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65 Jahre Atombombenabwurf über Hiroshima

Jonny

Well-Known Member
Absoluter Wahnsinn was da damals gelaufen ist. Das ist für mich einfach nicht zu verstehen, von jetzt auf nachher in wenigen Sekunden ist ne ganze Stadt weg, 10.000 Tode. Wenn man mal in den Dokus Bilder von damals sieht läufts einem kalt den Rücken runter.



Weitere Worte finde ich einfach nicht, auch wenns sicher nicht hoch wertvoll ausgedrückt ist, aber das Thema wollte ich nicht unkommentiert stehen lassen.
 
Ist es nicht erstaunlich, dass die USA, die so gern Weltpolizei spielen und sich als Befreier und Wohltäter der ganzen Menschheit darstellen, die einzige Nation ist, die Atombomben eingesetzt hat? Das haben die ganzen "Schurkenstaaten" einschließlich des "Reiches des Bösen" (=Sowjetunion - O-Ton R. Reagan) nicht getan, obwohl bspw. die UdSSR damit auch mehrfach Konflikte für sich hätte entscheiden können....
 
Auch hier ist die Sichtweise interessant - Kriege gelten generell als böse, der Staat mit den meisten Kriegen des letzten Jahrhunderts gilt aber gemeinhin als gut. Das funktioniert nur, indem man unterstellt, dass die Kriege "gut" und "sinnvoll" waren, wobei wir allerdings bei einem logischen Problem wären, da aus irgendeiner Sicht so gut wie jeder Krieg und jede Kriegspartei als "sinnvoll" und "richtig" betrachtet werden kann...



Aber was solls. Eine starke, gleiche und gerechte supranationale "Weltpolizei" wird es wohl niemals geben. Somit verbleiben nur die USA+Verbündete (militärisch vor allem UK, Kanada und Australien), die die "westlichen Interessen" vertreten, d.h. im Namen der Konzerne Kriege führen und von uns in der öffentlichen Meinung als "gerecht" legitimiert werden. Die Helfer für die "Drecksarbeit" im Hintergrund (allen voran wir) stehen da deutlich besser da...



Was ich sagen wollte: Kein Krieg ist jemals gerecht - manchmal ist er vielleicht nötig, aber niemals ist er gerecht.



Die beiden Atombombenabwürfe sind sicherlich eines der größten Kriegsverbrechen aller Zeiten - militärische Notwendigkeit gleich null, allerdings mit großer Einschüchterungswirkung durch maximale Wirkung auf die Zivilbevölkerung. Und vor allem war es ein guter Test, eine Möglichkeit nach vielen Jahren Theorie ein praktisches Ergebnis zu erzielen - da dürften sich so einige Wissenschaftler und Rüstungsindustrielle einen drauf runtergeholt haben.
 
Die Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki waren hochgradig menschenverachtend und ein Kriegsverbrechen. Der vorsätzliche Massenmord an Zivilisten ist nicht zu entschuldigen.



Die Alternative der Amerikaner wäre eine Invasion des japanischen Festlandes gewesen. Diese wäre unter dem Codenamen "Operation Downfall" bereits für den November 1945 fertig geplant. Dabei wurde mit bis zu 800.000 Allierten Verlusten und bis zu 10 Millionen japanischen Verlusten gerechnet, da die japanische Bevölkerung für einen Abwehrkampf ausgebildet wurde und dabei mit u.a. mit primitiven Lanzen ausgerüstet wurde. Die Erfahrungen des Pazifikkrieges zeigte zudem, dass die Japaner niemals die Option einer Kapitulation zogen und bis zum letzten Mann kämpften bzw. kurz vor der Niederlage rituellen Selbstmord begingen.



Den Atombombenangriffen auf Hiroshima und Nagasaki steht also das Szenario einen Gemetzels apokalyptischen Ausmaßes gegenüber. Ob es tatsächlich dazu gekommen wäre, oder die Japaner nach einer erfolgreichen Landung der Alliierten vielleicht doch kapituliert hätten, ist natürlich spekulativ.



Die Entwicklung der Atombombe wurde übrigends mit Blick auf ein anderes Ziel aufgenommen: Berlin.
 
Auch hier ist die Sichtweise interessant - Kriege gelten generell als böse, der Staat mit den meisten Kriegen des letzten Jahrhunderts gilt aber gemeinhin als gut. Das funktioniert nur, indem man unterstellt, dass die Kriege "gut" und "sinnvoll" waren, wobei wir allerdings bei einem logischen Problem wären, da aus irgendeiner Sicht so gut wie jeder Krieg und jede Kriegspartei als "sinnvoll" und "richtig" betrachtet werden kann...


Aber was solls. Eine starke, gleiche und gerechte supranationale "Weltpolizei" wird es wohl niemals geben. Somit verbleiben nur die USA+Verbündete (militärisch vor allem UK, Kanada und Australien), die die "westlichen Interessen" vertreten, d.h. im Namen der Konzerne Kriege führen und von uns in der öffentlichen Meinung als "gerecht" legitimiert werden. Die Helfer für die "Drecksarbeit" im Hintergrund (allen voran wir) stehen da deutlich besser da...



Was ich sagen wollte: Kein Krieg ist jemals gerecht - manchmal ist er vielleicht nötig, aber niemals ist er gerecht.



Die beiden Atombombenabwürfe sind sicherlich eines der größten Kriegsverbrechen aller Zeiten - militärische Notwendigkeit gleich null, allerdings mit großer Einschüchterungswirkung durch maximale Wirkung auf die Zivilbevölkerung. Und vor allem war es ein guter Test, eine Möglichkeit nach vielen Jahren Theorie ein praktisches Ergebnis zu erzielen - da dürften sich so einige Wissenschaftler und Rüstungsindustrielle einen drauf runtergeholt haben.


Bei den Atombombenabwürfen gibt es mit ganz großer Sicherheit keine zwei Meinungen - das war eine ganz große Sauerei und aus militärischer Sicht vollkommen unnötig. Vor allem noch eine zweite Bombe auf Nagasaki abzuwerfen. Der einzige "Trost" - wenn man es sich in diesem Zusammenhang überhaupt anmaßen darf, dieses Wort zu gebrauchen - ist vielleicht die Tatsache, dass es durch den riesigen Schrecken, den die Wirkung des Einsatzes dieser Waffe auf alle Völker hatte, nach Hiroshima und Nagasaki nie wieder zum Einsatz von Atomwaffen gekommen ist. Insofern betrachtet wären die armen Menschen dort wenigstens nicht völlig umsonst unschuldig gestorben.

Und zumindest das ernsthafte Streben danach, dass im Interesse der Menschheit diese Waffen nie wieder eingesetzt werden, nehme ich den Politikern weltweit auch ab. Sowas will wirklich keiner jemals mehr erleben müssen.



Was den "gerechten" Krieg angeht, den gibt es meiner Ansicht nach schon. Leider wird er zu selten geführt. Im Interesse der 10.000 abgeschlachteten Zivilisten in Srebrenica oder für die fast 1 Mio Opfer des Massakers in Ruanda oder auch heute für die Menschen in Darfur wäre ein bewaffnetes Eingreifen nach meinem Dafürhalten durchaus gerechtfertigt - auch im Sinne der Gerechtigkeit, da in diesen Fällen Menschen allein wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit grundlos getötet werden. Und insofern war auch das West-Alliierte Eingreifen gegen Nazi-Deutschland ein gerechter Krieg, bei dem diese Vokabel ruhigen Gewissens benutzt werden darf.



Mit der Formulierung "Krieg führen im Namen von Konzernen" wäre ich vorsichtig - das ist dann doch etwas zu platt finde ich. Was aber sicherlich richtig ist, ist die schlimme Tatsache, dass dank einem anachronistischen und von den 5 Großmächten blockierten UN-Sicherheitsrat bei der großen Mehrheit der vielen Sauereien, die passieren (Darfur, Ruanda etc.) nicht konseuqent eingegriffen wird. Dass hier - je nach wirtschaftlichen oder politischen Interessen - die UNO mißbraucht und blockiert wird, und die Internationale Gemeinschaft dieses Problem nicht überwinden kann, ist das größte internationale Problem des 21. Jahrhunderts.



In meinen Augen ist die UNO deswegen schon lange nur noch einen ******dreck wert. Ein Zahnloser Papiertiger, der medienwirksam Reissäcke dorthin liefert, wo man vorher aufgrund widerstrebender Interessen im Sicherheitsrat nicht eingegriffen hat und sich dann als Wohltäter der Menschheit verkauft. Im Grunde ist die UNO für die ganzen Millionen Toten der letzten 20 Jahre zu großen Teilen mit verantwortlich.
 
@ Onkel Helmut



Erstmal: Schöner Post!



Bei der Bewertung der UN stimme ich dir zwar zu, komme aber zu einem anderen Schluss:



Ich mache nicht die UN verantwortlich, sondern die einzelnen Nationalstaaten. Die UN kann nicht mächtiger sein, als es die "größten" Mitglieder zulassen. Hier wird wahrhaftig eine Interessenpolitik betrieben und Beschlüsse (v.a. des UN-Security Councils) können nur dann gefasst werden, wenn gegen keine vitalen Interessen (v.a. der ständigen Mitglieder) gehandelt wird.



In dem Sinne ist die Anarchie, die im zwischen-staatlichen Umgang herrscht, wohl kaum zu überwinden, da dies nur unter tatkräftiger Mithilfe der "Starken" geschehen kann, die logischerweise von einem anarchischen Zustand am meisten profitieren...





@ Lutra



So wie du es darstellst, kommt es so rüber, als sei die Wahl zwischen den beiden Szenarien (fiktiv: Invasion, faktisch: A-Bombe) alternativlos gewesen.

Dies mag ich so nicht gelten lassen, da ich der Überzeugung anhänge, dass es auch andere Lösungen hätte geben können. So hätte man beispielsweise das Geplänkel weiterführen können, bei denen sich Soldaten auf irgendwelchen Inseln gegenseitig abmurksen und es fast ausschließlich zu Kampfhandlungen auf dem Meer kam.

Es hätte versucht werden müssen, mit allen Mitteln einen Dialog zu entwickeln und die USA waren qualitativ, wie quantitativ dermaßen überlegen, dass sie eine Weiterführung des Krieges ohne große Ereignisse ruhig hätte aussitzen können. Hätte, wenn und aber - ist hinterher egal. Mich stört allerdings etwas die immer noch mangelnde Bereitschaft, diesen menschenverachtenden Angriff entsprechend zu bewerten.
 
Die Entwicklung der Atombombe wurde übrigends mit Blick auf ein anderes Ziel aufgenommen: Berlin.


Dorthin sollte sie aber im Endeffekt nicht abgeworfen werden, da ein Land ohne Verhandlungsführer (-> Auslöschen von Berlin) nicht zu geeinten Friedensverhandlungen hätte antreten können.

Es war ein strategisches Ziel geplant, wie z.B. in Japan das Hafenhandelszentrum Nagasaki. In Deutschland sollte die BASF schwer geschädigt werden, also Ludwigshafen.

Wir wurden quasi nur deshalb nicht bombardiert, weil der Krieg paar Tage vorher für Deutschland beendet war.
 
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