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„Es wäre nicht der FCK, wenn es langweilig wäre“, gab der entscheidende Torschütze zum 3:2-Heimsieg der Lautrer gegen die SV Elversberg vom vergangenen Freitagabend vor etwas mehr als 42.500 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion, Jean Zimmer im Anschluss vor den anwesenden Pressevertretern zu Protokoll. In einem Spiel, dass sich spätestens in der zweiten Halbzeit zu einem offenen Schlagabtausch beider Mannschaften entwickeln sollte, brachte Kevin Kraus die Hausherren früh per Elfmeter in der 21. Spielminute gegen den saarländischen Drittligaaufsteiger in Führung. In den zweiten 45 Spielminuten übernahmen hingegen die Gäste mit einem Doppelschlag direkt nach der Halbzeitpause (Feil 47’, Sahin 62’) zwischenzeitlich sogar die Führung im Fritz-Walter-Stadion, bevor der eingewechselte Ragnar Ache (68’) und schlussendlich der Mannschaftskapitän der roten Teufel selbst, durch seinen sehenswerten Volleytreffer in der 79. Spielminute die Partie noch zu einem turbulenten Heimsieg für den 1. FCK drehen konnten. Es war der erste Sieg im dritten Pflichtspiel der neuen Zweitligasaison für die Betzebuwe sowie die ersten drei Punkte für das erneute Primärziel, das in der Pfalz auch in dieser Saison „vorzeitiger Klassenerhalt“ lautet.
Der Torschütze zum vorübergehenden 1:0, Kevin Kraus sprach vor den TV-Kameras im Anschluss von einem „großen Kampf“ und auch sein Trainer Dirk Schuster stimmte auf der abschließenden Pressekonferenz auf den Tenor seines erfahrenen Abwehrchefs ein, "…dass heute nicht der Bessere, sondern der Glücklichere gewonnen habe.“ Gerade in der Defensive offenbarten seine Mannen gegen die „Elven“ z.T. eklatante Schwächen, die von einer spielstarken und stabilen Mannschaft von SVE-Cheftrainer Horst Steffen auch dankend angenommen wurden. Insbesondere die löcherige Schaltzentrale der roten Teufel im zentral-defensiven Mittelfeld, bot den Saarländern immer wieder große Räume, um ihr kombinationsfreudiges Passspiel aufzuziehen, ohne dass ein oder mehrere Lautrer diesem Bestreben dabei den entsprechenden Einhalt gebieten konnten. Die klaffende Vakanz auf einer der bedeutsamsten Feldpositionen verdeutlichte da am vergangenen Freitagabend sehr anschaulich, warum man in Kaiserslautern bis zur Schließung des Transferfensters in rund zehn Tagen im Optimalfall noch darauf hofft, einen weiteren Neuzugang für diese offene Planstelle des „Staubsaugers“ auf der Sechs präsentieren zu können.
Ein glückliches Händchen bewies Chefcoach Dirk Schuster hingegen erneut mit seinen Einwechslungen, denn sowohl der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:2 der Pfälzer, Ragnar Ache wie auch Pre-Assistgeber Aaron Opoku (der jeweils vor dem 2:2 und dem 3:2 den vorletzten Pass beisteuerte), sowie der direkte Vorlagengeber zum 3:2-Siegtreffer, Daniel Hanslik, kamen als Joker auf Seiten des FCK erst in Spielhälfte zwei in die Partie und hatten einen großen Anteil daran, dass die ersten drei Punkte der Saison auf dem Betzenberg blieben. Ebenfalls eine tadellose Vorstellung bot Torhüter Julian Krahl, der für den rotgesperrten Andreas Luthe zwischen die Pfosten rückte und sich trotz zweier Gegentore eine Bestnote abholte. In der siebten Minute der Nachspielzeit kratzte der 23-jährige Keeper einen letzten Abschluss vom eingewechselten Gästestürmer Luca Schnellbacher gedankenschnell von der Linie und sicherte den ersten Heimsieg der roten Teufel seit Mitte April der vergangenen Rückrunde, als man den Hamburger SV zu Hause im Fritz-Walter-Stadion mit einem 2:0 besiegen konnte.
