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Aktionsbündnis Winnenden gegen "Killerspiele"

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Die Aktion:

Eine besondere Antigewaltaktion findet demnächst in Stuttgart statt: In einem Container sollen Gamer freiwillig ihre Spiele mit gewalthaltigem Inhalt abgeben. Als Gegenleistung erhalten sie dafür ein Los, Hauptgewinn ist ein sensationelles Fußballtrikot der Nationalmannschaft.



Organisiert wird die Aktion Familien gegen Killerspiele von dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden e.V., die sich nach dem Amoklauf am 11. März 2009 aus den Reihen der Familien der Opfer und einigen "Experten" zusammensetzt ( wir berichteten). Geplant ist die Aktion für Samstag, den 17. Oktober auf dem Platz vor der Staatsoper Stuttgart.



Quelle: counterstrike.de



Gegen Aktion:

Organisiert wird die Aktion Familien gegen Killerspiele von dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden e.V., die sich nach dem Amoklauf am 11. März 2009 aus den Reihen der Familien der Opfer und einigen "Experten" zusammensetzt ( wir berichteten). Geplant ist die Aktion für Samstag, den 17. Oktober auf dem Platz vor der Staatsoper Stuttgart.



Die Nachricht vom geplanten Vorhaben des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden, Spiele zu sammeln, nur um diese anschließend zu entsorgen, wurde vom VDVC laut einer veröffentlichten Mitteilung, mit Entsetzen entgegengenommen. Vor allem die Symbolik, die von dem Vorhaben ausgeht, wird seitens des Verbandes kritisiert. Zwar begrüßt man beim VDVC die die Bemühungen des Aktionsbündnisses, Eltern darauf aufmerksam zu machen, dass nicht alle Medien für ihre Kinder geeignet sind. Sieht aber in der Vernichtung von anerkanntem Kulturgut einen falschen und verhängnisvollen Weg.



Quelle: counterstrike.de



Ausführung:

Und jetzt lege ich jedem Nahe den vollständigen bericht zu lesen, mit eindeutigem Beweismaterial.



Eigentlich wollten wir die gestrige Aktion des Aktionsbündnisses Winnenden nicht mehr kommentieren und kein Wort mehr über diese unsinnige Kulturvernichtungs-Aktion verlieren. Ein aktuell erschienenes Youtube-Video zeigt allerdings wie die Pressearbeit eines öffentlich rechtlichen Senders "funktioniert".



Quelle: counterstrike.de - weiterlesen
 
Killerspiel sind anerkanntes Kulturgut??? Kulturgut??? Anerkannt??? Von wem???



Die Tabakindustrie würde wahrscheinlich auch sagen, dass Rauchen eine anerkanntes Kulturgut ist und der Verband der Spirituosenhersteller, dass Komasaufen auf dem Weg zum Kulturgut ist
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Killerspiel sind anerkanntes Kulturgut??? Kulturgut??? Anerkannt??? Von wem???


Die Tabakindustrie würde wahrscheinlich auch sagen, dass Rauchen eine anerkanntes Kulturgut ist und der Verband der Spirituosenhersteller, dass Komasaufen auf dem Weg zum Kulturgut ist
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Über eine Millionen Jugendliche spielen oder spielten schon Counterstrike.

Schonmal was von Jugendkultur gehört? Wohl eher nicht.



Counterstrike mit Komasaufen und Rauchen zu vergleichen, Tätigkeiten, die bewiesenermaßen gesundheitsschädlich sind, ist in meinen Augen total unsinnig und dumm.





Es ist so verdammt einfach "Killerspielen" die Schuld zu geben. Da kann man simpel auf einen Schuldigen (die Spieleindustrie, die dummen, mordlüsternen Spieler) zeigen und ihn verdammen. Eine Veränderung in der Politik muss somit nicht stattfinden. Ein wirkliches Ansetzen an den Problemen dieser Gesellschaft wird somit nicht stattfinden. Und genau DAS ist gefährlich, da das Thema Amoklauf und die Prävention eines Amoklaufs somit in den Hintergrund rückt und der nächste Amoklauf schneller kommt, als wir denken. Wer Kinder hat sollte also mal drüber nachdenken, ob ein Killerspielverbot als Maßnahme gegen Amokläufe diese Kinder wirklich in irgendeiner Form schützen kann oder ob es vielleicht nur Augenwischerei und billige Politik und Aktionismus ist!



WEHRT EUCH GEGEN EINE SOLCHE POLITIK!





Edit: Zum Thema Kulturgut: klick. Mich würds aber freuen, wenn wir uns an sowas nicht aufhängen. Kultur definiert jeder anders. Aus dem Elfenbeinturm betrachtet sind Mozart und van Gogh Kultur, für andere auch Popmusik und für wieder andere eben auch Computerspiele, Filme, Grafiti etc.





