Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

[Amoklauf] Blutige Geiselnahme an Schule in NRW

Mathias

Active Member
default_icon_eek.gif




Emsdetten - Bei einem blutigen Racheakt hat ein Ex-Schüler im münsterländischen Emsdetten am Montag seine frühere Schule überfallen und neun Menschen angeschossen. Nach dem Eintreffen der Polizei zündete der maskierte 18-Jährige Rauchbomben. Zwölf Beamte erlitten Gasvergiftungen. Anschließend tötete der Täter sich selbst. Durch Schüsse verletzt wurden mindestens sechs Schüler, eine Lehrerin und den Hausmeister der Geschwister-Scholl-Realschule. Nach zunächst unbestätigten Informationen wurde der Hausmeister mit einem Bauchschuss in ein Krankenhaus gebracht.



Über die Schwere der Verletzungen der übrigen Opfer konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) reiste umgehend zum Ort des Geschehens, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Neben einem Spezialeinsatzkommando der Polizei Münster waren auch der Kampfmittelräumdienst und Experten des Landeskriminalamtes im Einsatz.



Der Täter trug neben einer Schusswaffe am Körper auch Sprengstoff, den Spezialisten der Polizei nach seinem Freitod entschärfen mussten. Ein Spezialeinsatzkommando sperrte die Schule weiträumig ab. Mit Spürhunden wurde das Schulgebäude nach weiteren Sprengsätzen durchsucht.



Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) unter Berufung auf einen Lehrer berichtete, konnten die meisten Schüler nach dem Überfall das Gelände der Geschwister-Scholl-Schule schnell verlassen. Sie seien in einem benachbarten Schulgebäude sowie auf einer angrenzenden Wiese in Sicherheit gebracht worden.



Nach Angaben von Augenzeugen war der Mann während der Pause auf den Schulhof gegangen und hatte dort zunächst einen Schüler angeschossen. Eine Lehrerin, die zu Hilfe geeilt war, wurde ebenfalls von einer Kugel getroffen. Später stürmte der Mann ins Schulgebäude. Ob er dort Geiseln genommen hatte, war zunächst unklar.



Der Täter, bei dem es sich nach übereinstimmenden Berichten von Mitschülern und Lehrern um einen 18-jährigen Einzelgänger handeln soll, hatte nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine Internetseite eingerichtet. In dem aggressiven und zum Teil wirren Text werden Gründe für die Tat und den Freitod geschildert.



Der Autor kündigte in einem langen Schreiben an, Rache zu nehmen. "Ein Großteil meiner Rache wird sich gegen das Lehrpersonal richten, denn das sind die Menschen, die in mein Leben eingegriffen haben und geholfen haben, mich dahin zu stellen, wo ich jetzt stehe", schrieb er in einer Art Abschiedsbrief, den die Polizei für authentisch hält. Der Text schließt mit den Worten: "Ich bin weg...".



Der Brief ist mit mehreren Bildern illustriert, die den Mann mit Waffen, darunter auch eine Maschinenpistole, zeigen. Ehemalige Lehrer des Mannes gaben an, der Mann sei für sein Faible für das gewalttätige Computerspiel Counter-Strike bekannt gewesen. (dpa)



Quelle: http://www.koelnische-rundschau.de/html/artikel/1163977288639.shtmlhttp://www.koelnische-rundschau.de/html/artikel/1163977288639.shtml
 
(wundert mich, dass jetzt erst der erste fred dazu kommt)



da braucht man nich lang drumrum reden: furchtbare sache. leider gibt es sowas immer wieder.
default_icon_neutral.gif
 
wie sie direkt alles auf videospiele abwelzen wollen...


War auch mein erster Gedanke...ich zogg auch mal so Spiele un ich will mal behaupten ich fall hier nich unbedingt wegen Aggressionen oder Drohungen hier auf...gibt hier im Forum bestimmt noch hunderte von anderen bei denen das so ist.



Die Anleitung für den Sprengstoff hat er bestimmt ausm Internet,da findet man inzwischen alles,manchmal sogar mit freundlicher Unterstützung vom Pentagon
 
schlimm ... vor allem es war im umkreis von mir! ungefähr 10 min mitm auto..




Ehemalige Lehrer des Mannes gaben an, der Mann sei für sein Faible für das gewalttätige Computerspiel Counter-Strike bekannt gewesen. (dpa)
default_biggrin.png
:D


hatte vorhin noch links zu einigen videos von ihm ..
 
Ich frag mich ja, wann der Tag kommt, an dem ich aufstehe und ein paar Leute abknalle...hey immerhin spiel ich auch ab und zu CS...



/ironie...



Wie ich das doch liebe...ist ja auch zu einfach und CS-Spieler sind ja auch alle gleich...es gibt ja nur zwei Dutzend...ups schon wieder so zynisch.
 
Keine Frage - schlimme Sache! Hoffentlich erholen sich die Verletzten rasch und total!



ABER, warum wird jetzt wieder ein "Motiv" an den Haaren herbeigezogen?

