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40 Superreiche spenden Hälfte ihres Vermögens

Und warum kann Aldi Hosen und T-Shirts für ca. 10-15 Euro verkaufen? Glaubst du, die Arbeiter in Bangladesh, Indien, China, Indonesien bekommen einen fairen Lohn? Einen Lohn, von dem sie leben können?


Ich habe geschrieben, dass es nicht nur an den Bill Gates, Warren Buffetts oder kik-Managern dieser Welt liegt, sondern auch an uns Verbrauchern. Und auch an den Eliten in den armen Ländern, die die Mindestlöhne weiter drücken, da sie sich dem Konkurrenzkampf beugen wollen (!), um Einkommen generieren zu können.



Und ja, apple soll sich dumm und dämlich verdienen dürfen. Aber nicht, wenn sich im Werk des iPhone Herstellers Leute in den Suizid stürzen, weil sie einfach nicht mehr unter diesen Umständen leben wollen.



Natürlich mag es da auch den ein oder anderen geben, der sein Vermögen auf andere Art und Weise verdient hat. Aber im großen und ganzen laufen die Mechanismen derzeit nunmal so, dass Arme, egal wo auf der Welt, ausgebeutet werden und die Eliten, egal ob politische oder Wirtschaftseliten, auch egal wo, ein sorgenfreies Leben leben können. Wie schon geschrieben: Mir gehts dabei gar nicht darum mit dem Finger auf Leute zu zeigen.



Aber frag dich doch mal, warum es beispielsweise bei Goldman Sachs eine Drehtür hin zum politischen Betrieb der USA gibt. Natürlich macht nicht jeder Reiche Politik. Aber über Parteispenden, Posten nach der politischen Karriere etc. gibt es da schon viele Netze, über die auch die Wirtschaft Einfluss nimmt.



Und im IWF (USA einzige Vetomacht) und der Weltbank dominiert nunmal die USA und in der USA sind diese Mechanismen (Lobbyismus etc.) am stärksten.



Zumal es der Politik im Endeffekt auch oft darum geht, den Lebensstandard der Bevölkerung zu halten. Und das geht in einigen Bereichen eben nur mit Subventionen, Protektionismus etc. Und warum sollte Deutschland den eine Politik verfolgen, die den Armen in der dritten Welt wirklich nachhaltig zu Gute kommt? Wieviele Wählerstimmen würden Merkel oder Westerwelle dadurch gewinnen? Aber wieviele Stimmen würden sie verlieren, wenn sie die Agrarsubventionen abbauen?





Ansonsten wäre ich dafür, dass du Posts, in denen du Neid erkennst oder die mit Messer zwischen den Zähnen geschrieben wurde, zitierst, damit sich die Leute dann eventuell verteidigen können.



Wenn dir das alles zu abstrackt oder oberflächlich und links ist, dann kann ich das ganze für einen Fall auch


Von "links" war bei mir mit Absicht gar keine Rede, da differenzierte Betrachtungsweise nur was mit Sorgfalt und Geduld und nichts mit "links", "rechts" oder sonst einer politischen Einstellung zu tun hat.



In meinem Beitrag ging es nicht darum, die Ausbeutungs-Mechanismen, die auf den Weltmärkten existieren, zu leugnen oder zu rechtfertigen (lies doch einfach nochmal in Ruhe). Der Punkt, auf den ich mich konzentriert habe, liegt jenseits der Weltmärkte, über deren Funktionsweise wir uns ja im Grunde auch einig sind: Mir ging es darum, klarzustellen, dass - überspitzt gesagt - der Begriff "Reichtum" nicht gleichzusetzen ist mit den Begriffen "Unmoral" und "Ausbeutung".

Denn bei vielen hier scheint echt bei dem Wort "Reichtum" automatisch eine rote Lampe anzugehen: Was? Viel Geld? - das kann nicht auf rechtem Weg zustande gekommen sein!



Und was die USA angeht, da würde ich mir gar nicht mal mehr so viele Kopfschmerzen machen. Bei dem Entwicklungstempo, das China derzeit hinlegt und angesichts des ungeheuren Investitionsvolumens und der politischen Verträge, die die Chinesen momentan in immer größerer Zahl gerade in Afrika abschließen (und das vom Westen fast unbemerkt), wird sich das Problem vom dominierenden Westen in spätestens 10-20 Jahren erledigt haben.

Unsere Generation wird es vielleicht sogar noch erleben, wie in Europa der Lebensstandard spürbar sinken wird und sich europäische Länder zu Billiglohnstandorten wandeln werden, um das Wachstum Chinas zu bedienen.

Und das ist durchaus ernstgemeint. China hat Potential für geschätzte 150 Jahre Wirtschaftswachstum. Wir hingegen sind schon lange am oberen Ende angekommen.
 
Und was die USA angeht, da würde ich mir gar nicht mal mehr so viele Kopfschmerzen machen. Bei dem Entwicklungstempo, das China derzeit hinlegt und angesichts des ungeheuren Investitionsvolumens und der politischen Verträge, die die Chinesen momentan in immer größerer Zahl gerade in Afrika abschließen (und das vom Westen fast unbemerkt), wird sich das Problem vom dominierenden Westen in spätestens 10-20 Jahren erledigt haben.
Unsere Generation wird es vielleicht sogar noch erleben, wie in Europa der Lebensstandard spürbar sinken wird und sich europäische Länder zu Billiglohnstandorten wandeln werden, um das Wachstum Chinas zu bedienen.

Und das ist durchaus ernstgemeint. China hat Potential für geschätzte 150 Jahre Wirtschaftswachstum. Wir hingegen sind schon lange am oberen Ende angekommen.


Ich denke, dass hat man schon im Auge, auch wenn ich gerade bei China noch etliche Defizite sehe und ich mir gut vorstellen kann, dass Indien still und heimlich "vorbeizieht". Was deine These von "Europa als Billiglohnstandort" angeht, stimme ich dir zu. Es gibt genug Indizien, die dafür sprechen, dass wir in diesem Prozess schon nicht mehr am Anfang stehen, gerade was Deutschland betrifft. So hat Deutschland eine der höchsten Auswanderungsraten von Akademikern in der EU und gerade in grenznahen Gebieten ist eine deutlich Trendumkehr des Pendelverkehrs spürbar, dass es nicht mehr von Polen/Tschechien/Holland/Belgien zu uns, sondern in die umgekehrte Richtung geht...
 
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