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[G8 2007] Artikel

Klingenstädter

Well-Known Member
NACH DEN KRAWALLEN


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"Aktionstag gegen die globale Landwirtschaft"</span>
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Von Ingo Arzt, Rostock



Nach den Krawallen in Rostock versucht sich der friedliche Protest wieder zu organisieren: Die Globalisierungskritiker in den Camps rund um die Stadt haben eine Nacht voller Gerüchte hinter sich. Man schimpft auf die Polizei - aber auch auf autonome Dummköpfe.




[...]Bei Block Aid ärgern sich alle über die Autonomen, die gestern die Ausschreitungen provoziert hätten. Die Gruppe hier habe sich prächtig mit der Polizei verstanden: Bei einem Plausch auf der Demonstration vom Vortag haben sie einen getroffen, der seinen 20. Geburtstag mit dick gepanzerter grüner Uniform bekleidet im Steinhagel verbringen musste. Eine Einladung zu einem Party-Umtrunk ins Camp - "besser ohne Uniform" - hat er allerdings abgelehnt.[...]


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GEWALTAUSBRUCH



<span>Randale spaltet Protestbewegung</span>



Aus Rostock berichten Florian Gathmann und Björn Hengst



Wenige Stunden genügten, um die G-8-Protestbewegung zu entzweien: Nach den chaotischen Ausschreitungen in Rostock will das globalisierungskritische Netzwerk Attac gewaltbereite Linke ausschließen. Die Autonomen dagegen rechnen weiter mit "Ärger". Die Staatsanwaltschaft erließ erste Haftbefehle.





[...]Die Ausschreitungen des gestrigen Tages lösen in dem Bündnis der G-8-Gegner ernsthafte Spannungen aus. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac will die gewaltbereite Autonomenszene nicht mehr auf den eigenen Demonstrationen haben. "Wir wollen euch nicht mehr sehen", erklärte Sprecher Peter Wahl heute im Fernsehsender n-tv.[...]


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SCHLANGEN VOR MCDONALDS



<span>Wie hungrige Globalisierungskritiker ihre Ideale über Bord warfen</span>



Der Hunger macht weich. Geduldig standen Demonstranten in Schlangen vor den internationalen Fastfood-Ketten an. McDonalds, Burger King und Pizza Hut machten mit dem Appetit der Globalisierungskritiker in Rostock ein Riesengeschäft - dabei stehen sie sonst im Zentrum des Protests.



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ROSTOCKER KRAWALLE



<span>Randalierer zu zehn Monaten Haft verurteilt</span>



Das Urteil soll abschrecken: Nach den Krawallen von Rostock wurde einer der Täter zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Der 31-Jährige, der nicht vorbestraft war, soll mehrfach Steine gegen Polizisten geschleudert haben.



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G-8-PROTESTE


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Unionspolitiker fordern GSG-9-Einsatz gegen Randalierer</span>



Nach den Rostocker Krawallen zum G-8-Gipfel ringen Politiker um die richtige Strategie gegen gewalttätige Demonstranten. Während aus der Union die Forderung nach einem GSG-9-Einsatz laut wird, warnt der Kieler Innenminister Stegner vor einer härteren Gangart.



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DEMO-WAFFEN



<span>Höllenlärm, Hitzestrahlen, Pflastersteine</span>



Von Yassin Musharbash und Christian Stöcker



Gummigeschosse gelten plötzlich als geeignetes Mittel gegen Demo-Gewalttäter - doch es gibt effektivere. SPIEGEL ONLINE zeigt die "nicht-tödlichen Waffen", die heute schon gegen Demonstranten eingesetzt werden, und blickt in das Arsenal der Autonomen.



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HEILIGENDAMM


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Polizei drängt Demonstranten vom Zaun zurück</span>



Die Polizei hat auf den Überraschungscoup der G-8-Gegner reagiert. Tausende Demonstranten wurden vom Sicherheitszaun in Heiligendamm zurückgedrängt. Die Zufahrtsstraßen zum Tagungsort sind jedoch weiterhin blockiert.



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G8-Blockade



<span>Zivil-Polizisten als Steinewerfer?</span>



Von Manuela Pfohl



Wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten, bekommen die Sicherheitsbehörden ein Problem: Angeblich haben sich bei der Blockade von Heiligendamm Polizisten in Zivil unter die Demonstranten gemischt und sie zum Steine werfen aufgefordert. Die Sondereinheit Kavala bestreitet die Aktion.





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Luxusresidenz Heiligendamm



Von Manfred Bleskin



Friedrich Franz von Gottes Gnaden, söben Por Strümp und noch keene Woaden, so charakterisierte Mecklenburgs Mundartdichter Fritz Reuter den Gründer von Heiligendamm, der 1793 das erste deutsche Seebad gründete. Auf Anraten seines Arztes, der dem kränkelnden Potentaten zu frischer Seeluft riet.



Auf dem Territorium des Ortes entstanden dann eine Reihe von Hotels, Heiligendamm wurde ein mondäner Platz, zu dem der Zugang für den deutschen Michel zwar nicht wie heuer durch einen 12 Millionen Euro teuren Zaun, denn vielmehr durch die damals schon horrenden Preise erschwert wurde.



http://www.n-tv.de/811479.htmlhttp://www.n-tv.de/811479.html
 
G-8-PROTESTE



<span>Gipfel der Gerüchte und Propaganda</span>



Von Florian Gathmann, Rostock




Was ist wahr am Hightech-Zaun von Heiligendamm? Der Buschfunk in Wald und Wiesen vor dem Tagungsort brummt. Immer neue Gerüchte über miese Tricks der Gegenseite sorgen bei Demonstranten und Polizisten für Verunsicherung und Empörung. Verifizieren lassen sie sich kaum.




"Tatsache ist, dass wir keinen Beamten vermissen, es handelt sich also um keinen Kavala-Polizisten", sagt der Polizeisprecher. So etwas gehöre seiner Meinung nach auch "nicht in einen Rechtsstaat, das wäre inakzeptabel und unverhältnismäßig". Allerdings, was beispielsweise der Verfassungsschutz tue, darüber sei er nicht informiert. Ein Dementi klingt anders.


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Video: http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,18864,00.htmlhttp://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,18864,00.html
 
<span>Zeuge beschuldigt verdeckten Zivilpolizisten als Aufwiegler</span>



Von Florian Gathmann und Björn Hengst, Rostock



Die Polizei gerät beim G-8-Gipfel immer stärker in Erklärungsnöte: Zwar räumte sie ein, einen Zivilbeamten im Demonstrantenzug eingesetzt zu haben, aber nicht als als Gewaltaufwiegler. Ein Zeuge belastet den Polizisten gegenüber SPIEGEL ONLINE jedoch schwer.



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<span>Polizei bestätigt Einschleusen von Zivilbeamten</span>



Die Polizei hat den Einsatz von getarnten Zivilbeamten bei Demonstrationen zum G8-Gipfel bestätigt. Der Vorwurf jedoch, dass ein Polizist als agent provocateur Blockadeteilnehmer aufgewiegelt hätte, entbehre jeder Grundlage.



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<span>Anwälte kritisieren Käfighaltung von Gefangenen</span>



Von Florian Gathmann und Ingo Arzt, Rostock



Ein Anwälte-Verein erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. In den sogenannten Gefangenensammelstellen würden inhaftierte G-8-Demonstranten massenhaft in Käfigen gehalten - bei Dauerbeleuchtung und ohne anständige Versorgung und Rechtsbeistand. Die Polizei widerspricht der Darstellung.



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