Können sich die Medien nicht damit begnügen, dass es manchmal kein offensichtliches Motiv gibt? Viele Verbrechen sind nur durch tiefenpsychologische Analysen erklärbar.



Ich zocke auch oft genug "Call of Duty" und kann mich da fast so gut abreagieren, wie bei meiner Schreitherapie im Stadion...
 
Keine Frage - schlimme Sache! Hoffentlich erholen sich die Verletzten rasch und total!


Ich will mal behaupten,die Seelischen werden nie ganz heilen,aber ich denk du meinst natürlich die Körperlichen



Ich frag mich grad:Wie kann sich in einer einzelnen Person der Hass derartig aufbauen und entladen?Ich hab auch Lehrer,die ich für ihre Art hasse,allerdings denk ich mir in max.3 Jahren hab ich mit denen eh nix mehr am Hut
 
wieso ned öffentlich? der wurde dochs chon tausendmal im fernseh vorgelesen steht öffentlich in igrendnem forum also warum ned hier rein posten
 
Amoklauf in Emsdetten

leer.gif


„Es ist die Hölle auf Erden“


Von Katrin Hummel und René Meyer, Emsdetten/Frankfurt



Sebastian B., wie er sich in einem Video präsentierte



20. November 2006


„Es war in der ersten Pause, da habe ich auf dem Schulhof mehrere Knalle gehört. Alle sind weggerannt, dann sind orange Gasbomben in der Luft explodiert. Und dann gab es einen Knall direkt neben mir an der Stange, da hat er reingeschossen. Er stand ungefähr zwanzig Meter weit weg, hatte eine schwarze Maske auf und einen schwarzen Mantel, der ging bis zum Knie. Und eine Waffe in der Hand. Und dann läuft er, als wenn nichts wär', in die Schule rein. Die Lehrer haben gesagt: Geht auf den Parkplatz, und da waren dann alle am Heulen. Später kamen die anderen Schüler aus dem Hinterausgang raus.“

So schildert ein Fünfzehnjähriger, der die Geschwister-Scholl-Realschule in der nördlich von Münster gelegenen Kleinstadt Emsdetten besucht, die Minuten, bevor am Montag der achtzehnjährige Sebastian B. in seine ehemalige Schule eindrang. Dort verletzte er 27 Menschen, drei von ihnen schwer, mit Schüssen oder Rauchgasgranaten, unter ihnen sieben Kinder, eine Lehrerin, den Hausmeister und 16 Polizisten. Danach beging er Selbstmord, während die Polizei das Gebäude stürmte.



„Er war ein Außenseiter“

"Ja, es geht hier um Amoklauf!"



Von dem Schüler, der nach der zehnten Realschulklasse auf die Berufsschule gewechselt war, heißt es, er sei ein unbeliebter Einzelgänger gewesen: „Er wurde immer geärgert, war ein Außenseiter“, sagt der siebzehnjährige Tuncay Aygün. „Er war immer nur zu Hause und immer alleine.“ Der vierzehnjährige Patrick Sander berichtet, daß Sebastian B. ein virtuelles Bild der Realschule auf einer eigenen „Map“ des Computerspiels Counterstrike angelegt habe: „Aber da gab es nur den Altbau, der Neubau fehlte. Man konnte auf dem Schulhof oder auf dem Dach starten. Ich schätze mal, daß er damit geübt hat.“

Sebastian B. scheint nicht nur einsam, sondern auch haßerfüllt und gedemütigt gewesen zu sein. An diesem Dienstag hätte er sich zudem wegen unerlaubten Waffenbesitzes vor Gericht verantworten müssen. Das alles scheint ihn zu der Tat motiviert haben. „Bei unserer Abschlußfeier hat er gesagt, daß wir bereuen werden, daß wir ihn immer geärgert haben“, berichtet ein ehemaliger Mitschüler.



„Ich fresse die ganze Wut in mich hinein“

Eines von vielen Bildern aus dem Internet



Sebastian B. habe eine „Todesliste“ gehabt, eine Schülerin habe aus Angst vor ihm die Schule verlassen wollen, und auf seiner Tour durch die Schule habe er gezielt die Klasse 9d und die Rektorin aufsuchen wollen. Im Internet kündigte er die Tat ebenfalls an. Auf einer inzwischen gesperrten Seite, auf der er sich auch im Tarnanzug präsentierte, schreibt er, das einzige, was er in der Schule je gelernt habe, sei, daß er ein Verlierer sei. Der Eintrag schließt mit: „Ich bin weg.“ Ferner äußerte sich B. in einem Forum lobend über eine Waffe, die er gekauft hatte.

