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Advocaats Schlingerkurs

Zandi

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Advocaats Schlingerkurs



Mit Stolz verweisen die führenden Köpfe des Klubs auf die rasante Entwicklung in unterschiedlichen Bereichen. Borussia besitzt eine der modernsten Arenen der Liga, der Besucherschnitt liegt bei 50 000.

Tendenz fallend: Dick Advocaat und Borussia Mönchengladbach.

Die Mitgliederzahl hat sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt auf rund 26 000, und auch die Zahl der Partnerunternehmen ist in die Höhe geschnellt, von 175 in der vorigen Saison auf aktuell 330.



Die Sponsoren-Einnahmen liegen bei 17,6 Millionen Euro; im Vorjahr waren es noch 9,3 Millionen. "Diese Entwicklung", meldet Präsident Rolf Königs, "macht uns stolz. Das kann sich sehen lassen. In diesen Bereichen sind wir in Vorleistung getreten, der sportliche Bereich muss jetzt nachziehen." Klingt harmlos, dabei droht dem fünfmaligen Deutschen Meister gerade im Jahr des Umzugs in die neue, schmucke Arena der sportliche Kollaps. Denn ein Rückfall in die Zweite Liga kommt in den ehrgeizigen Plänen nicht vor. Tapfer verkaufen die Verantwortlichen den Schlingerkurs unter Dick Advocaat als Fortschritt.



Nur: Als der frühere Bondscoach im November übernahm, lag Borussia auf Platz 14 der Tabelle, mit zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Aktuell rangieren die Gladbacher auf Rang 15, drei Zähler vor Bochum, Tendenz fallend. Das soll eine positive Entwicklung sein?



Vor dem Kellerduell mit Mainz ist die Stimmung explosiv. Doch unverdrossen bastelt Advocaat an weiteren Transfers; vier Neue sollen im Sommer kommen. Zum Beispiel Dortmunds Rechtsverteidiger Evanilson (29, ablösefrei, auch vom brasilianischen FC Santos umworben), dessen Berater Kon Schramm Gespräche bestätigt. "Wir sind interessiert", versichert Sportchef Christian Hochstätter. Evanilson auch - aber natürlich nur an einem Erstligisten Borussia Mönchengladbach.



Quelle: www.Kicker.de
 
"Wir gehen den Weg weiter"





Viel Krampf: Mainz' Friedrich (l.) stolpert über Gladbachs Sverkos

München - Das Bild hatte Symbolcharakter. Stefan Effenberg, die schillerndste Figur der Gladbacher Borussia der letzten Dekade, im netten Plausch mit Präsident Rolf Königs.



Schwelgten wohl in alten, besseren Zeiten. Zeiten, von denen sich Königs eigentlich in den kommenden Jahren im schicken Borussia-Park eine Renaissance erhofft hatte.



Rauschende Europacup-Nächte vor proppevollen Rängen. Als Gegner durften es gerne die AC Milans und FC Barcelonas und Manchester Uniteds dieser Fußball-Welt sein.



Advocaat, der Weltmann



Das neue Stadion passt in diese Kategorie, mindestens. Aber dann - diese Mannschaft: Vor der Saison schon komplett geliftet und in der Winterpause nochmals kräftig notoperiert.



Nach der Talfahrt mit Holger Fach musste dieser gehen, Interims-Lösung Horst Köppel war dem Präsidium wohl nicht weltmännisch genug.



Also verpflichteten Königs und Co. in einer Nacht- und Nebelaktion den renommierten Dick Advocaat.



Ausgleich mit dem Schlusspfiff



Gewiss ein großer Coup, allein die Borussia wartet auch nach 18 Spielen unter dem Holländer auf den "Aha-Effekt". Das Ergebnis aller Mühen: Gladbach steht fünf Spieltage vor Saisonschluss auf Rang 15 der Tabelle. Tendenz fallend!



Das 1:1 gegen Konkurrent FSV Mainz 05 war sinnbildlich für die gesamte Saison der Borussia.



Übernervös agierte Gladbach vor 53.466 Zuschauern, zog sich nach dem bis dato glücklichen 1:0 durch Oliver Neuville (51.) - sein erster Treffer nach 1420 Minuten - unverständlich weit zurück und kassierte quasi mit dem Schlusspfiff durch Michael Thurk noch den verdienten Ausgleich (92.).



Advocaat bleibt bis Saisonende



"Man hat den enormen Druck auf die Mannschaft gemerkt, deswegen haben wir auch nicht so gut gespielt", wirkte Advocaat ratlos. Die neuerlich verpasste Chance, sich vom Tabellenende abzusetzen, veranlasste die Klubführung dann auch zu einer Krisensitzung unmittelbar nach Spielende.



Dabei dachte Advocaat offenbar schon an einen Rücktritt. "Ich muss mir erst Gedanken machen, ob ich hier noch in Ruhe arbeiten kann. Der Klub steht im Vordergrund, nicht ich. Ich werde mit dem Klub sprechen."



Das Ergebnis: "Präsidium, Geschäftsführung und Dick Advocaat haben entschieden, dass wir den Weg normal weitergehen. Wir sind davon überzeugt, dass wir die Situation in dieser Konstellation packen." Das verkündete Sportdirektor Christian Hochstätter.



Broichs ungutes Gefühl



Innerhalb der Mannschaft kommen daran leise Zweifel auf, auch wenn Jeff Strasser von seinen Kollegen forderte, sich "jetzt vor Trainer und Manager zu stellen".



Dem von Advocaat nach zwei Monaten begnadigten Thomas Broich zumindest fallen wenig Argumente für den Klassenerhalt ein.



"Beim Ausgleich ist einiges in mir zusammen gebrochen. Wir könnten schon richtig gesichert dastehen und haben ein schweres Restprogramm vor der Brust, deshalb tut das heute richtig weh."



Sturz in Zweite Liga droht



Die Abstiegsangst geht um in Mönchengladbach. Rolf Königs wird sich das auch eingestehen müssen. Milan, Barca oder ManU müssen noch warten.



Jetzt gilt es, Gegnern wie Wehen, Ahlen oder Burghausen für die nächste Saison aus dem Weg zu gehen.



"Dank an meine Mannschaft"



Advocaat in der Kritik, Jürgen Klopp (fast) im Himmel. "Ein großes Danke an meine Mannschaft für dieses außergewöhnliche Erlebnis", freute sich "Kloppo".



Nach Thurks Ausgleich hatte sich der Trainer mit einem eingesprungenen Bandencheck beim Jubel beinahe selbst weh getan.



Die großen Kleinen



Für Klopp gab's durch den Sturz allenfalls Abzüge in der B-Note, für die gebeutelten Gladbacher vom Torschützen verbal noch einen mit.



"Der Hochstätter hat uns doch die Vorlage gegeben mit seinem 'die große Borussia und die kleinen Mainzer'. Jetzt hat man ja gesehen, wer die Großen waren und wer die Kleinen."



Und damit hatte er noch nicht mal Unrecht.



Quelle: www.Sport1.de
 
habt ihr mitgekriegt, dass Advocaat heut morgen offenbar nicht bei der Mannschaft (beim Training) war, sondern sich Spieler für die neue Saison angeschaut hat?!



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Da läuft ja echt alles daneben, im Doppelpass wird gerade voll darüber diskutiert, wenn die so weiter machen, in allem was sie tun, steigen die echt ab...
 
gestern dachte ich schon er wird geschmiessen, weil die nach dem spiel ne sitzung einberufen haben. kam zum glück doch (noch) nicht so.
 
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