Zum Thema Winnenden fällt mir zuerst das hier ein:



Ein Foto ersetzt die Kontrolle

Verschärftes Waffenrecht



15.10.2009, 9:32



Von B. Dörries



Nach dem Amoklauf von Winnenden wurde das Waffenrecht verschärft. Doch die Waffenbesitzer müssen kaum Hausbesuche von Kontrolleuren fürchten. Es fehlt an Personal - nicht aber an abstrusen Vorschlägen.



http://www.sueddeutsche.de/politik/669/491040/text/http://www.sueddeutsche.de/politik/669/491040/text/



Aber warum gegen die Waffenlobby vorgehen, das sind schließlich Wählerstimmen!!
 
Killerspiel sind anerkanntes Kulturgut??? Kulturgut??? Anerkannt??? Von wem???


Die Tabakindustrie würde wahrscheinlich auch sagen, dass Rauchen eine anerkanntes Kulturgut ist und der Verband der Spirituosenhersteller, dass Komasaufen auf dem Weg zum Kulturgut ist
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Wenn du auf die Seite gegangen wärst, dann hättest du gesehen, worum es den Jungs eher ging.

Nämlich die Entstehung des ZDF-Beitrags. Auf der Seite ist dann die "Entstehung" des Beitrags zu sehen. Es werden von verschiedenen Jugendlichen immer wieder dieselben Spiele in den Container geworfen werden, anschließend werden die Spiele wieder nach draußen gereicht, neue Jugendliche kommen und werfen die Spiele wieder rein.

So sind dann angeblich 2 Dutzend Spiele reingeworfen worden.

Und das ist dann halt nicht in Ordnung vom ZDF, ich erwarte, dass sie unabhängig arbeiten.

Und Killerspiele gibt es per se nicht. Da wird ja von den Leuten alles reingeworfen. CS, Farcry, WoW(
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) oder auch Diablo II, und für mich sind einige dieser Spiele Kulturgut meiner Generation, und für die nächste sicher noch mehr als für mich.



Und Rauchen wird als Kulturgut von einigen bezeichnet.

http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/rauchen-ist-ein-kulturgut/http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/rauchen-ist-ein-kulturgut/



Ich sage immer noch, dass fast jeder Teenager zwischen 16 un 20 CS oder ähnliches gespielt hat, die Eltern sollten aber dabei drauf achten, dass 14-jährige eben nicht die FSK-18-Spiele spielen.

Und Amokläufer gehören auch zu dieser Klasse, entscheidender finde ich es aber, dass viele der dt.Amokläufer in Schützenvereinen bzw denen sehr nahe standen.



Aber in diesem Fall dreht sich das ganze Forum doch wieder im Kreis, auf jeden Fall sollten die Leute die über "Killerspiele" schimpfen sich vllt mal mit der Materie beschäftigen sollten. Beschäftigt euch einfach mal damit ein WE.

Sehr zu empfehlen.



<iframe width="480" height="270" src="https://www.youtube.com/embed/A4MBAbxsC1I?feature=oembed" frameborder="0"></iframe>
Vom Spiegel.de




auch aber nicht nur.


Als Elternteil drauf achten was der Nachwuchs spielt, aber in D gibt es eine Altersfreigabe, die sollte eingehalten werden.

Das komplette Verbot bringt nichts, die kriegen ihre Spiele aus dem Internet, da kennst du vermutlich nicht mal die Suchbegriffe für.
 
auch aber nicht nur.


Ich halte das für Quatsch.

- Amokläufe hat es vor der Zeit der Computerspiele gegeben, da waren dann Actionfilme schuld und davor Goethes Werther (damals schrieben einige Selbstmörder in Abschiedsbriefen, dass sie von diesem Buch motiviert wurden).



- es gibt Millionen Jugendliche in Deutschland und weltweit, die diese Spiele spielen. Das dann oft Spiele in den Zimmern der Jugendlichen gefunden werden, ist doch kein Wunder. Aber ob das einen Zusammenhang erklärt? Dann kann ich auch sagen, dass Fernsehen dich zum Amokläufer macht, schließlich hatten die meisten der Amokläufer auch einen Fernseher



- verbietest du "Killerspiele", dann müssen wir nach dem nächsten Amoklauf Actionfilme und dann Metalmusik verbieten, schließlich haben die Täter auch Filme geguckt und Musik gehört. Dann musst du bald Pornos verbieten, da Sexualstraftäter dadurch motiviert werden könnten.



An den WIRKLICHEN Problemen (Waffen im Kleiderschrank, Mobbing, gesellschaftlicher Druck, Ausgegrenzheit, etc. pp.) wird dadurch nicht angesetzt.





Amokläufe hat es immer gegeben und wird es immer geben, egal was wir alles verbieten. Und Jugendliche die anfällig für Gewaltverherrlichung sind, die werden auch an gewaltverherrlichende Medien gelangen, wenn diese verboten werden. Es geht also nicht darum die Reize zu verbieten, sondern das Subjekt, welches sich die Reize sucht, zu verändenr. Es geht nicht darum Millionen von Jugendlichen ihren Spaß zu nehmen, sondern darum die paar Irren ausfindig zu machen und sie zurück in die Gesellschaft zu holen. Das ist verdammt teuer und aufwendig, aber nur so ist das Risiko eines Amoklaufs wirklich einzudämmen.
 
ich sage nicht, dass killerspiele DER auslöser für amokläufe sind

aber sie geben den tätern anreiz, wie sie die tat begehen.

oder wie erklärst du die ähnlichkeit der vorgehensweise bei den taten zu den spielen?



und danke, dass du meine meinung für quatsch hälst.

ist natürlich völliger blödsinn und total aus der luft gegriffen
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Was ich am schlimmsten finde, ist einfach wie die Wirklichkeit vertuscht wird. Nicht nur das ZDF auch das SWR und die Badische Zeitung, reden von zwei Dutzend "gespendeten" Spielen auf ihrer Internetseite.

