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Reformen für den Aufschwung Ost

fetzmetz

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Leipzig - Wie kann man den Ost-Fußball aus der existenzbedrohenden Krise retten? Der DFB hat sich beim "Ostfußball-Gipfel" in Leipzig auf weitreichende Reformen geeinigt.



Zwei Regionalliga-Aufsteiger, verstärkte Hilfen von den großen West-Vereinen und eine stärkere Berücksichtigung von Trainer aus dem Osten beim DFB sollen den Fußball in den neuen Bundesländern wieder fit machen.



Osten braucht eine besondere Behandlung



Ost-Vorzeigefiguren wie Matthias Sammer oder Ulf Kirsten sollen zudem Patenschaften für Ost-Klubs übernehmen. "Der Osten braucht keine Almosen, er braucht Chancengleichheit. Wenn wir mit dem Fußball in Deutschland vorankommen wollen, muss der Osten einen besonderen Part übernehmen", kommentierte Zwanziger die Ergebnisse.



Deshalb müsse vor allem der Unterbau verbessert werden, wofür bereits in der kommenden Saison beide Meister der zweigeteilten Oberliga Nordost aufsteigen sollen. Dieser Änderung der Aufstiegsregelung - bislang hatte es Relegationsspiele der beiden Staffelsieger gegeben - muss das DFB-Präsidium allerdings noch zustimmen.



DFB geht mit gutem Beispiel voran



Zwanziger versprach zudem, auf Werbetour durch den Fußball-Osten zu gehen, um die Politik von der Wichtigkeit eines Aufschwungs der Kicker zu überzeugen. Eine wichtige Rolle soll die verstärkte Vergabe von Topereignissen in die neuen Bundesländer sein.



2006 wird das Team von Jürgen Klinsmann in Rostock auftreten, ein Spiel der Frauen-Weltmeister wurde nach Cottbus vergeben, und die "U17"-EM soll 2009 in Sachsen und Thüringen stattfinden. Das Ligapokal-Finale, das am 2. August erstmals in Leipzig angepfiffen wird, soll nach dem Wunsch von Liga-Chef Werner Hackmann eine ständige Institution im einzigen ostdeutschen WM-Stadion für 2006 werden.





Verstärkte Kooperation mit der Bundesliga



"Die Bundesliga profitiert von der beispielhaften Talentausbildung im Osten, also wird sie künftig ihr Knowhow zur Verfügung stellen", erklärte Hackmann. Bundesligisten sollen künftig Management-Konferenzen für Regionalliga- und Oberliga-Vereine aus dem Osten ausrichten.



Damit könne zum Beispiel Hilfe beim Lizenzierungsverfahren oder bei Stadionbauprojekten wie derzeit in Magdeburg oder Dresden geleistet werden. Denkbar seien auch Partnerschaften zwischen Ost und West - Rekordmeister Bayern München beispielsweise kommt zu Testspielen wie diese Woche in Dessau oder künftig in Cottbus immer wieder in die neuen Bundesländer.



Ein Ballack für Cottbus?



Entscheidendes Ziel sei zudem, dass die durch das ostdeutsche Modell der sportbetonten Schulen zahlreichen Talente wie Michael Ballack nicht mehr in großer Zahl in den Westen abwandern.



"Das erreichen wir nur, wenn es mehr Topvereine im Osten gibt und zugleich das ostdeutsche Talentmodell in den Westen exportiert wird, damit es auch dort mehr guten Nachwuchs gibt", erklärte Zwanziger.



Zufriedenheit auf allen Seiten



Die Ost-Vereine zeigten sich mit dem Ergebnis der dreistündigen Beratungen mit DFB und Deutscher Fußball Liga (DFL) zufrieden. "Ich denke, dass das Ergebnis in Ordnung ist. Niemand hat erwartet, dass wir hier mit dem großen Geldkoffer rausgehen.



Wichtig ist vor allem, dass wir jetzt fair behandelt werden", erklärte Hansa Rostocks Präsident Manfred Wimmer. Der Abstieg des einzigen "echten" Ost-Bundesligisten war der Auslöser der schonungslosen Bestandsaufnahme nach 15 Jahren Wiedervereinigung gewesen.



Ost-Fußball am Scheideweg



1990/91 war der Osten mit zwei Bundesligisten und acht Zweitligisten gestartet - in der kommenden Saison gibt es neben Hertha BSC Berlin in der Eliteklasse in Dynamo Dresden, Rostock, Erzgebirge Aue und Energie Cottbus nur noch vier Zweitligisten aus den neuen Ländern.



Statt 18 Regionalligisten beim Start kommen zudem jetzt nur noch vier aus dem Osten. Wimmer: "In drei Jahren muss die Situation wesentlich besser sein. Sonst war dieser Ost-Gipfel nichts wert."





www.sport1.de
 
Eine gute Sache für den Fussball in unserem Land, leider 10 Jahre zu spät. Aber DFB
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