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40 Superreiche spenden Hälfte ihres Vermögens

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Respekt....
 
die hälfte ist schon ne hausnummer.

das merken die zwar eh nicht, denke ich aber

trotzdem ne feine aktion!
 
die hälfte ist schon ne hausnummer.
das merken die zwar eh nicht, denke ich aber

trotzdem ne feine aktion!


Ohne Nörgeln zu wollen, aber im Endeffekt kommts doch drauf an, was mit dem Geld gemacht wird und wie erfolgreich "es" gemacht wird.
 
Ohne Nörgeln zu wollen, aber im Endeffekt kommts doch drauf an, was mit dem Geld gemacht wird und wie erfolgreich "es" gemacht wird.


Ja, sehe ich genauso. Wenn Gates jetzt beispielsweise Computer an Afrikanische Schulen spenden würde, wäre das ja ganz nett, aber wenn man sich ansieht dass es gerade in Afrika elementärere Probleme gibt, ist das Geld an der falschen Stelle...
 
Die Geste ist jedenfalls sehr nett gemeint.



Allerdings tue ich mich schwer mit anerkennenden Worten, wenn ich bedenke, auf welche Weise derartige Kapitalakkumulationen in der Regel zustande kommen.
 
ok aber ich denke den bedürftigen wird das letztendlich

egal sein, hauptsache sie bekommen die hilfe die sie brauchen.
 
ok aber ich denke den bedürftigen wird das letztendlich
egal sein, hauptsache sie bekommen die hilfe die sie brauchen.


Das ist richtig, auf jeden Fall. Allerdings ist die Hilfe, die durch Geld bezahlt werden kann, stark eingeschränkt. Natürlich kann damit zahlreichen Einzelpersonen geholfen werden, ABER das paradoxe an derartigen Fällen ist, dass durch solche Großspenden (auch durch Spendengalas, etc.) die Verantwortung für Bedürftige im öffentlichen Bewusstsein (mindestens kurzzeitig, vielleicht auch langfristig) von der Politik auf Einzelpersonen übergeht und dadurch der Druck zu politischen Änderungen gemildert wird.



Wenn man von Bedürftigkeit in größeren Maßstäben spricht, dann stecken immer (gewollte) Ungleichheitsstrukturen dahinter - ob es sich jetzt um Kinderarmut in Deutschland dreht, oder um Hunger in Afrika...



Aber keine Frage, DIESE Milliardäre, die scheinbar so etwas wie ein soziales Gewissen haben, sind mir lieber als die vielen Egoisten auf dieser Welt!
 
Auf jeden Fall eine tolle Geste. Wollen wir hoffen, dass das ganze in die richtigen Kanäle geht.

Habe das im übrigen auch schon für das Charity Konzerte vorgeschlagen... Wenn alle, die da auf der Bühne stehen und sich für ihr "Gutmenschentum" feiern lassen die Hälfte ihrer Kohle spenden würden wäre das ein riesen Zeichen... merken würden sie es wahrscheinlich nicht...

Aber es ist ein Begin, ein tolles Zeichen und wird hoffentlich noch einige Nachamer finden...
 
Leute,

erst mal informieren , dann neid oder hasstiraden von sich geben.

Gates hat sich von Microsoft seit langer zeit zurueckgezogen um nur mit seiner Foerderung zu arbeiten.



In Amerika koennnen diese reichen auch ihre spenden nicht von der steuer absetzen, da sie zu viel verdienen.



In Amerika sagt auch niemand etwas darueber, dass das meiste Geld in Afrika anstatt an die Arme in Ihrem eigenen Land ausgeteilt wird.



Spenden fuer wohltaetige zwecke wird hier halt ueblicher und weitverbreitet angenommen.



Uebrigens glaube ich dass wir dieses Jahr ganz gut mitmachen werden.
 
Genau König Otto. Aber damit werden auch diejenigen ruhig gestellt die am unteren Ende der Einkommen in Deutschland rangieren. Da kann man bei Forderungen ruhig sagen, euch geht es besser als XX % der Menschen auf der Welt.

Und unter diesem Deckmäntelchen lässt es sich beruhigter Abzocken.
 
Genau König Otto. Aber damit werden auch diejenigen ruhig gestellt die am unteren Ende der Einkommen in Deutschland rangieren. Da kann man bei Forderungen ruhig sagen, euch geht es besser als XX % der Menschen auf der Welt.
Und unter diesem Deckmäntelchen lässt es sich beruhigter Abzocken.


Stimmt schon in Deutschland gehts auch immer mehr in Richtung China und das muss man echt drehen. Aber ich das Bild gerade letztens gelesen, und wenn ich im TV die Bilder aus den Gebieten wie Pakistan sehe, dann geht es uns vergleichsweise gut.
 
Die Geste ist jedenfalls sehr nett gemeint.


Allerdings tue ich mich schwer mit anerkennenden Worten, wenn ich bedenke, auf welche Weise derartige Kapitalakkumulationen in der Regel zustande kommen.


