G
Guest
Guest
Noch mehr Gewalt und Chaos
Rede zum Irak-Krieg
US-Präsident George W. Bush hat seine Landsleute auf noch mehr Gewalt, Chaos und Blutbäder im Irak eingestimmt. Die Terroristen versuchten, einen Bürgerkrieg auszulösen, weil ihnen die Stärke für eine direkte Konfrontation der US-Truppen und ihrer irakischen Verbündeten fehle, sagte Bush am Montag in Washington.
In einer Grundsatzrede vor dem dritten Jahrestag des Beginns des Irak-Krieges versprach Bush, dass die USA nicht die Nerven verlören. Einen Zeitplan zum Abzug der rund 130.000 US-Soldaten lehnte Bush erneut ab. Bis zum Ende des Jahres würden die irakischen Sicherheitskräfte mehr Territorium im Irak kontrollieren als die Koalitionstruppen.
In einer Reaktion warf der Minderheitsführer der oppositionellen Demokraten im US-Senat, Harry Reid, Bush Unfähigkeit vor. Man benötige im Irak eine politische Lösung und nicht Leute, die sagten, wie gut der Krieg verlaufe.
Bush hatte in seiner Rede die irakischen Politiker aufgefordert, ihre Differenzen beizulegen und eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Die Iraker müssten zeigen, dass sie ihre Lektionen aus der Vergangenheit gelernt hätten, sagte er.
Der US-Präsident verwies zu Beginn des vierten Kriegsjahres auf die Fortschritte im Irak. Bush nannte dabei die Wahlen und das Verfassungsreferendum. "Die Iraker wollen in einer Demokratie leben", sagte Bush.
Bush kündigte einen Plan an, um die Gefahr durch selbst gebaute Sprengstoffkörper für die US-Truppen im Irak zu mindern. Dazu gehörten neue technologische Lösungen sowie eine bessere Ausbildung für US-Truppen, wie diese improvisierten Bomben entdeckt und entschärft werden könnten.
Die Explosion selbst gebauter Sprengstoffkörper ist inzwischen zur häufigsten Todesursache für US-Soldaten geworden.
Bush warf der Führung in Teheran vor, an Anschlägen gegen US-Truppen im Irak beteiligt zu sein. Selbst gebaute Sprengstoffkörper hätten Komponenten iranischer Herkunft enthalten. Die USA würden die internationale Unterstützung suchen, um solchen Gefahren entgegenzuwirken. Bush nannte die selbst gebauten Sprengstoffkörper die größte Gefahr für die US-Truppen im Irak.
2.Artikel
Zwei Billionen Dollar
Teurer Irak-Krieg
Der Irak-Krieg wird die USA einer neuesten Studie zufolge möglicherweise mehr als zwei Billionen Dollar kosten und damit weit mehr als von der US-Regierung geschätzt. Die Untersuchung berücksichtigt neben den Kosten für die Militäreinsätze auch Ausgaben für die rund 16.000 verwundeten US-Soldaten, den höheren Ölpreis und Auswirkungen auf die US-Wirtschaft.
"Selbst bei einem zurückhaltenden Ansatz waren wir überrascht, wie hoch die Kosten insgesamt ausfallen", heißt es in der Studie des Wirtschaftswissenschaftlers und Nobelpreisgewinners Joseph E. Stiglitz und der Harvard-Dozentin Linda Bilmes. Vor dem Einmarsch in den Irak war der damalige Haushaltsdirektor des US-Präsidialamtes, Mitch Daniels, von einem "erschwinglichen Unternehmen " ausgegangen. Schätzungen des Wirtschaftsberaters der Regierung, der die Kriegsausgaben auf bis zu 200 Milliarden US-Dollar bezifferte, hatte Daniels als sehr hoch zurückgewiesen.
Eingerechnet sind in der Studie auch Behandlungs- und Therapiekosten sowie Berufsunfähigkeitszahlungen an die Verwundeten. Rund 20 Prozent von ihnen erlitten ernste Hirn- oder Wirbelsäulenschäden. Viele Veteranen können der Studie zufolge außerdem nach ihrem Einsatz im Irak nicht mehr so effektiv arbeiten wie zuvor, was wiederum die Wirtschaft belaste. Rund 20 Prozent des Ölpreisanstiegs können der Studie zufolge direkt auf den Krieg zurückgeführt werden und müssten daher in den Gesamtkosten berücksichtigt werden. Bei einem Preiszuschlag von rund 25 Dollar pro Barrel seit Kriegsbeginn ergebe sich allein daraus für die USA eine Belastung von 25 Mrd. Dollar.
Sollten die US-Truppen bis 2010 im Irak bleiben, belaufen sich die Kosten der Studie zufolge - trotz einer berücksichtigten stetigen Truppenreduzierung - auf insgesamt zwei Bio. Dollar. Mit relativer Sicherheit würden die Ausgaben für den Krieg eine Bio. Dollar übersteigen. Auch lange nach einem Abzug der US-Truppen würden die Steuerzahler durch den Krieg belastet, heißt es in der Studie weiter.
Eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums hatte erst am Montag erklärt, den USA entstünden durch den Krieg operative militärische Kosten in Höhe von monatlich 4,5 Mrd. Dollar. Ausgaben für die Beschaffung neuer Waffen und Ausrüstung seien darin nicht enthalten. Insgesamt seien bislang Kosten von 173 Mrd. Dollar entstanden.