Noch während die Nachrichtensender am Montag mittag über Identität und Motive des Täters rätseln, ist in Diskussionsforen und Chats des Internet die Geschichte aufgedeckt. Denn Sebastian B. war ein begeisterter Internet-Surfer - und er war sehr mitteilungsbedürfig. Immer wieder ließ er in den vergangenen Jahren seinen Haß auf sich und die Welt heraus, häufig unter seinem Spitznamen „ResistantX“. So vertraut er sich bereits im Juni 2004 der Website www.das-beratungsnetz.de an: „Diese Angst schlägt so langsam in Wut um. Ich fresse die ganze Wut in mich hinein, um sie irgendwann auf einmal rauszulassen, und mich an all den Arschl**hern zu rächen, die mir mein Leben versaut haben!“ Dann wird er konkreter: „Für die, die es noch nicht genau verstanden haben: Ja, es geht hier um Amoklauf!“



Am Ort des Geschehens



In seiner Selbstdarstellung in der Singlebörse www.abgefuckt-liebt-dich.de zitiert Sebastian B. aus einem Lied der Düsterrock-Band Weena Morloch, das auf den Amoklauf im Erfurter Gutenberg-Gymnasium vor vier Jahren anspielt: „Wer noch einmal meinen Weg kreuzt, hat zehn Kugeln im Gesicht.“ In einem Interview sagte Songschreiber Alexander Kaschte über einen möglichen Zusammenhang zwischen Erfurt und seinen Liedern: „Einer der ersten Gedanken, als ich von dem Attentat erfuhr, war, daß mich möglicherweise Mitschuld an dem Amoklauf treffen könnte; daß dieser Mensch meine Platten gehört und meine Texte falsch verstanden haben könnte.“ Nun ist die Befürchtung doch noch eingetroffen.



„Ich werde ein abgefuckter Looser bleiben“

Das Motiv des Sebastian B. läßt sich auch in seinem Online-Tagebuch auf http://resistantx.livejournal.comhttp://resistantx.livejournal.com erahnen. Dort klagt er im Juni 2005: „ich werde den rest meines lebens ein abgefuckter looser sein, und da mir alles egal ist bekomme ich auch keinen abschluss. das ist die hölle, wenn einem alles egal ist. ich mein; ich lerne nicht mehr, ich beteilige mich nicht mehr und . . . ich tue eigentlich gar nichts mehr ausser vor mich hinvegetieren. es ist die hölle auf erden.“ Immer wieder kommt seine Wut auf die Schule zum Ausdruck, seine Einsamkeit, eine unglückliche Liebe und seine Neigung zu Waffen: „Ich hasse es, ich hasse es immer der Doofmann für alle zu sein. Ich hasse es immer als Depp hingestellt zu werden. Ich hasse es immer das Individoum zu sein, welches als überflüssig erscheint.“



Fassungslosigkeit greift um sich



Im Forum von www.chemikalien.de erkundigt sich „ResistantX“ nach Rezepten für Sprengstoff: „Habe mal meinen Freund Google gefragt. Der hat mir dann gesagt das ich mit Dünger und Öl, Benzin, Kerosin oder sonst was eine Bombe bauen kann.“ Am Sonntagabend wird unter dem Namen _Bastian_ und dem Stichwort ResistantX auf der Website www.myvideo.com ein zwei Minuten langes Video eingestellt, in dem er den Amoklauf probt. Doch kaum hat Sebastian B. seine Tat begangen, reagiert auch das schnellste Medium der Welt, das Internet. Wenige Stunden nach seiner Tat löschen Forenbetreiber seine Nachrichten und sperren seine Profile. Sei es, um die Sensationslust einzudämmen. Sei es aus Angst vor Konsequenzen, die Puzzleteile, die zu dem Amoklauf führten, auf der eigenen Website zu behalten.



„Zu den Eltern hatte wir auch keinen Kontakt“

Und auch in der wirklichen Welt herrscht Erschütterung. Die Nachbarn der B.s können es am Montag nachmittag noch gar nicht fassen. „Wir wohnen seit 36 Jahren nebeneinander“, sagt die Nachbarin, „aber gekannt haben wir ihn kaum. Er hat nie gegrüßt, war immer schwarz gekleidet, zum Schluß trug er auch Tarnanzüge. Zu den Eltern hatte wir auch keinen Kontakt.“ Sebastian hat zwei jüngere Geschwister, der Vater ist Postbote, die Mutter Hausfrau. Die Familie wohnt hinter hohen Hecken in einem rot verklinkerten Einfamilienhaus in einer Wohngegend, die in den Fünfzigern und Sechzigern bebaut wurde.



Das SEK im Einsatz



Mehrere Polizisten haben sich am Nachmittag vor dem Haus versammelt. Einer, mit Gesichtsmaske und Helm, fragt Nachbarn, ob sie eine Leiter hätten. Kurz darauf sieht man, wie die Leiter ganz oben am Haus am Fenster des Spitzbodens angelehnt wird: Sprengsätze sollen geborgen werden. Sebastian B. selbst trug während seines Amoklaufs Sprengsätze am Körper. Da kommen die Großeltern B.s zu Fuß herbei, die Großmutter in beigefarbenem Mantel, der Großvater in hellbrauner Lederjacke. Die Nachbarin beginnt zu weinen: „Die tun mir so leid!“



Text: F.A.Z.