Das ganze Jahr wird über die superreichen gemeckert. Sie haben kein soziales Gewissen, schmeissen ihr Geld zum Fenster raus...

Jetzt ist endlich mal eine absolut "anerkennenswerte" und nicht nur symbolische Spende dabei und es gibt wieder was zu nörgeln. *kopfschüttel*

Manchen kann mans wohl nie Recht machen.



Man kann es nämlich auch anders sehen - vielleicht hat politischer Druck oder auch eine wachsende Wahrnehmung der Reichen für ihre soziale Verantwortung gerade ein Wendepunkt hervorgebracht.



Ich finde es auf jeden Fall weit mehr als nur ne nett gemeinte Geste.



Ein solche ist es, wenn sich der Schumi mal wieder für ne Spende von 100.000 Euro feiern lässt, während er seine Steuern schön im Ausland zahlt. Aber Schumi ist Volksheld und Gates nicht. Da sind 100.000 in der öffentlichen Wahrnehmung mehr wert als Milliarden.
 
Das ganze Jahr wird über die superreichen gemeckert. Sie haben kein soziales Gewissen, schmeissen ihr Geld zum Fenster raus...
Jetzt ist endlich mal eine absolut "anerkennenswerte" und nicht nur symbolische Spende dabei und es gibt wieder was zu nörgeln. *kopfschüttel*

Manchen kann mans wohl nie Recht machen.



Man kann es nämlich auch anders sehen - vielleicht hat politischer Druck oder auch eine wachsende Wahrnehmung der Reichen für ihre soziale Verantwortung gerade ein Wendepunkt hervorgebracht.



Ich finde es auf jeden Fall weit mehr als nur ne nett gemeinte Geste.



Ein solche ist es, wenn sich der Schumi mal wieder für ne Spende von 100.000 Euro feiern lässt, während er seine Steuern schön im Ausland zahlt. Aber Schumi ist Volksheld und Gates nicht. Da sind 100.000 in der öffentlichen Wahrnehmung mehr werd als Milliarden.


Applaudierst du auch jemandem der dir Medizin gibt, obwohl er dich vorher krank gemacht hat?



Klinge studiert diesen Kram. Ich denke, da kann er sich durchaus eine Meinung bilden und man muss ihm dafür nicht vorwerfen er würde nörgeln.



Solche Spenden werden genauso wenig nutzen, wie 99% der Entwicklungshilfe, da sie die Mechanismen nicht ändern, die dazu führen, dass es möglich ist solchen Reichtum anzuhäufen und gleichzeitig solche Armut herrscht. Was nützt es einem Menschen, wenn er Medikamente, Schulbildung und meinetwegen ein kleines Haus bekommt, er diesen Wohlstand sich aber nicht selbst erarbeiten kann, weil die Mechanismen des Weltmarktes seinem Land lediglich die Chance lassen, Rohstoffe zu exportieren? Und diese Mechanismen sind gewollt, denn ohne sie, wäre es weitaus schwieriger solche Reichtümer im Norden und in den kleinen Zirkeln der Eliten der Entwicklungsländer anzuhäufen. Und dabei geht es nicht darum, einen Bösewicht in Person von Bill Gates oder Warren Buffett zu finden, sondern diese Mechanismen und die Interessen einer Vielzahl von Spieler zu analysieren, die innerhalb dieser Mechanismen äußerst gut leben. Wie gesagt: Niemand will Gates vorwerfen, dass er Milliarden macht. Er nutzt nur die Chancen, die ihm die Strukturen des Weltmarktes bieten. Genauso wie wir einfachen Verbraucher unsere Tomaten aus Spanien kaufen, weil wir dadurch ein paar Cent sparen können. Das sind genau die gleichen Mechanismen.



Konservative Berechnungen besagen, dass 2,3 Billionen (!) Dollar seit 1960 nach Afrika geflossen sind. Was hat es genützt? Sehr sehr wenig! Afrikas Staaten exportieren noch immer fast ausschließlich Rohstoffe, es haben sich keine nationalen Wirtschaftssysteme gebildet, die den Ländern eine Entwicklung ermöglichen könnten. Die Länder sind noch immer abhängig vom Westen und zusehends von China. Der Gesellschaft bringt es wenig, wenn das kleine Mädchen aus dem Kongo zur Ärztin oder der kleine Junge aus Burundi zum Ingenieur ausgebildet werden, weil sie mit ihrem Wissen innerhalb des Landes keine Chance haben, da es einfach keine Arbeit für sie gibt und sie zwangsläufig nach Großbritannien oder die USA gehen müssen, wenn sie in ihrem Job arbeiten wollen.



Will sagen: Die Symptome von Armut, Krankheit, Analphabetismus, Krieg etc., bekämpfen, bringt nichts, solande die Ursachen nicht erkannt und mit den richtigen Strategien angegangen werden, sondern diese Symptome immer und immer wieder hervorbringen.