Sowas nennt man heutzutage unabhängige, kritsche und seriöse Medienwelt...Da kann ich nur drüber schmunzeln.

Sind wir doch mal ehrlich bringt ein Verbot wirklich etwas? Meiner Meinung nach, Nein, weil es gerade den Reiz fördert sowas zu spielen.

Ich finde es oft so, dass sich Leute eine Meinung bilden, die wenig Erfahrung mit der Materie haben, ich würde es mir wünschen, damit sich Leute einfach mal hinsetzen und gewisse Spiele mal 2 Stunden anzocken.





@Doc

Also die Aussage mit der Vorgehensweise finde ich ein Witz, das Vorgehen von Counterstrike ähnelt eher einer Spezialeinheit. Das Vorgehen eines Amokläufer ähnelt eher der Methode Kick&Rush.

Spiele geben den Anreiz wie man eine Tat begeht, nicht ausgeschlossen, aber dann muss man das Fernsehn nochmal komplett überdenken.
 
killerspieler, kriegsfilme, horrorfilme, alles ideengeber um die tat auszuführen.

wie es zu dieser kommt, daran sind andere sachen wesentlich schuldiger.
 
ich sage nicht, dass killerspiele DER auslöser für amokläufe sind
aber sie geben den tätern anreiz, wie sie die tat begehen.

oder wie erklärst du die ähnlichkeit der vorgehensweise bei den taten zu den spielen?


Es gibt kein Computerspiel bei dem du auf Lehrer oder Mitschüler schießt. Verstehe nicht, was du mit Ähnlichkeit meinst? Genauso gibt es "Ähnlichkeiten" bei Actionfilmen: James Bond ballert auch rum.



Wo liegt die Ähnlichkeit zwischen dem Drücken von ein paar Tasten und dem realen, mit den Fingern gefühlten Laden, Entsichern und Betätigen einer richtigen Pistole?



Ich kann dir versichern: ich habe vor 5, 6 Jahren tagelang mit 4, 5 Kumpels eben jene Killerspiele (Counterstrike) gespielt und ich kann es mir kaum vorstellen, dass ich auch nur auf Dosen auf einem Schießstand schieße.



Würd mich freuen, wenn du mir erklärst, was du mit Ähnlichkeiten meinst. Ich denke mit einer Waffe in den Händen oder dem Rucksack in die Schule zu laufen ist was ganz anderes als die Pfeiltasten einer Tastatur und die Maustasten zu betätigen.






und danke, dass du meine meinung für quatsch hälst.
ist natürlich völliger blödsinn und total aus der luft gegriffen
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ICH halte das für Quatsch. Ich habe nicht gesagt, dass es Quatsch ist. Blödsinn und aus der Luft gegriffen habe ich schonmal gar nicht in den Mund genommen.

Ich denke auch, ich habe einige Argumente gebracht, die meine ablehnende Haltung gegenüber deiner Aussage untermauern.





Ich bin gegen ein generelles Verbot und dem Verteufeln von "Killerspielen". Sicher muss aufgepasst werden, was die Kinder spielen und wie lang. Aber da kommts eben auch auf die Eltern an. Ich kann mich nicht so weit von meinem Sohn entfernen, dass ich nicht weiß, was er in seinem Zimmer macht, wie es seelisch um ihn bestellt ist und ihn gleichzeitig mit auf den Schießstand nehmen und ihm zeigen wie er eine Waffe zu handhaben hat. Ein einfaches Verbot bewirkt da null, da sich die "kids" _alles_ (nicht nur Spiele!!) aus dem Netz besorgen können.



Ich gebe zu, dass mich diese Diskussion um "Killerspiele" wütend macht, da sie Verantwortungen delegiert und die wirklichen Probleme in den Hintergrund schiebt. Gerade wenn man den Fall Winnenden betrachtet, finde ich es unter aller Sau, dass plötzlich mit dem Finger auf Computerspiele gezeigt wird, wenn der Vater derjenige war, der seinem Sohn indirekt das Töten beibrachte.



Naja, ich wiederhole mich in meinen Aussagen.
 
ich sage nicht, dass killerspiele DER auslöser für amokläufe sind
aber sie geben den tätern anreiz, wie sie die tat begehen.

oder wie erklärst du die ähnlichkeit der vorgehensweise bei den taten zu den spielen?



und danke, dass du meine meinung für quatsch hälst.

ist natürlich völliger blödsinn und total aus der luft gegriffen
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Wo ist denn eine Ähnlichkeit bei der Vorgehensweise zwischen den Taten und den Spielen?
 