Bildmaterial: AP, ddp, dpa, FAZ.NET
 
sein tagebuch is sehr intresannt. scheint n intelligenter kerl gewesen zu sein und viele seiner überlegungen sind sicherlich ned falsch.
 
Echt schlimm ... .

Das hier war mal seine Seite : swww.stay-different.de ,ist aber gesperrt !
 
Jetzt regen sie sich schon wieder über Counter Strike auf!!!





























Dabei hat der Typ doch DEATH METAL gehört.
default_laugh.png
*Duck*





Wenn übrigens einer mit mehreren Rohrbomben und ner Knarre in ne volle Schule spaziert und net mal jemand umbringt, dann kann man wohl nicht mehr von Mordabsichten ausgehen. Das hätte ja Steven Hawking hingekriegt...
 
Wenn jemand Tagebuchauszüge oder Abschiedsbrief hat, kann er das hier ruhig posten.

Ein paar Hintergrundinfos wären sehr interessant.



Scheint ein typischer Fall von Opfer -> Täter zu sein.

Mobbing + Waffenfaszination + Depression -> Aggression + Orientierungslosigkeit = scheiß Mischung.
 
Was mir am meisten auf den Senkel geht, ist die inzwischen mal wieder vom Zaun gebrochene Diskussion über Ballerspiele! Populistischer Krams, der denjenigen, die ein Verbot fordern, mit Sicherheit die Lufthoheit über die Stammtische sichert. Scheinheilige Diskussionen!!! Da könnte ich platzen!
 
@ Reddy



Tja, um die Ursache für soetwas zu ergründen müsste man die Gesellschaft als ganzes und sein Umfeld im Besonderen kritisch hinterfragen - viel zu viel Arbeit!
 
ähm ich habe in ein paar foren eine zusammenstellung von links gesehen - zum einen

http://www.keinmensch.de/viewtopic.php?t=8http://www.keinmensch.de/viewtopic.php?t=8

und zum anderen

http://blog.dark-born.eu/dbb/20-11-2006/was-zum-nachdenken-resistantx.htmlhttp://blog.dark-born.eu/dbb/20-11-2006/was-zum-nachdenken-resistantx.html

links zu diversen foren und foreneinträge wo er angemeldet war

sein nick: "ResistantX"

// der brief


Wenn man weiss, dass man in seinem Leben nicht mehr Glücklich werden kann, und sich von
Tag zu Tag die Gründe dafür häufen, dann bleibt einem nichts anderes übrig als aus diesem

Leben zu verschwinden. Und dafür habe ich mich entschieden. Es gibt vielleicht Leute die

hätten weiter gemacht, hätten sich gedacht "das wird schon", aber das wird es nicht.

Man hat mir gesagt ich muss zur Schule gehen, um für mein leben zu lernen, um später ein

schönes Leben führen zu können. Aber was bringt einem das dickste Auto, das grösste Haus,

die schönste Frau, wenn es letztendlich sowieso für'n Arsch ist. Wenn deine Frau beginnt

dich zu hassen, wenn dein Auto Benzin verbraucht das du nicht zahlen kannst, und wenn du

niemanden hast der dich in deinem scheiss Haus besuchen kommt!

Das einzigste was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe war, das ich ein Verlierer

bin. Für die ersten jahre an der GSS stimmt das sogar, ich war der Konsumgeilheit verfallen, habe

danach gestrebt Freunde zu bekommen, Menschen die dich nicht als Person, sondern als Statussymbol sehen.

Aber dann bin ich aufgewacht! Ich erkannte das die Welt wie sie mir erschien nicht existiert, das

sie eine Illusion war, die hauptsächlich von den Medien erzeugt wurde.

Ich merkte mehr und mehr in was für einer Welt ich mich befand. Eine Welt in der Geld alles regiert,

selbst in der Schule ging es nur darum. Man musste das neuste Handy haben, die neusten Klamotten, und

die richtigen "Freunde". hat man eines davon nicht ist man es nicht wert beachtet zu werden. Und diese

Menschen nennt man Jocks. Jocks sind alle, die meinen aufgrund von teuren Klamotten oder schönen Mädchen

an der Seite über anderen zu stehen. Ich verabscheue diese Menschen, nein, ich verabscheue Menschen.



Ich habe in den 18 Jahren meines Lebens erfahren müssen, das man nur Glücklich werden kann, wenn man

sich der Masse fügt, der Gesellschaft anpasst. Aber das konnte und wollte ich nicht. Ich

bin frei! Niemand darf in mein Leben eingreifen, und tut er es doch hat er die Konsequenzen

zu tragen! Kein Politiker hat das Recht Gesetze zu erlassen, die mir

Dinge verbieten, Kein Bulle hat das Recht mir meine Waffe wegzunehmen, schon gar nicht

während er seine am Gürtel trägt.



Wozu das alles? Wozu soll ich arbeiten? Damit ich mich kaputtmaloche um mit 65 in den Ruhestand zugehen

und 5 Jahre später abzukratzen?

Warum soll ich mich noch anstrengen irgendetwas zu erreichen, wenn es letztendlich sowieso für'n Arsch

ist weil ich früher oder später krepiere?

