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Allianz gegen Franz
Cohn-Bendit findet erste Mitstreiter
In seinem Bestreben, Franz Beckenbauer als Uefa-Präsidenten zu verhindern, hat der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit Gleichgesinnte gefunden. Drei weitere Abgeordnete des EU-Parlaments unterstützen die Kampagne. Von seinen deutschen Kollegen erntet Cohn Bendit nur Kritik.
Berlin - Nach Informationen der "taz" (Freitagausgabe) haben sich drei Europa-Politiker der von Cohn-Bendit am Wochenende initiierten Kampagne gegen Beckenbauer ("Allianz gegen Franz") angeschlossen. Die Abgeordneten wollen verhindern, dass Beckenbauer zum Uefa-Präsidenten gewählt wird. Cohn-Bendit hatte gesagt, es wäre "ein Skandal", wenn Beckenbauer das höchste Amt im europäischen Fußball erhalten würde.
"Ich bin ein großer Fan von Michel Platini, der wäre schon perfekt als Uefa-Präsident", sagte der italienische EU-Abgeordnete Umberto Guidoni (Kommunisten). Joost Lagendijk, ein Abgeordneter der Grünen aus den Niederlanden, stellte fest: "Als Spieler mag ich ihn wirklich viel lieber als Beckenbauer. Sicherlich ist der Franzose auch kein Engel, aber Beckenbauer ist schon sehr am kommerziellen Teil des Fußballs interessiert. Das gefällt mir gar nicht."
Auch der französische EU-Abgeordnete Jean-Luc Bennhamias (Grüne) sprach sich gegen Beckenbauer und für seinen Landsmann Platini aus. "Platini steht für eine unbedingt notwendige Verbindung zwischen Amateur- und Profisport. Beckenbauer ist in den letzten Jahren viel zu sehr Manager und Werbeträger geworden."
Kritik erntete Cohn-Bendit für seine Aktion von deutscher Seite. Martin Schulz, deutscher Fraktionsvorsitzender der Sozialisten, sagte, Cohn-Bendit solle sich lieber mit "ernsthaften europäischen Themen" beschäftigen. Der CSU-Abgeordnete Markus Ferber sprach sich eindeutig für Beckenbauer aus: "Natürlich bin ich für Franz. Das bin ich ihm als Bayer schuldig." Bereits am Dienstag hatte der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Ingo Friedrich (CSU), die Anti-Beckenbauer Kampagne scharf kritisiert. "Die Kampagne gegen die Leitfigur des deutschen Fußballs ist skandalös."
Beckenbauer würde für den Posten des Uefa-Präsidenten kandidieren, falls der derzeitige Amtsinhaber Lennart Johansson aufhört und die Wahl von 2006 auf 2007 verlegt werden würde. Beides ist wahrscheinlich. Johansson will seine Entscheidung am 21. April verkünden.
Quelle: spiegel-online
Cohn-Bendit findet erste Mitstreiter
In seinem Bestreben, Franz Beckenbauer als Uefa-Präsidenten zu verhindern, hat der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit Gleichgesinnte gefunden. Drei weitere Abgeordnete des EU-Parlaments unterstützen die Kampagne. Von seinen deutschen Kollegen erntet Cohn Bendit nur Kritik.
Berlin - Nach Informationen der "taz" (Freitagausgabe) haben sich drei Europa-Politiker der von Cohn-Bendit am Wochenende initiierten Kampagne gegen Beckenbauer ("Allianz gegen Franz") angeschlossen. Die Abgeordneten wollen verhindern, dass Beckenbauer zum Uefa-Präsidenten gewählt wird. Cohn-Bendit hatte gesagt, es wäre "ein Skandal", wenn Beckenbauer das höchste Amt im europäischen Fußball erhalten würde.
"Ich bin ein großer Fan von Michel Platini, der wäre schon perfekt als Uefa-Präsident", sagte der italienische EU-Abgeordnete Umberto Guidoni (Kommunisten). Joost Lagendijk, ein Abgeordneter der Grünen aus den Niederlanden, stellte fest: "Als Spieler mag ich ihn wirklich viel lieber als Beckenbauer. Sicherlich ist der Franzose auch kein Engel, aber Beckenbauer ist schon sehr am kommerziellen Teil des Fußballs interessiert. Das gefällt mir gar nicht."
Auch der französische EU-Abgeordnete Jean-Luc Bennhamias (Grüne) sprach sich gegen Beckenbauer und für seinen Landsmann Platini aus. "Platini steht für eine unbedingt notwendige Verbindung zwischen Amateur- und Profisport. Beckenbauer ist in den letzten Jahren viel zu sehr Manager und Werbeträger geworden."
Kritik erntete Cohn-Bendit für seine Aktion von deutscher Seite. Martin Schulz, deutscher Fraktionsvorsitzender der Sozialisten, sagte, Cohn-Bendit solle sich lieber mit "ernsthaften europäischen Themen" beschäftigen. Der CSU-Abgeordnete Markus Ferber sprach sich eindeutig für Beckenbauer aus: "Natürlich bin ich für Franz. Das bin ich ihm als Bayer schuldig." Bereits am Dienstag hatte der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Ingo Friedrich (CSU), die Anti-Beckenbauer Kampagne scharf kritisiert. "Die Kampagne gegen die Leitfigur des deutschen Fußballs ist skandalös."
Beckenbauer würde für den Posten des Uefa-Präsidenten kandidieren, falls der derzeitige Amtsinhaber Lennart Johansson aufhört und die Wahl von 2006 auf 2007 verlegt werden würde. Beides ist wahrscheinlich. Johansson will seine Entscheidung am 21. April verkünden.
Quelle: spiegel-online