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Der Trainer ist erstmals Chef. Er hat eine sehr schwierige Aufgabe in
KAISERSLAUTERN. Der Verein steckt im Umbruch. Und spart.
Setzt sich Henke durch?
KOMMEN & GEHEN
Der Wechsel von Ioannis Amanatidis zu Eintracht Frankfurt hat dem 1. FCK eine Transfereinnahme von geschätzten zwei Millionen Euro beschert. Ein Teil davon wird in Boubacar Sanogo ( 22), der von der Elfenbeinküste stammt und von Club Al Ain ( Vereinigte Arabische Emirate) kommt, investiert. Alle anderen Neuen waren ablösefrei: Marcelo Pletsch ( M'gladbach, zuletzt ohne Verein), Ervin Skela ( Bielefeld), Torsten Reuter ( Saarbrücken) und Axel Bellinghausen ( Düsseldorf). Überraschend schon im Profikader: U- 18- Nationalspieler Fabian Schönheim. Die Spieler, die vor Amanatidis gingen, spielten bereits vor dem Abschied keine Rolle mehr: Tim Wiese, Hany Ramzy, Dimitrios Grammozis, Selim Teber, Bill Tchato,
Mika Nurmela.
TESTS & TORE
Wenig Gegentore in Duellen mit Amateuren ( 4: 0 in Marburg, 10: 0 in Zeulenroda, 2: 1 in Pirmasens), mit bekannten ( Abwehr-) Schwächen in Aue und gegen Young Boys Bern ( zweimal 1: 2). Knappes 1: 0 beim 1. FC Saarbrücken. Die Bestätigung des guten Eindrucks gegen den FC Basel ( 2: 0) lässt auf sich warten.
STÄRKEN & SCHWÄCHEN
Neuzugang Ervin Skela verspricht eine notwendige Steigerung im spielerischen Bereich. Im Mittelfeld bietet das Aufgebot die meisten Möglichkeiten – zumindest in der Breite. Trainer Michael Henke legt Wert auf doppelte Besetzung auf jeder Position, taktische Flexibilität, Disziplin, körperliche Fitness. Daran sowie an Teamgeist und Einstellung mangelte es imVorjahr erheblich. Für erstklassige Verstärkungen fehlte das Geld. Die Defensive bleibt das Sorgenkind – trotz Pletsch als neuem Hoffnungsträger. Was ist, wenn die einzige echte, aber verletzungsanfällige Führungskraft Ciriaco Sforza ( 35!) ausfällt? Oder die Nationalspieler Marco Engelhardt und Halil Altintop in ihrer Entwicklung stagnieren? Alternativen zu diesem Trio? Fehlanzeige!
SYSTEM & TAKTIK
Taktische Schulung ist einer der Schwerpunkte in der Vorbereitung. 4- 4- 2, 4- 3- 3 oder 4- 2- 3- 1 sind die Varianten, zwischen denen Henke wechseln will. Im Angriff ist derzeit alleine Altintop gesetzt. Skela ist eine Schlüsselrolle zugedacht: Als hängende Spitze oder Schaltzentrale in einer Dreier- Offensivreihe.
TRAINER & UMFELD
Für Michael Henke ( 48) ist es die erste Cheftrainerstelle in der Bundesliga. Der Anfang verläuft vielversprechend. Henke kommt gut an, im Team wie bei den Fans. Klare Ansprache, klares Konzept,
klare Ziele: „ Die Fans müssen merken, es bewegt sich etwas.“ Klar ist aber ebenfalls: Bleibt der Erfolg aus, erhält auch Michael Henke auf dem Betzenberg keine lange Schonzeit.
STIMMEN & STIMMUNGEN
Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Die Mannschaft ist in der Pflicht nach zuletzt wenig profihaftem Verhalten beim Endspurt mit sieben Pleiten in neun Spielen der vergangenen Saison. Der Betzenberg ist also eine Großbaustelle. Und das nicht nur wegen des Stadionausbaus zur WM- Arena.
FAZIT UND PROGNOSE
Der 1. FC Kaiserslautern steht wieder einmal vor einer schweren Saison. Das ohnehin schon schmale Budget im Lizenzspielerbereich musste nochmals um drei auf nun 14,5 Millionen reduziert werden. Die „ Roten Teufel“ müssen also weiter kleine Brötchen backen. Dabei könnten sie sich ganz schön die Finger verbrennen. Henke braucht Glück und Geschick, damit sein Einstandsjob kein Himmelfahrtskommando wird. ULI GERKE
KAISERSLAUTERN. Der Verein steckt im Umbruch. Und spart.
