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25 Top Hedgefonds-Manager kassieren im Schnitt eine Millarde Dollar pro Kopf

Jonny

Well-Known Member
Gewinne zu machen ist mit Sicherheit nicht verwerflich, aber wenn es dann Verluste gibt, die Allgemeinheit zahlen zu lassen schon!
 
Wobei das ja jetzt nicht unbedingt verwerflich ist...


Ich will jetzt nicht den Populisten spielen, aber es stellt sich schon die Frage, auf wessen Kosten diese Hedgefonds Gewinne machen und damit diese Prämien bezahlen können.
 
Vorschlag:



Wir machen einen Foreninternen Wettkampf,



wer wird Hedgefond-Manager?



Der Gewinner muss jährlich die Hälfte an den FCK spenden!



TOPP, die Watte quillt!
 
Wobei das ja jetzt nicht unbedingt verwerflich ist...


Nicht? Klar, wenn man es so allein stehen lässt, dann ist es nicht verwerflich...



Aber:

- was schaffen diese Menschen denn für Werte? Was leisten sie? Was bleibt durch ihr Handeln/Wirtschaften? Und: Woher stammt das Geld?



Nur aus Spekulation. Damit/Dadurch werden doch nicht wirklich Unternehmen finanziert, keine Investitionen geschaffen. Das ist einfach das Ergebnis überschüssigen Kapitals, welches mehr und mehr produktives Kapital aus dem Markt saugt und in unproduktives, da spekulatives Kapital verwandelt.



- was sind das für Zahlen? 1 Milliarde sind 1000 (!) Millionen. Das ist so unverstellbar viel. 2000 Häuser im Wert von 500.000 Dollar! Ein Dorf! Wieviele Kinder können für 1 Milliarde 13 Jahre auf die Schule geschickt werden? Wieviele Impfungen kann man davon bezahlen? Ich will mit diesen Vergleichen gar nicht einen auf Moralischen machen (glaubts mir oder nicht). Diese Kinder könnten aber in den ärmeren Ländern wirklich Werte schaffen (siehe Punkt 1). Was soll ein Mensch denn mit 1 Milliarde?! Klar, dem FCK 100 Millionen spenden. 1 Milliarde kann man gar nicht wirklich ausgeben, wenn man nicht verschwendet oder spendet. Beides nicht wirklich wünschenswert.



Ganz im Ernst: Wenn diese Spekulationen und diese Ausmaße nicht verwerflich sind, was ist dann noch verwerflich? Und hier braucht es gar nicht den moralischen Vergleich George Soros - hungernde afrikanische Kinder. Diese Spekulationen machen die Wirtschaft europäischer, entwickelter Länder kaputt. Siehe die aktuelle Krise, die durch "überschüssiges" Kapital (Startpunkt: China subventioniert den Immobilienboom in den USA usw. usf....) hervorgerufen wurde.



Auf die politischen Folgen möchte ich gar nicht im speziellen eingehen (bspw. Arbeiter nehmen Chefs als Geisel, Arbeiter legen "Bomben" (explosive Fässer aufs Dach) auf Fabrikgelände etc. pp.). Die Ungleichverteilung des Reichtums birgt gewaltiges soziales Sprengpotenzial.
 
Also in erster Linie ist dieser Gewinn in meinen Augen ehrlich verdientes Geld. Sicherlich, das ist kein Geld was man mit Produktionsleistungen erbracht hat aber das schmälert den Wert des Geldes nicht.

Natürlich ist es der Gewinn - so unglaublich hoch er erscheinen mag - nur das Ergebnis überschüssigen Kapitals. Der Einsatz dieses Kapitals ist doch aber nur verständlich. Jeder Bürger macht das auf seine Weise. Der eine legt das Geld konservativ auf der Bank an, der andere in Immobilien-Anteile, wieder andere in Aktien. Die Frage wie viel Geld man verdienen kann hängt in meinen Augen auch nur minder davon ab, wie viel Geld man vorher besessen hat, sondern viel eher von der Frage, wie sicher man sein Geld vermehren möchte. Ganz einfach gesprochen: Ohne Risiko sind keine nennenswerten Gewinne zu erwarten.

Die extrem hohen Gewinne resultieren doch zum großen Teil momentan aus genau einer Begebenheit, der Bankenkrise. Die Krise auf dem Finanzmarkt hat logischerweise massive Auswirkungen auf die Realwirtschaft erzeugt. Diese negativen Einflüssen führen wieder zu sinkenden Aktienkursen. Seit Beginn der Krise auf den Finanzmärkten haben sich die Aktienkurse bei den meisten namhaften Firmen der Realwirtschaft mehr als halbiert, weil Anleger mehr oder weniger panisch den Verkauf ihrer Papierer angestrebt haben.