Ich kann ein Haus bauen, Kinder bekommen und was weiss ich nicht alles. Aber wozu? Das Haus wird irgendwann

abgerissen, und die Kinder sterben auch mal. Was hat denn das Leben bitte für einen Sinn? Keinen! Also

muss man seinem Leben einen Sinn geben, und das mache ich nicht indem ich einem überbezahlten Chef im Arsch

rumkrieche oder mich von Faschisten verarschen lasse die mir erzählen wollen wir leben in einer Volksherrschaft.

Nein, es gibt für mich jetzt noch eine Möglichkeit meinem Leben einen Sinn zu geben, und die werde ich nicht wie

alle anderen zuvor verschwenden! Vielleicht hätte mein Leben komplett anders verlaufen können. Aber die

Gesellschaft hat nunmal keinen Platz für Individualisten. Ich meine richtige Individualisten, Leute die slebst

denken, und nicht solche "Ich trage ein Nietenarmband und bin alternativ" Idioten!



Ihr habt diese Schlacht begonnen, nicht ich. Meine Handlungen sind ein Resultat eurer Welt, eine Welt die mich nicht

sein lassen will wie ich bin. Ihr habt euch über mich lustig gemacht, dasselbe habe ich nun mit euch getan,

ich hatte nur einen ganz anderen Humor!



Von 1994 bis 2003/2004 war es auch mein Bestreben, Freunde zu haben, Spass zu haben. Als ich dann 1998 auf die GSS kam,

fing es an mit den Statussymbolen, Kleidung, Freunde, Handy usw.. Dann bin ich wach geworden. Mir wurde bewusst das ich

mein Leben lang der Dumme für andere war, und man sich über mich lustig machte. Und ich habe mir Rache geschworen!

Diese Rache wird so brutal und rücksichtslos ausgeführt werden, dass euch das Blut in den Adern gefriert. Bevor ich gehe,

werde ich euch einen Denkzettel verpassen, damit mich nie wieder ein Mensch vergisst!

Ich will das ihr erkennt, das niemand das Recht hat unter einem faschistischen Deckmantel aus Gesetz und Religion in

fremdes Leben einzugreifen!

Ich will das sich mein Gesicht in eure Köpfe einbrennt!

Ich will nicht länger davon laufen!

Ich will meinen Teil zur Revolution der Ausgestossenen beitragen!

Ich will R A C H E !



Ich habe darüber nachgedacht, dass die meisten der Schüler die mich gedemütigt haben schon von der GSS abgegangen

sind. Dazu habe ich zwei Dinge zu sagen:

1. Ich ging nicht nur in eine klasse, nein, ich ging auf die ganze Schule.

Die Menschen die sich auf der Schule befinden, sind in keinem Falle unschuldig! Niemand ist das! In deren Köpfen läuft das

selbe Programm welches auch bei den früheren Jahrgängen lief!

Ich bin der Virus der diese Programme zerstören will, es ist völlig irrelewand wo ich da anfange.

2. Ein Grossteil meiner Rache wird sich auf das Lehrpersonal richten, denn das sind Menschen die gegen meinen Willen in

mein Leben eingegriffen haben, und geholfen haben mich dahin zu stellen, wo ich jetzt stehe; Auf dem Schlachtfeld! Diese Lehrer

befinden sich so gut wie alle noch auf dieser verdammten schule!







Das Leben wie es heute täglich stattfindet ist wohl das armseeligste was die Welt zu

bieten hat!

S.A.A.R.T. - Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente, Tod

Das ist der Lebenslauf eines "normalen" Menschen heutzutage. Aber was ist eigentlich normal?

Als normal wird das bezeichnet, was von der Gesellschaft erwartet wird. Somit werden heutzutage Punks, Penner,

Mörder, Gothics, Schwule usw. als unnormal bezeichnet, weil sie den allgemeinen Vorstellungen

der Gesellschaft nicht gerecht werden, können oder wollen.

Ich scheiss auf euch! Jeder hat frei zu sein!

Gebt jedem eine Waffe und die Probleme unter den Menschen lösen sich ohne jedliche Einmischung

Dritter.

Wenn jemand stirbt, dann ist er halt tot. Und? Der Tod gehört zum Leben! Kommen die Angehörigen

mit dem Verlust nicht klar, können sie Selbstmord begehen, niemand hindert sie daran!



S.A.A.R.T. beginnt mit dem 6. Lebensjahr hier in Deutschland, mit der Einschulung.

Das Kind begibt sich auf seine perönliche Sozialisationsstrecke, und wird in den

darauffolgenden Jahren gezwungen sich der Allgemeinheit, der Mehrheit anzupassen. Lehnt es dies

ab, schalten sich Lehrer, Eltern, und nicht zuletzt die Polizei ein.

Schulpflicht ist die Schönrede von Schulzwang, denn man wird ja gezwungen zur Schule zu gehen.

Wer gezwungen wird, verliert ein Stück seiner Freiheit.