Setzt sich Henke durch?
KOMMEN & GEHEN
Der Wechsel von Ioannis Amanatidis zu Eintracht Frankfurt hat dem 1. FCK eine Transfereinnahme von geschätzten zwei Millionen Euro beschert. Ein Teil davon wird in Boubacar Sanogo ( 22), der von der Elfenbeinküste stammt und von Club Al Ain ( Vereinigte Arabische Emirate) kommt, investiert. Alle anderen Neuen waren ablösefrei: Marcelo Pletsch ( M'gladbach, zuletzt ohne Verein), Ervin Skela ( Bielefeld), Torsten Reuter ( Saarbrücken) und Axel Bellinghausen ( Düsseldorf). Überraschend schon im Profikader: U- 18- Nationalspieler Fabian Schönheim. Die Spieler, die vor Amanatidis gingen, spielten bereits vor dem Abschied keine Rolle mehr: Tim Wiese, Hany Ramzy, Dimitrios Grammozis, Selim Teber, Bill Tchato,
Mika Nurmela.
TESTS & TORE
Wenig Gegentore in Duellen mit Amateuren ( 4: 0 in Marburg, 10: 0 in Zeulenroda, 2: 1 in Pirmasens), mit bekannten ( Abwehr-) Schwächen in Aue und gegen Young Boys Bern ( zweimal 1: 2). Knappes 1: 0 beim 1. FC Saarbrücken. Die Bestätigung des guten Eindrucks gegen den FC Basel ( 2: 0) lässt auf sich warten.
STÄRKEN & SCHWÄCHEN
Neuzugang Ervin Skela verspricht eine notwendige Steigerung im spielerischen Bereich. Im Mittelfeld bietet das Aufgebot die meisten Möglichkeiten – zumindest in der Breite. Trainer Michael Henke legt Wert auf doppelte Besetzung auf jeder Position, taktische Flexibilität, Disziplin, körperliche Fitness. Daran sowie an Teamgeist und Einstellung mangelte es imVorjahr erheblich. Für erstklassige Verstärkungen fehlte das Geld. Die Defensive bleibt das Sorgenkind – trotz Pletsch als neuem Hoffnungsträger. Was ist, wenn die einzige echte, aber verletzungsanfällige Führungskraft Ciriaco Sforza ( 35!) ausfällt? Oder die Nationalspieler Marco Engelhardt und Halil Altintop in ihrer Entwicklung stagnieren? Alternativen zu diesem Trio? Fehlanzeige!
SYSTEM & TAKTIK
Taktische Schulung ist einer der Schwerpunkte in der Vorbereitung. 4- 4- 2, 4- 3- 3 oder 4- 2- 3- 1 sind die Varianten, zwischen denen Henke wechseln will. Im Angriff ist derzeit alleine Altintop gesetzt. Skela ist eine Schlüsselrolle zugedacht: Als hängende Spitze oder Schaltzentrale in einer Dreier- Offensivreihe.
TRAINER & UMFELD
Für Michael Henke ( 48) ist es die erste Cheftrainerstelle in der Bundesliga. Der Anfang verläuft vielversprechend. Henke kommt gut an, im Team wie bei den Fans. Klare Ansprache, klares Konzept,
klare Ziele: „ Die Fans müssen merken, es bewegt sich etwas.“ Klar ist aber ebenfalls: Bleibt der Erfolg aus, erhält auch Michael Henke auf dem Betzenberg keine lange Schonzeit.
STIMMEN & STIMMUNGEN
Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Die Mannschaft ist in der Pflicht nach zuletzt wenig profihaftem Verhalten beim Endspurt mit sieben Pleiten in neun Spielen der vergangenen Saison. Der Betzenberg ist also eine Großbaustelle. Und das nicht nur wegen des Stadionausbaus zur WM- Arena.
FAZIT UND PROGNOSE
Der 1. FC Kaiserslautern steht wieder einmal vor einer schweren Saison. Das ohnehin schon schmale Budget im Lizenzspielerbereich musste nochmals um drei auf nun 14,5 Millionen reduziert werden. Die „ Roten Teufel“ müssen also weiter kleine Brötchen backen. Dabei könnten sie sich ganz schön die Finger verbrennen. Henke braucht Glück und Geschick, damit sein Einstandsjob kein Himmelfahrtskommando wird. ULI GERKE