Was macht man in einer solchen Situation, wenn man viel Kapital übrig hat, was man gerne irgendwo anlegen möchte? Investieren. Am besten in Aktien von Unternehmen, die momentan weit unter ihrem tatsächlichen Marktwert notieren. Man muss eben nur riskieren, dass sich der Aktienkurs langsamer erholt als man es plant oder dass das Geld sogar ganz verloren geht.

Und die Herren Soros, Buffett, oder Tepper sind in erster Linie einmal Investoren, weniger irgendwelche Angestellte die Prämienzahlungen erhalten. Ein kleiner aber feiner Unterschied.



Diese Form der Spekulation ist für mich absolut legitim. Jeder muss wissen, was er mit seinem Geld macht, wie er es sinnvoll einsetzt, ob auf der Bank oder eben in Aktien, Fonds oder auch meinetwegen mit Wetten.



Sicherlich muss man unterscheiden, ob jemand mit einer risikobehafteten Anlage sein Geld verdient oder mit dem "ausschlachten" von Firmen, zu Lasten der Arbeitnehmer. Sicher ist es schwer zu verstehen, wenn auf der einen Seite Unternehmen Milliarden Gewinne einfahren, während andere Unternehmen Mitarbeiter entlassen, das ist aber nun einmal der Lauf der Zeit und das ist auch nicht aufzuhalten.



Kritisch wird es dann, wenn Unternehmen übernommen werden und zu kurzfristigem Gewinn gepushed werden, ohne eine dauerhafte Überlebens-Chance zu haben. Oder eben wenn Unternehmen Milliarden-Gewinne akquirieren können und gleichzeitig Mitarbeiter vor die Tür setzen.

Oder wenn sich Spekulationsgeschäfte nicht auf Firmen, Kapitalanteile oder Ähnliches, sondern auf Rohstoffe konzentrieren, mit dem einzigen Ziel den Preis in die Höhe zu schrauben.



"Die Ungleichverteilung des Reichtums" birgt sicherlich gewaltiges Sprengpotenzial. Aber sind wir mal ehrlich: Wie soll eine Gleichverteilung des Reichtums aussehen? Es hat in der Geschichte der Menschheit vermutlich noch nie eine Gleichverteilung gegeben und es wird sie auch nicht geben können. Das ist - bei aller Liebe - eine sozialistische Träumerei. Es wäre ein absolut erstrebenswertes Ziel, ganz sicher und ich würde auch aus vollster Überzeugung zu einem solchen System stehen aber die Machbarkeit ist ganz einfach nicht gegeben.



Ich für meinen Teil denke, man sollte sich auf das "Machbare" konzentrieren und dort ansetzen. Man muss verhindern, dass Gewinne privatisiert werden und Verluste über die Gemeinschaft aufgefangen werden müssen. Man muss versuchen die sozialen Unterschiede so klein wie irgend möglich zu halten, die Voraussetzung hierfür ist eine vernünftige Schulbildung. Hier kann, hier darf es keine Benachteiligung aufgrund der Einkommen des Elternhauses geben. Unternehmen die in staatlichem oder halbstaatlichem Besitz stehen können nicht Milliarden-Gewinne einfahren und gleichzeitig Mitarbeiter entlassen.

Wirtschaftsbereiche von Bedeutung für die Bevölkerung dürfen nicht privatisiert werden, wenn sie privatisiert wurden, wäre zu prüfen, in wie weit die Unternehmen wieder in staatlichen Besitz übertragen werden können. Ich drücke es mal gewagt aus: Eine Verstaatlichung der Energie - und Mineralölkonzerne führt zu einer nachhaltigen Stärkung der Wirtschaft.



Was mir einfach nicht gefällt ist die Dämonisierung des Kapitals. Ein Warren Buffet hat mittlerweile über 6 Mrd. US Dollar in die Bill&Melinda Gates Foundation überführt. Die Stiftung hat mittlerweile ein Volumen von weiter über 30 Mrd US$. Es ist mit nichten so, dass das Kapital immer nur missbraucht wird. Die GAVI Alliance wird zu über 75% aus der Bill&Melinda Gates Foundation getragen und rettet damit jährlich abertausende Kinderleben in der dritten Welt. Natürlich könnte man immer mehr machen, unbestritten aber das was getan wird, wird kaum gewürdigt. Es wird immer nur das Übel im Kapital gesehen und das geht einfach nicht.

Es gibt auf dieser Welt immer noch genug Menschen mit sozialem Gewissen, die sich in Ihrer Heimat oder in ärmeren Ländern der Welt unterstützen. Sicher geschieht das auch zum Teil aus eigenem Interesse aber es hat eben auch einen Nutzen für die Allgemenheit und da sollte man nicht unbedingt ständig mit dem Dreizack hinter dem Kapital herrennen. Es gibt so viele Beispiele für gute Leistung, auch dieser "Financiers", ein Soros hat 5 Mrd. US$ in eine Stiftung zum Aufbau von Demokratie investiert, hat früh schon die Solidarnosc von Lech Walesa unterstützt, das kann man doch nicht alles aus Wut übersehen.
 