Und daran haben nicht die korrupten Eliten oder die Weltbank oder die "faulen Afrikaner" schuld, sondern es ist ein Gemisch aus kulturellen, wirtschaftlichen, politischen und historischen Faktoren, die innerhalb der Länder, aber auch von außerhalb wirken.

EDIT: War missverständlich und da grad keine Zeit es zu ändern, herausgenommen.



Buffett und Gates haben genug Geld, um wirklich analysieren zu lassen, was diese Armut hervorbringt. Und mit diesem Geld im Hintergrund könnten sie politische Macht ausüben, um die Mechanismen zu ändern und ihre negativen Auswirkungen zu lindern.
 
@ Jonny



Danke für deine Unterstützung!
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Allerdings sollte der Verweis auf ein Studium nicht vor ordentlicher Kommunikation außerhalb des "Elfenbeinturmes" befreien und diese Diskussion nicht mit dem Verweis "Wir studieren Politikwissenschaften, also haben wir Recht!" abgewürgt werden. Im Gegenteil!



Ich verstehe aber durchaus, dass es verwirrend und befremdlich erscheint, wenn man in Anbetracht einer Handlung, die man als solidarisch und altruistisch bezeichnen kann, negative Worte findet.



Ergänzend zu deinem Post möchte ich versuchen, dies leichter verständlich zu machen.



User mit diagnostizierter Borderline-Persönlichkeitsstörung sollten die folgenden Zeilen lieber nicht lesen!
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Das Verständnisproblem hier besteht darin, dass Handlungen wie "Geldspenden" oder "humanitäre Hilfe" sich nicht einfach als "gut" oder "schlecht" einordnen lassen, sondern in Jonny's und in meinen Augen eher als "sowohl, als auch" bewertet werden (müssen).



Einerseits können Geldspenden zu einem konkreten positiven Ergebnis führen (Bau eines Brunnens für ein Dorf, Bereistellung medizinischer Infrastruktur, etc.), bei dem Menschenleben gerettet und die Lebenserhaltung vereinfacht wird. Der Nachteil daran ist allerdings, das jede Geldspende zu einer Erhöhung der Abhängigkeit von Almosen bei dem Empfänger (dessen Leben eventuell gerettet oder massiv verbessert wurde) führt. Ich spende auch ab und an und bin mir dieses Zwiespalts bewusst, wodurch bei mir dieses Gefühl "jetzt hab ich aber etwas Gutes getan und fühle mich gut" nicht aufkommen mag. Es liegt zwar in der menschlichen Natur, Dinge eindeutig einordnen können zu wollen, aber man muss auch akzeptieren, dass dies oftmals nicht möglich ist!



Ein recht anschauliches Beispiel für ein "moralisches Dilemma" ist in der humanitären Nothilfe zu beobachten:



Nach dem Massaker in Ruanda gab es plötzlich über eine Million Flüchtlinge, die unter schrecklichsten Bedingungen in Lagern gehaust haben. Unter ihnen waren auch mehrere zehntausende "Aggressoren". Die Menschen brauchten dringend Hilfe in Form von medizinischer Versorgung und Lebensmitteln - viele Hilfsgüter wurden jedoch von den Aggressoren an sich gerissen und auf Schwarzmärkten verkauft, von dem Erlös wurden Waffen gekauft. So haben sich also inmitten der notleidenden Menschen die Kriegstreiber gesammelt und neu ausgerüstet, um ihr begonnenes Werk zu vollenden.



Für die Hilfsorganisationen stellte sich jetzt die Frage: Verlassen wir die Lager und (+) entziehen somit den Milizen ihre Grundlage zur Fortführung des Kampfes und (-) lassen dabei aber auch die zahlreichen Menschen im Stich, die ohne unsere Hilfe wahrscheinlich sterben werden?



Dieses Beispiel soll einfach nur dazu sensibilisieren, bestimmte Vorgänge nicht grundsätzlich "schwarz" oder "weiß" zu sehen.



Ärzte ohne Grenzen hat dieses Dilemma übrigens sehr ausführlich thematisiert. Hier ein Link (Kapitel 6): http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/_...DEBATTE/dilemmata-humanitaerer-hilfe-2006.pdfhttp://www.aerzte-ohne-grenzen.de/_media/pdf/INFORMIEREN/HUMANITAERE-DEBATTE/dilemmata-humanitaerer-hilfe-2006.pdf





Das war jetzt zwar leicht offtopic, aber ich hoffe, es veranschaulicht etwas unsere Sichtweise.



Wenn es konkrete Fragen zu den erwähnten Ungleichehitsstrukturen gibt, werden diese hier sicherlich beantwortet werden.
 
@ Jonny


Danke für deine Unterstützung!
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Allerdings sollte der Verweis auf ein Studium nicht vor ordentlicher Kommunikation außerhalb des "Elfenbeinturmes" befreien und diese Diskussion nicht mit dem Verweis "Wir studieren Politikwissenschaften, also haben wir Recht!" abgewürgt werden. Im Gegenteil!


