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Wehrpflicht und Zivildienst

Seit gestern ist es jetzt offiziell: wir haben eine Freiwilligenarmee und keinen Zivildienst mehr. Über die ganzen Pressemeldungen sind mir einige Gedanken durch den Kopf gegangen.



Bleibt die Bundeswehr auch in Zukunft eine in der Gesellschaft verankerte Institution? Wird das Bild des "Bürgers in Uniform" verschwinden oder auch weiterhin von "unseren Soldaten" gesprochen werden wie z.B. damals bei der großen Elbe- und Oderflut?

Wie geht es ohne Zivis in unseren Pflegeeinrichtungen weiter? Können die entstandenen Lücken personell und finanziell geschlossen werden oder müssen die Leistungen zurückgefahren und verteuert werden?

Und ist die Kosteneinsparung im Verteidigungssektor überhaupt ein gerechtfertigtes Argument und die Umstrukturierung ein Erfolg, wenn es dadurch im sozialen Sektor ein größerer Umbruch mit schwer absehbaren finanziellen Konsequenzen kommt?



Wie steht Ihr dazu?
 
Der Wehrdienst ist mir ziemlich egal - in meinen Augen ist die Bundeswehr ein überflüssiger Kostenfaktor (dürfte hier wohl kaum konsensfähig sein
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).



Der Wegfall des Zivildienstes wiegt auch in meinen Augen weitaus schwerer - hier muss auf jeden Fall ein attraktives Angebot für Freiwilligendienste geschaffen werden, da die öffentlichen Einrichtungen chronisch unterfinanziert sind und die privaten Einrichtungen zu sehr auf Profit getrimmt werden - in beiden Fällen wird es zu Lasten der derzeit Beschäftigten gehen (mehr Arbeit, bzw. weniger Pflegepersonal pro Patient) und damit auch automatisch zu den Patienten (Pflegebedürftigen/Senioren) gehen. Ist generell zwar äußerst unschön, aber in diesem System braucht man die billige Arbeitskraft von Zivis/Freiwilligen, Leih-/Zeitarbeitern und untertariflich bezahlten Ausländern.



Ich denke aber auch, dass für den Gesundheitsbereich größere Anstrengungen unternommen werden als in den "Randbereichen" des Zivildienstes (Kultur-/Jugendeinrichtungen), sodass sich dort der Ausfall der Zivis langfristig drastischer auswirken wird.
 
Tja... die letzte große Heldentat des adligen Großmauls...

"Ein bestelltes Feld" wollte er hinterlassen... nichts war getan, ausser markigen Sprüchen und einer wagen Grundrichtung die vorgegeben war... und einem Zeitplan, der unmöglich war...

Die Reform hätte man mit ruhiger Hand 2-3 Jahre vorbereiten müssen, statt sie Medienwirksam in Machermanier zu propagieren ohne zu wissen wo es hingeht...

Nun wissen viele Kasernen und deren Standorte nicht wie es weitergeht, wissen viele soziale Träger nicht, wie sie die entstandenen Lücken füllen sollen etc.



Ich hätte die Sache mit Zivil- und Wehrdienst einfach umgedreht... Jeder (also auch Frauen) ist dazu verpflichtet im Leben 1 Jahr für sein Land Zivildienst zu machen. Ausnahme sind die, die sich freiwillig für den Bund entscheiden...

Denn ein Jahr in einer zivilen Stelle kann vielen die direkt aus der Schule kommen nochmal den Blick für das Leben schärfen...
 
Naja direkt aus der Schule und dann als Zivi 1 Jahr arbeiten, im Altenheim Krankenpflege usw., das seh ich net. Was sollen da die ganzen Teenies, wenn noch net mal ältere damit zu recht kommen.
 
Bundeswehr ist ineffizienteste Nato-Armee
Die im Umbruch befindliche Bundeswehr schneidet im Vergleich mit den anderen westeuropäischen Armeen extrem schlecht ab.


