Skandalspiel in Essen: Vier Platzverweise gegen VfL
In der 1. Halbzeit zeigte der VfL die beste Leistung in dieser Saison und führte an der Essener Hafenstraße mit 1:0. Nach der Pause nahm Schiedsrichter Thomas Metzen das Geschehen in die Hand. Der 24jährige verwies vier (!) Osnabrücker des Feldes, nach 90 Minuten hieß es 2:1 für Rot-Weiß Essen.
Für sportliche Erwägungen bleibt unter diesen Umständen offenbar kein Raum mehr. Darum nur so viel: Joppe erzielte die Führung für die Osnabrücker, Löbe sorgte mit zwei Treffern für den Sieg der Gastgeber.
Essen wie es singt und lacht
Die Jahreszeit lässt eigentlich nicht die Vermutung zu, dass die Karnevalszeit bereits angebrochen ist. Bei der aberwitzigen 1:2-Niederlage des VfL in Essen sorgte Schiedsrichter Thomas Metzen mit seinem närrischen Treiben für extreme Heiterkeit unter den Essenern. Es hätte ein insgesamt amüsanter Nachmittag werden können, hätte der Referee seine Scherze nicht regelmäßig auf Kosten der Osnabrücker gemacht.
Vier Hinausstellungen in einem insgesamt sehr fairen Regionalligaspiel gehen „im negativen Sinn in die Fußballgeschichte ein“, so VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Der engagierte Coach wirkte nach der Partie ratlos, als ob er das Geschehen an der traditionsreichen Hafenstraße noch nicht verarbeitet habe. Damit gab er jedoch die Gemütslage der etwa 2.000 Osnabrücker wider. Auch die Essener Zuschauer sprachen offen von einem Skandal und entwickelten Mitgefühl für die vom Schiedsrichter gepeinigten Osnabrücker. Gerne werden im Fußball obskure Leistungen der Männer mit der Pfeife als Ausrede für das Versagen der eigenen Mannschaft herangezogen. In Essen brachte jedoch der erst 24-jährige Thomas Metzen den VfL eindeutig um den verdienten Lohn.
Die Lila-Weißen, die nach wie vor auf zahlreiche wichtige Spieler verzichten mussten, waren in der ersten Halbzeit, als Metzen mit seinen Karten noch an sich halten konnte, deutlich besser als die teilweise pomadig wirkenden Ruhrgebietler. Die Pfiffe des aufgebrachten Essener Publikums Mitte der ersten Halbzeit gegen die eigene Mannschaft sprachen Bände. Man hatte nicht den Eindruck, als ob Essen vor dem Osnabrücker Tor besonders viel bewegen konnte. Lediglich eine Großchance durch den an der Hafenstraße sehr umstrittenen Holger Wehlage stand im ersten Spielabschnitt für RWE zu Buche. Der VfL ging völlig verdient mit einem 1:0 in die Kabine. Björn Joppe, der überraschend in der Defensive spielte und dort seinen Job exzellent erledigte, fasste sich ein Herz und zog einfach ab – keine Chance für Langerbein. Da auch Dave de Jong, der starke Fabian Ewertz und Michael Kügler ihre Gegenspieler gut im Griff hatten, war der Optimismus zur Pause nicht unberechtigt.
Dann jedoch begann der Albtraum. Der gerade eingewechselte Wolfgang Schütte, Kapitän Markus Feldhoff, Björn Joppe und gegen Ende auch noch Joe Enochs mussten den Platz verlassen. Jede dieser Entscheidungen waren diskussionswürdig in der Summe jedoch waren sie schlicht unter jeder Kritik. Mit 24 Jahren stand dem jungen Schiedsrichter grundsätzlich noch eine große Karriere ins Haus. Wenn in Essen ein Schiedsrichterbeobachter anwesend war, hat sich dieser Traum für den Mann aus dem mittelrheinischen Erftstadt sicherlich erledigt.
Der VfL kämpfte gegen die weitgehend ideenlosen Essener auch in Unterzahl heroisch. Mit Daniel Flottmann kam ein weiterer Abwehrspieler, Addy Menga, der zuvor die Essener Defensive mehrfach gehörig durcheinandergewirbelt hatte, musste aus taktischen Gründen geopfert werden, lediglich Thomas Reichenberger stand noch allein auf weiter Flur. Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor des starken Tino Berbig. Mit Glück und Geschick konnte der VfL fast 20 Minuten lang einen Treffer der Rot-Weissen vermeiden. Irgendwann geschah dann doch das Unvermeidliche: Alexander Löbe traf. Später traf er noch einmal. Als der VfL noch komplett war, hatte der Vollblutstürmer wenig Land gesehen. Nach dem Rückstand war es dem dezimierten VfL verständlicherweise nicht mehr möglich, eigene Angriffe zu initiieren. Außerdem pfiff der seltsame Mann in Schwarz auch noch vor der Zeit ab.
