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WM 2006
Ein Ball für das Finale
Das Finale der Fußball-WM wird erstmals mit einem goldenen Ball ausgetragen. Heute wurde das edle Leder am Brandenburger Tor präsentiert. Franz Beckenbauer hat indes Zweifel, das deutsche Kicker damit in Berührung kommen. (18.04.2006, 12:46 Uhr)
Berlin - Gastgeber Deutschland muss sich aus Sicht von Franz Beckenbauer bis zur Fußball-Weltmeisterschaft erheblich steigern, um am 9. Juli im Berliner Olympiastadion mit einem goldenen Ball um den vierten Titel spielen zu können. «In dem Zustand würde ich nicht viel auf die Mannschaft geben. Ich glaube aber an Jürgen Klinsmann und seine Mannschaft und denke, dass sie das durchziehen», sagte der OK- Chef am Dienstag bei der Vorstellung des Final-Balls in der Hauptstadt.
Hersteller adidas hat dafür eine überwiegend in Gold gehaltene Kugel mit dem Namen «Teamgeist Berlin» produziert. Adidas-Chef Herbert Hainer betonte, ein besonderes Ereignis brauche auch einen besonderen Ball. Beckenbauer zeigte sich verwundert, dass bisher noch niemand zuvor auf diese Idee gekommen war und stellte trocken fest: «Das Überraschende bei dem Ball ist, dass er rund ist.» Auch die schwarz-weißen Bälle für die übrigen Partien wurden auf Stelen unter freiem Himmel am Brandenburger Tor präsentiert. Auf jedem Exemplar für die Vorrundenspiele sind die Namen der Mannschaften, das Datum des Spieltages, Spielort und Stadionname vermerkt.
Beckenbauer hofft, dass die deutsche Mannschaft mit einem guten Turnierstart und den heimischen Fans im Rücken in den Genuss kommt, mit dem goldenen Ball spielen zu dürfen. Ausdrücklich lobte der Präsident von Bayern München die Entscheidung von Torhüter Oliver Kahn, auch als Nummer zwei hinter Jens Lehmann an der WM teilzunehmen. «Kahn hat sich mehr als weltmeisterlich verhalten. Er ist über seinen Schatten gesprungen, das ist menschliche Größe», sagte Beckenbauer. Der Bayern-Keeper werde beruhigend auf die Spieler einwirken, die wie er nicht zum Einsatz kämen: «Das ist eine Rolle, die er perfekt erfüllen kann.»
Die Vorbereitungen für die WM sieht Beckenbauer voll im Plan. Dem Auftakt zwischen Deutschland und Costa Rica am 9. Juni in München fiebert der Weltmeister von 1974 regelrecht entgegen: «Von uns aus könnte die WM morgen beginnen. Wenn das Eröffnungsspiel gestartet wird, wenden wir uns dem Wesentlichen zu. Dann gibt es keine Nebenschauplätze mehr.» (tso/dpa)
Ein Ball für das Finale
Das Finale der Fußball-WM wird erstmals mit einem goldenen Ball ausgetragen. Heute wurde das edle Leder am Brandenburger Tor präsentiert. Franz Beckenbauer hat indes Zweifel, das deutsche Kicker damit in Berührung kommen. (18.04.2006, 12:46 Uhr)
Berlin - Gastgeber Deutschland muss sich aus Sicht von Franz Beckenbauer bis zur Fußball-Weltmeisterschaft erheblich steigern, um am 9. Juli im Berliner Olympiastadion mit einem goldenen Ball um den vierten Titel spielen zu können. «In dem Zustand würde ich nicht viel auf die Mannschaft geben. Ich glaube aber an Jürgen Klinsmann und seine Mannschaft und denke, dass sie das durchziehen», sagte der OK- Chef am Dienstag bei der Vorstellung des Final-Balls in der Hauptstadt.
Hersteller adidas hat dafür eine überwiegend in Gold gehaltene Kugel mit dem Namen «Teamgeist Berlin» produziert. Adidas-Chef Herbert Hainer betonte, ein besonderes Ereignis brauche auch einen besonderen Ball. Beckenbauer zeigte sich verwundert, dass bisher noch niemand zuvor auf diese Idee gekommen war und stellte trocken fest: «Das Überraschende bei dem Ball ist, dass er rund ist.» Auch die schwarz-weißen Bälle für die übrigen Partien wurden auf Stelen unter freiem Himmel am Brandenburger Tor präsentiert. Auf jedem Exemplar für die Vorrundenspiele sind die Namen der Mannschaften, das Datum des Spieltages, Spielort und Stadionname vermerkt.
Beckenbauer hofft, dass die deutsche Mannschaft mit einem guten Turnierstart und den heimischen Fans im Rücken in den Genuss kommt, mit dem goldenen Ball spielen zu dürfen. Ausdrücklich lobte der Präsident von Bayern München die Entscheidung von Torhüter Oliver Kahn, auch als Nummer zwei hinter Jens Lehmann an der WM teilzunehmen. «Kahn hat sich mehr als weltmeisterlich verhalten. Er ist über seinen Schatten gesprungen, das ist menschliche Größe», sagte Beckenbauer. Der Bayern-Keeper werde beruhigend auf die Spieler einwirken, die wie er nicht zum Einsatz kämen: «Das ist eine Rolle, die er perfekt erfüllen kann.»
Die Vorbereitungen für die WM sieht Beckenbauer voll im Plan. Dem Auftakt zwischen Deutschland und Costa Rica am 9. Juni in München fiebert der Weltmeister von 1974 regelrecht entgegen: «Von uns aus könnte die WM morgen beginnen. Wenn das Eröffnungsspiel gestartet wird, wenden wir uns dem Wesentlichen zu. Dann gibt es keine Nebenschauplätze mehr.» (tso/dpa)