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Mit dem hohen Sieg über Wales hat die slowakische Fußball- Nationalmannschaft Selbstvertrauen getankt. Besonders die Bundesliga-Legionäre wollen sich gegen die deutsche Mannschaft beweisen.
Von Christian Kunz
Bei der 5:1-Torgala gegen Wales wirbelten Marek Mintal und Robert Vittek nach Belieben, am Mittwoch will das fränkische Offensiv-Duo den «doppelten Friedrich» überlisten und ihm das erste Gegentor verpassen.
Sieg aus dem Vorjahr schnell vergessen
Die slowakischen Bundesliga-Profis des 1. FC Nürnberg blicken dem Länderspiel gegen die Nationalmannschaft ihrer Wahlheimat Deutschland ebenso wie der Wolfsburger Miroslav Karhan mit großer Vorfreude entgegen. «Das ist ein anderes Spiel als gegen Wales oder Zypern, weil ich in der Bundesliga spiele. Ich freue mich auf das Spiel», sagte Mintal, der nach langer Verletzungspause allmählich zu alter Form und alter Treffsicherheit zurückfindet.
Schon beim überraschenden 2:0-Erfolg gegen desolate Deutsche vor einem Jahr war das Bundesliga-Trio der Sieggarant der Slowaken, die diesmal beim Heimspiel in Bratislava einen ganz anderen Gegner erwarten. «Deutschland kommt nach der WM mit viel Euphorie. Dieses 2:0 müssen wir völlig vergessen», warnte Mintal, der damals noch die Abwehr als Problemzone in der DFB-Auswahl ausgemacht hatte. In vier Länderspielen unter Joachim Löw blieb die deutsche Elf jedoch ohne Gegentor - das am Mittwoch in der EM-Qualifikation wohl eingesetzte Defensiv-Duo Manuel und Arne Friedrich wurde in drei Spielen nicht überwunden.
«Die deutsche Mannschaft ist sehr kompakt und stabil», sagte Vittek, «es ist für uns eine große Motivation, gegen einen großen Gegner zu spielen.» Beim Länderspiel-Comeback nach seiner Verletzungspause erzielte Vittek am Samstag in Wales gleich ein Tor, «Phantom» Mintal gelangen in der EM-Qualifikation schon vier Treffer, Karhan jubelte über zwei eigene Tore. Das Trio weiß, wie wichtig das Spiel gegen den favorisierten WM-Dritten ist. «Wenn wir verlieren haben wir kaum eine Chance auf die EM-Qualifikation», sagte Kapitän Karhan, der beim 2:0 im September 2005 beide Tore erzielte.
Mintal und Vittek noch nicht in Topform
Gerade für Karhan sind Erfolge im Nationaltrikot Balsam für die geschundene Fußballer-Seele, denn beim VfL Wolfsburg erlebt er bislang eine unbefriedigende Saison. Dagegen freuen sich Mintal und Vittek beim Tabellenzweiten Nürnberg über den Höhenflug, wenngleich sie wegen ihrer Verletzungen noch nicht in Topform sind und die Spielpraxis in der slowakischen Auswahl daher gerne mitnehmen.
Eine fünfwöchige Verletzungspause brachte Vittek (ein Saisontor) nach gutem Start aus dem Tritt. Mintal kam nach seinem zweiten Mittelfußbruch bislang in der Nationalmannschaft besser in Schwung als in Nürnberg, wo der frühere Bundesliga-Torschützenkönig auf sein erstes Saisontor noch wartet. «Er wird bald wieder für den 'Club' Tore schießen», sagte FCN-Manager Martin Bader.
Doch bevor es für die beiden Wahl-Franken am Sonntag gegen Bielefeld und für den Wolfsburger Karhan am Samstag in Mönchengladbach weitergeht, wollen sie die Überraschung gegen Deutschland schaffen. «Vielleicht wäre ein Sieg vergleichbar mit unserem Titelgewinn bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2002», meinte Vittek. (dpa)
www.netzeitung.de
Von Christian Kunz
Bei der 5:1-Torgala gegen Wales wirbelten Marek Mintal und Robert Vittek nach Belieben, am Mittwoch will das fränkische Offensiv-Duo den «doppelten Friedrich» überlisten und ihm das erste Gegentor verpassen.
Sieg aus dem Vorjahr schnell vergessen
Die slowakischen Bundesliga-Profis des 1. FC Nürnberg blicken dem Länderspiel gegen die Nationalmannschaft ihrer Wahlheimat Deutschland ebenso wie der Wolfsburger Miroslav Karhan mit großer Vorfreude entgegen. «Das ist ein anderes Spiel als gegen Wales oder Zypern, weil ich in der Bundesliga spiele. Ich freue mich auf das Spiel», sagte Mintal, der nach langer Verletzungspause allmählich zu alter Form und alter Treffsicherheit zurückfindet.
Schon beim überraschenden 2:0-Erfolg gegen desolate Deutsche vor einem Jahr war das Bundesliga-Trio der Sieggarant der Slowaken, die diesmal beim Heimspiel in Bratislava einen ganz anderen Gegner erwarten. «Deutschland kommt nach der WM mit viel Euphorie. Dieses 2:0 müssen wir völlig vergessen», warnte Mintal, der damals noch die Abwehr als Problemzone in der DFB-Auswahl ausgemacht hatte. In vier Länderspielen unter Joachim Löw blieb die deutsche Elf jedoch ohne Gegentor - das am Mittwoch in der EM-Qualifikation wohl eingesetzte Defensiv-Duo Manuel und Arne Friedrich wurde in drei Spielen nicht überwunden.
«Die deutsche Mannschaft ist sehr kompakt und stabil», sagte Vittek, «es ist für uns eine große Motivation, gegen einen großen Gegner zu spielen.» Beim Länderspiel-Comeback nach seiner Verletzungspause erzielte Vittek am Samstag in Wales gleich ein Tor, «Phantom» Mintal gelangen in der EM-Qualifikation schon vier Treffer, Karhan jubelte über zwei eigene Tore. Das Trio weiß, wie wichtig das Spiel gegen den favorisierten WM-Dritten ist. «Wenn wir verlieren haben wir kaum eine Chance auf die EM-Qualifikation», sagte Kapitän Karhan, der beim 2:0 im September 2005 beide Tore erzielte.
Mintal und Vittek noch nicht in Topform
Gerade für Karhan sind Erfolge im Nationaltrikot Balsam für die geschundene Fußballer-Seele, denn beim VfL Wolfsburg erlebt er bislang eine unbefriedigende Saison. Dagegen freuen sich Mintal und Vittek beim Tabellenzweiten Nürnberg über den Höhenflug, wenngleich sie wegen ihrer Verletzungen noch nicht in Topform sind und die Spielpraxis in der slowakischen Auswahl daher gerne mitnehmen.
Eine fünfwöchige Verletzungspause brachte Vittek (ein Saisontor) nach gutem Start aus dem Tritt. Mintal kam nach seinem zweiten Mittelfußbruch bislang in der Nationalmannschaft besser in Schwung als in Nürnberg, wo der frühere Bundesliga-Torschützenkönig auf sein erstes Saisontor noch wartet. «Er wird bald wieder für den 'Club' Tore schießen», sagte FCN-Manager Martin Bader.
Doch bevor es für die beiden Wahl-Franken am Sonntag gegen Bielefeld und für den Wolfsburger Karhan am Samstag in Mönchengladbach weitergeht, wollen sie die Überraschung gegen Deutschland schaffen. «Vielleicht wäre ein Sieg vergleichbar mit unserem Titelgewinn bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2002», meinte Vittek. (dpa)
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