Natürlich nicht! Ganz wichtig.



Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass du durchaus das Handwerkszeug erlernst, um dir eine fundierte Meinung zu bilden. Dafür braucht man natürlich nicht zwangsläufig kein Politikwissenschaftsstudium und generell keine "akademischen Würden" (über deren Qualität ich eh oft genug zweifel), wie man an vielen Diskutanten in diesem Forum erkennen kann.



Mir gings darum, dass Leute als Nörgler abgestempelt werden, die vielleicht kritischer(er) Meinung sind.



Edit: Ich hab den Teil rausgenommen. Muss zugeben, er war wirklich missverständlich formuliert. Ich mach grad oft zwei Sachen zeitgleich und dann entstehen so Missverständnisse. Bitte das zu entschuldigen.



Zu Klinges Post noch:

Oftmals gibt es also keine eindeutig "richtig Lösung". Ziel aller Entscheidungen sollte jedoch sein, dass die Armen (wieder: egal ob im Norden die Hartz 4 Empfänger oder Niedriglöhner, oder im Süden) ein eigenständig Leben führen können, frei von äußeren Zwängen und Abhängigkeiten. Dafür gibt es nur leider kein Patentrezept und keine "Wahrheit". Von Situation zu Situation sind unterschiedliche Problemlösungen von Vorteil. Ich finds jedoch wichtig, dass man nach den Ursachen fragt und sich nicht zu sehr von Symptombehandlungen blenden lässt.



Ums mal konkreter zu machen: Die Entwicklungshilfe/-zusammenarbeit sieht oft, dass in den Länder etwas fehlt: Bildung, Gesundheit etc. Dann werden Pläne erstellt und durchgeführt, um die Bildung und Gesundheit zu verbessern. Man setzt also am Ende der Sache an.

Beispiel: Beschneidung von Mädchen. Es wird als kulturelles Gut "verkauft", dabei ist die Motivation dahinter oft eine andere. Die Beschneidung ist zu einer lohnenden Einnahmequelle (und zwar der einzigen Einnahmequelle) von professionellen Beschneiderinnen geworden. Ermöglicht man ihnen andere Einnahmequellen, werden die Mädchen viel seltener beschnitten und leiden somit viel seltener an Krankheiten. Geht man dieses Problem also an der Wurzel an, dann entstehen in dem Land weniger Kosten (mangelnde Gesundheit), die durch Hilfe von außen "gelöst" werden müssen.
 
erst einmal @jonny und klinge: sehr gute beiträge!



aber, und daher kommen wohl das contra:




Allerdings tue ich mich schwer mit anerkennenden Worten, wenn ich bedenke, auf welche Weise derartige Kapitalakkumulationen in der Regel zustande kommen.



Applaudierst du auch jemandem der dir Medizin gibt, obwohl er dich vorher krank gemacht hat?




die beiden einzeiler bzw. eröffnungszeilen lesen sich so, als werden die milliardäre als personifizierter kapitalismus samt all seinen nachteilen dargestellt.

relativiert werden diese aussagen aber, mit dem argument (mal grob zusammengefasst), dass man ja nicht weiß, was mit den spendengeldern passiert bzw. dass diese zweckentfremdet werden.



passt ja argumentativ nicht zusammen, da m.m.n. erstens gegen die spender an sich geschossen (überspitzt) wird, aber im nachfolgetext eine andere problematik erläutert wird, wo die spender im allgemeinen (in der regel) keinen einfluss drauf haben.



so deute ich das....<span>als nicht-akademiker</span> (nur spass, jonny. denk an dein herz)
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passt ja argumentativ nicht zusammen, da m.m.n. erstens gegen die spender an sich geschossen (überspitzt) wird, aber im nachfolgetext eine andere problematik erläutert wird, wo die spender im allgemeinen (in der regel) keinen einfluss drauf haben.


so deute ich das....<span>als nicht-akademiker</span> (nur spass, jonny. denk an dein herz)
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Naja, die Spender hätten schon Einfluss darauf. Bill Gates könnte einen Teil seiner Produkte sicher auch in Ghana herstellen lassen und das damit verdiente Geld im Land re-investieren. Dann ist er quasi nachhaltiger Wohltäter. Stattdessen verdient er im bösen
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System des Kapitalismus sein Geld.



Okay, Gates hat jetzt seine Stiftung. Aber diese funktioniert genauso, wie ich es oben beschrieben habe: Malaria wird als Problem erkannt, Malaria wird bekämpft. Man schafft in den Ländern, die unter Malaria leiden, aber keine Mechanismen, die es den Ländern selbst erlauben, Malaria zu bekämpfen. Würden diese Strukturen geschaffen, dann könnte Land x auch selbstständig Aids und andere Krankheiten bekämpfen.