Ich kann dir versichern: ich habe vor 5, 6 Jahren tagelang mit 4, 5 Kumpels..
glaubs mir das wusste ich.

du reagierst ähnlich emotional, wie manchmal im forum,

wenn es um den FCK geht
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was die vorgehensweise betrifft, so berufe ich mich auf die berichterstattung der medien, die die vorgehensweise mit einem dieser spiele verglichen.

ich war nicht dabei und ich spiele eher selten solche spiele, deshalb verlasse ich mich in solchen fällen auf das, was ich im tv zu sehen und hören bekomm.

und dass nicht ein amok(ab)lauf dem anderen gleicht ist ja wohl auch klar.
 
glaubs mir das wusste ich.
du reagierst ähnlich emotional, wie manchmal im forum,

wenn es um den FCK geht
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was die vorgehensweise betrifft, so berufe ich mich auf die berichterstattung der medien, die die vorgehensweise mit einem dieser spiele verglichen.

ich war nicht dabei und ich spiele eher selten solche spiele, deshalb verlasse ich mich in solchen fällen auf das, was ich im tv zu sehen und hören bekomm.

und dass nicht ein amok(ab)lauf dem anderen gleicht ist ja wohl auch klar.


Das ist das Problem. In den Medien wurde damals erzählt, dass es bei dem Amoklauf in Winnenden Parallelen zum Killerspiel Counter-Strike gibt, da er auf der Flucht ein Auto entführt hat.
 
Computersimulation dienen also nicht zum Erlernen realer Tätigkeiten? Ich bin sicher, dass ein geübter "Computerschütze" seine Erfolgschancen bei einem Amoklauf möglichst viele Menschen zu töten, bevor er selbst zur Strecke gebracht wird, als wesentlich höher einschätzt als jemand der noch nie (real oder virtuell) geschossen hat. Warum wird denn Pilotenausbildung am Simulator gemacht?
 
Da vergleichst du Äpfel mit Birnen. In einer Pilotensimulation ist ein Cockpit originalgetreu nachgebaut und es werden beispielsweise verschiedene Witterungsverhältnisse simuliert und dementsprechend verhält sich dein virtuelles Flugzeug auch.



Bei einem "Killerspiel" müsstest du dann eine nachgebaute Waffe anstatt der Maus benutzen, wenn dein Argument auch nur annähernd zutreffen sollte. Ich hab selbst lange Zeit Counter-Strike gespielt. Ich kann glaub ich behaupten, dass ich recht gut war. Aber mal abgesehen davon, habe ich mich 1. nie für irgendwelche Waffen interessiert und 2. wüsste ich dadurch nicht, wie ich eine Waffe bedienen muss. Sowas lernt man wohl eher im Schützenverein
 
glaubs mir das wusste ich.
du reagierst ähnlich emotional, wie manchmal im forum,

wenn es um den FCK geht
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Aber nicht, weil es mir um mich geht. Wie gesagt, ich bin spiele seit Jahren nicht mehr.



Es geht mir um diese Ungerechtigkeit. Über das Werkzeug, also die Waffe, redet niemand. Über Nebensächlichkeiten, die eine winzige Rolle spielen, reden alle und alle denken, sie wären Fachmänner. Es geht mir darum, dass mit einer solchen Politik die Gefahr eines Amoklaufs nicht entscheidend verringert wird. Und ich finde diese meine Empörung weniger lächerlich, als die (entschuldige: scheinheilige) Empörung, die nach dem nächsten Amoklauf wieder aufkommen wird.



In Großbritannien ist es verboten Waffen zu besitzen (seit 1997). Dreimal darfst du raten, ob es seit diesem Verbot weniger Amokläufe gibt. Die Anwort lautet schlicht und einfach: JA, es gab seitdem keinen einzigen!



Mir gehts darum, dass das Problem nicht wirklich angegangen wird und zwar schon seit Jahren nicht!





Hier der Nachweis zum Waffenverbot in UK: http://www.sueddeutsche.de/panorama/911/469468/text/http://www.sueddeutsche.de/panorama/911/469468/text/



Natürlich ist auch ein Waffenverbot nicht der Weisheit letzter Schluss und nicht als alleinige Maßnahme sinnvoll, aber in meinen Augen allemal sinnvoller als ein generelles Verbot von "Killerspielen".



Über die Abermillionen Waffen in Deutschland empört sich jedoch seltsamerweise niemand. Ich frag mich, warum es stattdessen so beliebt ist, sich über Killerspiele zu empören??







@ French:

Du drückst zum Nachladen die Taste "R", zum Zielen bewegst du deine Maus, Entsichern brauchst du gar nicht, du spürst das Gewicht der Waffe nicht, du siehst den Horror in den Augen deiner "Gegner"/Opfer nicht, du riechst die Angst nicht, du spürst den Rückstoß nicht und du siehst schließlich nicht, wie sich dein Opfer quält und mit dem Tode ringt...ich weiß nicht, was also ein Computerspiel mit der Realität oder nur mit einer realitätsnahen Flugsimulation zu tun hat.