Man wird gezwungen Steuern zu zahlen, man wird gezwungen Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten,

man wird gezwungen dies zu tun, man wird gewzungen das zu tun. Ergo: Keine Freiheit!

Und sowas nennt man dann Volksherrschaft. Wenn das Volk hier herrschen würde, hiesse es Anarchie!

WERDET ENDLICH WACH - GEHT AUF DIE STRASSE - DAS HAT IN DEUTSCHLAND SCHONMAL FUNKTIONIERT!





Nach meiner Tat werden wieder irgendwelche fetten Politiker dumme Sprüche klopfen wie "Wir halten nun alle zusammen" oder

"Wir müssen gemeinsam versuchen dies durchzustehen". Doch das machen sie nur um Aufmerksmakeit zu bekommen, um sich selbst

als die Lösung zu präsentieren.

Auf der GSS war es genauso... niemals lässt sich dieses fette Stück Scheisse von Rektorin blicken, aber wenn Theater-

aufführungen sind, dann steht sie als erste mit einem breiten Grinsen auf der Bühne und präsentiert sich der Masse!





Nazis, HipHoper, Türken, Staat, Staatsdiener, Gläubige...einfach alle sind zum kotzen und müssen vernichtet werden!

(Den begriff "Türken" benutze ich für alle HipHopMuchels und Kleingangster; Sie kommen nach Deutschland weil die Bedingungen bei

ihnen zu hause zu schlecht sind, weil Krieg ist... und dann kommen Sie nach Deutschland, dem Sozialamt der Welt, und lassne hier

die Sau raus. Sie sollten alle vergast werden! Keine Juden, keine Neger, keine Holländer, aber Muchels! ICH BIN KEIN SCHEISS NAZI)

Ich hasse euch und eure Art! Ihr müsst alle sterben!



Seit meinem 6. Lebensjahr wurde ich von euch allen verarscht! Nun müsst ihr dafür bezahlen!









Weil ich weiss das die Fascholizei meine Videos, Schulhefte, Tagebücher, einfach alles, nicht veröffentlichen will, habe ich das selbst

in die Hand genommen.







Als letztes möchte ich den Menschen die mir was bedeuten, oder die jemals gut zu mir waren, danken, und mich für all dies Entschuldigen!



Ich bin weg...


Quelle:

Entnommen aus den obengenannten Links!
 
Ich auch,mich hätt er anscheinend auch am liebsten umbringen wollen...allerdings hört sich das ziemlich verwirrt an...

Am anfang hat jeder das Recht frei zu sein un dann scheißt er auf Nazis,HipHopper,Gläubige usw...
default_icon_rolleyes.gif
 
er nimmt sich halt die freiheit umzubringen wen er will. und der tote brauch dann ja eh keine freiheit mehr oder ist tot seiner meinung nach vllt freier als lebendig.
 
Das hört sich alles ziemlich konfus an. Man kann schon ausgehen, dass er bis zu gewissen Graden verhaltensgestört war. Aber er litt wohl nicht unter Realitätsverlust oder unkontrollierbarer Aggressivität. Normalerweise klingt sein Abschiedsbrief wie von einem Menschen, der nach reifer Überlegung beschlossen hat, Schluss zu machen. Es scheint kein Hinweis auf eine Affekthandlung vorzuliegen. Die Frage ist warum er unbedingt andere mitnehmen wollte. Seine Aussagen sind von tiefer Misanthrophie geprägt. Leben und Tod andere Menschen sind ihm gleichgültig. Irgendwie projeziert er seine Unfähigkeit und seine Ängste, dem "normalen" Leben Herr zu werden in die Annahme andere Menschen seien minderwertig. Er sieht nur die anderen als Schuldigen. Außerdem betrachtet er alle anderen als einheitlich und unterscheidet nicht zwischen Individuen. Dazu noch sein Glaube unter Anarchie würde sich alles selbstregeln. Aber letztendlich kann man das aus der Ferne ohne weiteren Einblick in sein Leben nur schwer erfassen.
 
ich bin immer noch ein wenig schockiert...ich weiss nicht ob ich nur mitleid für die opfer zeigen soll oder auch für den täter...ist schon ne arme kranke einsame seele gewesen, wenn man sich das alles so durchliest...ich finde es schwachsinnig, jetzt alles an diesen Spielen hochzuziehen...schuldige sollte man in seinem sozialen umfeld suchen...
 
AMOKLÄUFE AN SCHULEN


<span>
"Emsdetten war vorhersehbar"</span>



Gewalttaten an Schulen sind vorhersehbar, behaupten Forscher der TU Darmstadt und arbeiten an einem Frühwarnsystem. Auch Sebastian B. gab viele Hinweise auf seinen schrecklichen Plan. Psychologe Jens Hoffmann erklärt im Interview, wie Amokläufe verhindert werden können.




SPIEGEL ONLINE: Sie arbeiten an einer Studie zu amerikanischen und deutschen Amokläufern in Schulen. Inwiefern sind die Fälle vergleichbar?



