Mein Leben in der WM-Stadt
-Jessica Altherr über Vorfreude und Desinteresse in Kaiserslautern-
Kaiserslautern ist nicht Köln. Schließlich hatte der Kollege, der die WM in der Domstadt am Rhein erleben darf, in der vergangenen Woche geschrieben, warum sich jetzt auch seine Freundin auf die Fußball WM freut: Shoppen bis Mitternacht. Nun, in der Pfalz sind die Mädels sowieso fußballbegeistert, da braucht es solchen Schnickschnack wie Ladenöffnung bis um 24 Uhr nicht. um Lust auf die WM zu machen. Und weil so eine Großveranstaltung mit Gästen aus aller Welt ja auch bestens dafür geeignet ist, ein wenig Lokalkolorit zu versprühen, hat sich der Lauterer Einzelhandel entschieden, während der vier Wochen Ausnahmezustand seine Geschäfte ganz authentisch-deutsch aufzumachen: Bis 20 Uhr eben. Da war der Aufschrei aber groß. Da kämpfen sie an maßgeblicher Stelle darum, die Läden während der WM bis um Mitternacht öffnen zu können, und nun das.
Auch die WM-Ausnahmen von den gesetzlichen Ladenöffnungszeiten - vier verkaufsoffene Sonntage, ein vekaufsoffener Fronleichnamstag und ein Mitternachtsshopping an einem Samstag - konnte die Empörung nicht lindern. Es ist schließlich wahrscheinlich, daß vor allem an Tagen, an denen die deutsche Elf spielt, die Kaiserslautrer Innenstadt vor Einkaufswütgen überquellen wird. Und der Australien-Fan wird nach rund vier Stunden Kampftrinken auf jeden Fall große Lust verspüren, noch einen Einkaufsbummel im "Shopping-Paradies" Kaiserslautern zu machen.
Nun, wie gesagt: Kaiserslautern ist nicht Köln. Und die Mädels in der Pfalz sind fußballbegeistert. Deshalb dürfen sich die Lauterer Verkäuferinnen auch glücklich mit ihren Chefs schätzen: Die geben ihnen nämlich die Chance, auch ein wenig WM-Luft zu schnuppern - und zwar vor der Ladentür
-Jessica Altherr aus der Redaktion der Rhein-Zeitung in Idar-Oberstein lebt in der WM-Stadt Kaiserslautern
->Quelle: Rhein-Zeitung, 15.2.2006, Ausgabe Betzdorf (Sieg), Kreis Altenkirchen
-Jessica Altherr über Vorfreude und Desinteresse in Kaiserslautern-
Kaiserslautern ist nicht Köln. Schließlich hatte der Kollege, der die WM in der Domstadt am Rhein erleben darf, in der vergangenen Woche geschrieben, warum sich jetzt auch seine Freundin auf die Fußball WM freut: Shoppen bis Mitternacht. Nun, in der Pfalz sind die Mädels sowieso fußballbegeistert, da braucht es solchen Schnickschnack wie Ladenöffnung bis um 24 Uhr nicht. um Lust auf die WM zu machen. Und weil so eine Großveranstaltung mit Gästen aus aller Welt ja auch bestens dafür geeignet ist, ein wenig Lokalkolorit zu versprühen, hat sich der Lauterer Einzelhandel entschieden, während der vier Wochen Ausnahmezustand seine Geschäfte ganz authentisch-deutsch aufzumachen: Bis 20 Uhr eben. Da war der Aufschrei aber groß. Da kämpfen sie an maßgeblicher Stelle darum, die Läden während der WM bis um Mitternacht öffnen zu können, und nun das.
Auch die WM-Ausnahmen von den gesetzlichen Ladenöffnungszeiten - vier verkaufsoffene Sonntage, ein vekaufsoffener Fronleichnamstag und ein Mitternachtsshopping an einem Samstag - konnte die Empörung nicht lindern. Es ist schließlich wahrscheinlich, daß vor allem an Tagen, an denen die deutsche Elf spielt, die Kaiserslautrer Innenstadt vor Einkaufswütgen überquellen wird. Und der Australien-Fan wird nach rund vier Stunden Kampftrinken auf jeden Fall große Lust verspüren, noch einen Einkaufsbummel im "Shopping-Paradies" Kaiserslautern zu machen.
Nun, wie gesagt: Kaiserslautern ist nicht Köln. Und die Mädels in der Pfalz sind fußballbegeistert. Deshalb dürfen sich die Lauterer Verkäuferinnen auch glücklich mit ihren Chefs schätzen: Die geben ihnen nämlich die Chance, auch ein wenig WM-Luft zu schnuppern - und zwar vor der Ladentür
-Jessica Altherr aus der Redaktion der Rhein-Zeitung in Idar-Oberstein lebt in der WM-Stadt Kaiserslautern
->Quelle: Rhein-Zeitung, 15.2.2006, Ausgabe Betzdorf (Sieg), Kreis Altenkirchen