EX-FC-STAR IN DER BERATER-FALLE
Mit Immobilienfonds auf die Nase gefallen
Fürth/Berlin – Es sollte seine Sicherheit für die Zukunft werden. Und auch nochSteuern sparen. Das bekam Christian Timm von seinen Beratern versprochen, und so investierte er in ein Anlage-Modell Millionen Mark.
Doch die Rechnung ging nicht auf. Jetzt kämpft der frühere Shooting-Star des 1. FC Köln um sein Geld. Im Verfahren mit dem Aktenzeichen 36O477/02 am Landgericht Berlin bzw. der Berufung am Kammergericht (10U279/03) versuchte er bislang vergeblich, wenigstens die Zahlung der Vermittlungsprovision von 107.345 € zu verhindern. Es geht um einen Deal über mindestens 2,2 Millionen €.
Wichtiger für ihn scheint aber das Verfahren 23O325/03 am Berliner Landgericht. Dort will er von Kapitalvermittler Egon Banghard, neben Roger Wittmann damals Geschäftsführer von Timms Beratungsagentur Rogon, „wegen fehlerhafter Beratung in Immobilienfragen“ Schadenersatz.
Ein Gütetermin platzte, derzeit ist der Rechtsstreit bis März 2006 ausgesetzt. Auf das Geschäft ließ sich Timm im Frühjahr 2001 ein, als er noch der Shooting-Star in Köln war und die Bayern mit einem Angebot winkten. Damals schien klar: Timm würde jede Menge Geld verdienen. Das glaubte auch sein Berater Wittmann, der gerade mit Banghard Rogon gegründet hatte.
Ziel war offenbar nicht nur die Vermittlung von Spielern. Sondern auch die „Geschäftsbesorgung und Beratung in Anlage- und Vermögensfragen“, wie das Kammergericht der Hauptstadt feststellt.
Konkret: Wittmann wollte, dass Timm Steuern spart. Und soll Banghard, der inzwischen wegen Betrugs und Untreue eine dreijährige Haftstrafe absitzt, dafür einen Anlagespielraum von vier Millionen DM gegeben haben. Banghard soll laut Timms Anwälten ein Immobiliengeschäft über insgesamt 6.949.250 DM festgezurrt haben.
Dafür gab es ein Gebäude mit zehn Eigentumswohnungen und 777 Quadratmeter Fläche. Das Geld sollte Timm sich während seiner Karriere verdienen.
Doch es klappte wenig: Die versprochene Finanzierung platzte, die Mieteinnahmen entsprachen offenbar nicht der Kalkulation. Dazu kam Timms persönliche Misere: der Abstieg des FC, ständig Verletzungen in Kaiserslautern, im Frühjahr 2005 dann der Gang in die Zweite Liga nach Fürth. Die Kosten aber bleiben.
„Wir haben schon relativ früh vor dem Duo Banghard und Wittmann gewarnt. Offenbar hat das nicht jeder mitbekommen“, sagt der Rostocker Finanzmakler Michael Daudert, Autor von „Geld schießt Tore“ einem Buch über Geldanlage für Fußball-Profis.
„Unter normalen Umständen ist Timm platt. Der wird als armes Fußball-Talent seine Karriere beenden.“
www.express.de
Mit Immobilienfonds auf die Nase gefallen
Fürth/Berlin – Es sollte seine Sicherheit für die Zukunft werden. Und auch nochSteuern sparen. Das bekam Christian Timm von seinen Beratern versprochen, und so investierte er in ein Anlage-Modell Millionen Mark.
Doch die Rechnung ging nicht auf. Jetzt kämpft der frühere Shooting-Star des 1. FC Köln um sein Geld. Im Verfahren mit dem Aktenzeichen 36O477/02 am Landgericht Berlin bzw. der Berufung am Kammergericht (10U279/03) versuchte er bislang vergeblich, wenigstens die Zahlung der Vermittlungsprovision von 107.345 € zu verhindern. Es geht um einen Deal über mindestens 2,2 Millionen €.
Wichtiger für ihn scheint aber das Verfahren 23O325/03 am Berliner Landgericht. Dort will er von Kapitalvermittler Egon Banghard, neben Roger Wittmann damals Geschäftsführer von Timms Beratungsagentur Rogon, „wegen fehlerhafter Beratung in Immobilienfragen“ Schadenersatz.
Ein Gütetermin platzte, derzeit ist der Rechtsstreit bis März 2006 ausgesetzt. Auf das Geschäft ließ sich Timm im Frühjahr 2001 ein, als er noch der Shooting-Star in Köln war und die Bayern mit einem Angebot winkten. Damals schien klar: Timm würde jede Menge Geld verdienen. Das glaubte auch sein Berater Wittmann, der gerade mit Banghard Rogon gegründet hatte.
Ziel war offenbar nicht nur die Vermittlung von Spielern. Sondern auch die „Geschäftsbesorgung und Beratung in Anlage- und Vermögensfragen“, wie das Kammergericht der Hauptstadt feststellt.
Konkret: Wittmann wollte, dass Timm Steuern spart. Und soll Banghard, der inzwischen wegen Betrugs und Untreue eine dreijährige Haftstrafe absitzt, dafür einen Anlagespielraum von vier Millionen DM gegeben haben. Banghard soll laut Timms Anwälten ein Immobiliengeschäft über insgesamt 6.949.250 DM festgezurrt haben.
Dafür gab es ein Gebäude mit zehn Eigentumswohnungen und 777 Quadratmeter Fläche. Das Geld sollte Timm sich während seiner Karriere verdienen.
Doch es klappte wenig: Die versprochene Finanzierung platzte, die Mieteinnahmen entsprachen offenbar nicht der Kalkulation. Dazu kam Timms persönliche Misere: der Abstieg des FC, ständig Verletzungen in Kaiserslautern, im Frühjahr 2005 dann der Gang in die Zweite Liga nach Fürth. Die Kosten aber bleiben.
„Wir haben schon relativ früh vor dem Duo Banghard und Wittmann gewarnt. Offenbar hat das nicht jeder mitbekommen“, sagt der Rostocker Finanzmakler Michael Daudert, Autor von „Geld schießt Tore“ einem Buch über Geldanlage für Fußball-Profis.
„Unter normalen Umständen ist Timm platt. Der wird als armes Fußball-Talent seine Karriere beenden.“
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