Zum Thema Schütze: Es ist doch wohl etwas ganz anderes, wenn du auf "Neue Beiträge" zielst und "abdrückst" (um mal ein Computerspiel aufs Forum zu übersetzen), als wenn du wirklich zielen musst in der Realität. Das kannst du doch wohl nicht verleugnen, oder?





Um es selber zu erfahren, wie realitätsfern das Zielen in Computerspielen ist: http://www.quakelive.com/http://www.quakelive.com/
 
wenn du ein waffenverbot (auch nur ein mosaiksteinchen) ansprichst, Jonny,

dann ist für mich das kind schon längst in den brunnen gefallen.

bevor sich der täter eine waffe besorgt, wurden schon viel schwerwiegendere fehler gemacht.

nimmt er sich zu der tat kein gewehr oder pistole, macht ers halt mit nem messer oder nem auto.
 
Das scheint mit die idealtypische Diskussion dafür zu sein wie tief die Gräben zwischen der "Generation Internet" und der "Generation Offline" sind.

Ich nehme exemplarisch einmal Doc und French FCK Fan: das, was ihr beiden behauptet (egal, woher eure Infos stammen) lässt jeden, der sich einmal intensiv mit der Szene beschäftigt oder in ihr involviert war, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Weder wurden irgendwo Taktiken oder Abläufe aus einem der bekannten Spiele nachgeahmt, noch ist das schießen am PC in irgendeiner Weise mit der Realität zu vergleichen.

Die großen Ego-Shooter wie Quake oder Unreal sind fernab jeglicher Realität (es sei denn man kann mittlerweile durch Hüpfen schneller voran kommen oder mit Raketenwerfern weiter springen...), bei Counter Strike steht der Aspekt des "Tötens" nicht ganz oben auf der Agenda. Hier geht es um das koordinierte Vorgehen von 5 Personen gegen das gegnerische Team, es geht um Taktik, Kommunikation und Geschicklichkeit. Das Ausschalten der Gegner gehört dazu, aber niemand der das Spiel ernsthaft betreibt feiert ab, wenn er einen Gegner erwischt. Das ist Mittel zum Zweck, nicht mehr.

Ich habe selbst einige Zeit für die damals noch aktuelle CPL gearbeitet und den Beginn des Hypes mitbekommen. Heute schauen sich die Topspiele der deutschen Liga Hunderte, sogar Tausende Jugendlicher live vor Ort an. Das ist keine Untergrundbewegung, in der irgendwelche Freaks mordlüstern vorm PC sitzen, sondern tatsächlich anerkannte Jugendkultur mit Millionen Spielern.



Ich mag aber auch gar nicht ausschließen, dass Ego-Shooter bei labilen anfälligen Charakteren ein Punkt von vielen sein können, der letztendlich zum Ausrasten führt. Letztendlich muss sich aber doch jeder bewusst sein, dass a) monokausale Erklärungen schlicht unzulässig sind, und
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dass bei Amokläufen schon immer eine Sau durchs Dorf getrieben werden musste um die Verfehlungen in Umfeld und Gesellschaft zu kaschieren (in Columbine war es glaube ich damals Marilyn Manson schuld, heute darf CS herhalten). Das ist nichts, aber auch gar nichts anderes als übelste Polemik und Aktionismus, der an den Ursachen weit vorbei geht und niemandem auch nur ansatzweise weiterhilft.



Die Frage, die sich am Abschluss stellt: kann man diesen Graben zwischen Jung und Alt bzw. On- und Offline schließen? Kann man bestimmt, aber das dürfte eine langwierigere Aufgabe sein. Was dabei auf gar keinen Fall weiterhilft sind Kommentare, die reflexhaft immer wieder Verbote worden, denn damit treibt man nur einen Keil zwischen die Fraktionen, was eine Annäherung erschwert und nicht erleichtert.
 
Computersimulation dienen also nicht zum Erlernen realer Tätigkeiten? Ich bin sicher, dass ein geübter "Computerschütze" seine Erfolgschancen bei einem Amoklauf möglichst viele Menschen zu töten, bevor er selbst zur Strecke gebracht wird, als wesentlich höher einschätzt als jemand der noch nie (real oder virtuell) geschossen hat. Warum wird denn Pilotenausbildung am Simulator gemacht?
Wie Eiswürfel schon schrieb, der Simulator für die Pilotenausbildung ist speziell dafür entworfen und nachgebaut worden um Personal zu schulen.

Um sowas bei CS hinzubekommen, bräuchtest du neben einem PC ein Laufband, einen kompletten Waffenschrank mit Munition, einen Schussfestenbildschirm, ich will einfach damit sagen, es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man eine Maustaste drückt oder einen echten Abzug einer Waffe.

Unteranderem sieht man z.B. bei Counterstrike, nachdem die Healthpoints (Gesundheitswert) auf 0 fällt, wie der Gegner ohne jegliche Geräusche zu Boden geht. In der Realität wohl nicht vorstellbar.



