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Altintop-Zwillinge träumen WM-Traum

ph114

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Der Lauterer und der Schalker spielen gemeinsam für die Türkei



Von unserem Mitarbeiter

Tobias Schächter



KAISERSLAUTERN. Halil Altintop hat einen großen Traum: Zusammen mit seinem zehn Minuten älteren Zwillingsbruder Hamit vom FC Schalke 04 will der in Gelsenkirchen geborene türkische Nationalspieler vom 1. FC Kaiserslautern unbedingt an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland teilnehmen. „Das ist mein großes Ziel", sagt der 22 Jahre alte Halil vor der am Wochenende beginnenden Vor-WM-Saison, in der sich für den Hoffnungsträger im Angriff des FCK so vieles entscheiden wird.



Die Chancen der Türkei, sich für die WM im nächsten Jahr zu qualifizieren, bezeichnet der wendige Angreifer gedämpft als „ganz gut". Nach zuletzt zwei Siegen aber habe man es nun selbst in der Hand, zumindest den zu Relegationsspielen berechtigenden zweiten Tabellenplatz in der Qualifikationsgruppe 2 zu verteidigen. Der mit 23 Zählern enteilten Ukraine ist bei noch drei ausstehenden Spielen die Direktqualifikation nur noch theoretisch zu nehmen. Die Türken haben mit 16 Punkten nur einen mehr auf dem Konto als die auf Rang drei verdrängten Europameister aus Griechenland von Trainer Otto Rehhagel. Und schließlich lauern auf Rang vier mit 12 Punkten und einem Spiel weniger noch die starken Dänen, die am 3. September nach Istanbul reisen. „Wenn wir dieses Spiel gewinnen, haben wir den zweiten Platz so gut wie sicher", glaubt Halil Altintop. Man müsse dann nur noch am 7. September in Kiew gegen die Ukraine ein Remis holen und zum Abschluss am 12. Oktober in Tirana gegen Albanien gewinnen, so des Stürmers Hochrechnung.



Der Weg des 2002 noch so stolzen WM-Dritten Türkei in dieser Qualifikation ist also keineswegs ein kerzengerader, weswegen Nationaltrainer Ersun Yanal im Juni geschasst wurde. Gescheitert ist der 42 Jahre alte Konzepttrainer aber weder an den nur mäßigen Leistungen seiner Auswahl noch an seiner Verwicklung in einen aufsehenerregenden Steuerhinterziehungsskandal. Zum Verhängnis wurde Yanal vielmehr die mutige Ausmusterung der Stürmerlegende Hakan Sükür. Sükür besitzt eine starke Lobby im Verband und bei den Medien. „Der Druck war letztlich zu groß für Yanal", sagt Halil Altintop, der die Demission seines Förderers bedauert. „Yanal hat ein super Klima reingebracht", erzählt Halil, der in Yanals Amtszeit regelmäßig im Kader stand, zwei Einsätze und ein Tor gegen Kasachstan vorweisen kann. Mit Fatih Terim wurde eine autoritäre Trainer-Legende als Yanals Nachfolger präsentiert, der das Nationalteam schon einmal trainierte, von 1993 bis 1996.



Terim ist der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des türkischen Fußballs. Als erste türkische Mannschaft führte der 51-Jährige Galatasaray im Jahr 2000 zum UEFA-Pokal-Gewinn. Doch der Lorbeer welkte, als der „selbsternannte Imperator", der auf dem Höhepunkt seines Ruhmes den AC Florenz und Milan trainierte, vor zwei Jahren wieder Galatasaray übernahm und außer selbstherrlichen Sprüchen nichts zu bieten hatte, schließlich vorzeitig gehen musste. Zu Terim gab es noch keinen direkten Kontakt, erzählt Halil Altintop. Doch ebenso wie sein Bruder Hamit, mit dem er bei Länderspielen das Zimmer teilt, habe er vom Verband Signale erhalten, weiter zum Nationalmannschaftskader zu gehören. Trotz der zusätzlichen Konkurrenz durch den wahrscheinlich zurückkehrenden Sükür hat Halil keine Angst um seinen Platz: „Hakan ist ein anderer Spielertyp als ich", sagt er selbstbewusst.



Schritt für Schritt will er mit der „Milli Takim" seinen großen Traum von der WM-Teilnahme wahr werden lassen. Eine Eigenschaft, die ihn von seinen in der Türkei geborenen Kollegen unterscheidet. Diese sehen nur das Ziel, nicht aber den Weg dorthin, analysiert Halil. Genau daran hat es bei den Türken zuletzt 2003 gekrankt. In der Relegation für die EM in Portugal scheiterte man am nicht ernst genommenen Fußballzwerg Lettland. An den Folgen dieser fatalen Selbstüberschätzung leidet der türkische Fußball noch heute.





Quelle: Die Rheinpfalz



SPERKO / SPERKO
 
de Hamit soll endlich kommen, un dann ab zur WM... *träum*
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