Das neu erlangte Selbstvertrauen können die Pfälzer beim bevorstehenden vierten Spieltag gut gebrauchen, bereits am kommenden Freitagabend (Anstoß 18:30 Uhr) geht es für den 1. FCK zum Auswärtsspiel beim SC Paderborn.
Auch der kommende Gastgeber der roten Teufel feierte am vergangenen Wochenende, nach einer herben 0:5-Auswärtsklatsche beim Saisonauftakt bei der SpVgg Greuther Fürth und einer darauffolgenden 1:1-Punkteteilung gegen den VFL Osnabrück eine Woche später, am zurückliegenden Samstag den ersten, wichtigen Dreier der noch jungen Spielzeit. Überraschend bezwang man im Auswärtsspiel Fortuna Düsseldorf in der heimischen Merkur Spiel-Arena mit 2:1. Auch für die Ostwestfalen war es ein durchaus glücklicher Sieg, da die Hausherren die zahlreichen Tormöglichkeiten (insg. 29 Torschüsse) nur einmal durch Abwehrspieler Jordy de Wijs zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (57’) nutzen konnten, während sich die Gäste v.a. auf ein starkes Konterspiel konzentrierten und am Ende durch die Treffer von Florent Muslija (5’) und Sirlord Conteh (59‘) die drei Punkte durchaus „dreckig“ an die Pader entführen durften.
Der Vorjahressechste musste nach dem Abschluss der vergangenen Saison einen erheblichen Kaderumbruch verkraften. Insgesamt dreizehn Spieler verließen den Verein, darunter u.a das bisherige zentrale Herzstück des SCP, Ron Schallenberg, der sich Bundesligaabsteiger Schalke 04 anschloss. Mittelfeldspieler Julian Justvan (TSG Hoffenheim) und Angreifer Marvin Pieringer (1. FC Heidenheim) entschieden sich in der Sommerpause sogar für neue sportliche Herausforderungen in der Deutschlands höchster Spielklasse, während auch langjährige Führungsspieler wie bspw. Uwe Hünemeier ihre aktive Spielerkarriere offiziell beendeten und fortan SCP-Cheftrainer Lukas Kwasniok nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch der 1. FCK profitierte zur neuen Saison von einem Zugang eines bisherigen Paderborn-Profis. Nachdem man den zuletzt in die Pfalz ausgeliehenen Abwehrspieler Robin Bormuth nach Ende der abgelaufenen Spielzeit wieder zurück nach Paderborn (bzw. mittlerweile zu seinem Heimatverein vom Karlsruher SC) ziehen ließ, präsentierten die Lautrer Anfang Juli mit Richmond Tachie einen weiteren Zugang vom Zweitligakonkurrenten und neunmaligen Landespokalsieger aus Nordrhein-Westfalen. Der 24-jährige Deutsch-Ghanaer war in der abgelaufenen Saison nur die zweite Wahl im Angriff des SCP und sucht nun nach seinen bisherigen Stationen in Wolfsburg, Köln, Dortmund und Paderborn nach einer neuen sportlichen Herausforderung beim Traditionsverein aus der Pfalz.
Auf der Zugangsseite hingegen stehen beim SCP in dieser Transferperiode bisher satte achtzehn Neuzugänge zu Buche – der Bekannteste dabei sicherlich Max Kruse – der polarisierende 35-jährige Angreifer, der bereits für den SC Freiburg, Borussia M’Gladbach, Werder Bremen, den VFL Wolfsburg oder Union Berlin in der Bundesliga die Schuhe schnürte, war zuletzt seit November 2022 vereinslos und schloss sich nun überraschend zur neuen Saison den Ostwestfalen an. Aktuell laboriert der erfahrene Angreifer (307 Bundesligaspiele - 97 Tore) allerdings an einem Muskelfaserriss und wird voraussichtlich für das anstehende Duell gegen die roten Teufel keine personelle Option darstellen. Weitere Sommerzugänge in Paderborn waren in dieser Transferperiode u.a. Linksaußen Filip Bilbija und Innenverteidiger Maximilian Rohr (beide Hamburger SV), Innenverteidiger Visar Musli (FC Ingolstadt), Mittelfeldspieler David Kinsombi (SV Sandhausen) sowie Mittelstürmer Adriano Grimaldi (1. FC Saarbrücken).