@DOC, als erstes muss man dann mal lernen Auto zu fahren, was am Anfang ohne jegliche Kenntnis nicht gerade einfach ist und zweitens richtet ein Amokläufer mit einem Messer wohl zu 80% weniger Schaden an als einer mit einer Pistole.
 
was die vorgehensweise betrifft, so berufe ich mich auf die berichterstattung der medien, die die vorgehensweise mit einem dieser spiele verglichen.
Sapere aude!





In jedem Fall ist das hier wie immer eigentlich eine tragikomische und aussichtslose Diskussion. Tolle Aktion von dem Aktionsbündnis Winnenden, vielleicht kann man das nächste mal noch ein paar Bücher verbrennen oder Filme zerschreddern. Z.B. American Psycho von Bret Easton Ellis oder den Martin Scorsese's Taxi Driver.





Geil auch die Ansichten, dass der Amok-Schütze Können und Motivation aus Killerspielen gezogen habe. Ich finde das auch sehr viel wahrscheinlicher, als dass er das von seinem Vater gelernt haben könnte, der 15 Waffen zuhause rumliegen hat, die Tatwaffe ungeschützt in offenem Zimmer rumliegen hatte. In jedem Fall verständlich ihm Zugang zu Waffen zu geben, mit irgendwas muss sich ein Junge ja beschäftigen, der vor 6 Monaten noch in psychiatrischer Behandlung war und keine Freunde hat.



Jetzt mal ernsthaft: Dieses Aktionsbündnis ist ein Aktionismusbündnis. Nach dem Verbot von etwas zu schreien, ist eine sehr viel einfachere Lösung als sich selbst einzugestehen, dass sie versagt haben. Schlichtweg versagt. Seine Eltern haben versagt, indem sie ihm Zugang zu Waffen gaben, indem sie nicht merkten was in ihm vorgang, seine ganze Familie hat versagt, trotz größter Warnanzeichen (Psychiatrische Behandlung (sic!)). Genauso hat der Rest seines Umfeldes versagt, seine Lehrer, die vielleicht etwas hätten merken können (aber psychologisch kaum geschult sind), seine Mitschüler, die Ärzte die ihn behandelt haben (Einschätzung: ungefährlich)... es ist ein Versagen der gesamten Gesellschaft, von uns allen. Und es ist die Aufgabe für uns alle, wachsamer und empathischer zu werden, damit unsere Mitmenschen überhaupt nicht mehr in die Situation kommen, dass sie keinen Sinn mehr im Leben sehen, sei als reiner Suizid oder als Suizid-Blutbad.



Mal nebenbei: eigentlich nichts von dem, was in den Medien als Amok-Lauf bezeichnet wird, ist einer: Es waren alles geplante Taten und keine ziellos ausgeführten spontanen Handlungen. Das Wort Amok-Lauf impliziert irgendwie immer dass man nichts dagegen hätte tun können, dass es ein verrückter spontaner Entschluss sei. Dabei sind die Taten fast immer gezielt und lange geplant.






SPIEGEL ONLINE: In Deutschland fordern Politiker das Verbot sogenannter Killerspiele. Ein sinnvoller Vorstoß?


Langman: Millionen von Teenagern beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Computerspielen und sind harmlos. Natürlich war jemand wie Eric Harris von gewalttätigen Spielen fasziniert, er liebte "Doom", aber auch brutale Filme. Das war indes nicht die Ursache, sondern Folge seiner Erkrankung. Wären diese Filme oder Spiele verboten, würden potentielle Amokläufer auf andere Medien ausweichen, beispielsweise auf Bücher über Nazis.
Sehr interessantes Interview
 
Meine Meinung hierzu ist ziemlich kurz und deutlich.

Killerspiele mit Altersfreigabe versehen... ist getan, sollte von Eltern überprüft werden...



Ansonsten, bin ich dafür, dass der Besitz tötlicher Schusswaffen im Privatbereich verboten wird! Ganz einfach. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand eine tödliche Schusswaffe im Hause haben sollte. Genauso finde ich, dass Schützenvereine auch mit nicht tödlichen Waffen ihrem Hobby nachgehen können.
 
Computersimulation dienen also nicht zum Erlernen realer Tätigkeiten? Ich bin sicher, dass ein geübter "Computerschütze" seine Erfolgschancen bei einem Amoklauf möglichst viele Menschen zu töten, bevor er selbst zur Strecke gebracht wird, als wesentlich höher einschätzt als jemand der noch nie (real oder virtuell) geschossen hat. Warum wird denn Pilotenausbildung am Simulator gemacht?


da musst ich doch tatsächlich lachen! das ist mit ABSTAND das lächerlichste, was ich zu diesem thema je lesen durfte. Danke dafür
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@FFF

also zwischen pilotenausbildung im simulator und erlenen von schussfähigkeiten, da liegen welten, würd ich glatt behaupten....
 