Weiter http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/bundeswehr-ist-ineffizienteste-nato-armee-471756/http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/bundeswehr-ist-ineffizienteste-nato-armee-471756/



Es sei nur mal so erwähnt, weil es so schön zum Thema und der von Klingenstädter geäusserten Meinung passt (der ich mich weitgehend anschließe). - Hinter jedem einsatzfähigen Soldat stehen also 50 (FÜNFZIG!) weitere Personen zur "Unterstützung" und die Ausgaben sind dreimal so hoch wie der EU-Durchschnitt. Words fail me...



edit:


Naja direkt aus der Schule und dann als Zivi 1 Jahr arbeiten, im Altenheim Krankenpflege usw., das seh ich net. Was sollen da die ganzen Teenies, wenn noch net mal ältere damit zu recht kommen.


Das war doch bisher auch schon so...
 
Ich hätte die Sache mit Zivil- und Wehrdienst einfach umgedreht... Jeder (also auch Frauen) ist dazu verpflichtet im Leben 1 Jahr für sein Land Zivildienst zu machen. Ausnahme sind die, die sich freiwillig für den Bund entscheiden...

Denn ein Jahr in einer zivilen Stelle kann vielen die direkt aus der Schule kommen nochmal den Blick für das Leben schärfen...
Ganz meine Meinung! Es müßte noch nicht mal ein ganzes Jahr sein, 6 Monate, abzuhalten bis zum 25sten Geburtstag. Die freiwilligen für den Bund würd ich auch ausschließen, aber auch die verheirateten Mütter und Väter. Die haben ja immerhin auch eine Familie zu ernähren.
 
Ganz meine Meinung! Es müßte noch nicht mal ein ganzes Jahr sein, 6 Monate, abzuhalten bis zum 25sten Geburtstag. Die freiwilligen für den Bund würd ich auch ausschließen, aber auch die verheirateten Mütter und Väter. Die haben ja immerhin auch eine Familie zu ernähren.


grundsätzlich bin ich deiner meinung, nur tust du kaum einer einrichtung einen gefallen damit, ihnen alle 6 monate neue jugendliche zu schicken.

die müssen erstmal eingearbeitet werden, was beispielsweise im bereich der arbeit mit behinderten jugendlichen, in dem ich meinen zivildienst abgeleistet habe, nicht immer ganz einfach ist.
 
grundsätzlich bin ich deiner meinung, nur tust du kaum einer einrichtung einen gefallen damit, ihnen alle 6 monate neue jugendliche zu schicken.
die müssen erstmal eingearbeitet werden, was beispielsweise im bereich der arbeit mit behinderten jugendlichen, in dem ich meinen zivildienst abgeleistet habe, nicht immer ganz einfach ist.
Das stimmt schon. Gerade im Bereich Pflege ist das mit 6 Monaten zu knapp.

Soviel ich weiß, sind die Ausbildungsberufe als Arzthelfer/in, Krankenschwester usw. noch relativ begehrt. Vieleicht wäre es möglich, das man den Zivildienstleistenden, die so einen Beruf erlernen wollen, den Dienst auf 12 Monate heraufzusetzen, und dafür die Lehrzeit zu verkürzen. Es werden in der Zivizeit ja auch Dinge gelernt, die in den Berufen benötigt werden. So eine Art "Vorberufliches Praktikum" mit Bezahlung.
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Der Wehrdienst ist mir ziemlich egal - in meinen Augen ist die Bundeswehr ein überflüssiger Kostenfaktor (dürfte hier wohl kaum konsensfähig sein
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Bin deiner Meinung!




Das stimmt schon. Gerade im Bereich Pflege ist das mit 6 Monaten zu knapp.
Soviel ich weiß, sind die Ausbildungsberufe als Arzthelfer/in, Krankenschwester usw. noch relativ begehrt. Vieleicht wäre es möglich, das man den Zivildienstleistenden, die so einen Beruf erlernen wollen, den Dienst auf 12 Monate heraufzusetzen, und dafür die Lehrzeit zu verkürzen. Es werden in der Zivizeit ja auch Dinge gelernt, die in den Berufen benötigt werden. So eine Art "Vorberufliches Praktikum" mit Bezahlung.
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Guter Vorschlag,aber glaubst du wirklich unsere Politiker sind so kreativ und glaubst du zweitens die Betriebe die ausbilden lassen sich so einfach ihre billige Arbeitskraft wegnehmen?
 