Jens Hoffmann: Es ist aus nordamerikanischen Studien bekannt, welche Warnsignale es für Amokläufe an Schulen gibt. Wir haben die amerikanischen Ergebnisse mit deutschen Amokläufen verglichen und haargenau dieselben Indikatoren gefunden. Sogar der Zugang zu Schusswaffen war gar nicht so anders. Statistisch können wir leider mit so geringen Fallzahlen in Deutschland nicht arbeiten, strukturell lässt sich aber schon einiges vorhersagen.



SPIEGEL ONLINE:
Welche Anzeichen gibt es für einen geplanten Amoklauf?



Hoffmann:
Ein Amoklauf ist der Endpunkt eines Weges mit vielen Stufen, keine impulsive Tat. Ursächlich sind viele kleine Indikatoren. Eine frühe Stufe ist etwa die Begeisterung für Gewalt als Lösung einer Krise - Täter fangen früh an, Gewalttaten gut zu finden und darüber zu sprechen. Der nächste Schritt ist die Beschäftigung mit Amok-Vorbildern - im Emsdettener Fall etwa die Nachahmung des Massakers von Columbine, eine ähnliche Inszenierung und das Benutzen spezieller Wörter - Sebastian B. übernahm zum Beispiel den Ausdruck "Jocks" für besonders sportliche und beliebte Schüler. Mögliche Amokläufer identifizieren sich mit realen Vorbildern, aber auch mit fiktiven Idolen.



SPIEGEL ONLINE: Aber nicht jeder, der sich mit Gewalt beschäftigt, übt sie auch aus.



Hoffmann: Nein. Hinzu kommen konkretere Anzeichen: Jemand ist über einen längeren Zeitraum wütend auf eine bestimmte Personengruppe und macht sie für sein Leid verantwortlich. Die Person zeigt sich mit Schusswaffen und spricht Drohungen und Warnungen aus. Auslösend wirken dann Situationen, in denen ein wichtiger Faktor des Lebens wegfällt - im Fall Robert Steinhäuser brach am Tag der Zeugnisausgabe seine Welt zusammen, weil er keinen Schulabschluss hatte. Im Emsdettener Fall hatte der Täter einen pubertär anmutenden Männlichkeitswahn und Begeisterung für Waffen - und wegen unerlaubten Waffenbesitzes sollte er am nächsten Tag vor Gericht erscheinen. Das war sicher kein Zufall.



SPIEGEL ONLINE: Hätte man den Amoklauf in Emsdetten also vorhersehen können?



Hoffmann: Klar, man hätte auf jeden Fall sehen können, dass dort jemand auf dem möglichen Weg zu dieser Tat war. Der Fall war lehrbuchmäßig: Sebastian B. zeigte alle Indikatoren eines wahrscheinlichen Amokläufers, die man so kennt: Gewaltphantasien, Amok-Vorbilder, Hass auf sein Umfeld und die Gesellschaft, der finale Tunnelblick, das auslösende Moment.



SPIEGEL ONLINE:
Wenn über längere Zeit jemand auffällig ist und kurz vor der Tat eine konkrete Kränkung hinzu kommt - dann folgt ein Amoklauf?



Hoffmann:
Dieses Muster ist bei fast allen Fällen von geplanter Gewalt in Schulen zu finden. Für die Prävention bedeutet das: Bei solchen Menschen müssen wir genauer hinsehen, ob viele dieser Puzzleteile zusammen kommen und ob es wahrscheinlich ist, dass dieser Mensch diese Stufen durchlebt.



SPIEGEL ONLINE:
Wenn die Tat so offenkundig war, warum ist es trotzdem passiert?



Hoffmann:
Das Problem ist: Der Eine bemerkt ein merkwürdiges Indiz, jemand anderem fällt etwas Komisches auf - nur jeder denkt: Na ja, wird schon nichts Schlimmes passieren. Es gibt keine zentralen Anlaufstellen, die beobachten, was eigentlich insgesamt passiert und sich um einzelne Fälle kümmern. Leute, die recherchieren, ob da jemand auf einem krisenhaften Weg ist und möglicherweise sich selbst oder anderen Gewalt antun kann.



SPIEGEL ONLINE
: Wer soll diese Aufgabe denn übernehmen?



Hoffmann:
Erwachsene und Lehrer kriegen oft nicht genug mit. Fast immer aber wissen die "Peers", die Gleichaltrigen, über entscheidende Details Bescheid. Wir müssen von nun an Lehrer schulen, die Indikatoren für einen Amoklauf wahrzunehmen. Und man muss außerdem an Schulen ein Klima aufbauen, in dem Schüler jemandem Beobachtungen anvertrauen können, ohne dass gleich eine Hexenjagd nach dem "Amokläufer von morgen" ausgelöst wird. Ein solches System darf auch nicht dazu geeignet sein, Mitschüler zu diffamieren. Ansprechpartner könnten Vertrauenslehrer oder Schulpsychologen sein.