Für unrühmliches Aufsehen beim i.d.R. sehr ruhigen und nur wenig skandalträchtigen Umfeld in Paderborn, sorgte zum Ende der vergangenen Saison ein Vorfall um Cheftrainer Lukas Kwasniok. Ende Mai hielt sich der 42-jährige Fußballlehrer auf der Urlaubsinsel Mallorca auf, und wurde dort a.G. des Vorwurfs der Vergewaltigung vorübergehend festgenommen. Nachdem Kwasniok am spanischen Strand die Bekanntschaft mit einer Frau gemacht hatte, mit der er sich auf einen gemeinsamen Abend in seinem Hotelzimmer aufgehalten haben soll, erhob diese im Anschluss schwere Vorwürfe gegen Kwasniok und bezichtigte ihn der sexuellen Misshandlung. Auch wenn der SCP-Coach nur kurze Zeit nach seiner Festnahme schon wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, beschäftigt der der Vorfall noch heute die spanische und deutsche Justiz. Kwasniok selbst bestreitet die Vorwürfe bis heute, während sein Arbeitgeber den Trainer kurze Zeit später unter Angabe der Unschuldsvermutung im Amt bestätigte und er somit auch weiterhin das Vertrauen genießt den SCP als Chefcoach in seine mittlerweile dritte Saison führen zu dürfen.
Zurück zum Sportlichen: In den ersten zwei Pflichtspielen in Fürth und zu Hause gegen Osnabrück, setzte der SCP auf ein 3-4-2-1-System, welches allerdings beim Auswärtsspiel in Düsseldorf auf ein 4-4-2 geändert wurde. Da durch diesen taktischen Systemwechsel in Düsseldorf der erste Saisonsieg gelang, dürfte es spannend werden für welche Variante man sich im kommenden Heimspiel gegen den 1. FCK entscheidet.
Vor Torhüter und Mannschaftskapitän Jannik Huth, der zur aktuellen Saison als neuer Spielführer beim SCP vorgestellt wurde, verteidigten in Düsseldorf Marcel Hoffmeier und Jannis Heuer auf den beiden Positionen in der Innenverteidigung. Gerade Heuer dürfte den FCK-Fans dabei noch in unschöner Erinnerung sein, erzielte der 24-jährige beim letzten Aufeinandertreffen mit den Pfälzern Mitte Februar per Freistoß den goldenen Treffer zum damaligen 1:0-Heimsieg seiner Mannschaft.
Die Flügelverteidiger gegen F95 wurden von zwei Neuzugängen gebildet. Auf der rechten Seite in Person vom erst 21-jährigen Laurin Curda, der in der zurückliegenden Saison noch in der RL Südwest für den TSG Balingen auflief und auf der gegenüberliegenden Seite vom ein Jahr älteren Kimberly Ezekwem, der in der Sommerpause für ein Jahr vom SC Freiburg ausgeliehen wurde. Auf der Position der Doppelsechs setzte man auf die Dienste von Kai Klefisch und Neuzugang Mattes Hansen - der erst 19-jährige defensive Mittelfeldspieler wurde zur neuen Saison aus der U19-Auswahl von Schalke 04 verpflichtet. Eine Position davor liefen mit Florent Musijla und David Kinsombi erfahrene Zweitligaspieler im zentral-offensiven Mittelfeld auf, während die beiden nominellen Sturmspitzen gegen Düsseldorf mit Filip Bilbija und Sirlord Conteh etwas ungewöhnlich von zwei eigentlich gelernten Flügelangreifern eingenommen wurden.