Wenn "man" denn Ländern jedoch erlaubt, sich wirklich zu entwickeln, dann besteht die Gefahr, dass sie irgendwann ein besseres Windows herausbringen und somit den Menschen im Westen Wohlstand "wegnehmen". Ganz vereinfacht gesagt. Die derzeitigen Strukturen des Kapitalismus und die Machtverteilung innerhalb der internationalen Organisationen (IWF, Weltbank) sind Belege dafür, dass die Mechanismen des Weltmarktes (beispielsweise Rohstoffe für Fertigprodukte) nicht verändert werden sollen.



[size=-2]@ vega: ich bremse auch für nicht-akademiker[/size]
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Naja, die Spender hätten schon Einfluss darauf. Bill Gates könnte einen Teil seiner Produkte sicher auch in Ghana herstellen lassen und das damit verdiente Geld im Land re-investieren.


Zuerst müßte er da mal eine Schule bauen lassen damit die notwendigen Qualifikationen geschaffen werden. Und wenn er doch einen Teil seiner Produkte in Ghana herstellen lassen würde, dann würdest Du Gewehr bei Fuß stehen um mitzuteilen, daß er seine Produktion in Billiglohnländer verlagert und die Menschen dort ausbeutet.
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Edit: Der Grundgedanke an sich ist bemerkenswert und wenn sich zumindestens ein Teil der Idee wirklich nutzvoll umsetzen läßt ist das ganze eine tolle Sache - finde ich.
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@ vega



Mein von dir zitierter kapitalismuskritischer Satz ist in diesem Kontext sicherlich nicht wirklich verständlich.



Dahinter stecken eine ganze Menge Gedanken, die ich nur schwer strukturiert und kurz hier ausbreiten kann.



Man muss sicherlich differenzieren, auf welche Weise das Vermögen zustande gekommen ist. Wenn beispielsweise ein Industrie-Milliardär, der durch den Import verbilligter Rohstoffe aus "Entwicklungsländern" und durch die Weiterverarbeitung in Fabriken in "Schwellenländern" reich wird, dann finde ich es zynisch, dass er auf einmal der Welt helfen will, da sein Reichtum auf Ausbeutung von Ressourcen (Rohstoffabbau zu sehr niedrigen Preisen, unter schlechten Arbeitsbedingungen und ohne strukturelle Vorteile für die jeweilige Region) und Arbeitskraft (menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Bezahlungen in den Fabriken) gründet.



Wenn jemand durch seine Bank reich wird und dabei dazu beigetragen hat, dass sich der rheinische Kapitalismus zum Finanzmarktkapitalismus transformiert hat (wissenschaftliches Stichwort: financialization), wodurch sämtliche Unternehmen auf maximalen Profit getrimmt wurden, was soziale Ungleichheiten massiv verschärft hat, dann habe ich diese (in meinen Augen negativen) Entwicklungen im Hinterkopf, wenn ich lese, dass dieser Mensch spendet.



Ich denke auf Milliardäre, die ihren Reichtum aus der Produktion von Waffen, oder der Gewinnung von Öl erwirtschaftet haben, muss ich nicht näher eingehen.





Aber hier stellt sich, wie du richtig sagst, die Frage nach der Verwendung. In der Regel werden solch hohe Beträge in Stiftungsfonds angelegt - das heißt, dass dieses Geld wieder unmittelbar dem finanzmarktkapitalistischen System zugeführt werden und in möglichst rentable Anlageobjekte fließt (bspw. in die Förderung einer Diamantmine in Angola, oder die BP-Bohrung vor Libyen...).



Du siehst also meinen Zwiespalt: Es ist einerseits eine nette Geste und ein Zeichen von Solidarität und Altruismus, aber es hat andererseits einen sehr faden Beigeschmack.

Einerseits werden dadurch bestimmt viele Menschenleben verlängert und gerettet, andererseits sind die Spender an der Lage der Empfänger nicht unschuldig, einerseits wird es Menschen durch besseren Zugang zu Bildung ermöglicht, die sie umgebenen Strukturen zu erkennen und zu analysieren, andererseits wird an deren Vorhandensein nichts geändert...



Bei meiner in diesem Thread getätigten Äußerung, dass durch solch massive Geldspenden die "Hilfe für Bedürftige" gewissermaßen im öffentlichen Bewusstsein privatisiert und die verantwortlichen Politiker aus der Verantwortung genommen werden, bleibe ich ebenfalls.
 
Zuerst müßte er da mal eine Schule bauen lassen damit die notwendigen Qualifikationen geschaffen werden.


Aus Botswana und vielen südafrikanischen Ländern gehen viele Mediziner nach Südafrika, weil sie dort mehr verdienen können. Aus Südafrika gehen die Mediziner nach UK. Es gibt durchaus Wissen und Bildung in diesen Ländern.




