Kaiserslautern: Auch HSV will Krzynowek - 23.01.2006 11:44
Höiland und Béda eine Bank
Leverkusen hat das Angebot des 1. FCK für Jacek Krzynowek (29) auf dem Tisch liegen. Ob der polnische Nationalspieler aber tatsächlich auf den Betzenberg kommt, ist mehr denn je ungewiss. Denn im Poker um den Linksfüßer, der bei Bayer aufs Abstellgleis geraten ist, bietet jetzt der HSV mit.

Ebenso der FC Portsmouth. Krzynowek soll jedoch einen Wechsel innerhalb der Bundesliga einem Engagement in England vorziehen. Lauterns Trumpf könnte eine Stammplatzgarantie sein. Die hätte Krzynowek, Leistung vorausgesetzt, bei seinem ehemaligen Trainer Wolfgang Wolf sicher eher als in Hamburg.
Eng wird es bis zum Rückrundenstart gegen Schalke für Neuzugang Balász Borbély (26), den noch immer Achillessehnenbeschwerden plagen. "Warten wir ab. Die Chancen sind 50:50", urteilt Wolf, der für den Fall eines Ausfalls des Slowaken gerüstet ist. Dann wird Marco Engelhardt zunächst wie bisher im defensiven Mittelfeld agieren. Wie erwartet bleibt Engelhardt Kapitän des 1. FCK. "Es gibt überhaupt keinen Grund, ihm die Binde wegzunehmen." Wolf beendete nun alle Spekulationen.
Für Stefan Blank, der noch unter Ex-Trainer Michael Henke als stellvertretender Spielführer abgetreten war, ist weiter kein Platz im Team. Links in der Viererkette, wohin Wolf gerne Engelhardt verschieben würde, erhielt bei der Generalprobe gegen Yverdon Axel Bellinghausen den Vorzug. Umkämpft ist die linke Innenverteidigerposition. Marcelo Pletsch (29) oder Fabian Schönheim (18), Routine oder jugendliche Unbekümmertheit ist die Frage, die Wolf bis Sonntag klären muss.
Ansonsten steht seine Wunschelf. Schlüsselrollen fallen zwei Neuen zu. Jon Inge Höiland (28) soll rechts hinten Stabilität garantieren, sich mit nach vorne einschalten und mit Flanken für Furore sorgen. An Höilands Seite soll sich der Franzose Mathieu Béda (24) als Chef der Vierer-Abwehrreihe bewähren. Der Einstand der beiden verlief vielversprechend. In vier Testspielen (5:0/zweimal 1:0/ 1:1) ließ der 1. FCK lediglich ein Gegentor zu. Allerdings war allein der Schweizer Erstligist Yverdon ein gleichwertiger Sparringspartner. Das 1:0 war für Wolf auch ein Verdienst des Duos Höiland/Béda: "Wir haben in 90 Minuten keine einzige Torchance zugelassen. Das sagt alles." Nach 44 Gegentoren in 17 Hinrundenspielen ist eben jedes kleine Erfolgserlebnis als Mutmacher willkommen.
Gut in Form präsentiert sich bei den Pfälzern bereits Boubacar Sanogo. Auf den Mann von der Elfenbeinküste, der sich noch Hoffnungen auf die WM-Teilnahme macht, war in drei Spielen Verlass als Vollstrecker.
Uli Gerke
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