Fanforum und Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

  • Serverumzug heute ab 14:00 Uhr
    Das Forum zieht heute auf einen neuen Server um. Ab 14:00 Uhr ist das Forum voraussichtlich bis zu zwei Stunden im Wartungsmodus. In dieser Zeit sind keine Beiträge und keine Anmeldung möglich. Bitte schickt längere Beiträge vor 14:00 Uhr ab. Danke für euer Verständnis!

Bundesligisten nagen finanziell am Hungertuch

coop

Member
Droht der Fußball-Bundesliga in naher Zukunft der finanzielle Kollaps? Laut eines Berichts des ZDF-Magazins "Frontal 21" befinden sich einige Klubs der höchsten deutschen Spielklasse in einer prekären wirtschaftlichen Lage. "Die Situation ist überaus angespannt und kritisch. Für die Bundesliga ist es fünf vor zwölf", erklärte die auf Unternehmens-Insolvenzen spezialisierte Anwältin Angelika Amend, die im Auftrag des Magazins wenige Tage vor der Lizenzentscheidung der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH die Jahresabschlüsse der Erstligisten untersucht hat.



Gutes Zeugnis für Freiburg und Bayern



Laut Amend seien die meisten Klubs bilanziell überschuldet, den hohen Verbindlichkeiten stünden keine ausreichenden Vermögenswerte gegenüber. "Dem überwiegenden Teil der Vereine geht es richtig schlecht", meinte Amend, die den Klassenprimus Bayern München und dem Tabellenletzten SC Freiburg das beste Wirtschaftszeugnis ausstellte.



Zudem drohen nach Recherchen von "Frontal 21" der DFL und drei Bundesligisten Ordnungsstrafen von bis zu 25.000 Euro, weil sie ihre Jahresabschlüsse angeblich nicht offen gelegt haben. Bayer Leverkusen, Arminia Bielefeld, Hannover 96 und die DFL seien als Kapitalgesellschaften dazu gesetzlich verpflichtet. Nach Informationen des ZDF haben die zuständigen Amtsgerichte die vier Unternehmen bereits aufgefordert, ihren gesetzlichen Pflichten nachzukommen und die Zahlen zu veröffentlichen.



Bayer Leverkusen bestätigte am Dienstagabend diesen Sachverhalt. "Das zuständige Amtsgericht in Köln hat Bayer 04 Leverkusen am 15. April 2005 gebeten, die noch nicht eingereichten Unterlagen innerhalb einer Frist von drei Wochen vorzulegen, damit die Einleitung eines Ordnungsgeldverfahrens vermieden werden könne. Noch am gleichen Tag hat Bayer 04 Leverkusen gegenüber dem Amtsgericht Köln bestätigt, die noch fehlenden Unterlagen rechtzeitig dort einzureichen", hieß es in einer Pressemitteilung des Werksklubs, der sich nur durch die Aufforderung des Amtsgerichts zur Vorlage der Bilanzen verpflichtet sah. Die Bielefelder dementierten dagegen. Eine Aufforderung des zuständigen Amtsgerichtes läge nicht vor.



DFL räumt Verbindlichkeiten von 698 Millionen Euro ein



Die DFL versuchte am Dienstag, die Vorwürfe zu entkräften. "Für Kapitalgesellschaften gibt es nach Größenklassen geschichtete Offenlegungspflichten. Erst seit dem 30. Juni 2003 sind die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Regeln verbindlich für die DFL. Unseren Jahresabschluss 2003 haben wir inzwischen beim Amtsgericht Frankfurt eingereicht", erklärte der bei der DFL für die Finanzen zuständige Geschäftsführer Christian Müller.



Unlängst hatte der Verband indes Verbindlichkeiten nach der Saison 2003/2004 von 698 Millionen Euro eingeräumt. Allerdings hätten die Klubs ein so genanntes positives Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 79,9 Millionen Euro erzielt. Laut Angaben der Liga sei der Umsatz in 2003/2004 - begründet durch geringere Europapokal-Gelder - von 1,358 Milliarden auf 1,275 Milliarden Euro gesunken. "Die Klubs haben ihre Talsohle durchschritten und sind langfristig gut aufgestellt, weil sie vermehrt in die Zukunft investieren", hatte Wilfried Straub, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, erklärt.



Quelle: www.nachrichten.de (Focus Online)
 
Zurück
Oben