Und wenn er doch einen Teil seiner Produkte in Ghana herstellen lassen würde, dann würdest Du Gewehr bei Fuß stehen um mitzuteilen, daß er seine Produktion in Billiglohnländer verlagert und die Menschen dort ausbeutet.
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Und falls du mir nicht nur Aussagen in den Mund legen willst, sondern an meinen eigenen Meinung interessiert bist:

Ja, würde ich. ABER nur, wenn er die Leute da für einen Hungerlohn 70 Stunden die Woche schuften lassen würde. Ich kritisiere KiK nicht dafür, dass sie in Bangladesch (oder wo auch immer produzieren lassen), aber für die Zustände der Produktion. Von diesem Hungerlohn können die Leute sich nunmal gerade so über Wasser halten. Den Wert ihrer Arbeit gibt es jedoch NULL wieder.
 
Naja, die Spender hätten schon Einfluss darauf. Bill Gates könnte einen Teil seiner Produkte sicher auch in Ghana herstellen lassen und das damit verdiente Geld im Land re-investieren. Dann ist er quasi nachhaltiger Wohltäter. Stattdessen verdient er im bösen
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System des Kapitalismus sein Geld.


Okay, Gates hat jetzt seine Stiftung. Aber diese funktioniert genauso, wie ich es oben beschrieben habe: Malaria wird als Problem erkannt, Malaria wird bekämpft. Man schafft in den Ländern, die unter Malaria leiden, aber keine Mechanismen, die es den Ländern selbst erlauben, Malaria zu bekämpfen. Würden diese Strukturen geschaffen, dann könnte Land x auch selbstständig Aids und andere Krankheiten bekämpfen.



Wenn "man" denn Ländern jedoch erlaubt, sich wirklich zu entwickeln, dann besteht die Gefahr, dass sie irgendwann ein besseres Windows herausbringen und somit den Menschen im Westen Wohlstand "wegnehmen". Ganz vereinfacht gesagt. Die derzeitigen Strukturen des Kapitalismus und die Machtverteilung innerhalb der internationalen Organisationen (IWF, Weltbank) sind Belege dafür, dass die Mechanismen des Weltmarktes (beispielsweise Rohstoffe für Fertigprodukte) nicht verändert werden sollen.



[size=-2]@ vega: ich bremse auch für nicht-akademiker[/size]
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Noch etwas verwirrt vom neuen Design und leicht überarbeitet versuche ich mich mal an deinem Post.

Gates könnte eben nicht einfach in Ghana produzieren lassen, dafür braucht es nämlich ein wenig mehr als "nur" qualifiziertes Personal, sondern auch eine Infrastruktur, die Produktion und Distribution erlaubt.

Zum Funktionieren der B&M Gates Stiftung: das was du beschreibst ist leider schon fast kriminelle Verkürzung in der Hinsicht, dass ein komplett verzerrtes Bild der Stiftungsarbeit entsteht. Die Gates Foundation investiert in eine ganze Liste von Produktentwicklungspartnerschaften, die von ihrer Struktur international ausgerichtet sind, aber eben auch vor Ort versuchen genau die Mechanismen zu schaffen die das jeweilige Land braucht um sich selbst zu helfen. Nur geht das eben nicht von heute auf morgen. Versuche mal bspw. im Entwicklungsland deiner Wahl eine klinische Studie (I bis IV) durchzuziehen. Das ist eine Herkulesaufgabe und dauert ganz locker mehr als 10 Jahre (mit präklinischer Forschung bist du bei knapp 20 Jahren). Und die Foundation geht diese Probleme an. Nicht nur im Bereich Malaria, sondern auch bei HIV, TBC und im Bereich anderer sogenannter "neglected diseases".



Und mal ganz davon ab, ist das nicht einfach "eine" Stiftung. Du müsstest dir mal anschauen, was in Ministerien passiert, wenn die Foundation anrückt. Die genießen eine dermaßen hohe Reputation, dass sofort zum Minister durchgestellt wird und neue Referate aus dem Boden gestampft werden. Gates weiß aber ziemlich genau, dass er das System nicht schnell ändern kann und tut sehr gut daran behutsam und Schritt für Schritt vorzugehen. Nur so kann die Foundation ihren seriösen Ruf behalten und als Trumpf einsetzen und ein schrittweises Umdenken einleiten.
 
<span>Ablasshandel in großem Stil</span>



Wenn reiche Unternehmer reichlich spenden, ist das gut - auch für die Wohltäter selbst. Doch die Mega-Spendenaktion von Bill Gates, Warren Buffett und Co. reduziert die Verantwortung der Eliten auf das Prinzip "Tu Gutes und rede darüber". Ein fataler Irrweg - und kein Vorbild für Deutschland.




Die Rolle der Wirtschaftseliten darf sich nicht darauf beschränken, großzügige Spenden zu verteilen und sich ansonsten nicht um die Folgen ihres Geschäftsgebarens zu kümmern.


Mehr... (spon)



und ein Link zu einem Bericht über die Gates-Foundation von democracynow:

<iframe width="459" height="344" src="https://www.youtube.com/embed/Ttq0IdULfjg?feature=oembed" frameborder="0"></iframe>




Ansonsten scheint zu dem Thema langsam alles gesagt zu sein.
 
Ansonsten scheint zu dem Thema langsam alles gesagt zu sein.