Die Frage, die sich am Abschluss stellt: kann man diesen Graben zwischen Jung und Alt bzw. On- und Offline schließen? Kann man bestimmt, aber das dürfte eine langwierigere Aufgabe sein. Was dabei auf gar keinen Fall weiterhilft sind Kommentare, die reflexhaft immer wieder Verbote fordern, denn damit treibt man nur einen Keil zwischen die Fraktionen, was eine Annäherung erschwert und nicht erleichtert.


Der Graben, den du ansprichst, ist wirklich tief. Stellvertretend dafür: Mein 16-jähriger Sohn und ich...



Mein persönlicher Standpunkt (unabhängig von dieser unseligen Debatte, ob Killerspiele maßgeblich für die Amokläufe verantwortlich sind, was sie mMn wahrscheinlich nicht bzw. niemals alleine sind):



Killerspiele, die das aktive Töten von (wenn auch nur virtuellen) Menschen beinhalten und in denen der "Killer" für das Töten "belohnt" wird, lehne ich komplett ab. Ich sehe einfach keinen Sinn in Spielen, deren Ziel es ist, Gegner mit Waffen zu eliminieren und dies in möglichst realistischen, blutigen Bildern darzustellen.



Spielen heißt für alle Kinder fast von Beginn ihres Lebens an, spielerisch und gefahrlos in vertrauter Umgebung das reale Leben auszuprobieren, nachzustellen und Verhaltensweisen einzuüben und so fürs Leben zu lernen. Für uns alle war das Spielen in der Kindheit ein Teil der Sozialisierung, das uns sowohl Lust als auch Frust bereitet hat und uns gelehrt hat, mit diesen Gefühlen adäquat umzugehen.



Im Jugendalter erfüllt das Spielen dann zwar eher den Zweck der Freizeitgestaltung, der Ablenkung, der Neugierexploration etc., aber ganz sicher findet auch hier noch ein "Lernen" statt.



Und da frage ich mich: Muss mein Sohn "lernen", dass es Vorteile bringt, einen Menschen umzubringen? Muss er sich dem Anblick von Todesangst und Blut und spritzender Gehirnmasse aussetzen und damit zwangsläufig abstumpfen? Was ich zuweilen an realistischer Grausamkeit in Killerspielen gesehen habe, hat mich noch erschreckt, während es meinen Sohn - wenigstens vorgeblich - völlig kaltgelassen hat.



Und genau das ist es, was mich stört: Diese Selbstverständlichkeit, mit der das Töten und der Anblick von Grausamkeiten in das Alltagsleben von Jugendlichen und teilweise auch von Kindern Einzug gehalten hat. Ich beklage diesen Abstumpfungseffekt, der vielleicht nicht den Ausschlag für Amokläufe gibt, der aber aus meiner Sicht einiges zur Verrohung mancher Jugendlicher beiträgt.
 
@TAin: Dafür gibt es eben die Altersfreigabe für die Spiele. Dann können Eltern entscheiden, welche Spiele sie ihre Kinder spielen lassen und welche nicht... Ich persönlich brauche diese Spiele nicht, aber kann verstehen, wenn man daran Spass hat. Habe früher auch Klassiker dieses Genres gespielt, war mir aber irgendwann zu doof...



Und letztlich finde ich es besser, wenn man eventuelle angestaute Aggressionen virtuell ablässt, als in der realen Welt...
 
Killerspiele, die das aktive Töten von (wenn auch nur virtuellen) Menschen beinhalten und in denen der "Killer" für das Töten "belohnt" wird, lehne ich komplett ab. Ich sehe einfach keinen Sinn in Spielen, deren Ziel es ist, Gegner mit Waffen zu eliminieren und dies in möglichst realistischen, blutigen Bildern darzustellen.


Naja, aber wie viele Spiele machen das schon. Vielleicht Postal, Hitman und Manhunt. Wobei ersteres schon eher wieder humoristischen Ursprung hat (aber natürlich trotzdem pervers bleibt
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). Diese haben aber auch entsprechende Altersfreigaben bzw. sind sogar in Deutschland verboten.



Aber welches Spiel legt es denn sonst noch drauf an, möglichst realistisch das Töten darzustellen und den Spieler zu belohnen?



Das so oft angesprochene Counterstrike ist eigentlich nichts anderes als modernes Räuber und Gendarm. Sowas hat man als Kind ohne Computer gespielt, heute mit. Wobei ich natürlich betonen möchte, dass es aufgrund der Tatsache, dass man Waffen benutzt, nichts für Kinderhände ist und eine Alterfreigabe beachtet werden muss. Diese gibt es bei Shootern in völlig gerechtem Maße, müssen nur von Eltern und Handel auch kontrolliert werden.
 
Der Graben, den du ansprichst, ist wirklich tief. Stellvertretend dafür: Mein 16-jähriger Sohn und ich...


Mein persönlicher Standpunkt (unabhängig von dieser unseligen Debatte, ob Killerspiele maßgeblich für die Amokläufe verantwortlich sind, was sie mMn wahrscheinlich nicht bzw. niemals alleine sind):



Killerspiele, die das aktive Töten von (wenn auch nur virtuellen) Menschen beinhalten und in denen der "Killer" für das Töten "belohnt" wird, lehne ich komplett ab. Ich sehe einfach keinen Sinn in Spielen, deren Ziel es ist, Gegner mit Waffen zu eliminieren und dies in möglichst realistischen, blutigen Bildern darzustellen.



