Mailänder Derby im Zeichen der Trauer
07.04.2005
Der AC Mailand hat das Derby gegen Inter mit 2:0 gewonnen, doch die Fans standen so eng zusammen wie noch nie. Als Zeichen ihrer tiefen Trauer um den gestorbenen Papst Johannes Paul II. erhoben sich die 80.000 Zuschauer im Giuseppe-Meazza-Stadion und klatschten vor dem Anpfiff vier Minuten lang Beifall.
Vereint in der Trauer um Papst Johannes Paul II.
In den sonst so verfeindeten Fan-Kurven wurde der Heilige Vater gemeinsam gewürdigt, Spruchbänder mit der Aufschrift "Ein großer Applaus für den Papst" und "Johannes Paul der Große" wurden in die Höhe gehalten. Zu dem Zeitpunkt ahnten die Inter-Anhänger noch nicht, dass sie auch nach dem Viertelfinal-Hinspiel Trauer tragen würden. Jaap Stam (46. Minute) und Andrej Schewtschenko (69.) nahmen Inter den Nimbus der Unbesiegbarkeit in dieser Champions-League-Saison.
Der AC hatte dem Stadtrivalen zuvor auch schon in der Meisterschaft die erste Niederlage beigebracht. Dem Spitzenreiter der Serie A reichten zwei große Chancen und eine Weltklasse-Leistung von Torhüter Dida, um bereits vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag mit einem Bein im Halbfinale zu stehen.
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"Das Ergebnis ist ungerecht", klagte Inter-Besitzer Massimo Moratti, der seinen Club nach sieben Jahren mit großen Investitionen und viel zu kleinen Erfolgen schon wieder leer ausgehen sieht. "Ich hoffe jetzt auf Adriano", meinte Inter-Trainer Roberto Mancini und klammerte sich an das Comeback seines Top-Torjägers im Rückspiel.
"Noch sind wir nicht weiter", warnte Milans Vize-Präsident Adriano Galliani vor verfrühtem Jubel bei den Rotschwarzen. Auch Carlo Ancelotti mahnte zur Vorsicht, obwohl "der 2:0-Sieg natürlich sehr viel wert ist". Am meisten freute sich der früher als Ewiger Zweiter verspottete und nach dem Champions-League-Titel 2003 und der Meisterschaft 2004 zum Star-Trainer aufgestiegene Ancelotti über Schewtschenko:
"Er hat sein Tor mit der Kopfseite erzielt, auf der er sich das Jochbein gebrochen hatte." Einen besseren Beweis für eine überwundene Blessur gibt es nicht. "Das war mein am meisten ersehntes Tor", sagte Europas Fußballer des Jahres nach seinem gelungenen Comeback und blickte gelassen dem Rückspiel entgegen: "Das ist ein schöner Vorsprung."
Quelle: www.Sportal.de
07.04.2005
Der AC Mailand hat das Derby gegen Inter mit 2:0 gewonnen, doch die Fans standen so eng zusammen wie noch nie. Als Zeichen ihrer tiefen Trauer um den gestorbenen Papst Johannes Paul II. erhoben sich die 80.000 Zuschauer im Giuseppe-Meazza-Stadion und klatschten vor dem Anpfiff vier Minuten lang Beifall.
Vereint in der Trauer um Papst Johannes Paul II.
In den sonst so verfeindeten Fan-Kurven wurde der Heilige Vater gemeinsam gewürdigt, Spruchbänder mit der Aufschrift "Ein großer Applaus für den Papst" und "Johannes Paul der Große" wurden in die Höhe gehalten. Zu dem Zeitpunkt ahnten die Inter-Anhänger noch nicht, dass sie auch nach dem Viertelfinal-Hinspiel Trauer tragen würden. Jaap Stam (46. Minute) und Andrej Schewtschenko (69.) nahmen Inter den Nimbus der Unbesiegbarkeit in dieser Champions-League-Saison.
Der AC hatte dem Stadtrivalen zuvor auch schon in der Meisterschaft die erste Niederlage beigebracht. Dem Spitzenreiter der Serie A reichten zwei große Chancen und eine Weltklasse-Leistung von Torhüter Dida, um bereits vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag mit einem Bein im Halbfinale zu stehen.
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"Das Ergebnis ist ungerecht", klagte Inter-Besitzer Massimo Moratti, der seinen Club nach sieben Jahren mit großen Investitionen und viel zu kleinen Erfolgen schon wieder leer ausgehen sieht. "Ich hoffe jetzt auf Adriano", meinte Inter-Trainer Roberto Mancini und klammerte sich an das Comeback seines Top-Torjägers im Rückspiel.
"Noch sind wir nicht weiter", warnte Milans Vize-Präsident Adriano Galliani vor verfrühtem Jubel bei den Rotschwarzen. Auch Carlo Ancelotti mahnte zur Vorsicht, obwohl "der 2:0-Sieg natürlich sehr viel wert ist". Am meisten freute sich der früher als Ewiger Zweiter verspottete und nach dem Champions-League-Titel 2003 und der Meisterschaft 2004 zum Star-Trainer aufgestiegene Ancelotti über Schewtschenko:
"Er hat sein Tor mit der Kopfseite erzielt, auf der er sich das Jochbein gebrochen hatte." Einen besseren Beweis für eine überwundene Blessur gibt es nicht. "Das war mein am meisten ersehntes Tor", sagte Europas Fußballer des Jahres nach seinem gelungenen Comeback und blickte gelassen dem Rückspiel entgegen: "Das ist ein schöner Vorsprung."
Quelle: www.Sportal.de