Ein Wunder - sonst endet eine Ära
Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Basketball-EM in der Zwischenrunde ein ganz hartes Programm vor sich. Zwei Siege müssen fürs Team um Dirk Nowitzki (33) her, sonst ist der Olympia-Zug abgefahren. Und damit wäre auch die Karriere des Superstars im deutschen Dress beendet.
Dirk Nowitzki hat jedoch vor den drei Partien der Zwischenrunde gegen Europameister Spanien (heute, 14.30 Uhr), Vizeweltmeister Türkei (Freitag) und Gastgeber Litauen (Sonntag) kaum Hoffnung, sich über den Einzug ins Viertelfinale noch für Olympia 2012 in London zu qualifizieren. „Spanien ist der Turnierfavorit und Litauen im eigenen Land eine Bank”, sagte der Würzburger desillusioniert. Nowitzki weiß, dass das deutsche Team nun ein Wunder benötigt. „Wir werden zwei Spiele gewinnen müssen”, betont Bundestrainer Dirk Bauermann. Und selbst das könnte noch zu wenig sein.
Bislang gelang es den „Bauermänner” nicht, den Top-Teams ein Bein zu stellen. Gegen Frankreich waren sie chancenlos, im Duell mit den cleveren Serben sah es nicht viel besser aus. Legt das Team in Wilna den Schalter nicht um, ist die Endrunde in Kaunas unerreichbar.
Zu viel lastete bisher auf den Schultern von Dirk Nowitzki und Chris Kaman, deshalb setzte Dirk Bauermann die NBA-Profis im bedeutungslosen letzten Vorrundenspiel gegen Lettland früh auf die Bank. Der Plan ging auf, die Ergänzungsspieler holten sich den Sieg und damit neuen Mut.
In der Zwischenrunde geht es für die deutschen „Riesen” aber nicht nur um sportlichen Erfolg, ein Scheitern hätte weit mehr Konsequenzen. Die Ära Bauermanns als Nationalcoach wäre nach fast acht Jahren vorbei, und Dirk Nowitzki wird seine Karriere in der Nationalmannschaft beim Verpassen des Olympia-Tickets mit Sicherheit beenden.
Quelle: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau