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9. November - 20 Jahre Mauerfall

Jonny

Well-Known Member
Die Frankfurter Rundschau hat heute 4 Seiten mit 136 Namen und kurzer Geschichte drin. Alle Menschen die zwischen 61 und 89 an der Mauer ums Leben kamen.



Lothar Schleusner, 13, erschossen am 14. März 1966. Er geriet zusammen mit seinem Freund Jörg Hartmann in die Grenzanlagen, vermutlich beim Spielen.



http://www.fr-online.de/_em_cms/_mu...t=galery&em_loc=3290&em_cnt=2064278&em_page=1http://www.fr-online.de/_em_cms/_multifunktion/index.php?em_client=fr&em_art=galery&em_loc=3290&em_cnt=2064278&em_page=1



Wieviele Menschen da Anfang der 60er Jahre erschossen wurde, junge Menschen, die in den letzten Jahren des Krieges auf die Welt kamen und unglaubliche Jahre überlebt haben. So viel auch zur Ostalgie und Meinungen wie "Hätte man die Mauer doch nur stehen lassen".
 
Dem kann ich mich nur anschließen, habe selbst 26 Jahre DDR miterleben müssen , und war am 9.November 1989 in Ost Berlin , am Abend des gleichen Tages leider nicht mehr.Wohne in Brandenburg , und das seit 1964 . Seit sich mein Onkel mitte der 70er nach erfolgreicher Flucht in Germersheim niedergelassen hat , bin ich FCKler und konnte erst nach dem Fall der Mauer Live dabei sein. Alle jenseits der Mauer konnte ich immer nur beneiden, daß der Russe 1945 nicht vom Westen her in Deutschland einfiel.

Und zu den ewigen Ostalgikern kann ich nur sagen ,daß die entweder nach Kuba oder Nordkorea ziehen sollen oder sich hier in einem zugeteiltem Gebiet einmauern sollen,einschließlich Oskar und Gregor und wie sie alle heißen.





Übrigens , die Autogrammkarte im Ava ist mein erstes Autogramm vom FCK überhaupt. Hat mir damals die Schwester vom Fritz Walter ( Sonja Nagel) mit einem langen Brief dazu in den Osten geschickt.
 
In der Printausgabe des Spiegels ist ein Bericht über die Geschehnisse des Tages und wieviele unglaubliche Zufälle dem Ereignis eigentlich zu Grunde liegen... Hätte man das in ein Drehbuch geschrieben, man hätte den Film wahrscheinlich als alberne Glosse zerissen...
 
Da fällt mir grad ein: Mein Sohn muss noch ein Referat schreiben!

Thema: "Die Rolle der Kirche, bei der Friedlichen Demonstration (Mauerfall)".



@ JosefStabel

Wie hast du das erlebt?
 
Die Kirchen waren in erster Linie Zufluchtsort ,um dem unmittelbaren Zugriff der Stasi zu entgehen . Die saß mit Sicherheit aber in jeder Messe.Mit der Bewegung ,,Schwerter zu Pflugscharen" ging das mit der Opposition in der DDR so langsam los.Ende der 70er hat sich in Zeitz sogar ein Pfarrer ( Brusewitz) aus Protest gegen die Diktatoren selbst verbrannt.
 
Furchtbar!

Habe Verwandte in der ehemaligen DDR. Waren zwar alle konfessionslos, aber nur aus lauter Angst. Denn Kirche war nicht gern gesehn.Die Angst vor den Stasis war riesengroß.

Man konnte doch niemandem trauen, oder?
 
würde gerne noch mehr erfahrungen lesen, die damals gemacht wurden.

vor allem von direkt betroffenen.



ich konnte mir die mauer erst ansehn, als sie schon gefallen war.

das war 1990 beim weg zum pokalendspiel in berlin.

hab mir damals auch ein mauerteil gesichert.

noch gut in erinnerung hab ich die hinfahrt, vor allem wegen der schlechten strassen
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die "ritze" der betonplatten waren schon ziemlich nervig und die stossdämpfer des buses waren wohl im arsch, als wir wieder in KL ankamen
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Ich war auch damals in der DDR, als es den Zwangsumtausch gab. (War garnicht so leicht, das Geld auszugeben, weil es ja kaum was zu kaufen gab).



Die schlechten Straßen nach der Grenze sind mir auch noch in Erinnerung. Plötzlich gabs stellenweise nur Tempo 40 auf der Autobahn.

Überall hingen Plakate mit Parolen:

"Vergessen Sie nicht, Sie fahren weiterhin durch Deutschland" oder "Ewige Freundschaft mit Russland" usw... Die Parolen waren überall zugegen.

Das beklemmende Gefühl an der Grenze werde ich auch nie vergessen.
 
Ich war auch damals in der DDR, als es den Zwangsumtausch gab. (War garnicht so leicht, das Geld auszugeben, weil es ja kaum was zu kaufen gab).