Guter Vorschlag,aber glaubst du wirklich unsere Politiker sind so kreativ und glaubst du zweitens die Betriebe die ausbilden lassen sich so einfach ihre billige Arbeitskraft wegnehmen?
Ob die Politiker so kreativ sind? Wohl kaum. Kreativ sind die nur bei Steuererhöhungen, erfinden von neuen Steuern und bei den Rechtfertigungen für die nächste Diätenerhöhung.
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Die angesprochenen Ausbildungsbetriebe können sich ja auch solche Zivildienstleister holen, dann haben sie den Auszubildenden sogar ein halbes Jahr länger, das auch noch vom Staat bezahlt wird.
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Das war doch bisher auch schon so...


Bei denen die das lernen wollten ja, aber du hast jetzt vllt 1000 oder noch mehr im Bundesland, die diese Arbeit vllt auch nicht machen wollen, aber dazu gezwungen würden, was denke ich für die Pflege an sich einen schweren Einschnitt und noch mehr Ausfälle bringen würde, ich weiß wovon ich rede, meine Frau arbeitet im Altersheim.

Plätze ausgebildeter Pflegehelfer würden zu kostengünstigen Zivistellen umgewandelt usw., die Problematik haben wir jetzt schon mit 1 € Jobbern, die dann immer kurzfristig ausfallen und wer trägt die Last, die Stammkräfte. Kann dir sagen meine Frau hat durch solche Fälle, soviel Überstunden abzufeiern, dass sie 3 Monate als Halbtagskraft nicht arbeiten müsste, sie ist nicht die einzigste beim anderen Stammpersonal siehts ähnlich aus.
 
Bei denen die das lernen wollten ja, aber du hast jetzt vllt 1000 oder noch mehr im Bundesland, die diese Arbeit vllt auch nicht machen wollen, aber dazu gezwungen würden


Dann sollen diese 1000 oder mehr für die Gemeinde, Stadt, Forstämter oder für andere Einrichtungen ihren Dienst abhalten. Wenn ich alleine mal in unsere Wälder kucke, wie es da teilweise aussieht. Da aufzuräumen kann fast jedes Kind, es gehen ja auch genug Schulklassen jedes Jahr in die Wälder.
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Also ich habe bis vor kurzem meinen Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz im Rettungsdienst geleistet,

und habe schon oftmals mitbekommen, wie besorgt meine Vorgesetzten über die Zukunft waren.

Man hatte gehofft, es würde sich genügend Leute für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) melden,

aber wie ich zuletzt erzählt bekam, war dies bisher noch nicht der Fall.
 
Dann sollen diese 1000 oder mehr für die Gemeinde, Stadt, Forstämter oder für andere Einrichtungen ihren Dienst abhalten. Wenn ich alleine mal in unsere Wälder kucke, wie es da teilweise aussieht. Da aufzuräumen kann fast jedes Kind, es gehen ja auch genug Schulklassen jedes Jahr in die Wälder.
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Das auflesen von Unrat wird keine 1000 Leutchen ganzjährig eine Beschäftigung bringen.

Holz wird in unseren Wäldern absichtlich nicht mehr aufgeräumt, im Zuge der Bioreservate, soll wieder ein naturnaher Bewuchs entstehen und die Monokulturen verschwinden.

Also kein Platz für Zivis.



@ Trunks Genau das ist es doch, es kommen keine freiwillig und wenns Zwang wird, sind se eben alle 3-4 Tage krank.
 
Man hatte gehofft, es würde sich genügend Leute für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) melden,
aber wie ich zuletzt erzählt bekam, war dies bisher noch nicht der Fall.
Wie kann man auf sowas hoffen? Das sowas von fern ab jeglicher Realität..
Die Zivis wirste erst dann halbwegs gescheit mit Freiwilligen ersetzen können wenn die ganze Sache lukrativ ist. Und das m.M.n auch zurecht. Was du da als Zivi bekommst ist teilweise echt jämmerlich. Wenn du aus der Schule kommst fühlste dich zwar irgendwie "reich" aber auch nur weil du vorher keinem Beruf nachgekommen bist. Die, die aus der Lehre in den Zivi gehen warn doch bislang die Deppen, da gabs Leute die dann monatlich nur noch die Hälfte von dem was sie im Beruf bekommen haben. Also entweder wird der Freiwilligendienst auch entsprechend entlohnt (ob in Form vom Verdeinst direkt, in Form von anderen Vorteilen (z.b. bei der Studienplatzvergabe) oder in einem Mix) oder der Bund hat der Gesellschaft ins eigene Knie geschossen. Da ich an Ersterem meine Zweifel habe wird sich wohl Zweitens durchsetzen.