Wohin die sportliche Reise für den SCP in dieser Saison geht, ist wie auch beim kommenden Gast aus Kaiserslautern noch nicht ganz klar einzuschätzen. Auf Seiten des kommenden Gastgebers wird Verteidiger Visar Musliu das Spiel gegen die roten Teufel durch eine Rotsperre aus dem ersten Spiel beim Fürther-Kleeblatt verpassen, Max Kruse laboriert wie bereits eingangs erwähnt an einem Muskelfaserriss und auch ein Einsatz von Raphael Obermair, der in Düsseldorf a.G. von muskulären Problemen fehlte, ist für den kommenden Freitagabend stand heute fraglich.
Erfreulich aus Sicht der Lautrer dürfte am kommenden Spieltag die Tatsache sein, dass Innenverteidiger Boris Tomiak, der im zurückliegenden Spiel gegen die SV Elversberg noch eine Gelbrotsperre aus dem Spiel auf Schalke abzusitzen hatte, Cheftrainer Dirk Schuster wieder zur Verfügung steht. Stamm-Torhüter Andreas Luthe fehlt dem 1. FCK in Paderborn hingegen noch eine Partie a.G. seiner Rotsperre die nach dem Auftritt der roten Teufel beim Spiel auf Schalke auf zwei Pflichtspiele festgelegt wurde. Im Tor dürfte es zwischen den Pfosten deshalb erneut auf seinen ersten Vertreter Julian Krahl hinauslaufen, der sich a.G. seiner guten Vorstellung beim Spiel gegen Elversberg (wie auch FCK-Kapitän Jean Zimmer) zum Anfang der neuen Woche sogar eine Berufung in die "Kickerelf des Tages" verdiente.
So könnten sie spielen:
SC Paderborn: Huth (C) – Heuer, Hoffmeier, Curda, Ezekwem, – Klefisch, Hansen (Schuster), Kinsombi, Muslija – Bilbija, Conteh
1. FC Kaiserslautern: Krahl – Elvedi, Kraus, Tomiak, Puchacz, Zimmer (C) – Niehues (Redondo), Raschl, Ritter, Opoku (Tachie), Boyd (Ache)
Sperren & Ausfälle:
SC Paderborn: Visar Musliu (IV – Rotsperre), Raphael Obermair (LM – muskuläre Probleme, Einsatz fraglich), Max Kruse (HS – Muskelfaserriss)
1. FC Kaiserslautern: Andreas Luthe (TW - Rotsperre), Philipp Hercher (RM – Hüftprobleme, Einsatz fraglich)
Der Torschütze zum vorübergehenden 1:0, Kevin Kraus sprach vor den TV-Kameras im Anschluss von einem „großen Kampf“ und auch sein Trainer Dirk Schuster stimmte auf der abschließenden Pressekonferenz auf den Tenor seines erfahrenen Abwehrchefs ein, "…dass heute nicht der Bessere, sondern der Glücklichere gewonnen habe.“ Gerade in der Defensive offenbarten seine Mannen gegen die „Elven“ z.T. eklatante Schwächen, die von einer spielstarken und stabilen Mannschaft von SVE-Cheftrainer Horst Steffen auch dankend angenommen wurden. Insbesondere die löcherige Schaltzentrale der roten Teufel im zentral-defensiven Mittelfeld, bot den Saarländern immer wieder große Räume, um ihr kombinationsfreudiges Passspiel aufzuziehen, ohne dass ein oder mehrere Lautrer diesem Bestreben dabei den entsprechenden Einhalt gebieten konnten. Die klaffende Vakanz auf einer der bedeutsamsten Feldpositionen verdeutlichte da am vergangenen Freitagabend sehr anschaulich, warum man in Kaiserslautern bis zur Schließung des Transferfensters in rund zehn Tagen im Optimalfall noch darauf hofft, einen weiteren Neuzugang für diese offene Planstelle des „Staubsaugers“ auf der Sechs präsentieren zu können.
