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258 Ligaspiele in Folge

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Hallo, Heinz Simmet.

WAS MACHEN SIE EIGENTLICH?

Er hält einen speziellen Bundesliga- Rekord. Mit Heinz Simmet ( 61) sprach Thomas Böker.





kicker: Hallo, Herr Simmet. Hätten Sie sich mal träumen lassen, nach Ihrer Karriere in einem Atemzug mit einem Weltstar wie Frank Lampard genannt zu werden?

Heinz Simmet: Nein. Werde ich das?

kicker: Seit Samstag schon.

Simmet: Und warum?

kicker: Chelseas Frank Lampard hat 160 Premier- League- Spiele am Stück absolviert, dies ist die neue Bestmarke in England, und Sie halten diese – bei den Feldspielern – mit 258 Bundesligapartien in Folge für den 1. FC Köln in Deutschland.

Was bedeutet Ihnen das?

Simmet: Ein bisschen stolz bin ich schon darauf. Zumal es ja wohl ein Rekord für die Ewigkeit ist.

kicker: Wahrscheinlich – derzeit ist der Leverkusener Andrey Voronin mit 45 Erstligaeinsätzen am Stück Ihnen noch nicht wirklich auf die Pelle gerückt. Woran liegt das?

Simmet: Einmal werden manche Spieler heute nachträglich via TV gesperrt. Zweitens sind die Spieler heute verletzungsanfälliger, obwohl sie drei Therapeuten, zwei Masseure und sieben Ärzte haben.

Und drittens fallen manche nach 65 Minuten aus den Schuhen.

kicker: Stand Ihr Status als Dauerbrenner mal auf der Kippe?

Simmet: Ja, einmal. Da wollte ich selbst nicht spielen, weil ich verletzt war. Aber Tschik Cajkovski hat mich durch eine Trainingseinheit am Morgen noch „ überzeugt“.

kicker: 258 Ligaspiele am Stück – warum tauchen Sie zwischen Simetsreiter und Sing nicht bei den deutschen Nationalspielern auf?

Simmet: Das weiß ich nicht. Zu der Zeit war Hacki Wimmer mein Konkurrent. Und er war technisch etwas besser. Aber nur zwei Spiele hätte ich gar nicht machen wollen.

kicker: Verfolgen Sie den Weg des 1. FC Köln noch intensiv?

Simmet: Am Fernsehen ja, im Stadion rege ich mich zu sehr auf.

kicker: Warum haben Sie sich – wie viele andere FC- Größen auch – nicht mal der Verantwortung gestellt und einen Vorstandsposten übernommen?

Simmet: So drastisch würde ich das nicht sagen. Von Vereinsseite gab es kein Interesse.

kicker: Und Sie hätten Ihr Anbieten dann als Anbiedern empfunden?

Simmet: So ist es.

kicker: Wenn Sie FC- Boss wären, würden Sie Lukas Podolski unter allen Umständen halten?

Simmet: Nein. Irgendwann geht er.

Dann lieber noch Geld rausholen.

kicker: Sie verdienen Ihr Geld mit Ihrem Malerbetrieb. Wie läuft der?

Simmet: Die beschissene Wirtschaftslage trifft uns auch.

kicker: Müssen Sie vielen Bewerbern absagen?

Simmet: Leider ja. Und von meinen ehemals 50 Mitarbeitern sind nur noch 15 übrig geblieben.

kicker: Wie schwer fiel Ihnen die Umstellung vom „ Traumjob“ Fußballprofi ins normale Berufsleben?

Simmet: Nicht schwer, da ich es während meiner Karriere parallel begonnen habe aufzubauen. Dass die Spieler heute viel verdienen, kann man keinem vorwerfen. Was mich stört, ist ihre Einstellung: Das wäre ein schöner Job, wenn nicht samstags das blöde Spiel wäre . . .

kicker: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Simmet: Ich pflege meinen Garten und spiele Fußball in einer Hobbytruppe. Ich war kurzzeitig Trainer in einer unterklassigen Liga. Vielleicht hätte ich den Weg verfolgen sollen. Als Trainer hat man bei einem längerfristigen Vertrag sein Geld ja sicher. Egal, ob man fliegt.
 
Da hat er bei vielen wohl gar nicht so unrecht. Er hat wirklich so viele Spiele am Stück gespielt ohne gelb Sperre oder sowas? Hammer.
 
das ist schon assi, auf welchem Top-Niveau der Lampard spielt und das, ohne ein einziges Spiel verpasst zu haben! Beim heutigen Fussball (viel schneller, athletischer...) echt eine Riesenleistung, kaum schaffbar...
 
Ich habe mal gelesen Lampard wurde schon desöfteren Fitgespritzt, was ich persönlich nicht machen würde.







Aber der hat sich seit er Englands Besten Talentschuppen verlassen hat sehr gut weiterentwickelt. So eine karriere hätte ich ihm nicht zugetraut.
 
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