Müller hält glänzend gegen Kickers
Torhüter des 1. FC Kaiserslautern II mit starker Leistung gegen Offenbach
Der 1. FC Kaiserslautern II hat mit dem 2:0 am Freitagabend gegen Kickers Offenbach nicht nur die richtige Antwort auf die Niederlage in der Vorwoche in Frankfurt gegeben, die „kleinen“ Roten Teufel blieben zudem erstmals seit vier Spielen wieder ohne Gegentor – und zeigten, wie schnell sie dazulernen können.In der Nachspielzeit stand Marius Müller, der Torwart, dann nochmals im Mittelpunkt. Was folgen sollte, war dann so etwas wie der Höhepunkt des Belagerungszustandes des Gastgeber-Gehäuses, den die Offenbacher nach der FCK-Führung (Mario, Pokar, 75.) begonnen hatten und der von Minute zu Minute stärker wurde. Doch erneut konnte Müller den Ball in Zusammenarbeit mit seinen Vorderleuten abwehren, einen Konter einleiten, den Jungprofi Jean Zimmer mit einem Sprint in Richtung des leeren Gäste-Gehäuses, OFC-Torwart Endras war mit nach vorne geeilt, dann abschloss.Kurze Zeit später, nach dem obligatorischen Kreis in der Spielfeldmitte, genoss Müller dann den Plausch mit Freundin, Eltern und Berater. Und machte sich dann als letzter FCK-Spieler entspannt Richtung Kabine auf. Konnte er auch. Denn nach zuletzt sechs Gegentoren in drei Spielen, teilweise nicht ganz schuldlos („das ist aber aufgearbeitet“), zeigte der mit einem Profivertrag ausgestattete Schlussmann eine starke Leistung, wehrte gleich mehrfach gegen die vor allem im ersten Abschnitt stürmischen Kickers glänzend ab. Die Abwehr, die bislang zu den besten der Liga gehört, stand wieder. „Für mein Selbstvertrauen, aber auch das der Mannschaft war es enorm wichtig, diesmal zu null zu spielen“, sagte U20-Nationaltorwart Müller.
Er also zeigte am Freitagabend von Beginn an die richtige Reaktion. Und die Mannschaft als Ganzes zeigte in der zweiten Halbzeit die richtige Reaktion auf den ersten Spielabschnitt. Vor der Pause nämlich agierte der FCK äußerst schwach. Ohne Mumm in den Zweikämpfen, ohne Ideen nach vorne, ohne Struktur in der Abwehr. Die Defensive ließ sich von den Offenbachern immer wieder schwindelig spielen. „Ich habe den Jungs in der Pause ein paar Tipps gegeben, was sie besser machen sollen“, erklärte FCK-II-Trainer Konrad Fünfstück: „Das haben sie wunderbar umgesetzt. Es ist toll, wie schnell diese Mannschaft lernt.“ Er empfand auch die gehäufte Anzahl an Gegentoren nicht so schlimm, weil die Mannschaft daraus lerne. Und diesmal hatte er ja auch den glänzend reagierenden Marius Müller. „Er hat sehr gut gehalten“, lobte Fünfstück. (tnf)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.261
Datum: Montag, den 11. November 2013