Vor allem muss man sich mal klar machen woher diese Gelder kommen. Oft aus aufgekauften Firmen, denen das Kapital entzogen und die dadurch gerne Mal Leute entlassen müssen...

Ist nicht immer so, manchmal werden auch Firmen gerettet, aber das ist eher selten der Fall...

Wie Jonny bereits sagte, das ist Geld, das der Wirtschaft entzogen wird und letztendlich durch Investitionsprogramme der Regierungen aufgefangen werden muss.

Es gibt sicher gute Beispiele was mit dem Geld gemacht werden kann, nur meistens sind das im Verhältnis kleine Beträge.

Und mal ganz ehrlich, was will ein Mensch mit 1 Mrd. oder gar 4 Mrd.? Das Einzige was er damit machen kann, wenn er es nicht verschenken will, ist noch mehr Geld zu machen... Was macht man mit soviel Kohle?

Ist jetzt vielleicht etwas polemisch dargestellt, aber entspricht doch der Realität...
 
Vor allem muss man sich mal klar machen woher diese Gelder kommen. Oft aus aufgekauften Firmen, denen das Kapital entzogen und die dadurch gerne Mal Leute entlassen müssen...
Ist nicht immer so, manchmal werden auch Firmen gerettet, aber das ist eher selten der Fall...
Manchmal. Nun ja, das ist eine Wertung, bleibt die Frage ob es auch einen Beleg dafür gibt.

Ich könnte im Umkehrschluss den drittreichsten Mann der Welt anführen, Warren Buffett. Auch er investiert in Unternehmen, langfristig, niemals kurzfristig. Und fährt mit dieser Schiene mehr als gut. Der Kerl hat sich hoch gearbeitet, mit "kleinem" Geld ein Unternehmen aufgebaut, das heute über 100 Mrd Dollar Umsatz erzielen kann.

Es gibt solche und solche Fälle.




Wie Jonny bereits sagte, das ist Geld, das der Wirtschaft entzogen wird und letztendlich durch Investitionsprogramme der Regierungen aufgefangen werden muss.

Es gibt sicher gute Beispiele was mit dem Geld gemacht werden kann, nur meistens sind das im Verhältnis kleine Beträge.
Na wenn das kleine Beträge sind, dann könnte man auch gleich ganz drauf verzichten. Was wäre denn die Alternative? Die Unternehmen säckeln die Gewinne ein und die Gewinne werden nicht an den Investor abgeführt, sondern bleiben im Unternehmen. Glaubst du ein Unternehmen würde seinen dann einbehaltenen Milliarden-Gewinn spenden? Ich verstehe eine Spende als freiwillige Leistungen und darüber sollte man dankbar sein.




Und mal ganz ehrlich, was will ein Mensch mit 1 Mrd. oder gar 4 Mrd.? Das Einzige was er damit machen kann, wenn er es nicht verschenken will, ist noch mehr Geld zu machen... Was macht man mit soviel Kohle?

Ist jetzt vielleicht etwas polemisch dargestellt, aber entspricht doch der Realität...
Was geht mich denn das Geld von anderen Menschen an? Wenn sie es auf redliche Art und Weise verdient haben, dann ist an der Sache nichts auszusetzen. Bill Gates, Warren Buffett, zwei der drei reichsten Menschen der Welt haben ihr Geld auf absolut ehrliche Art und Weise verdient und damit steht es ihnen auch zu. Ob ein Bill Gates diese Mrd überhaupt ausgeben kann, das ist doch im Grunde absolut uninteressant. Bei Carlos Slim muss man zumindest den Kauf von Telmex.

Sollen die drei ihren Laden zusperren, weil sie zu viel Gewinn erwirtschaften? Oder sollen sie ihre Aktienpakete, ihr ehrlich erarbeitetes Geld verschenken? Und ich bezweifel momentan, dass Bill Gates seine Microsoft-Angestellten ausbeutet.





Wann wurden Hedge-Fonds in Deutschland eigentlich zugelassen? 2003/04 unter Schröder oder? Investitionsmodernisierungsgesetz
 
Auch ein interessanter Kommentar, der zum Dunstkreis des Themas passt:



Die Mittelschicht betrügt sich selbst



Die deutsche Mittelschicht stellt die meisten Wähler, verliert aber immer mehr politischen Einfluss. Schuld ist das Bürgertum selbst: Es grenzt sich von den Armen ab, wähnt sich an der Seite der Vermögenden - und stärkt damit genau jene, die sich auf seine Kosten bereichern.



Die Mittelschicht ist frustriert. In allen Umfragen beklagen die Deutschen, dass die soziale Gerechtigkeit abnimmt. Dieser Pessimismus ist berechtigt: Die Reichen werden reicher, während die Zahl der Armen steigt - und die Mittelschicht verliert nicht nur in der Krise, sondern selbst im Boom.



Quelle und Rest des Artikels: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,687760,00.htmlhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,687760,00.html
 
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