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Tragödie im Chemnitzer Tierpark: Tierpflegerin von Leoparden getötet
Tödlicher Angreifer: Einer der Leoparden im Chemnitzer Tierpark
11. November 2006
Im Chemnitzer Tierpark ist am Samstag eine Tierpflegerin von einem Leoparden angefallen und getötet worden. Tierparkdirektor Hermann Will fand nach Angaben der Polizei die 23 jährige Frau bei einem Routinerundgang kurz nach 9.00 Uhr leblos im Vorraum des Käfigs. Dort war die Frau mit Reinigungsarbeiten beschäftigt, als einer der beiden asiatischen Leoparden sie vermutlich von hinten anfiel. Die Frau soll mit einem Nackenbiß getötet worden sein. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge waren die Schieber zum Käfig nicht verriegelt.
Polizeisprecherin Jana Kindt schilderte ein Bild des Grauens: „Die Tote hatte Bißspuren an Kopf und Rücken. Sie war sofort tot.“ Im Tierpark herrschte tiefe Betroffenheit. Der Zoo blieb am Samstag geschlossen. Lediglich die Ermittler, Fotografen und Kameraleute waren im Tierpark unterwegs. Die 23jährige hatte laut Stadtsprecher Andreas Bochmann erst im Sommer im Chemnitzer Tierpark ihre Ausbildung abgeschlossen.
Gegen Leoparden hat eine Mensch keine Chance
Leoparden gelten als Kraftpakete und Kletterexperten. Die Opfer der Raubkatzen haben gegen die sprunggewaltigen Einzelkämpfer kaum eine Chance. Auf einen echten Kampf lassen es die vorsichtigen Katzen selten ankommen, heißt es in der Vorstellung der Leoparden auf der Internetseite des Chemnitzer Tierparks. Ein Sprung und ein gut gesetzter Kehlbiß genügten den Tieren meist, um ihre Beute zu packen.
Es war nicht der erste Vorfall dieser Art im Chemnitzer Tierpark. Anfang 2004 hatte Löwe „Sultan“ seine Tierpflegerin angegriffen und schwer verletzt. Sie hatte den Innenbereich des Löwenkäfigs betreten, obwohl Schieber und Schleuse zum Außengehege noch offen waren. „Der Unfall damals war auf Nachlässigkeit der Frau und nicht auf bauliche Mängel im Tierpark zurückzuführen“, sagte Stadtsprecher Andreas Bochmann am Samstag.
Möglicherweise hatte die Pflegerin einen Fehler begangen
Warum die Schieber auch diesmal nicht geschlossen waren, war zunächst nicht geklärt. Es wird vermutet, daß erneut Unachtsamkeit der Pflegerin die Tragödie auslöste. Die genauen Umstände muß die Kriminalpolizei ermitteln. Sie befragte am Samstagnachmittag den Tierparkdirektor. Auch die Gewerbeaufsicht untersucht den Fall.
Text: dpa
Tödlicher Angreifer: Einer der Leoparden im Chemnitzer Tierpark
11. November 2006
Im Chemnitzer Tierpark ist am Samstag eine Tierpflegerin von einem Leoparden angefallen und getötet worden. Tierparkdirektor Hermann Will fand nach Angaben der Polizei die 23 jährige Frau bei einem Routinerundgang kurz nach 9.00 Uhr leblos im Vorraum des Käfigs. Dort war die Frau mit Reinigungsarbeiten beschäftigt, als einer der beiden asiatischen Leoparden sie vermutlich von hinten anfiel. Die Frau soll mit einem Nackenbiß getötet worden sein. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge waren die Schieber zum Käfig nicht verriegelt.
Polizeisprecherin Jana Kindt schilderte ein Bild des Grauens: „Die Tote hatte Bißspuren an Kopf und Rücken. Sie war sofort tot.“ Im Tierpark herrschte tiefe Betroffenheit. Der Zoo blieb am Samstag geschlossen. Lediglich die Ermittler, Fotografen und Kameraleute waren im Tierpark unterwegs. Die 23jährige hatte laut Stadtsprecher Andreas Bochmann erst im Sommer im Chemnitzer Tierpark ihre Ausbildung abgeschlossen.
Gegen Leoparden hat eine Mensch keine Chance
Leoparden gelten als Kraftpakete und Kletterexperten. Die Opfer der Raubkatzen haben gegen die sprunggewaltigen Einzelkämpfer kaum eine Chance. Auf einen echten Kampf lassen es die vorsichtigen Katzen selten ankommen, heißt es in der Vorstellung der Leoparden auf der Internetseite des Chemnitzer Tierparks. Ein Sprung und ein gut gesetzter Kehlbiß genügten den Tieren meist, um ihre Beute zu packen.
Es war nicht der erste Vorfall dieser Art im Chemnitzer Tierpark. Anfang 2004 hatte Löwe „Sultan“ seine Tierpflegerin angegriffen und schwer verletzt. Sie hatte den Innenbereich des Löwenkäfigs betreten, obwohl Schieber und Schleuse zum Außengehege noch offen waren. „Der Unfall damals war auf Nachlässigkeit der Frau und nicht auf bauliche Mängel im Tierpark zurückzuführen“, sagte Stadtsprecher Andreas Bochmann am Samstag.
Möglicherweise hatte die Pflegerin einen Fehler begangen
Warum die Schieber auch diesmal nicht geschlossen waren, war zunächst nicht geklärt. Es wird vermutet, daß erneut Unachtsamkeit der Pflegerin die Tragödie auslöste. Die genauen Umstände muß die Kriminalpolizei ermitteln. Sie befragte am Samstagnachmittag den Tierparkdirektor. Auch die Gewerbeaufsicht untersucht den Fall.
Text: dpa