Der VfL war tapfer und hatte den Sieg verdient. Durch das massive Eingreifen des Herrn Metzen stehen die Lila-Weißen nun mit leeren Händen da und finden sich im Mittelfeld der Liga wieder. Claus-Dieter Wollitz kündigte kämpferisch an, dass nach 36 Spielen abgerechnet werde. Mit der Moral von gestern ist sicherlich noch einiges möglich …
In der 1. Halbzeit zeigte der VfL die beste Leistung in dieser Saison und führte an der Essener Hafenstraße mit 1:0. Nach der Pause nahm Schiedsrichter Thomas Metzen das Geschehen in die Hand. Der 24jährige verwies vier (!) Osnabrücker des Feldes, nach 90 Minuten hieß es 2:1 für Rot-Weiß Essen.
Für sportliche Erwägungen bleibt unter diesen Umständen offenbar kein Raum mehr. Darum nur so viel: Joppe erzielte die Führung für die Osnabrücker, Löbe sorgte mit zwei Treffern für den Sieg der Gastgeber.
Essen wie es singt und lacht
Die Jahreszeit lässt eigentlich nicht die Vermutung zu, dass die Karnevalszeit bereits angebrochen ist. Bei der aberwitzigen 1:2-Niederlage des VfL in Essen sorgte Schiedsrichter Thomas Metzen mit seinem närrischen Treiben für extreme Heiterkeit unter den Essenern. Es hätte ein insgesamt amüsanter Nachmittag werden können, hätte der Referee seine Scherze nicht regelmäßig auf Kosten der Osnabrücker gemacht.
Vier Hinausstellungen in einem insgesamt sehr fairen Regionalligaspiel gehen „im negativen Sinn in die Fußballgeschichte ein“, so VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Der engagierte Coach wirkte nach der Partie ratlos, als ob er das Geschehen an der traditionsreichen Hafenstraße noch nicht verarbeitet habe. Damit gab er jedoch die Gemütslage der etwa 2.000 Osnabrücker wider. Auch die Essener Zuschauer sprachen offen von einem Skandal und entwickelten Mitgefühl für die vom Schiedsrichter gepeinigten Osnabrücker. Gerne werden im Fußball obskure Leistungen der Männer mit der Pfeife als Ausrede für das Versagen der eigenen Mannschaft herangezogen. In Essen brachte jedoch der erst 24-jährige Thomas Metzen den VfL eindeutig um den verdienten Lohn.
Die Lila-Weißen, die nach wie vor auf zahlreiche wichtige Spieler verzichten mussten, waren in der ersten Halbzeit, als Metzen mit seinen Karten noch an sich halten konnte, deutlich besser als die teilweise pomadig wirkenden Ruhrgebietler. Die Pfiffe des aufgebrachten Essener Publikums Mitte der ersten Halbzeit gegen die eigene Mannschaft sprachen Bände. Man hatte nicht den Eindruck, als ob Essen vor dem Osnabrücker Tor besonders viel bewegen konnte. Lediglich eine Großchance durch den an der Hafenstraße sehr umstrittenen Holger Wehlage stand im ersten Spielabschnitt für RWE zu Buche. Der VfL ging völlig verdient mit einem 1:0 in die Kabine. Björn Joppe, der überraschend in der Defensive spielte und dort seinen Job exzellent erledigte, fasste sich ein Herz und zog einfach ab – keine Chance für Langerbein. Da auch Dave de Jong, der starke Fabian Ewertz und Michael Kügler ihre Gegenspieler gut im Griff hatten, war der Optimismus zur Pause nicht unberechtigt.
Dann jedoch begann der Albtraum. Der gerade eingewechselte Wolfgang Schütte, Kapitän Markus Feldhoff, Björn Joppe und gegen Ende auch noch Joe Enochs mussten den Platz verlassen. Jede dieser Entscheidungen waren diskussionswürdig in der Summe jedoch waren sie schlicht unter jeder Kritik. Mit 24 Jahren stand dem jungen Schiedsrichter grundsätzlich noch eine große Karriere ins Haus. Wenn in Essen ein Schiedsrichterbeobachter anwesend war, hat sich dieser Traum für den Mann aus dem mittelrheinischen Erftstadt sicherlich erledigt.
Der VfL kämpfte gegen die weitgehend ideenlosen Essener auch in Unterzahl heroisch. Mit Daniel Flottmann kam ein weiterer Abwehrspieler, Addy Menga, der zuvor die Essener Defensive mehrfach gehörig durcheinandergewirbelt hatte, musste aus taktischen Gründen geopfert werden, lediglich Thomas Reichenberger stand noch allein auf weiter Flur. Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor des starken Tino Berbig. Mit Glück und Geschick konnte der VfL fast 20 Minuten lang einen Treffer der Rot-Weissen vermeiden. Irgendwann geschah dann doch das Unvermeidliche: Alexander Löbe traf. Später traf er noch einmal. Als der VfL noch komplett war, hatte der Vollblutstürmer wenig Land gesehen. Nach dem Rückstand war es dem dezimierten VfL verständlicherweise nicht mehr möglich, eigene Angriffe zu initiieren. Außerdem pfiff der seltsame Mann in Schwarz auch noch vor der Zeit ab.
Der VfL war tapfer und hatte den Sieg verdient. Durch das massive Eingreifen des Herrn Metzen stehen die Lila-Weißen nun mit leeren Händen da und finden sich im Mittelfeld der Liga wieder. Claus-Dieter Wollitz kündigte kämpferisch an, dass nach 36 Spielen abgerechnet werde. Mit der Moral von gestern ist sicherlich noch einiges möglich …