Ich lese grad im Spiegel den Artikel über den Kongo. Schockiert hat mich, wie brutal die Kolonialherren gegen die Kongolesen vorgingen. Da ich selbst in der Schule nichts darüber erfahren habe und mir vorstellen könnte, dass es vielen so geht...hier mal ein Wikipedia-Artikel über die Menschenrechtsverletzungen der Belgier im Kongo:
Es gibt unterschiedliche Berechnungen, wie viele Menschenleben unter Leopolds Herrschaft getötet wurden. Zwischen 1880 und 1920 wurde die Bevölkerung des Kongos vermutlich zur Hälfte ausgerottet, Adam Hochschild spricht von 10 Millionen Opfern. Eine große Zahl von Menschen wurde grausam misshandelt, gequält und brutal verstümmelt. Viele konnten in der Folge sich selbst und ihre Familien nicht mehr ernähren und starben an Unterernährung.
1890 wurde auf der 33. Sitzung der Brüsseler Konferenz beschlossen, dass dem Sklavenhandel in Afrika ein Ende gemacht werden solle. Ab 1904 zeigten die Kampagnen einiger Missionare und Zeitungsmacher Erfolge, die die Verbrechen an der Bevölkerung öffentlich anprangerten. Große Zeitungen berichteten regelmäßig, die Kirchen verurteilten die Behandlung der Bevölkerung. Initiiert wurde die Kampagne von Edmund Dene Morel, er hatte für eine Reederei gearbeitet, die im Auftrag Leopolds Waren von und nach dem Kongo brachte. Er wurde aufmerksam, weil die Schiffe aus dem Kongo vollbeladen waren mit Elfenbein und Kautschuk, auf dem Rückweg aber nur Waffen und Munition transportiert wurden. Das schien ihm ein seltsamer Warenaustausch. Er gab einen regelmäßigen Rundbrief heraus mit Berichten aus dem Kongo, die er von Missionaren und Reisenden erhielt.
1908 verurteilten die Regierungen Großbritanniens und der USA das Herrschaftssystem Leopolds. Auf Druck des Parlaments stimmte er einem Gesetz zu, dass aus dem Kongo eine Kolonie machte, "Belgisch-Kongo", und diesen Unabhängigen Kongostaat an Belgien überschrieb.
Die Truppen des Königs überfielen Dörfer und die Bewohner erhielten den Auftrag, eine bestimmte Menge Kautschuk zu sammeln, sonst würde das ganze Dorf niedergebrannt. Wer zu fliehen versuchte, wurde erschossen. Als Beweis für den Verbrauch von Gewehrkugeln mussten die Truppen für jede verbrauchte Kugel die Hand des Opfers vorlegen. Die Hände wurden deshalb auch Lebenden abgehackt, irgendwie musste man ja verbrauchte Kugeln erklären. Eine andere Deutung der Praxis, die Hände abzuhacken ist, laut der Fachzeitschrift 'Message', dass Druck auf die Zulieferer ausgeübt wurde: Wer nicht genug Kautschuk liefert, bekommt eine Hand abgehackt.
Die Methoden, mit denen belgische Handelsgesellschaften und das Militär im Kongo vorgingen, sind unter anderem in Joseph Conrads Buch Herz der Finsternis (veröffentlicht 1899) geschildert. Conrad (1857–1924) hatte 1890 als Kapitän eines Flussschiffes angeheuert. Er wurde jedoch schon bald nach seiner Ankunft krank – und was er mit ansehen musste, ließ ihn sobald wie möglich nach England zurückkehren. Unter anderem sah er, wie die Soldaten Körbe voller verwesender Hände zu ihren Stützpunkten schafften, zum Zählen. Er sah auch, wie an einem Stützpunkt die Köpfe von Hingerichteten auf Pfählen ausgestellt waren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._(Belgien)http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._%28Belgien%29
In einem der vorherigen Spiegel war ein Bild von drei Menschen mit abgehackten Händen...erschreckend.
Es gibt unterschiedliche Berechnungen, wie viele Menschenleben unter Leopolds Herrschaft getötet wurden. Zwischen 1880 und 1920 wurde die Bevölkerung des Kongos vermutlich zur Hälfte ausgerottet, Adam Hochschild spricht von 10 Millionen Opfern. Eine große Zahl von Menschen wurde grausam misshandelt, gequält und brutal verstümmelt. Viele konnten in der Folge sich selbst und ihre Familien nicht mehr ernähren und starben an Unterernährung.
1890 wurde auf der 33. Sitzung der Brüsseler Konferenz beschlossen, dass dem Sklavenhandel in Afrika ein Ende gemacht werden solle. Ab 1904 zeigten die Kampagnen einiger Missionare und Zeitungsmacher Erfolge, die die Verbrechen an der Bevölkerung öffentlich anprangerten. Große Zeitungen berichteten regelmäßig, die Kirchen verurteilten die Behandlung der Bevölkerung. Initiiert wurde die Kampagne von Edmund Dene Morel, er hatte für eine Reederei gearbeitet, die im Auftrag Leopolds Waren von und nach dem Kongo brachte. Er wurde aufmerksam, weil die Schiffe aus dem Kongo vollbeladen waren mit Elfenbein und Kautschuk, auf dem Rückweg aber nur Waffen und Munition transportiert wurden. Das schien ihm ein seltsamer Warenaustausch. Er gab einen regelmäßigen Rundbrief heraus mit Berichten aus dem Kongo, die er von Missionaren und Reisenden erhielt.
1908 verurteilten die Regierungen Großbritanniens und der USA das Herrschaftssystem Leopolds. Auf Druck des Parlaments stimmte er einem Gesetz zu, dass aus dem Kongo eine Kolonie machte, "Belgisch-Kongo", und diesen Unabhängigen Kongostaat an Belgien überschrieb.
Die Truppen des Königs überfielen Dörfer und die Bewohner erhielten den Auftrag, eine bestimmte Menge Kautschuk zu sammeln, sonst würde das ganze Dorf niedergebrannt. Wer zu fliehen versuchte, wurde erschossen. Als Beweis für den Verbrauch von Gewehrkugeln mussten die Truppen für jede verbrauchte Kugel die Hand des Opfers vorlegen. Die Hände wurden deshalb auch Lebenden abgehackt, irgendwie musste man ja verbrauchte Kugeln erklären. Eine andere Deutung der Praxis, die Hände abzuhacken ist, laut der Fachzeitschrift 'Message', dass Druck auf die Zulieferer ausgeübt wurde: Wer nicht genug Kautschuk liefert, bekommt eine Hand abgehackt.
Die Methoden, mit denen belgische Handelsgesellschaften und das Militär im Kongo vorgingen, sind unter anderem in Joseph Conrads Buch Herz der Finsternis (veröffentlicht 1899) geschildert. Conrad (1857–1924) hatte 1890 als Kapitän eines Flussschiffes angeheuert. Er wurde jedoch schon bald nach seiner Ankunft krank – und was er mit ansehen musste, ließ ihn sobald wie möglich nach England zurückkehren. Unter anderem sah er, wie die Soldaten Körbe voller verwesender Hände zu ihren Stützpunkten schafften, zum Zählen. Er sah auch, wie an einem Stützpunkt die Köpfe von Hingerichteten auf Pfählen ausgestellt waren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._(Belgien)http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._%28Belgien%29
In einem der vorherigen Spiegel war ein Bild von drei Menschen mit abgehackten Händen...erschreckend.