Die einzigste Möglichkeit die sich ergibt ist Langzeitarbeitslosen oder dergleichen auf diese Weise einen Arbeitsplatz zu vermitteln, der im Prinzip keinerlei Vorkenntnisse oder Ausbildung braucht (mal ganz abgesehen von den Sanis).
 
Man musste darauf hoffen, weil die Zeit für Alternativen durch die Hauruckreform des adligen Machers schlicht nicht vorhanden war...



@playerred: Willst Du es einfach nicht kapieren? Es gibt mehr als genug Zivistellen in Deutschland die besetzt werden müssen in den verschiedensten Bereichen. wo ist der Unterschied zu bisher. Und es sind nicht nur Stellen in den harten Berufen sondern auch andere.... Ich hab zum Beispiel Wohngruppenbetreuung in einer Blindenschule gemacht... ein Kumpel arbeitete im Jugendzentrum, der nächste in einer Behindertenwerkstatt... usw. waren alles lehrreiche Erfahrungen ohne dass man irgendwelche Ekelgrenzen überschreiten oder im Wald Unrat aufheben musste.



Und warum sollen Zivis dann in Zukunft auf einmal mehr krank machen als bisher? Der Teil der das bisher schon gemacht hat wird das auch weiterhin tun. Der Teil der bisher gut gearbeitet hat... wird auch das weiterhin tun... fertig aus...



Es sind bei vielen sozialen Trägergesellschaften durch den Freiwilligendienst gerade mal 1-5% der zu vergebenen Stellen besetzt worden... super Quote... und der Lügenbarpn wird sich in seinem Lebenslauf auch noch mit der Fuscherei brüsten...
 
Meiner Meinung nach war die Abschaffung der Dienstpflicht insgesamt ein Fehler. Bei den meisten jungen Menschen schwindet das Bewusstsein, dass es unseren Staat und all' die Vorzüge, die er bietet (Grundrechte, Demokratie, Sozialversicherungssysteme, Krankenkassen etc.) nicht zum Nulltarif gibt und das alles keine Selbstverständlichkeit ist. Das Interesse, sich wirklich als Bürger auch einmal für die Allgemeinheit zu engagieren und etwas für andere zu tun, schwindet immer mehr. Viel wichtiger sind DSDS, Shoppen, Youtube, am Wochenende Saufen, Playstation und Fernsehen.

Das ist für die Demokratie auf lange Sicht gefährlich. Da die Bürger gleichzeitig der Staat sind, ist es für das Wesen der Demokratie eine Überlebensfrage, für eine Rückkoppelung und Verankerung in der Gesellschaft zu sorgen. Und da das nicht alle 18-Jährigen verstehen bzw. freiwillig einsehen, müssen sie dazu verpflichtet werden, sich in der Gemeinschaft einzubringen. Ob sie das als Altenpfleger, Rettungssanitäter, Tierschützer oder Soldat tun ist dabei nachrangig. Aber die Identifikation muss wieder vergrößert werden.

Klar ist, dass aus Gründen der Wehrgerechtigkeit das Verhältnis umgekehrt werden muss. Wie schon richtig angesprochen wurde, wäre es sinnvoll, aufgrund der mittlerweile anderen Zahlenverhältnisse eine Zivildienstpflicht mit Wehrdienst als Ersatzmöglichkeit anzubieten. Dies würde die Interessenlage ausreichend widerspiegeln.



Ich würde insgesamt noch einen Schritt weitergehen:

- Dienstpflicht für alle 18-Jährigen bzw. Schulabgänger, egal ob männlich oder weiblich; Dauer: 12 Monate.

- Koppelung des Wahlrechts an die Erfüllung dieser Dienstpflicht (ausgenommen von dieser Restriktion wären natürlich Menschen, die aufgrund von Krankheiten oder Behinderungen diese Pflicht nicht leisten können)

- Anreiz für Jugendliche mit Migrationshintergrund: Freiwillige Erfüllung der Dienstpflicht, und als Anerkennung hierfür den deutschen Pass inkl. Wahlrecht.



