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Mit Leidenschaft 40-Punkte-Schallmauer durchbrechen
FUSSBALL: Bei FCK-Jahrespressekonferenz rechnet Vereinschef Jäggi mit Amanatidis ab - Zwei neue Planstellen möglich
KAISERSLAUTERN (zkk). Eine, vielleicht zwei neue Planstellen darf Trainer Michael Henke beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern bis zum Saisonstart noch besetzen. Weiter getestet wird der Brasilianer Bruno Reis.
„Nach den Reisestrapazen war es für ihn die erste Trainigseinheit. Da kann man noch keine Rückschlüsse ziehen", sagte Henke gestern Abend bei der FCK-Jahrespressekonferenz im Casino des Kulturzentrums Kammgarn in Kaiserslautern.
Bruno Reis, der 27-jährige defensive Mittelfeldspieler, der mit Maccabi Tel Aviv in der letzten Saison in der Champions League spielte, ist ein Kandidat für die zentrale Defensivrolle. Henke sieht bei dieser Rollenbesetzung Verstärkungsbedarf. Das müsse nicht unbedingt zu Lasten eines möglichen vierten Angreifers gehen, meinte FCK-Vorstandsvorsitzender René C. Jäggi. Durch den Verkauf von Ioannis Amanatidis ist nicht nur eine Ablösesumme weit über einer Million eingespielt, die sich offenbar im Fall des Frankfurter Klassenerhalts erhöht, sondern auch ein Top-Verdiener von der Gehaltsliste. Das schafft Handlungsspielraum, sagte Jäggi.
Eigentlich sah der FCK-Boss den Vorhang im Theater um den griechischen Nationalstürmer schon gefallen. „Nach geschlagenen Schlachten soll man die Medaillen verteilen und Leichen beerdigen und fertig", sagte Jäggi, machte dann aber seine menschliche Enttäuschung über das Verhalten des Abwanderers aber doch sehr deutlich. Amanatidis habe alle im Verein und die Öffentlichkeit schamlos angelogen, als er versichert habe, keinen Vertrag in Frankfurt unterschrieben zu haben. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL), nicht der Spieler, habe die Wahrheit enthüllt. Das sei ein glatter Vertrauensbruch gegenüber dem Trainer gewesen, der vorbehaltlos auf den 23-Jährigen gesetzt habe.
Vehement brach der Vereinschef eine Lanze für den neuen Cheftrainer und dessen Arbeit. In der „Bild"-Zeitung hatte Trainer-Lästermaul Max Merkel gestern dem neuen Lauterer Coach in einem Verriss alle Fähigkeiten abgesprochen, die Mannschaft in Bausch und Bogen verdammt. „Ich weiß, dass sich Michael Henke nicht darüber ärgert, aber ich muss meinen Trainer vor dieser Stimmungsmache schützen", wetterte René C. Jäggi und attackierte den über 80 Jahren alten Merkel verbal, der sich gerne als Meistermacher feiern lässt, aber 1969 - ein Jahr nach dem Titelgewinn - mit dem 1. FC Nürnberg abgestiegen ist: „Seine Erfolge sind schon so alt wie Dinosaurierkacke."
Der 1. FC Kaiserslautern plant in der Saison 2005/2006 wieder mit einem Schnitt von 36.000 Zuschauern, obgleich mit 18.000 Dauerkarten bislang 3000 weniger als in der letzten Saison abgesetzt wurden. „Wir müssen das Feuer selbst entfachen", sieht Vorstandsmitglied Erwin Göbel die Mannschaft in der Pflicht, mit Leistung und Leidenschaft den Verkauf der Tickets anzukurbeln. Die „wirtschaftliche Konsolidierung fortsetzen" und die sportliche Leistung schrittweise forcieren, sieht Göbel als Ziele auf dem Weg der Beharrlichkeit.
„Ich wäre zufrieden, wenn wir gut spielen, wieder auf 40 oder 42 Punkte kommen, und die Zuschauer wieder zufrieden vom Betzenberg gehen", sagte Jäggi und träumt von attraktivem Fußball im Fritz-Walter-Stadion.
„Ich glaube, dass wir stabiler spielen werden", prognostizierte Teammanager Olaf Marschall. Seinen gedämpften Optimismus stützt er auf den Zugang von Marcelo Pletsch als Stabilisator der Deckung und auf die Kreativität von Neuzugang Ervin Skela.
„Wir basteln noch an der Mannschaft", bekannte Trainer Henke, der die 40-Punkte-Marke als Zielvorgabe nennt. „Ich will helfen, die Mannschaft und damit den ganzen Verein weiterzuentwickeln", sagte Henke. Die Frage des neuen Mannschaftskapitäns will er erst nächste Woche beantworten, das Spielsystem soll variabel gehalten werden. „Offiziell 50:50", bewertet er das Duell der Torhüter Thomas Ernst und Jürgen Macho. Am Samstag (18 Uhr) in Kehl gegen Slavia Prag spielt Thomas Ernst.
Der Mannschaft bescheinigt der Trainer nicht nur eine gute Arbeitsmoral, sondern auch eine sehr gute Disziplin. „Ich spüre eine gewisse Aufbruchstimmung im ganzen Verein, wir werden bald ein wunderbares Stadion haben", schwärmte der neue Trainer, der seinem Arbeitgeber ein erstklassiges Zeugnis ausstellte.
„Das Ziel ist, schnell die 40 Punkte zu holen und vor allem die Leidenschaft wieder zu wecken, die den FCK einmal ausgezeichnet hat", proklamierte Stefan Blank, der Linksfuß: „Wir müssen als Mannschaft auftreten, sonst kriegen wir Probleme."
