Klingenstädter
Well-Known Member
Contergan-Folgen
<span>Der lange Schatten einer Katastrophe</span>
Von Martina Lenzen-Schulte
01. Oktober 2007
Am 1. Oktober 1957 bahnte sich eine Arzneimittelkatastrophe verheerenden Ausmaßes an. Damals wurde das Schlaf- und Beruhigungsmittel Thalidomid unter dem Handelsnamen Contergan in Deutschland erstmals zugelassen, danach in vielen europäischen und anderen Ländern der Welt. Contergan war rezeptfrei erhältlich und entwickelte sich zum umsatzstärksten Schlafmittel Deutschlands. Insbesondere Schwangeren wurde es empfohlen. Die Substanz war jedoch toxisch für das Ungeborene, was tragischerweise erst nach Jahren offengelegt wurde. Am 27. November 1961 wurde die Substanz schließlich vom Markt genommen. Hierzulande kamen rund 5000 Kinder mit schwersten Fehlbildungen der Arme und Beine, aber auch der inneren Organe zur Welt. Mehr als 2000 von ihnen starben kurz nach der Geburt. Weltweit gab es etwa 10.000 Opfer.
Mehr...(FAZ)
<span>Der lange Schatten einer Katastrophe</span>
Von Martina Lenzen-Schulte
01. Oktober 2007
Am 1. Oktober 1957 bahnte sich eine Arzneimittelkatastrophe verheerenden Ausmaßes an. Damals wurde das Schlaf- und Beruhigungsmittel Thalidomid unter dem Handelsnamen Contergan in Deutschland erstmals zugelassen, danach in vielen europäischen und anderen Ländern der Welt. Contergan war rezeptfrei erhältlich und entwickelte sich zum umsatzstärksten Schlafmittel Deutschlands. Insbesondere Schwangeren wurde es empfohlen. Die Substanz war jedoch toxisch für das Ungeborene, was tragischerweise erst nach Jahren offengelegt wurde. Am 27. November 1961 wurde die Substanz schließlich vom Markt genommen. Hierzulande kamen rund 5000 Kinder mit schwersten Fehlbildungen der Arme und Beine, aber auch der inneren Organe zur Welt. Mehr als 2000 von ihnen starben kurz nach der Geburt. Weltweit gab es etwa 10.000 Opfer.
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