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[Afrika] Warum Afrika dank Entwicklungshilfe im Elend verharrt

stiller

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Warum Afrika dank Entwicklungshilfe im Elend verharrt


Von Thilo Thielke, Nairobi



Der G-8-Gipfel bringt Afrika ein neues 60-Milliarden-Programm zur Krankheitsbekämpfung. Doch das Geld schadet mehr, als dass es hilft. Rocksänger und Politiker sollten sich lieber auf Musik und Ausschussarbeit konzentrieren, statt Afrika mit ihrer schrecklichen Philanthropie heimzusuchen.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,487746,00.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,487746,00.html



Ein recht interessanter und guter Kommentar zum Milliarden-Paket und Entwicklungshilfe im Allgemeinen.
 
Vor allem diese Textpassage ist sehr interessant:



Nutzlose Schmierenkomödie

Die Liste ist nicht lang, sie ist endlos. Es existiert längst ein nur schwer zu ertragender Elendstourismus hinein ins Herz der Finsternis. Afrikaner halten die damit einhergehende Attitude für ziemlich kolonialistisch. Aber das ist ein ästhetisches Problem.

Das wahre Problem ist: Diese ganze Schmierenkomödie ist völlig nutzlos. Sie nährt sich aus einem vagen Schuldgefühl gegenüber der Dritten Welt. Die absurde Grundannahme dafür ist: Uns geht es gut, weil es euch schlecht geht. Dabei ist das der pure Nonsens. Der Ersten Welt geht es gut, weil sie eine freie Marktwirtschaft betreibt, deren politische Grundlage eine funktionierende Demokratie bildet. Ausnahmen bestätigen allenfalls die Regel, und auch China wird erst beweisen müssen, ob sein Sonderweg langfristig funktioniert.

Die afrikanischen Länder sind die korruptesten und undemokratischsten Länder der Erde. Einträgliche Geschäfte, wie Bergbau oder Telefongesellschaften, sind verstaatlicht, Grund und Boden nur selten privatisiert. Darum sind die Afrikaner arm. Und die Entwicklungshilfe hilft, dass das so bleibt. Sie ist im Kern eine Planwirtschaft, wenn auch eine chaotische. Das ist tragisch für Afrika, aber lohnenswert für die Entwicklungshilfe. Ihre Geschäftsgrundlage bleibt so nämlich erhalten: das Elend in Afrika.
 
Geldsammeln und spenden sind aber auch nicht grundsätzlich falsch.



Es kommt halt darauf an, wo es hinfließt.



Ich würde den afrikanischen Staaten auch kein Geld direkt geben - aber die Leute von Ärzte ohne Grenzen können damit ihre Impfkampagnen gegen Malaria durchführen, das UNHCR kann den vielen Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf bieten, UNICEF kann kleine Dorfschulen mit Unterrichtsutensilien ausstatten und so weiter...
 
Die Merkel hat doch gesagt am Samstag das die Bundesregierung kein Geld direkt an Staaten fliessen lässt sondern das Geld an die verschiedenen Organisationen geht....
 
Vor allem diese Textpassage ist sehr interessant:


Nutzlose Schmierenkomödie

Die Liste ist nicht lang, sie ist endlos. Es existiert längst ein nur schwer zu ertragender Elendstourismus hinein ins Herz der Finsternis. Afrikaner halten die damit einhergehende Attitude für ziemlich kolonialistisch. Aber das ist ein ästhetisches Problem.

Das wahre Problem ist: Diese ganze Schmierenkomödie ist völlig nutzlos. Sie nährt sich aus einem vagen Schuldgefühl gegenüber der Dritten Welt. Die absurde Grundannahme dafür ist: Uns geht es gut, weil es euch schlecht geht. Dabei ist das der pure Nonsens. Der Ersten Welt geht es gut, weil sie eine freie Marktwirtschaft betreibt, deren politische Grundlage eine funktionierende Demokratie bildet. Ausnahmen bestätigen allenfalls die Regel, und auch China wird erst beweisen müssen, ob sein Sonderweg langfristig funktioniert.

Die afrikanischen Länder sind die korruptesten und undemokratischsten Länder der Erde. Einträgliche Geschäfte, wie Bergbau oder Telefongesellschaften, sind verstaatlicht, Grund und Boden nur selten privatisiert. Darum sind die Afrikaner arm. Und die Entwicklungshilfe hilft, dass das so bleibt. Sie ist im Kern eine Planwirtschaft, wenn auch eine chaotische. Das ist tragisch für Afrika, aber lohnenswert für die Entwicklungshilfe. Ihre Geschäftsgrundlage bleibt so nämlich erhalten: das Elend in Afrika.


Fragt sich nur, wie es aussieht, wenn die afrikanischen Nationen auch eines tages funktionierende Marktwirtschaften haben. An wen exportiert Deutschland, wenn alle Staaten funktionierende Marktwirtschaften haben? Ist es wirklich möglich, dass alle immer reicher werden?



Der Autor widerspricht sicht hier irgendwie. Freie Marktwirtschaft sei supertoll, aber die Geschäftsgrundlage der freien Marktwirtschaft oder der Gesellschaften mit freier Marktwirtschau ist Afrika, die dritte Welt??
 
Naja, schonmal was davon gehört, dass man gegenseitig Handel treiben kann? Wir exportieren dorthin Produkte, die sie brauchen und umgekehrt. Klappt doch bisher auch mit den USA...
 
Naja, schonmal was davon gehört, dass man gegenseitig Handel treiben kann? Wir exportieren dorthin Produkte, die sie brauchen und umgekehrt. Klappt doch bisher auch mit den USA...


Ja klar...aber was wenn die Entwicklungsländer irgendwann mehr exportieren als importieren? Dann müssen doch andere Länder mehr importieren als exportieren...und dann nimmt der Wohlstand ab, da der Binnenmarkt ja kaum ins unermeßliche steigen kann.



Also ist die These des Autors: "Wir leben nicht auf Kosten der Afrikaner/der dritten Welt" zu kurz gefasst.



Oder hab ich einen Denkfehler drin...könnte gut sein, so müde wie ich bin.
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Ich denke, dann würde sich die Wirtschaft selbst regulieren. Das heisst Produktion da wo sinnvoll und auf früh oder spät wäre jede Subvention von Landwirtschaft oder Kohle, etc nicht mehr machbar.

Wir würden unser Essen von dort kaufen und sie bekommen dafür Autos- mal als Beispiel. Ein Absatzmarkt gibts dafür bisher in Afrika ja allenfalls für Schrottautos.
 
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