Ein glückliches Händchen bewies Chefcoach Dirk Schuster hingegen erneut mit seinen Einwechslungen, denn sowohl der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:2 der Pfälzer, Ragnar Ache wie auch Pre-Assistgeber Aaron Opoku (der jeweils vor dem 2:2 und dem 3:2 den vorletzten Pass beisteuerte), sowie der direkte Vorlagengeber zum 3:2-Siegtreffer, Daniel Hanslik, kamen als Joker auf Seiten des FCK erst in Spielhälfte zwei in die Partie und hatten einen großen Anteil daran, dass die ersten drei Punkte der Saison auf dem Betzenberg blieben. Ebenfalls eine tadellose Vorstellung bot Torhüter Julian Krahl, der für den rotgesperrten Andreas Luthe zwischen die Pfosten rückte und sich trotz zweier Gegentore eine Bestnote abholte. In der siebten Minute der Nachspielzeit kratzte der 23-jährige Keeper einen letzten Abschluss vom eingewechselten Gästestürmer Luca Schnellbacher gedankenschnell von der Linie und sicherte den ersten Heimsieg der roten Teufel seit Mitte April der vergangenen Rückrunde, als man den Hamburger SV zu Hause im Fritz-Walter-Stadion mit einem 2:0 besiegen konnte.
Das neu erlangte Selbstvertrauen können die Pfälzer beim bevorstehenden vierten Spieltag gut gebrauchen, bereits am kommenden Freitagabend (Anstoß 18:30 Uhr) geht es für den 1. FCK zum Auswärtsspiel beim SC Paderborn.
Auch der kommende Gastgeber der roten Teufel feierte am vergangenen Wochenende, nach einer herben 0:5-Auswärtsklatsche beim Saisonauftakt bei der SpVgg Greuther Fürth und einer darauffolgenden 1:1-Punkteteilung gegen den VFL Osnabrück eine Woche später, am zurückliegenden Samstag den ersten, wichtigen Dreier der noch jungen Spielzeit. Überraschend bezwang man im Auswärtsspiel Fortuna Düsseldorf in der heimischen Merkur Spiel-Arena mit 2:1. Auch für die Ostwestfalen war es ein durchaus glücklicher Sieg, da die Hausherren die zahlreichen Tormöglichkeiten (insg. 29 Torschüsse) nur einmal durch Abwehrspieler Jordy de Wijs zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (57’) nutzen konnten, während sich die Gäste v.a. auf ein starkes Konterspiel konzentrierten und am Ende durch die Treffer von Florent Muslija (5’) und Sirlord Conteh (59‘) die drei Punkte durchaus „dreckig“ an die Pader entführen durften.
Der Vorjahressechste musste nach dem Abschluss der vergangenen Saison einen erheblichen Kaderumbruch verkraften. Insgesamt dreizehn Spieler verließen den Verein, darunter u.a das bisherige zentrale Herzstück des SCP, Ron Schallenberg, der sich Bundesligaabsteiger Schalke 04 anschloss. Mittelfeldspieler Julian Justvan (TSG Hoffenheim) und Angreifer Marvin Pieringer (1. FC Heidenheim) entschieden sich in der Sommerpause sogar für neue sportliche Herausforderungen in der Deutschlands höchster Spielklasse, während auch langjährige Führungsspieler wie bspw. Uwe Hünemeier ihre aktive Spielerkarriere offiziell beendeten und fortan SCP-Cheftrainer Lukas Kwasniok nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch der 1. FCK profitierte zur neuen Saison von einem Zugang eines bisherigen Paderborn-Profis. Nachdem man den zuletzt in die Pfalz ausgeliehenen Abwehrspieler Robin Bormuth nach Ende der abgelaufenen Spielzeit wieder zurück nach Paderborn (bzw. mittlerweile zu seinem Heimatverein vom Karlsruher SC) ziehen ließ, präsentierten die Lautrer Anfang Juli mit Richmond Tachie einen weiteren Zugang vom Zweitligakonkurrenten und neunmaligen Landespokalsieger aus Nordrhein-Westfalen. Der 24-jährige Deutsch-Ghanaer war in der abgelaufenen Saison nur die zweite Wahl im Angriff des SCP und sucht nun nach seinen bisherigen Stationen in Wolfsburg, Köln, Dortmund und Paderborn nach einer neuen sportlichen Herausforderung beim Traditionsverein aus der Pfalz.
