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SpVgg Neckarelz - 1. FC Kaiserslautern II


Abgebrüht mit Herz, Wille und Leidenschaft




Hinten sicher, vorne eiskalt: Im Stile einer abgebrühten Elf hat der 1. FC Kaiserslautern II am Samstag den 2:0 (0:0)-Erfolg in der Regionalliga Südwest bei der zuvor zu Hause noch ungeschlagenen SpVgg Neckarelz eingefahren. Für einen FCK-Akteur war es dabei ein ganz besonders Spiel.

Als der Mannschaftsbus des 1. FC Kaiserslautern vor der Partie zum Elzstadion in Mosbach-Neckarelz rollte, war ein FCK-Spieler besonders aufgeregt: Sascha Mockenhaupt, der fast ein halbes Jahr verletzte Verteidiger. „Es hat richtig gekribbelt“, erzählte der 22-Jährige. „Ich habe so viel für diesen Moment gearbeitet.“ Auf dem Feld war Mockenhaupt die Aufregung dann aber überhaupt nicht mehr anzusehen. Zusammen mit seinem Nebenmann in der Innenverteidigung, Niklas Tasky, hatte er die Stürmer der Gastgeber jederzeit im Griff. Zwei, vielleicht zweieinhalb Chancen gestattete die FCK-Verteidigung den Neckarelzern – diese jeweils nach Standardsituationen.Die kleinen Roten Teufel erwischten also einen optimalen Start nach der Winterpause in die Restrückrunde der Regionalliga Südwest. Und sie erledigten ihre Aufgabe dabei mit einer bemerkenswerten Routine und Abgeklärtheit, so als bestünde ihre Mannschaft nicht zum Großteil aus jungen Spielern, sondern aus abgeklärten Mittdreißigern.



Und obwohl die Temperaturen am Samstagnachmittag nicht mehr eiskalt waren – wie es Ende Februar schon mal sein kann –, agierte der FCK extrem cool im Spiel nach vorne. Nach einer Viertelstunde gewann Lautern die Kontrolle über das Spiel, legte sich den Gegner seelenruhig zurecht und nutzte dann zwei Geistesblitze in der Schlussphase. Nach Mario Pokars feinem Zuspiel auf Sebastian Jacob gab es Elfmeter, Pokar traf (83.). In der Nachspielzeit verwertete Yannick Bach einen Konter.



Zudem bestachen die kleinen Roten Teufel mit ihren vielen filigranen Kickern auch mit einem großen Kämpferherz. „Die Jungs haben Herz, Wille und Leidenschaft gezeigt“, lobte Trainer Konrad Fünfstück. Und Sascha Mockenhaupt fügte an: „Uns ist es gelungen, unser Spiel den schwierigen Bedingungen auf dem sehr schwer zu bespielenden Platz anzupassen.“



Mockenhaupt, der vor und auch nach seiner Verletzung schon die eine oder andere Trainingseinheit mit den Profis absolviert hat, will sich nun erst einmal keine zu großen Ziele setzen. „Ich will nun vor allem mal wieder Fußball spielen können“, sagt er. Alles andere werde sich schon ergeben, glaubt er. (tnf)



Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 46

Datum Montag, den 24. Februar 2014
 
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