Rede zum Irak-Krieg
US-Präsident George W. Bush hat seine Landsleute auf noch mehr Gewalt, Chaos und Blutbäder im Irak eingestimmt. Die Terroristen versuchten, einen Bürgerkrieg auszulösen, weil ihnen die Stärke für eine direkte Konfrontation der US-Truppen und ihrer irakischen Verbündeten fehle, sagte Bush am Montag in Washington.
In einer Grundsatzrede vor dem dritten Jahrestag des Beginns des Irak-Krieges versprach Bush, dass die USA nicht die Nerven verlören. Einen Zeitplan zum Abzug der rund 130.000 US-Soldaten lehnte Bush erneut ab. Bis zum Ende des Jahres würden die irakischen Sicherheitskräfte mehr Territorium im Irak kontrollieren als die Koalitionstruppen.
In einer Reaktion warf der Minderheitsführer der oppositionellen Demokraten im US-Senat, Harry Reid, Bush Unfähigkeit vor. Man benötige im Irak eine politische Lösung und nicht Leute, die sagten, wie gut der Krieg verlaufe.
Bush hatte in seiner Rede die irakischen Politiker aufgefordert, ihre Differenzen beizulegen und eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Die Iraker müssten zeigen, dass sie ihre Lektionen aus der Vergangenheit gelernt hätten, sagte er.
Der US-Präsident verwies zu Beginn des vierten Kriegsjahres auf die Fortschritte im Irak. Bush nannte dabei die Wahlen und das Verfassungsreferendum. "Die Iraker wollen in einer Demokratie leben", sagte Bush.
Bush kündigte einen Plan an, um die Gefahr durch selbst gebaute Sprengstoffkörper für die US-Truppen im Irak zu mindern. Dazu gehörten neue technologische Lösungen sowie eine bessere Ausbildung für US-Truppen, wie diese improvisierten Bomben entdeckt und entschärft werden könnten.
Die Explosion selbst gebauter Sprengstoffkörper ist inzwischen zur häufigsten Todesursache für US-Soldaten geworden.
Bush warf der Führung in Teheran vor, an Anschlägen gegen US-Truppen im Irak beteiligt zu sein. Selbst gebaute Sprengstoffkörper hätten Komponenten iranischer Herkunft enthalten. Die USA würden die internationale Unterstützung suchen, um solchen Gefahren entgegenzuwirken. Bush nannte die selbst gebauten Sprengstoffkörper die größte Gefahr für die US-Truppen im Irak.
2.Artikel
Zwei Billionen Dollar
Teurer Irak-Krieg
Der Irak-Krieg wird die USA einer neuesten Studie zufolge möglicherweise mehr als zwei Billionen Dollar kosten und damit weit mehr als von der US-Regierung geschätzt. Die Untersuchung berücksichtigt neben den Kosten für die Militäreinsätze auch Ausgaben für die rund 16.000 verwundeten US-Soldaten, den höheren Ölpreis und Auswirkungen auf die US-Wirtschaft.
"Selbst bei einem zurückhaltenden Ansatz waren wir überrascht, wie hoch die Kosten insgesamt ausfallen", heißt es in der Studie des Wirtschaftswissenschaftlers und Nobelpreisgewinners Joseph E. Stiglitz und der Harvard-Dozentin Linda Bilmes. Vor dem Einmarsch in den Irak war der damalige Haushaltsdirektor des US-Präsidialamtes, Mitch Daniels, von einem "erschwinglichen Unternehmen " ausgegangen. Schätzungen des Wirtschaftsberaters der Regierung, der die Kriegsausgaben auf bis zu 200 Milliarden US-Dollar bezifferte, hatte Daniels als sehr hoch zurückgewiesen.
Eingerechnet sind in der Studie auch Behandlungs- und Therapiekosten sowie Berufsunfähigkeitszahlungen an die Verwundeten. Rund 20 Prozent von ihnen erlitten ernste Hirn- oder Wirbelsäulenschäden. Viele Veteranen können der Studie zufolge außerdem nach ihrem Einsatz im Irak nicht mehr so effektiv arbeiten wie zuvor, was wiederum die Wirtschaft belaste. Rund 20 Prozent des Ölpreisanstiegs können der Studie zufolge direkt auf den Krieg zurückgeführt werden und müssten daher in den Gesamtkosten berücksichtigt werden. Bei einem Preiszuschlag von rund 25 Dollar pro Barrel seit Kriegsbeginn ergebe sich allein daraus für die USA eine Belastung von 25 Mrd. Dollar.
Sollten die US-Truppen bis 2010 im Irak bleiben, belaufen sich die Kosten der Studie zufolge - trotz einer berücksichtigten stetigen Truppenreduzierung - auf insgesamt zwei Bio. Dollar. Mit relativer Sicherheit würden die Ausgaben für den Krieg eine Bio. Dollar übersteigen. Auch lange nach einem Abzug der US-Truppen würden die Steuerzahler durch den Krieg belastet, heißt es in der Studie weiter.
Eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums hatte erst am Montag erklärt, den USA entstünden durch den Krieg operative militärische Kosten in Höhe von monatlich 4,5 Mrd. Dollar. Ausgaben für die Beschaffung neuer Waffen und Ausrüstung seien darin nicht enthalten. Insgesamt seien bislang Kosten von 173 Mrd. Dollar entstanden.