SPIEGEL ONLINE:
Können Sie denn das Risiko eingehen, jemandem womöglich zu Unrecht einen so schrecklichen Plan wie einen Amoklauf zu unterstellen?



Hoffmann:
Man darf natürlich nicht glauben, man könne ein demografisches Profil von Amokläufern erstellen. Damit würden wir viele unschuldige Leute verdächtigen und andere übersehen, die kurz davor stehen. Wir erstellen deshalb keine Stereotypen, sondern verhaltensorientierte Muster. Den Mythos vom Einzelgänger etwa sollte man vergessen. Es gibt natürlich die Gruppe der Gewalttäter am Rande der Gesellschaft, wahrscheinlich handelt es sich bei Amokläufern auch selten um Mitglieder des erfolgreichen Mainstreams. Aber es gibt durchaus Täter, die einen Freundeskreis und Beziehungen haben.



SPIEGEL ONLINE
: Schiebt man den Schwarzen Peter damit nicht vom Täter zu dessen Umfeld?



Hoffmann: Nein. In Deutschland wird immer nach einem eindeutig Schuldigen gesucht. Das ist völlig kontraproduktiv und führt dazu, dass die Leute Angst haben, an solche Fälle ranzugehen. Man muss ein offenes, unvoreingenommenes Klima schaffen. Dazu gehört, sich etwa mit Gewaltdrohungen auseinanderzusetzen. Aber auch, mit dem betreffenden Schüler zu sprechen und zu recherchieren und Drohungen dann als das zu erkennen, was sie in den meisten Fällen sind: Ausbrüche im Affekt, im Streit. Die sind harmlos.



SPIEGEL ONLINE
: Welche vorbeugenden Maßnahmen sollte man nun treffen?



Hoffmann: An unserem Institut für Psychologie und Sicherheit haben wir ein Präventionsprogramm entwickelt. Wir haben etwa den schulpsychologischen Dienst in Baden-Württemberg geschult und an einer Polizeiakademie in Freiburg, wo interdisziplinär gearbeitet wird. Als nächstes wollen wir nun schauen, ob sich auch bei Gewalttaten von Jugendlichen außerhalb der Schule konkrete Verhaltensmuster feststellen lassen.



Das Interview führte Carola Padtberg





Quelle: spiegel.de
 
SEBASTIAN B.S TAGEBUCH



<span>"That's it"</span>



Der Amokläufer von Emsdetten hat Tagebuch geführt. In der Nacht vor dem Überfall auf seine ehemalige Schule soll er einige Seiten, in denen die Bluttat bereits angekündigt wird, eingescannt und an Freunde gemailt haben.




Hamburg - Laut "Bild"-Zeitung verbrannte der 18-jährige Sebastian B. die Aufzeichnungen, nachdem er die entsprechenden Seiten per Mail verschickt hatte. Schon am 19. August soll er damals von einem Amoklauf phantasiert haben: "Stell dir vor, du selbst in einer Schule, stell dir vor, der Trenchcoat verdeckt all deine Werkzeuge der Gerechtigkeit, und dann wirfst du den ersten Molotow-Cocktail, die erste Bombe", zitiert die Zeitung aus dem Tagebuch. "Du schickst den meistgehassten Ort zur Hölle."







Ein paar Tage später folgt der Eintrag: "Ich hasse die Menschheit, ausgenommen mich und meine Familie." Als Idol wird Eric Harris in dem Tagebuch verherrlicht, einer der Attentäter von Littleton. Er sei "der wohl vernünftigste Junge" gewesen, "den eine beschissene Highschool bieten kann". Und dann in Versalien: "Eric Harris ist Gott." Es sei erschreckend, wie ähnlich Harris ihm sei. Er habe aus seinen Fehlern gelernt.



Einmal notiert B. zwölf Namen als "primäre Personenziele", streicht sie aber wieder durch. Etwas später schreibt er drei der Namen erneut auf. Im Oktober folgen Einträge, in denen der Kauf von Bombenmaterial und Waffen aufgelistet wird. Dazwischen auch ein Hinweis auf den bevorstehenden eigenen Tod: "Wehe irgendein Sackgesicht von Geistlichem reißt sein Maul auf meiner Beerdigung auf! Es gibt keinen Scheiß-Gott."



Eine Woche vor der Tat kündigt er an: "Es wird ein ganz großer Abgang!" Noch einmal vier Tage später schreibt B., er habe die Schule besucht, um zu sehen, ob am geplanten Attentatstag, die gewünschten Opfer anwesend sein würden. "Und ja. Sie werden da sein!"



Am Abend vor der Tat äußert der Jugendliche noch Bedauern darüber, dass er seiner Familie Leid zufügen und sie nicht mehr wieder sehen werde. "Sie sind alles gute Menschen. (...) Ich liebe sie. Und ich hasse mich dafür, dass ich ihnen wehtue." Zum Schluss schreibt der 18-Jährige: "Es ist schon verrückt. Ich habe das Ganze so lange geplant und jetzt - verdammte Scheiße - wird alles wahr. That's it."



dab






Quelle: spiegel.de
 
Zurück
Oben