Dies würde zu einer personellen Entspannung in den vielen Sozialeinrichtungen führen, die auf Zivis angewiesen sind. Gleichzeitig hätte die verkleinerte Bundeswehr immernoch genug Nachwuchs, da es ausreichend Leute gibt, die nichts Zivi-artiges machen möchten. Gleichzeitig würde die Verankerung des Staates in der Gesellschaft wieder verbessert werden.



Das derzeitige Modell jedenfalls ist naiv, da es der mittlerweile vorherrschenden Mentalität, die ehrenamtlichen/freiwilligen Tätigkeiten den Stempel "selber schuld" aufdrückt, Vorschub leistet. Handwerklich schlecht gemacht ist es außerdem.
 
Der Wehr- bzw. Zivildienst an sich war einfach ungerecht. Die Auswahlkriterien wer eingezogen wurde und wer nicht waren einfach undurchsichtig. Jeder der aus meinem Bekanntenkreis nicht zur Bundeswehr wollt, besorgte sich ein Attest und wurde schwupps ausgemustert. Und wieso zum Teufel gabs keine Pflicht für Frauen (zumindest Zivildienst)? Gleiche Rechte, gleiche Pflichten bitte
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Die Abschaffung ist mMn daher nur der logische Schritt, aber wäre es nicht möglich gewesen die ganze Geschichte umzukehren: Zivildienst für alle (!) und wer wollte hätte sich freiwillig zur Bundeswehr melden können? Das wär mMn nochn Kompromiss gewesen.
 
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Zivildienst für alle (!) und wer wollte hätte sich freiwillig zur Bundeswehr melden können? Das wär mMn nochn Kompromiss gewesen.
nicht nur melden bei der bw ... auch begruenden, warum derjenige zum bund will ... als sogenannte zdv'ler (zivildienstverweigerer) ... am besten noch im persoenlichen gespraech ... "sie wollen also zur bundeswehr? sind sie denn auch reif genug? sind sie sicher, dass sie im fall des falles einen aufgesetzten schuss anbringen koennen? natuerlich nur auf befehl! ja? sehr schoen, dann zeigen sie das doch mal an der katze hier ..." achja, und fuer alle "jungebliebenen": es gab tatsaechlich mal das "persoenliche" gespraech, wenn man den kriegsdienst verweigern wollte ... wir hatten in den 80ern schon das glueck, "nur" noch schriftlich verweigern zu muessen ... aber btt: ein fuer beide geschlechter verbindlicher "dienst am vaterland" faende ich persoenlich auch gut ... man sollte aber darauf achten, dass nicht private (pflege-)einrichtungen einen reibach damit machen, dass sie billige zivis einsetzen ...
 
Meiner Meinung nach war die Abschaffung der Dienstpflicht insgesamt ein Fehler. Bei den meisten jungen Menschen schwindet das Bewusstsein, dass es unseren Staat und all' die Vorzüge, die er bietet (Grundrechte, Demokratie, Sozialversicherungssysteme, Krankenkassen etc.) nicht zum Nulltarif gibt und das alles keine Selbstverständlichkeit ist. Das Interesse, sich wirklich als Bürger auch einmal für die Allgemeinheit zu engagieren und etwas für andere zu tun, schwindet immer mehr. Viel wichtiger sind DSDS, Shoppen, Youtube, am Wochenende Saufen, Playstation und Fernsehen.
Das hat aber m.M.n. nix oder nur sehr wenig damit zu tun obs nen Wehr-/Ersatzdienst gibt oder nicht. Ich kann jetz nur aus der Sicht des Zivis sprechen, denn der vermittelt im Prinzip dem jungen Menschen wie das Leben so spielt, wie es um andere Menschen bestellst ist, also mehr das soziale, gesellschaftliche Denken dem Mitmenschen gegenüber, weniger dem Staat. An diesen Dingen rütteln schon die aufgezählten Dinge wie DSDS, Sido, Hip Hop usw viel mehr und an diesem "Denken" kannst jmd der 18/19/20 is auch kaum mehr was Gescheites erzählen, da muss dieses Denken das der Staat kein Selbstbedienungsladen ist schon früher vermittelt werden.
 
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