FCK VERLIERT GEGEN HOFFENHEIM
Am Sonntag begrüßte der 1. FC Kaiserslautern im heimischen Fritz-Walter-Stadion im Anschluss an das Stadionfest die TSG 1899 Hoffenheim zu einem Testspiel. Die Stimmung im Stadion war bereits vor Spielbeginn bestens. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 25 Grad stellte der Lauterer Stadionsprecher Horst Schömbs die Mannschaften vor und das Publikum begrüßte die Spieler mit lauten Namensrufen und Applaus. Die Begegnung diente auch dem Zweck, dass der FCK sich bei den Fans für die tolle Unterstützung und ihr Herzblut in der vergangenen Saison bedanken wollte.
Der FCK begann in folgender Aufstellung:
Trapp - Dick, Amedick, Ouattara, Bugera - Kotysch, Bellinghausen - Dzaka, Reghecampf, Ziemer - Jendrisek
Obwohl die Südtribüne zunächst gesperrt war, verbreiteten schon eine halbe Stunde vor Anpfiff knapp 25.000 Zuschauer von den Rängen eine Gänsehaut-Atmosphäre, die richtig Spaß und Lust auf den Saisonauftakt machte. Kurz vor Anpfiff wurde schließlich auch die Südtribüne geöffnet um dem großen Andrang von Fans gerecht zu werden. Um 17.30 Uhr pfiff Schiedsrichter Tobias Christ die Freundschaftspartie an.
Die erste Chance des Spiels hatte der FCK, als Anel Dzaka nach einer Ecke für die Pfälzer aus knapp 16 Metern abzog, allerdings zu hoch zielte (6.). Auch die zweite Möglichkeit hatte der ehemalige Koblenzer: Nach tollem Zuspiel von Bellinghausen lief er frei mit dem Ball aufs Tor vom Hoffenheimer Keeper Kirschbaum zu, verfehlte den Kasten jedoch knapp (10.).
Kurz darauf tauchte auch die TSG erstmals gefährlich vor dem Lauterer Tor auf: Ein harter Schuss von Ibisevic aus halbrechter Position stellte die erste Prüfung von Kevin Trapp dar, der jedoch im Nachfassen den Ball sicher festhielt. Unmittelbar im Anschluss versuchte auf der anderen Seite des Platzes Erik Jendrisek sein Glück, verfehlte sein Ziel jedoch um etwa 4 Meter (14.). Das Spiel gestaltete sich nun etwas offener mit Möglichkeiten zur Führung auf beiden Seiten, die jedoch von den beiden guten Keepern vereitelt wurden. Ein Klassenunterschied war zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar. Der Erstligist aus Baden-Württemberg erspielte sich nach und nach Platzvorteile und mehr Ballbesitz und war nach 25 Minuten zumindest optisch überlegen. In Torerfolge ummünzen konnten die Hoffenheimer dies jedoch nicht.
Dann allerdings eröffnete sich nochmals eine Chance für Anel Dzaka, der von der Strafraumgrenze sein Glück versuchte, doch der Schuss war kein Problem für Thorsten Kirschbaum (30.). Als ob dies ein Weckruf gewesen sei, legte der FCK wieder an Tempo zu und hätte kurz darauf durch Jendrisek in Führung gehen können. Der Slowake kam aber an die scharfe Flanke von Florian Dick nicht heran (32.).
In der 35. Minute fiel das erste Tor der Begegnung: Die TSG Hoffenheim ging durch eine gute Aktion von Vedad Ibisevic mit 1:0 in Führung. Nur drei Minuten später hätten die Hoffenheimer fast mit dem zweiten Tor nachgelegt, doch der Schuss von Kai Hesse strich am rechten Pfosten vom FCK-Tor vorbei (38.).
Trotz weiterer Bemühungen beider Teams blieb es zur Pause beim 1:0 für die TSG 1899 Hoffenheim.
Zur zweiten Halbzeit lief die Elf von Trainer Milan Sasic unverändert auf, der Hoffenheimer Trainer Ralf Rangnick wechselte lediglich für Kapitän Selim Teber den Spieler mit der Nummer 37, Jonas Strifler, ein.
Die ersten hochprozentigen Chancen im zweiten Durchgang hatte der 1. FC Kaiserslautern, als erst Ziemer knapp eine Flanke von Reghecampf verpasste und kurz darauf Dzaka Torwart Kirschbaum anschoss (53./54.).
Marcel Ziemer hatte in der 59. Spielminute eine gute Möglichkeit, den Ausgleich für die Pfälzer zu erzielen, köpfte jedoch aus gut sechs Metern über das Tor. Kurz darauf lenkte der Hoffenheimer Schlussmann einen toll getretenen Freistoß von Laurentiu-Aurelian Reghecampf mit etwas Mühe um den Pfosten (61.). Im Gegenzug nach der Ecke, die nichts einbrachte, vereitelte der gut mitspielende Kevin Trapp im Lauterer Tor das nächste Tor für Hoffenheim (62.). In der 65. Minute war es erneut Marcel Ziemer, der den FCK-Fans ein lautes Raunen entlockte, als er den Ball aus etwa 14 Metern direkt aus der Luft über das TSG-Tor jagte.
In der 68. Minute wechselte auch Trainer Milan Sasic das erste Mal aus: Für Alexander Bugera kam Fabian Schönheim aufs Feld, der in der bisherigen Vorbereitung bereits mehrfach ein Tor erzielen konnte. Nur eine Minute später ging Florian Dick vom Platz und Aimen Demai durfte ins Spielgeschehen eingreifen.
Angefeuert von den FCK-Fans, die laut "jetzt geht´s los" von den Tribünen skandierten, wollte der FCK in der Schlussviertelstunde nochmal Gas geben. Aber kurz nach der Einwechslung von Sebastian Reinert (75. für Sascha Kotysch) gab es nach einem Handspiel von Martin Amedick im Strafraum Elfmeter für die TSG. Vedad Ibisevic trat an, schickte Kevin Trapp im Pfälzer Kasten ins falsche Eck und erhöhte auf 2:0 für Hoffenheim (78.).
Der FCK versuchte nun, durch Konter die Abwehr des Bundesliga-Aufsteigers unter Druck zu setzen. Doch erneut waren es die Spieler der Baden-Württemberger, die nach einer schönen Kombination zum 3:0 einnetzten. Torschütze war wieder Vedad Ibisevic (88.). Das war dann auch die letzte gefährliche Aktion des Spiels, es blieb beim 3:0-Erfolg für die TSG 1899 Hoffenheim.
1. FC Kaiserslautern - TSG 1899 Hoffenheim0:3 (0:1)
Aufstellung FCK:
Trapp - Dick (69. Demai), Amedick, Ouattara, Bugera (68. Schönheim) - Kotysch (75. Reinert), Bellinghausen - Dzaka, Reghecampf, Ziemer - Jendrisek
Aufstellung 1899 Hoffenheim:
Kirschbaum - Seitz, Jaissle, Janker, Löw - Teber (46. Strifler), Vukcevic, Vorsah, Paljic - Ibisevic, Hesse
Tore:
0:1 Ibisevic (35.)
0:2 Ibisevic (78./HE)
0:3 Ibisevic (88.)
Zuschauer:
Ca. 25.000