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Interview mit Wolfgang Funkel

Chemsi

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Seit drei Spielen betreut Interims-Trainer Wolfgang Funkel nun den 1. FC Kaiserslautern hauptverantwortlich. Wie sich diese Aufgabe zu der Arbeit als Co-Trainer unterscheidet und warum Funkel nach dieser Saison wieder als Assistent arbeiten möchte schildert er im Interview mit www.fck.de.



Interview



Was hat sich für Dich, Wolfgang in den letzten Wochen in deinem Leben verändert?



Wolfgang Funkel:

Als Cheftrainer hat man immer etwas mehr Stress als als Co-Trainer. Natürlich habe ich vorher mit Wolfgang Wolf die Mannschaftsaufstellungen besprochen, aber letztendlich hat er dann die Entscheidungen getroffen und auch treffen müssen. Das ist jetzt mein Part. Es ist nicht immer einfach den Spielern zu sagen, dass sie nicht spielen dürfen oder wenn alle fit sind, sogar Spieler auf die Tribüne zu schicken. Aber ich werde das jetzt die nächsten drei Wochen noch machen und die Spieler müssen sich eben nach meinen Entscheidungen richten.



Kann man sich an solche Entscheidungen gewöhnen oder bist Du froh, wenn du diese Verantwortung nicht mehr tragen musst?



Wolfgang Funkel:

Ich habe zu wenig Zeit, um mich daran zu gewöhnen. Wüsste ich, dass ich das über Jahre machen müsste, dann könnte ich mich daran gewöhnen. Aber in den sechs Wochen, die ich als Cheftrainer hier habe, fällt es mir schon schwer, den einen oder anderen Spieler auf die Bank zu schicken. Aber so ist das Leben als Cheftrainer.



Du hast gesagt, dass du lieber der Co-Trainer, also der zweite Mann bist. Jetzt hast Du drei Wochen lang die Position des ersten Manns übernommen. Macht es Dir jetzt nicht doch so viel Spaß, dass Du Dir vorstellen könntest als Cheftrainer zu arbeiten?



Wolfgang Funkel:

Spaß macht es natürlich, besonders wenn man gewinnt. Aber leider gehören Niederlagen auch dazu. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich nicht an vorderster Front stehen möchte. Man muss sich selbst einzuschätzen wissen und ich glaube, dass ich das kann. Ich bin auch froh, wenn ich in der neuen Saison die Cheftrainerposition abgeben kann und wieder als Co-Trainer arbeite.



Was muss ein guter Co-Trainer haben? Was sind deine Charaktereigenschaften, die Dich zu einem guten Co-Trainer machen?



Wolfgang Funkel:

Das ist eine gute Frage. Ich denke, als Co-Trainer muss man loyal gegenüber seinem Cheftrainer sein. Natürlich werden auch kritische Sachen, wie die Mannschaftsaufstellung angesprochen. Aber letztendlich muss der Co-Trainer immer hinter den Entscheidungen des Cheftrainers stehen und das auch zu 100 Prozent mittragen. Ich denke, dass ich das tue. Ich bin seit 1998 im Profigeschäft als Co-Trainer tätig und habe bisher noch keine negativen Rückmeldungen von meinen Cheftrainern bekommen. Also denke ich, dass ich das einigermaßen hinbekomme habe ein guter Co-Trainer zu sein.



Es gibt innerhalb des Trainergeschäfts längere Verbindungen zwischen Trainer und Co-Trainer, wie zum Beispiel Hitzfeld - Henke, Daum - Koch. Du hast ja schon einige Cheftrainer erlebt. Warum gab es bisher für Dich keine längere Bindung zu einem Cheftrainer?



Wolfgang Funkel:

Es hat auch ein bisschen mit Pech oder auch Glück zu tun. Als zum Beispiel Armin Veh von Reutlingen nach Rostock kam, wollte er seinen Co-Trainer mitbringen. Dieser wollte aber lieber Cheftrainer in Reutlingen bleiben und so hat er mich dann in Rostock übernommen. Und so war es das eine oder andere Mal bei anderen Cheftrainern auch. Mit ein bisschen Pech hätte ich die eine oder andere Stelle nicht bekommen. Die Cheftrainer haben sich im Vorfeld darüber informiert, was der Wolfgang Funkel für ein Typ ist. Da von Vereinsseite dann wohl immer ein positives Feedback kam, durfte ich das eine oder andere Mal dann bei dem Verein bleiben auch wenn es einen Trainerwechsel gab.





Das komplette Interview mit Interims-Trainer Wolfgang Funkerl finden Sie im neuen "Betze-Magazin" zum Spiel gegen Eintracht Braunschweig.



Quelle: www.fck.de
 
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