Ich bezweifel, dass den Menschen im Kongo mit Krankenhäusern und Schulen, geschweige denn Universitäten geholfen ist. Die beste Schule bringt nichts ohne Lehrer, das beste Krankenhaus vergammelt, wenn ich keine Krankenschwestern und Ärzte habe.
Straßen wurden schon in vielen Ländern gebaut, auch mit und von westlicher Hilfe. Doch die Nachhaltigkeit kommt in den allermeisten Fällen zu kurz. Nach 3, 4 Jahren sind die Straßen mit Schlaglöchern übersät. Und Präsidenten oder Premierminister weihen lieber neue Straßen ein, als alte zu sanieren, denn das gibt nicht so schöne Bilder.
Wie du oben auch schon geschrieben hast: Die Kongolesen sind kaum in der Wertschöpfungskette drin. Die Chinesen holen sich Chinesen als Arbeiter und diese ziehen das erwirtschaftete Geld, in Form von Löhnen, wieder ab, wenn sie das Land verlassen.
Wenn sie sich den Abbau nicht leisten können, dann muss man da doch ansetzen. Warum nicht eine Bürokatie unter Schirmherrschaft der UNO aufbauen? Die großen Firmen dürfen die Rohstoffe abbauen, müssen aber genau berichten wieviel und in welchem Zeitraum. Ein bestimmter Prozentsatz des Umsatzes wird dann an die Länder bezahlt. Zudem zeigt man afrikanischen Unternehmern, wie sie mitarbeiten können. Klar...das sind wilde Träume einer besseren Welt, aber das man dadurch auf Probleme löst, Stichwort: Leichen an europäischen Urlaubsstränden, sarkastisch gesprochen, Armut als Ursache von Fanatismus/Terrorismus etc., dass vergessen die westlichen Politiker...wenn sie überhaupt mal soweit denken.
"fair trade" im Rohstoffbereich. Viele afrikanische Länder haben Rohstoffe, die wir Westler brauchen. Warum muss man ihnen Milliarden an Entwicklungshilfe überweisen, die wenig bringt, anstatt da anzusetzen, wo es gemeinsame Interessen gibt?
Klar wären das alles Eingriffe in eine freie Marktwirtschaft, aber von europäischer und amerikanischer Seite wird so sehr in den Agrarmarkt eingegriffen, dass ich das nicht als Argument ansehen würde.