Morgen gehts dann wohl weiter
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Explosive Mischung: Es drohen schwere GewitterErschienen am 16. Juli 2009
Launischer Sommer: Am Freitag drohen Sturm und Gewitter (Foto: dpa)
Für Freitag warnt die Unwetterzentrale von Meteomedia vor schweren Unwettern: Von Westen nähert sich auf der gesamten Breite eine Kaltfront, die auf schwül-heiße Luftmassen über Deutschland prallt. "Das ist eine hochexplosive Mischung", erklärt Meteorologe Lars Dahlstrom gegenüber wetter.info. Dann muss im ganzen Land mit sehr schweren Gewittern, Starkregen und Großhagel gerechnet werden. Örtlich können kleine Bäche über die Ufer treten, und das Tornadorisiko ist deutlich erhöht.
Das Tief, das sich von Westen nähert, saugt bis morgen noch mal viel tropisch-heiße Luft auf. Selbst im Norden klettert das Quecksilber nahe an die 30-Grad-Marke heran. In der Mitte und im Osten heizt bis zum Nachmittag zusätzlich viel Sonnenschein die Atmosphäre auf. Die Temperaturgegensätze könnten kaum größer sein, wenn die Kaltfront über Deutschland hinweg zieht - und darin liegt die besondere Gefahr der Wetterlage, so Dahlstrom.
Kaltfront prallt auf heiße Luftmassen
Bis zum frühen Morgen bleibt es noch ruhig in Deutschland. Gegen sieben Uhr erreichen die ersten dunklen Wolken den äußersten Westen und bringen kräftigen Regen und Gewitter. Die Temperaturen stürzen dann um bis zu zehn Grad in den Keller. Von der Ostsee über das Erzgebirge bis nach Bayern ist es zunächst noch sonnig, trocken und heiß. Ab dem Nachmittag erreicht das Gewitter auch den Osten. "Hier ist die Gefahr von schweren Unwettern wegen der aufgeheizten Luft am größten", warnte Dahlstrom von Meteomedia.
Gefahr von Hochwasser
Dort, wo es länger regnet, können Keller mit Wasser vollaufen, große Hagelkörner Autos beschädigen und Sturm- und Orkanböen für zahlreiche Schäden sorgen. Besonders kräftige Regengüsse erwartet der Meteorologe allerdings im Südwesten: "An kleineren Bächen, vor allem im Schwarzwald, könnte es Hochwasser geben."
Wetterberuhigung von Westen
Hinter den Unwettern beruhigt sich die Lage wieder. Im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen lassen die Niederschläge und Gewitter schon am späten Nachmittag nach. Nur im äußersten Südwesten gibt es immer wieder Wolkennachschub und häufig Regen.
Wechselhaftes, nasses Wochenende
Auch das Wochenende zeigt sich nicht von seiner sommerlichen Seite: Kaum Sonne, längere Regenfälle und mäßig warme Temperaturen machen wenig Lust auf Ausflüge oder Gartenarbeit. Im Südwesten bleibt es am Samstag zunächst bei der Gefahr von örtlichen Überschwemmungen und Hochwasser. "Die ganz großen Gewitter sind dann aber vorbei", beruhigt Dahlstrom, "die schwül-heiße Luft ist erstmal ausgeräumt". In der neuen Woche kommt zwar wieder wärmere Luft aus dem Süden, "ein stabiles Sommerhoch ist aber derzeit nicht im Programm."
Quelle: wetter.info, rf