Spielen heißt für alle Kinder fast von Beginn ihres Lebens an, spielerisch und gefahrlos in vertrauter Umgebung das reale Leben auszuprobieren, nachzustellen und Verhaltensweisen einzuüben und so fürs Leben zu lernen. Für uns alle war das Spielen in der Kindheit ein Teil der Sozialisierung, das uns sowohl Lust als auch Frust bereitet hat und uns gelehrt hat, mit diesen Gefühlen adäquat umzugehen.



Im Jugendalter erfüllt das Spielen dann zwar eher den Zweck der Freizeitgestaltung, der Ablenkung, der Neugierexploration etc., aber ganz sicher findet auch hier noch ein "Lernen" statt.



Und da frage ich mich: Muss mein Sohn "lernen", dass es Vorteile bringt, einen Menschen umzubringen? Muss er sich dem Anblick von Todesangst und Blut und spritzender Gehirnmasse aussetzen und damit zwangsläufig abstumpfen? Was ich zuweilen an realistischer Grausamkeit in Killerspielen gesehen habe, hat mich noch erschreckt, während es meinen Sohn - wenigstens vorgeblich - völlig kaltgelassen hat.



Und genau das ist es, was mich stört: Diese Selbstverständlichkeit, mit der das Töten und der Anblick von Grausamkeiten in das Alltagsleben von Jugendlichen und teilweise auch von Kindern Einzug gehalten hat. Ich beklage diesen Abstumpfungseffekt, der vielleicht nicht den Ausschlag für Amokläufe gibt, der aber aus meiner Sicht einiges zur Verrohung mancher Jugendlicher beiträgt.
Ich greife mal ein paar Punkte raus:

Bei den Spielen, die in schöner Regelmäßigkeit dafür verantwortlich gemacht werden, dass sie "durchgeknallte Psychopathen" produzieren kommt die möglichst realistische Tötungsdarstellung überhaupt nicht vor. Es gibt aber tatsächlich Spiele, bei denen das Blut aus jeder Ecke trieft. Aber die sind auch FSK 18.



So wie du "spielen" begreifst (was ich im Übrigen ziemlich interessant finde, da ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht habe), schließt du Computerspiele per definitionem als Spiele im engeren Sinne aus, da diese ja nunmal nicht dazu beitragen das "reale Leben" auszuprobieren.

Zwei Punkte dazu: Erstens scheint mir hier der Graben zwischen den Generationen wieder aufzugehen, denn gespielt wird heute nunmal nicht mehr face to face auf'm Hinterhof oder im Garten, sondern online mit Headset auf dem Kopf.

Zweitens: deine Definition trifft meiner Meinung nur auf Kinder bis grob geschätzt 12-14 zu. Schon zu meiner Zeit hat man sich danach nicht mehr zum "spielen" getroffen. Da werden ganz andere Dinge interessant
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Kinder, die sich noch zum richtigen Spielen treffen sollte man tunlichst keine Computerspiele in die Hand drücken. Sitzen sie ab ca. 12-14 vor der Playstation oder dem PC dann sollte man aufpassen, dass keine FSK 18 Spiele auf der Festplatte rumlungern. Auch 16-jährige sollten diese nicht unbedingt in die Finger bekommen.

Wobei ich der festen Überzeugung bin, dass einem normal erzogenen 16-jährigen mit gesundem Menschenverstand und vernünftiger Sozialisation solche Bilder überhaupt nicht aus der Bahn werfen.

Die Verrohung und Abstumpfung und die damit verbundene Degenerierung erfolgen durch alltägliche Gegebenheiten wie Familie, Freunde und Lebensumwelt, nicht durch das zweistündige Zocken am PC.
 
Wobei ich der festen Überzeugung bin, dass einem normal erzogenen 16-jährigen mit gesundem Menschenverstand und vernünftiger Sozialisation solche Bilder überhaupt nicht aus der Bahn werfen.


Seh ich genauso. Bei einem geordneten Umfeld (das heißt sowohl Freundeskreis, Schule als auch Familie) sollten auch dann keine Probleme entstehen. Muss ja ganz ehrlich gestehen, dass ich mit 14 Jahren mit dem hierzulande indizierten Quake3 angefangen habe und dann sehr ausgiebig gespielt habe. Wohlgemerkt nicht irgendwo illegal besorgt, sondern als Import gekauft, obwohl ich es nicht hätte besitzen dürfen. Ich denke ich habe mich dennoch ganz ordentlich entwickelt
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. Das sollte aber normalerweise dennoch nicht vorkommen. Wer seinen Kindern nur Spiele zugänglich macht, die für deren Alter geeignet sind, wird in keinerlei Probleme laufen. Dazu müssen Eltern sich aber auch dafür interessieren und sich darüber informieren. Heute gibt es unzählige Möglichkeiten, an Software zu gelangen. Dann müssen die Eltern darin eben auch fit sein.
 
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