Auf der Zugangsseite hingegen stehen beim SCP in dieser Transferperiode bisher satte achtzehn Neuzugänge zu Buche – der Bekannteste dabei sicherlich Max Kruse – der polarisierende 35-jährige Angreifer, der bereits für den SC Freiburg, Borussia M’Gladbach, Werder Bremen, den VFL Wolfsburg oder Union Berlin in der Bundesliga die Schuhe schnürte, war zuletzt seit November 2022 vereinslos und schloss sich nun überraschend zur neuen Saison den Ostwestfalen an. Aktuell laboriert der erfahrene Angreifer (307 Bundesligaspiele - 97 Tore) allerdings an einem Muskelfaserriss und wird voraussichtlich für das anstehende Duell gegen die roten Teufel keine personelle Option darstellen. Weitere Sommerzugänge in Paderborn waren in dieser Transferperiode u.a. Linksaußen Filip Bilbija und Innenverteidiger Maximilian Rohr (beide Hamburger SV), Innenverteidiger Visar Musli (FC Ingolstadt), Mittelfeldspieler David Kinsombi (SV Sandhausen) sowie Mittelstürmer Adriano Grimaldi (1. FC Saarbrücken).
Für unrühmliches Aufsehen beim i.d.R. sehr ruhigen und nur wenig skandalträchtigen Umfeld in Paderborn, sorgte zum Ende der vergangenen Saison ein Vorfall um Cheftrainer Lukas Kwasniok. Ende Mai hielt sich der 42-jährige Fußballlehrer auf der Urlaubsinsel Mallorca auf, und wurde dort a.G. des Vorwurfs der Vergewaltigung vorübergehend festgenommen. Nachdem Kwasniok am spanischen Strand die Bekanntschaft mit einer Frau gemacht hatte, mit der er sich auf einen gemeinsamen Abend in seinem Hotelzimmer aufgehalten haben soll, erhob diese im Anschluss schwere Vorwürfe gegen Kwasniok und bezichtigte ihn der sexuellen Misshandlung. Auch wenn der SCP-Coach nur kurze Zeit nach seiner Festnahme schon wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, beschäftigt der der Vorfall noch heute die spanische und deutsche Justiz. Kwasniok selbst bestreitet die Vorwürfe bis heute, während sein Arbeitgeber den Trainer kurze Zeit später unter Angabe der Unschuldsvermutung im Amt bestätigte und er somit auch weiterhin das Vertrauen genießt den SCP als Chefcoach in seine mittlerweile dritte Saison führen zu dürfen.
Zurück zum Sportlichen: In den ersten zwei Pflichtspielen in Fürth und zu Hause gegen Osnabrück, setzte der SCP auf ein 3-4-2-1-System, welches allerdings beim Auswärtsspiel in Düsseldorf auf ein 4-4-2 geändert wurde. Da durch diesen taktischen Systemwechsel in Düsseldorf der erste Saisonsieg gelang, dürfte es spannend werden für welche Variante man sich im kommenden Heimspiel gegen den 1. FCK entscheidet.