Warte!
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Dietmar muss noch zu Wort kommen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,710806,00.htmlhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,710806,00.html



@ rubinho: Und was meinst du, macht die Gates Foundation, wenn die Zielländer nicht den Plan der Gates Foundation annehmen? Die fragen das Nachbarland, ob die das Geld unter den vorgegebenen Bedingungen haben wollen. Für Gates und Co. ist es egal, ob in den Medien steht: "Gates hilft Niger" oder "Gates hilf Nigeria".
 
Mich stört hier die Tendenz, die in meinen Augen bei vielen Beiträgen etwas zu offensichtlich durchscheint:



Hat eine Person X eine Geldsumme Y angesammelt, die einen gewissen Betrag Z übersteigt, dann muss dieser Betrag Z ja zwangsläufig durch folgende Gründe zusammengekommen sein:



a) Ausbeutung der Dritten Welt / Der Armen Bevölkerungsteile im eigenen Land

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Kriminelle Machenschaften

c) Verantwortungsloses Handeln auf dem Rücken kommender Generationen



Diese Sichtweise stört mich. Es ist sehr einfach, bei "verdächtigen" Vermögenswerten gleich das moralische Maschinengewehr herauszuholen und Menschen mit viel Geld vorsichtshalber erst einmal zu unterstellen, ihr Vermögen sei auf unmoralische Weise zustande gekommen.



Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Diese Beispiele gibt es zuhauf. Es gibt genug Vermögen, die auf solche Weise zustande gekommen sind. Auch in Deutschland haben wir mit der Familie Quandt solche Vermögenswerte, um nur ein Beispiel zu nennen.



Aber was ist z.B. mit den Brüdern Albrecht?



Und da wären wir schon am Punkt. Meiner Meinung nach sollten solche Diskussionen ohne eine durchscheinende Neiddebatte und ohne Messer zwischen den Zähnen geführt werden. Denn genauso, wie es Vermögenswerte gibt, die auf unmoralische, kriminelle Weise zustande gekommen sind, gibt es Menschen, die einfach die richtige Geschäftsidee zur richtigen Zeit hatten und denen unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem die Möglichkeit geboten hat, damit reich zu werden. Und das z.B. auch aus dem Grund, weil diese Menschen z.B. etwas erfunden oder entwickelt haben, mit dem sie zwar viel Geld verdienen, der Gesellschaft aber auch großen Nutzen bringen, weil ihre Erfindung vielen das Leben erleichtert.



Wenn jemand wie Bill Gates ein Betriebssystem für PCs erfindet, das stabil läuft und mit dem Milliarden von Menschen auf der Welt zuverlässig arbeiten können, dann hat er es sich verdient, damit reich zu werden, eben weil niemand außer ihm auf diese Idee gekommen ist.



Mir ist vollkommen klar, dass gerade bei der Ausbeutung von Drittwelt-Ländern gerade im Bereich landwirtschaftlicher Rohstoffe durch westliche Protektionismus- und Subventionspolitik vieles im Argen liegt. Burkina-Faso etwa stellt die weltweit qualitativ beste Baumwolle her und wird dazu gezwungen, diese aufgrund der Subventionierung amerikanischer Baumwolle auf dem Weltmarkt zu Spottpreisen zu verkaufen.



Aber die Gründe für solche Fehlentwicklungen liegen zum großen Teil in Mechanismen der Politik und in Rahmenbedingungen, die auf internationaler politischer Ebene z.B. in Organisationen wie der WTO und der UNO ausgehandelt werden müssen. Sie sind per se erst einmal nicht die "Schuld der Reichen Leute".



Das so darzustellen ist meiner Meinung nach sehr verkürzt. Da macht man es sich einfach, weil Reichen-Schelte gerade bei uns in Deutschland ein beliebter Sport ist. Da sollte man sich mal etwas gelassener zeigen.
 
Mich stört hier die Tendenz, die in meinen Augen bei vielen Beiträgen etwas zu offensichtlich durchscheint:


Hat eine Person X eine Geldsumme Y angesammelt, die einen gewissen Betrag Z übersteigt, dann muss dieser Betrag Z ja zwangsläufig durch folgende Gründe zusammengekommen sein:



a) Ausbeutung der Dritten Welt / Der Armen Bevölkerungsteile im eigenen Land

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Kriminelle Machenschaften

c) Verantwortungsloses Handeln auf dem Rücken kommender Generationen



Diese Sichtweise stört mich. Es ist sehr einfach, bei "verdächtigen" Vermögenswerten gleich das moralische Maschinengewehr herauszuholen und Menschen mit viel Geld vorsichtshalber erst einmal zu unterstellen, ihr Vermögen sei auf unmoralische Weise zustande gekommen.



Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Diese Beispiele gibt es zuhauf. Es gibt genug Vermögen, die auf solche Weise zustande gekommen sind. Auch in Deutschland haben wir mit der Familie Quandt solche Vermögenswerte, um nur ein Beispiel zu nennen.



Aber was ist z.B. mit den Brüdern Albrecht?



