsel des Spielers auch ausschließlich positiv sieht und vor allem als einen gemeinsamen Entschluss. „Wenn er dort spielt, ist es besser für ihn. Es gibt ein paar gute Vereine in der Liga. Er kann sich da weiterentwickeln, Torsten hat ja auch seine Erfahrung gemacht", spielt Marschall auf Rückkehrer Reuter an.
Beim heutigen Test - am Morgen findet ein normales Training auf dem Fröhnerhof statt - will FCK-Trainer Michael Henke nicht mehr ganz so viel durchwechseln. „Wir müssen jetzt auch in den Rhythmus kommen, gegen Pirmasens und auch gegen Saarbrücken am Samstag wird der ein oder andere Spieler 90 Minuten durchspielen", sagte der Coach gestern Abend nach einem munteren Training, in dem Carsten Jancker einen Fallrückzieher und einen schönen Volleyschuss versenkte und auch Halil Altintop von den Fans für einen tollen Dreh-Volley-Treffer und ein weiteres Tor viel Applaus bekam. Es fehlten nur der von der Eintracht umworbene Ioannis Amanatidis (Muskelfaserriss) und Michael Lehmann, dem seine Sprunggelenksverletzung noch zu schaffen macht. Weiterhin Gäste sind Marcelo Pletsch und Hassan El Fakiri, über deren mögliche Zukunft bei den „Roten Teufeln" noch nicht definitiv entschieden ist.
Ein weiteres Testspiel hat der FCK für Mittwoch, 27. Juli (19 Uhr), beim TuS Koblenz ausgemacht.
FKP erwartet 6000 Zuschauer
Nach 13 Jahren beim FCK steht heute der Lauterer Reiner Schwartz für eine Halbzeit zwischen den Pfosten des FK Pirmasens. Der 22-jährige Torwart, der in der Ära Gerets gegen Freiburg und Frankfurt bei den Profis auf der Bank saß, will wieder „Spielpraxis bekommen", nachdem er vergangene Runde bei den FCK-Amateuren nur dritter Mann hinter Florian Fromlowitz und Andreas Clauß war. FKP-Geschäftsführer Peter Korz rechnet damit, dass die 3500 Zuschauer fassende Haupttribüne im schmucken Stadion Husterhöhe ausverkauft sein wird. Insgesamt dürften es nach seinen Schätzungen 6000 Besucher werden. FKP-Spielleiter Frank Wafzig sieht seine zu den Oberliga-Titelkandidaten zählende Mannschaft „nicht chancenlos" gegen den Bundesligisten.
SCHOEPU / SCHOEPU
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