Vor Torhüter und Mannschaftskapitän Jannik Huth, der zur aktuellen Saison als neuer Spielführer beim SCP vorgestellt wurde, verteidigten in Düsseldorf Marcel Hoffmeier und Jannis Heuer auf den beiden Positionen in der Innenverteidigung. Gerade Heuer dürfte den FCK-Fans dabei noch in unschöner Erinnerung sein, erzielte der 24-jährige beim letzten Aufeinandertreffen mit den Pfälzern Mitte Februar per Freistoß den goldenen Treffer zum damaligen 1:0-Heimsieg seiner Mannschaft.
Die Flügelverteidiger gegen F95 wurden von zwei Neuzugängen gebildet. Auf der rechten Seite in Person vom erst 21-jährigen Laurin Curda, der in der zurückliegenden Saison noch in der RL Südwest für den TSG Balingen auflief und auf der gegenüberliegenden Seite vom ein Jahr älteren Kimberly Ezekwem, der in der Sommerpause für ein Jahr vom SC Freiburg ausgeliehen wurde. Auf der Position der Doppelsechs setzte man auf die Dienste von Kai Klefisch und Neuzugang Mattes Hansen - der erst 19-jährige defensive Mittelfeldspieler wurde zur neuen Saison aus der U19-Auswahl von Schalke 04 verpflichtet. Eine Position davor liefen mit Florent Musijla und David Kinsombi erfahrene Zweitligaspieler im zentral-offensiven Mittelfeld auf, während die beiden nominellen Sturmspitzen gegen Düsseldorf mit Filip Bilbija und Sirlord Conteh etwas ungewöhnlich von zwei eigentlich gelernten Flügelangreifern eingenommen wurden.
Wohin die sportliche Reise für den SCP in dieser Saison geht, ist wie auch beim kommenden Gast aus Kaiserslautern noch nicht ganz klar einzuschätzen. Auf Seiten des kommenden Gastgebers wird Verteidiger Visar Musliu das Spiel gegen die roten Teufel durch eine Rotsperre aus dem ersten Spiel beim Fürther-Kleeblatt verpassen, Max Kruse laboriert wie bereits eingangs erwähnt an einem Muskelfaserriss und auch ein Einsatz von Raphael Obermair, der in Düsseldorf a.G. von muskulären Problemen fehlte, ist für den kommenden Freitagabend stand heute fraglich.
Erfreulich aus Sicht der Lautrer dürfte am kommenden Spieltag die Tatsache sein, dass Innenverteidiger Boris Tomiak, der im zurückliegenden Spiel gegen die SV Elversberg noch eine Gelbrotsperre aus dem Spiel auf Schalke abzusitzen hatte, Cheftrainer Dirk Schuster wieder zur Verfügung steht. Stamm-Torhüter Andreas Luthe fehlt dem 1. FCK in Paderborn hingegen noch eine Partie a.G. seiner Rotsperre die nach dem Auftritt der roten Teufel beim Spiel auf Schalke auf zwei Pflichtspiele festgelegt wurde. Im Tor dürfte es zwischen den Pfosten deshalb erneut auf seinen ersten Vertreter Julian Krahl hinauslaufen, der sich a.G. seiner guten Vorstellung beim Spiel gegen Elversberg (wie auch FCK-Kapitän Jean Zimmer) zum Anfang der neuen Woche sogar eine Berufung in die "Kickerelf des Tages" verdiente.
So könnten sie spielen:
SC Paderborn: Huth (C) – Heuer, Hoffmeier, Curda, Ezekwem, – Klefisch, Hansen (Schuster), Kinsombi, Muslija – Bilbija, Conteh
1. FC Kaiserslautern: Krahl – Elvedi, Kraus, Tomiak, Puchacz, Zimmer (C) – Niehues (Redondo), Raschl, Ritter, Opoku (Tachie), Boyd (Ache)
Sperren & Ausfälle:
SC Paderborn: Visar Musliu (IV – Rotsperre), Raphael Obermair (LM – muskuläre Probleme, Einsatz fraglich), Max Kruse (HS – Muskelfaserriss)
1. FC Kaiserslautern: Andreas Luthe (TW - Rotsperre), Philipp Hercher (RM – Hüftprobleme, Einsatz fraglich)