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Der lange Weg zum Recht auf Fußball

satanischefärse

Well-Known Member
Von Mike Glindmeier

Drei Jahre sollte ein Frankfurt-Fan kein Stadion mehr betreten - weil er bei einem Auswärtsspiel in Köln einen Polizisten beleidigte. Der Auszubildende klagte mit Hilfe des Fanrechtefonds gegen das Stadionverbot und bekam Recht. Der 1. FC Köln hätte das Verbot trotzdem gerne durchgezogen.

"Auswärtssieg, Auswärtssieg" - als Thomas H.* am 25. März 2006 mit einigen Freunden in der Kölner Altstadt feiert, ahnt er noch nicht, dass dieser Tag sein Leben und möglicherweise das zahlreicher Fußballfans verändern sollte. Thomas H. ist Fan von Eintracht Frankfurt. Der 25-Jährige verpasst kein Heimspiel und versucht, so oft es geht sein Team auch bei Auswärtsspielen zu unterstützen. Darum ist er an diesem Samstag in die Domstadt gefahren. Der 1. FC Köln ist Tabellenletzter, mit einem Sieg kann der Tabellendreizehnte aus Frankfurt einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.



Thomas H. und seine Freunde bereiten sich auf ihre Weise auf das wichtige Spiel vor. In einer Kneipe trinken sie ein paar Stangen Kölsch, ehe sie sich auf dem Weg ins Stadion machen. Fanschals, Trikots und Dialekt lassen keinen Zweifel, dass es sich bei der kleinen Gruppe um Eintracht-Fans handelt. Plötzlich versperren Polizisten den jungen Männern den Weg. "Hier geht es nicht weiter, gehen Sie zu der Gruppe Gästefans dort drüben", ordnet ein Polizist an und zeigt mit seinen schwarzen Lederhandschuhen auf 30 weitere Anhänger der Hessen.



hier geht es zum Artikel
 
Ja manche Beamte sind da ganz empfindlich, mir ist letztens auch dieses Wort rausgerutscht als zwei neben mir standen, fanden die auch nicht so lustig.

War aber Gott sei Dank nicht beim Fußball...



Auf jeden Fall ist diese Urteil mal ein Schritt in die richtige Richtung!
 
Wie kann das eigentlich gehen, dass in einem Land, wo man den Aufenthaltsort selbst bestimmen kann, Polizisten einem den Weg versperren und auch noch vorschreibt, sich zu einer anderen Gruppe zu stellen? Dass das jetzt auch Frankfurter waren, spielt da keine Rolle. Wenn ich den freien Wille hab, auf öffentlichem Grund und Boden zum Punkt X zu gelangen, hat es mir niemand zu verbieten, dort hinzugehen.
 
Wie kann das eigentlich gehen, dass in einem Land, wo man den Aufenthaltsort selbst bestimmen kann, Polizisten einem den Weg versperren und auch noch vorschreibt, sich zu einer anderen Gruppe zu stellen? Dass das jetzt auch Frankfurter waren, spielt da keine Rolle. Wenn ich den freien Wille hab, auf öffentlichem Grund und Boden zum Punkt X zu gelangen, hat es mir niemand zu verbieten, dort hinzugehen.


Ich erzähl mal ne Anekdote, die nichts mit Fußball zu tun hat: Vor vielen Jahren cruisten mein Kumpel und ich mit den Fahrrädern durch unseren Heimatort. An der Bushaltestelle vor meinem Haus standen ein paar Dorfassis mit den Autos und lauter Musik. Andere Jugendliche warteten auf den Bus, um zum Wochenendvergnügen in die Stadt zu fahren. Dann kam Team Green, wegen der Assis. Kontrolliert und mit Platzverweisen bedacht wurden aber alle anwesenden, also auch Leute, die an der Haltestelle auf den Bus warteten! Und noch abseits vom Geschehen standen! Einzig und allein aufgrund ihres Alters!



Merke: Die grünen Freunde können erstmal alles, du kannst höchstens hinterher Beschwerde einreichen. Deinen Bus, deinen Zug, dein Fußballspiel hast du trotzdem verpasst...
 
Wenn ich mich einer Anordnung widersetze, bei der ich posthum eh recht bekäme, hätt ich dann trotzdem das Problem, dass ich mich einer polizeilichen Anordnung widersetzt hätte, trotz Wissen, dass ich im Recht bin?
 
Wenn ich mich einer Anordnung widersetze, bei der ich posthum eh recht bekäme, hätt ich dann trotzdem das Problem, dass ich mich einer polizeilichen Anordnung widersetzt hätte, trotz Wissen, dass ich im Recht bin?


Posthum hättest Du vor allem das Problem, dass Du tot wärst.
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Zu Deiner Frage: Nein, §113 Abs. III StGB regelt das. Aber Vorsicht, Du wirst in diesem größte Schwierigkeiten haben, die Widerrechtlichkeit der Polizeiaktion beweisen zu können. Gewöhnliche Präventivmaßnahmen im Rahmen von Fußballspielen, wie eben die Einschränkung der Bewegungsfreiheit, sind definitiv nicht widerrechtlich.
 
Wie kann das eigentlich gehen, dass in einem Land, wo man den Aufenthaltsort selbst bestimmen kann, Polizisten einem den Weg versperren und auch noch vorschreibt, sich zu einer anderen Gruppe zu stellen? Dass das jetzt auch Frankfurter waren, spielt da keine Rolle. Wenn ich den freien Wille hab, auf öffentlichem Grund und Boden zum Punkt X zu gelangen, hat es mir niemand zu verbieten, dort hinzugehen.




das selbe ist mir in Paderborn am Bahnhof schonmal passiert. Wir wollten eigentlich irgendwo in der Stadt gemütlich einen trinken aber die Polizei wollt uns in so nem Pendelbus verfrachten. Nach ner Diskussion von c.a 15 minuten durften wir dann problemlos weiterziehen...ach was soll ich sagen wir haben dann natürlich die ganze innenstadt zerlegt.....
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:roll: Weil wir alle so böse sind.....
 
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