Und da wären wir schon am Punkt. Meiner Meinung nach sollten solche Diskussionen ohne eine durchscheinende Neiddebatte und ohne Messer zwischen den Zähnen geführt werden. Denn genauso, wie es Vermögenswerte gibt, die auf unmoralische, kriminelle Weise zustande gekommen sind, gibt es Menschen, die einfach die richtige Geschäftsidee zur richtigen Zeit hatten und denen unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem die Möglichkeit geboten hat, damit reich zu werden. Und das z.B. auch aus dem Grund, weil diese Menschen z.B. etwas erfunden oder entwickelt haben, mit dem sie zwar viel Geld verdienen, der Gesellschaft aber auch großen Nutzen bringen, weil ihre Erfindung vielen das Leben erleichtert.



Wenn jemand wie Bill Gates ein Betriebssystem für PCs erfindet, das stabil läuft und mit dem Milliarden von Menschen auf der Welt zuverlässig arbeiten können, dann hat er es sich verdient, damit reich zu werden, eben weil niemand außer ihm auf diese Idee gekommen ist.



Mir ist vollkommen klar, dass gerade bei der Ausbeutung von Drittwelt-Ländern gerade im Bereich landwirtschaftlicher Rohstoffe durch westliche Protektionismus- und Subventionspolitik vieles im Argen liegt. Burkina-Faso etwa stellt die weltweit qualitativ beste Baumwolle her und wird dazu gezwungen, diese aufgrund der Subventionierung amerikanischer Baumwolle auf dem Weltmarkt zu Spottpreisen zu verkaufen.



Aber die Gründe für solche Fehlentwicklungen liegen zum großen Teil in Mechanismen der Politik und in Rahmenbedingungen, die auf internationaler politischer Ebene z.B. in Organisationen wie der WTO und der UNO ausgehandelt werden müssen. Sie sind per se erst einmal nicht die "Schuld der Reichen Leute".



Das so darzustellen ist meiner Meinung nach sehr verkürzt. Da macht man es sich einfach, weil Reichen-Schelte gerade bei uns in Deutschland ein beliebter Sport ist. Da sollte man sich mal etwas gelassener zeigen.


Und warum kann Aldi Hosen und T-Shirts für ca. 10-15 Euro verkaufen? Glaubst du, die Arbeiter in Bangladesh, Indien, China, Indonesien bekommen einen fairen Lohn? Einen Lohn, von dem sie leben können?



Ich habe geschrieben, dass es nicht nur an den Bill Gates, Warren Buffetts oder kik-Managern dieser Welt liegt, sondern auch an uns Verbrauchern. Und auch an den Eliten in den armen Ländern, die die Mindestlöhne weiter drücken, da sie sich dem Konkurrenzkampf beugen wollen (!), um Einkommen generieren zu können.



Und ja, apple soll sich dumm und dämlich verdienen dürfen. Aber nicht, wenn sich im Werk des iPhone Herstellers Leute in den Suizid stürzen, weil sie einfach nicht mehr unter diesen Umständen leben wollen.



Natürlich mag es da auch den ein oder anderen geben, der sein Vermögen auf andere Art und Weise verdient hat. Aber im großen und ganzen laufen die Mechanismen derzeit nunmal so, dass Arme, egal wo auf der Welt, ausgebeutet werden und die Eliten, egal ob politische oder Wirtschaftseliten, auch egal wo, ein sorgenfreies Leben leben können. Wie schon geschrieben: Mir gehts dabei gar nicht darum mit dem Finger auf Leute zu zeigen.



Aber frag dich doch mal, warum es beispielsweise bei Goldman Sachs eine Drehtür hin zum politischen Betrieb der USA gibt. Natürlich macht nicht jeder Reiche Politik. Aber über Parteispenden, Posten nach der politischen Karriere etc. gibt es da schon viele Netze, über die auch die Wirtschaft Einfluss nimmt.



Und im IWF (USA einzige Vetomacht) und der Weltbank dominiert nunmal die USA und in der USA sind diese Mechanismen (Lobbyismus etc.) am stärksten.



Zumal es der Politik im Endeffekt auch oft darum geht, den Lebensstandard der Bevölkerung zu halten. Und das geht in einigen Bereichen eben nur mit Subventionen, Protektionismus etc. Und warum sollte Deutschland den eine Politik verfolgen, die den Armen in der dritten Welt wirklich nachhaltig zu Gute kommt? Wieviele Wählerstimmen würden Merkel oder Westerwelle dadurch gewinnen? Aber wieviele Stimmen würden sie verlieren, wenn sie die Agrarsubventionen abbauen?





Ansonsten wäre ich dafür, dass du Posts, in denen du Neid erkennst oder die mit Messer zwischen den Zähnen geschrieben wurde, zitierst, damit sich die Leute dann eventuell verteidigen können.



Wenn dir das alles zu abstrackt oder oberflächlich und links ist, dann kann ich das ganze für einen Fall auch
 
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