Die schlechten Straßen nach der Grenze sind mir auch noch in Erinnerung. Plötzlich gabs stellenweise nur Tempo 40 auf der Autobahn.

Überall hingen Plakate mit Parolen:

"Vergessen Sie nicht, Sie fahren weiterhin durch Deutschland" oder "Ewige Freundschaft mit Russland" usw... Die Parolen waren überall zugegen.

Das beklemmende Gefühl an der Grenze werde ich auch nie vergessen.


Das gabs bestimmt nicht...
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würde gerne noch mehr erfahrungen lesen, die damals gemacht wurden.
vor allem von direkt betroffenen.



ich konnte mir die mauer erst ansehn, als sie schon gefallen war.

das war 1990 beim weg zum pokalendspiel in berlin.

hab mir damals auch ein mauerteil gesichert.

noch gut in erinnerung hab ich die hinfahrt, vor allem wegen der schlechten strassen
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die "ritze" der betonplatten waren schon ziemlich nervig und die stossdämpfer des buses waren wohl im arsch, als wir wieder in KL ankamen
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Ich kann Dir ja mal eine Erfahrung von jemandem schreiben :



Als 1989 die Mauer viel gab es noch genug Leute in der DDR ,die es nicht wahrhaben wollten ,daß sie bald nichtmehr die sogenannte Nomenklatura verkörpern können, insbesondere in den sog. bewaffnetetn Organen. Der damalige Stürmer des FCCZ Jena, Robby Zimmermann, wurde nach dem Mauerfall noch ( wahrsch. aus Frust ) zum Wehrdienst einberufen. Dort sollte er diesen, ohne vernünftig abtrainieren zu können, ableisten. Er wäre als Spieler wahrscheinlich nie wieder auf die Beine gekommen. Er flüchtete dann von dort ,und landete wo ? Beim FCK ,wo er kurz zuvor mit CZJ ein Spiel hatte und die Verantwortlichen dort wohl kannte.Er machte ein Bundesligaspiel ,was auch zufällig mein erstes auf dem Betze war,am 27.10.1990 gegen Wattenscheid 09 ,1:1 .In diesem Spiel wurde Dr. Umbach (Schiri) von einem Feuerzeug getroffen ....und fiel dabei um !In diesem Spiel wurde er für Bruno Labbadia eingesetzt, der zuvor ebenfalls lange verletzt war und von dem soviel abhing in dieser Spielzeit.



Man ist das her, mit dem Wartburg von Brandenburg nach Landau.Da mußte man sich auf der Autobahn den Kraftstoff noch 2-Takt-mäßig mischen.



Kann Euch ja mal noch so das eine oder andere schreiben!
 
an den feuerzeugwurfvorfall kann ich mich auch noch gut erinnern.

an den besagten spieler aber überhaupt nicht.
 
Als 1981 mein Kumpel beim Wehrdienst war, gab es im Gemeinschafts-Fernsehraum im DDR Fernsehen ( was sonst) das wohl entscheidene WM-Qualispiel DDR-Polen ( 2:3) ,welches wiedermal das Aus bedeutete. Als er dann vorzeitig den Raum verließ,mit den Worten :,, Ein Glück, daß wir noch eine erste Mannschaft haben", wurde er am darauffolgendem Tage vom Gefreiten zum Soldaten degradiert.
 
Gerade in ner dänischen Zeitung dieses Bild entdeckt:



Berlin1989vs2009.JPG




Irre!



... Ist auch sehr interessant eure Berichte zu lesen - ich war damals ja noch nicht auf der Welt
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Mein Papa aber war damals in Berlin.
 
Kann mich gut erinnern 1987 vom Reichstag aus über die Mauer geschaut zu haben. In diesem Bereich (den die Bilder von oben zeigen) war die Mauer 50cm niedriger als anderswo, weil man wusste, dass dort viele ausländische Staatsgäste sich die Mauer anschauen und sie sollte nicht so unüberwindlich aussehen wie sie war.



Am 18. Juni 1988 wurde ich etwa eine Stunde am Grenzübergang Friedrichstraße festgehalten, bevor mir mitgeteilt wurde, dass meine Einreise in die "DDR" unerwünscht sei. Ich habe meinen Mund gehalten und nicht angemerkt, dass der sowjetische Sektor Berlins juristisch nicht zur "DDR" gehörte und habe auch nicht nach Rückerstattung meines Zwangsumtausch gefragt. Ich war einfach froh wieder rauszudürfen nachdem ich etwa eine Stunde alleine in einem Raum in einem Blechcontainer verbracht hatte und mich vor meinem geistigen Auge schon in Bautzen gesehen habe.

Vermutlich war es ein Fehler, im Febraur 1988 einen öffentlichen Brief an Honecker mitzuunterzeichnen (Aufruf zur Freilassung politisch inhaftierter), am 16. Juni 1988 die Transitstrecke zu nutzen, am 17. Juni 1988 an der jährlichen Demonstration gegen die Mauer teilzunehmen und dann am Folgetag nach Berlin(Ost) reisen zu wollen.
 
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