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
FUSSBALL: Bei FCK-Jahrespressekonferenz rechnet Vereinschef Jäggi mit Amanatidis ab - Zwei neue Planstellen möglich
KAISERSLAUTERN (zkk). Eine, vielleicht zwei neue Planstellen darf Trainer Michael Henke beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern bis zum Saisonstart noch besetzen. Weiter getestet wird der Brasilianer Bruno Reis.
„Nach den Reisestrapazen war es für ihn die erste Trainigseinheit. Da kann man noch keine Rückschlüsse ziehen", sagte Henke gestern Abend bei der FCK-Jahrespressekonferenz im Casino des Kulturzentrums Kammgarn in Kaiserslautern.
Bruno Reis, der 27-jährige defensive Mittelfeldspieler, der mit Maccabi Tel Aviv in der letzten Saison in der Champions League spielte, ist ein Kandidat für die zentrale Defensivrolle. Henke sieht bei dieser Rollenbesetzung Verstärkungsbedarf. Das müsse nicht unbedingt zu Lasten eines möglichen vierten Angreifers gehen, meinte FCK-Vorstandsvorsitzender René C. Jäggi. Durch den Verkauf von Ioannis Amanatidis ist nicht nur eine Ablösesumme weit über einer Million eingespielt, die sich offenbar im Fall des Frankfurter Klassenerhalts erhöht, sondern auch ein Top-Verdiener von der Gehaltsliste. Das schafft Handlungsspielraum, sagte Jäggi.
Eigentlich sah der FCK-Boss den Vorhang im Theater um den griechischen Nationalstürmer schon gefallen. „Nach geschlagenen Schlachten soll man die Medaillen verteilen und Leichen beerdigen und fertig", sagte Jäggi, machte dann aber seine menschliche Enttäuschung über das Verhalten des Abwanderers aber doch sehr deutlich. Amanatidis habe alle im Verein und die Öffentlichkeit schamlos angelogen, als er versichert habe, keinen Vertrag in Frankfurt unterschrieben zu haben. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL), nicht der Spieler, habe die Wahrheit enthüllt. Das sei ein glatter Vertrauensbruch gegenüber dem Trainer gewesen, der vorbehaltlos auf den 23-Jährigen gesetzt habe.
Vehement brach der Vereinschef eine Lanze für den neuen Cheftrainer und dessen Arbeit. In der „Bild"-Zeitung hatte Trainer-Lästermaul Max Merkel gestern dem neuen Lauterer Coach in einem Verriss alle Fähigkeiten abgesprochen, die Mannschaft in Bausch und Bogen verdammt. „Ich weiß, dass sich Michael Henke nicht darüber ärgert, aber ich muss meinen Trainer vor dieser Stimmungsmache schützen", wetterte René C. Jäggi und attackierte den über 80 Jahren alten Merkel verbal, der sich gerne als Meistermacher feiern lässt, aber 1969 - ein Jahr nach dem Titelgewinn - mit dem 1. FC Nürnberg abgestiegen ist: „Seine Erfolge sind schon so alt wie Dinosaurierkacke."
Der 1. FC Kaiserslautern plant in der Saison 2005/2006 wieder mit einem Schnitt von 36.000 Zuschauern, obgleich mit 18.000 Dauerkarten bislang 3000 weniger als in der letzten Saison abgesetzt wurden. „Wir müssen das Feuer selbst entfachen", sieht Vorstandsmitglied Erwin Göbel die Mannschaft in der Pflicht, mit Leistung und Leidenschaft den Verkauf der Tickets anzukurbeln. Die „wirtschaftliche Konsolidierung fortsetzen" und die sportliche Leistung schrittweise forcieren, sieht Göbel als Ziele auf dem Weg der Beharrlichkeit.
„Ich wäre zufrieden, wenn wir gut spielen, wieder auf 40 oder 42 Punkte kommen, und die Zuschauer wieder zufrieden vom Betzenberg gehen", sagte Jäggi und träumt von attraktivem Fußball im Fritz-Walter-Stadion.
„Ich glaube, dass wir stabiler spielen werden", prognostizierte Teammanager Olaf Marschall. Seinen gedämpften Optimismus stützt er auf den Zugang von Marcelo Pletsch als Stabilisator der Deckung und auf die Kreativität von Neuzugang Ervin Skela.
„Wir basteln noch an der Mannschaft", bekannte Trainer Henke, der die 40-Punkte-Marke als Zielvorgabe nennt. „Ich will helfen, die Mannschaft und damit den ganzen Verein weiterzuentwickeln", sagte Henke. Die Frage des neuen Mannschaftskapitäns will er erst nächste Woche beantworten, das Spielsystem soll variabel gehalten werden. „Offiziell 50:50", bewertet er das Duell der Torhüter Thomas Ernst und Jürgen Macho. Am Samstag (18 Uhr) in Kehl gegen Slavia Prag spielt Thomas Ernst.
Der Mannschaft bescheinigt der Trainer nicht nur eine gute Arbeitsmoral, sondern auch eine sehr gute Disziplin. „Ich spüre eine gewisse Aufbruchstimmung im ganzen Verein, wir werden bald ein wunderbares Stadion haben", schwärmte der neue Trainer, der seinem Arbeitgeber ein erstklassiges Zeugnis ausstellte.
„Das Ziel ist, schnell die 40 Punkte zu holen und vor allem die Leidenschaft wieder zu wecken, die den FCK einmal ausgezeichnet hat", proklamierte Stefan Blank, der Linksfuß: „Wir müssen als Mannschaft auftreten, sonst kriegen wir Probleme."
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