http://www.zeit.de/zeit-wissen/2006/03/bildergalerie_LP?1
Völlig geplättet
Raubkopien aus dem Netz? Langweilig. Wir haben etwas viel Aufregenderes: Schallplatten nachgießen. Dauert
nur knapp zwei Tage. Von Anne Kunze

Mach's dir selbst
Für viele sind die analogen Scheiben das bessere Hörerlebnis. Eine Schallplatte zu kopieren, lohnt sich allerdings nur bei Raritäten. Weil es 60 Euro kostet und knapp zwei Tage dauert. Vor der Anleitung, hier also die Einkaufsliste für Nachmacher:
- Holzleisten, Fensterkitt und Teppichmesser aus dem Baumarkt für circa 9 Euro
- Silikon, 00M00 30 oder 00M00 25, zu beziehen über www.kaupo.de
, 22 Euro
- Farbpigmente aus dem Künstlerbedarfsladen, 5 Euro
- Kunstharz, Smooth-On Task 4 zu beziehen über www.kaupo.de
, 21 Euro
- Glasplatte 40x50 cm, zum Beispiel aus einem billigen Bilderrahmen, 10 Euro
Text: Anne Kunze, Foto: Stefan Boekels
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Vier Holzleisten à 36,5 cm zu einem Rahmen zusammennageln und auf eine Glasplatte legen. Die Ränder mit Fensterkitt abdichten, damit später nichts nach außen dringt.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Die saubere Platte mit der zu kopierenden Seite nach oben legen. In der Mitte aus Fensterkitt einen Zylinder formen. So sieht man später, wo ein Loch gebohrt werden muss.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Für den Abguss gibt es verschiedene Silikonarten. Nicht in einer Vakuumkammer anrühren muss man zum Beispiel Smooth-On OOMOO 30 oder OOMOO 25.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Das Silikon aus den beiden Komponenten drei Minuten lang verrühren. Dann gleichmäßig von einem Punkt aus gießen, bis die Form überall gleichmäßig einen halben bis einen Zentimeter mit Silikon ausgefüllt ist. OOMOO 30 trocknet in sechs Stunden, OOMOO 25 braucht nur 75
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Das getrocknete Silikon an den Rändern mit einem Teppichmesser einschneiden und abziehen. Auf dem Abdruck sieht man jede Rille und sogar die Schrift der Originalplatte. Darauf achten, dass kein Staub oder Schmutz auf das glibberige Silikon kommt - sonst würde das alles mitkopiert werden.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Als Plastik eignet sich Zweikomponenten Smooth-On Task 4, weil es eine hohe Festigkeit hat. Farbpigmente unterrühren, wenn die Platte bunt werden soll.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Das Plastik langsam in den Abguss schütten und aufpassen, dass nichts über die runde Form läuft. Eventuell mit einem Pinsel Luftbläschen ausstreichen.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Vorsichtig die Platte aus der Silikonform lösen. In der Mitte hat der Zylinder aus Fensterkitt eine Erhebung hinterlassen - dort mit der Bohrmaschine ein Loch bohren, damit der Plattenspieler die Scheibe erfassen kann. Sie klingt fast so wie das Original. Von dem Negativ lassen sich beliebig viele Platten gießen
Völlig geplättet
Raubkopien aus dem Netz? Langweilig. Wir haben etwas viel Aufregenderes: Schallplatten nachgießen. Dauert
nur knapp zwei Tage. Von Anne Kunze

Mach's dir selbst
Für viele sind die analogen Scheiben das bessere Hörerlebnis. Eine Schallplatte zu kopieren, lohnt sich allerdings nur bei Raritäten. Weil es 60 Euro kostet und knapp zwei Tage dauert. Vor der Anleitung, hier also die Einkaufsliste für Nachmacher:
- Holzleisten, Fensterkitt und Teppichmesser aus dem Baumarkt für circa 9 Euro
- Silikon, 00M00 30 oder 00M00 25, zu beziehen über www.kaupo.de
, 22 Euro
- Farbpigmente aus dem Künstlerbedarfsladen, 5 Euro
- Kunstharz, Smooth-On Task 4 zu beziehen über www.kaupo.de
, 21 Euro
- Glasplatte 40x50 cm, zum Beispiel aus einem billigen Bilderrahmen, 10 Euro
Text: Anne Kunze, Foto: Stefan Boekels
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Vier Holzleisten à 36,5 cm zu einem Rahmen zusammennageln und auf eine Glasplatte legen. Die Ränder mit Fensterkitt abdichten, damit später nichts nach außen dringt.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Die saubere Platte mit der zu kopierenden Seite nach oben legen. In der Mitte aus Fensterkitt einen Zylinder formen. So sieht man später, wo ein Loch gebohrt werden muss.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Für den Abguss gibt es verschiedene Silikonarten. Nicht in einer Vakuumkammer anrühren muss man zum Beispiel Smooth-On OOMOO 30 oder OOMOO 25.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Das Silikon aus den beiden Komponenten drei Minuten lang verrühren. Dann gleichmäßig von einem Punkt aus gießen, bis die Form überall gleichmäßig einen halben bis einen Zentimeter mit Silikon ausgefüllt ist. OOMOO 30 trocknet in sechs Stunden, OOMOO 25 braucht nur 75
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Das getrocknete Silikon an den Rändern mit einem Teppichmesser einschneiden und abziehen. Auf dem Abdruck sieht man jede Rille und sogar die Schrift der Originalplatte. Darauf achten, dass kein Staub oder Schmutz auf das glibberige Silikon kommt - sonst würde das alles mitkopiert werden.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Als Plastik eignet sich Zweikomponenten Smooth-On Task 4, weil es eine hohe Festigkeit hat. Farbpigmente unterrühren, wenn die Platte bunt werden soll.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Das Plastik langsam in den Abguss schütten und aufpassen, dass nichts über die runde Form läuft. Eventuell mit einem Pinsel Luftbläschen ausstreichen.
In wenigen Schritten zur kopierten Platte
Vorsichtig die Platte aus der Silikonform lösen. In der Mitte hat der Zylinder aus Fensterkitt eine Erhebung hinterlassen - dort mit der Bohrmaschine ein Loch bohren, damit der Plattenspieler die Scheibe erfassen kann. Sie klingt fast so wie das Original. Von dem Negativ lassen sich beliebig viele Platten gießen