Shelter
Well-Known Member
Grundsätzlich hast du natürlich Recht, ich denke wir haben in der letzten Saison alle gesehen dass unsere gesamte Offensivabteilung auf den Schultern von Ache als Zielspieler und vor allem Yokota als umtriebigen und quirligen Dribbler lastete - diese Individualqualitäten werden uns in der nächsten Saison fehlen, aber wir waren damit auch oftmals extrem eindimensional/ausrechenbar und zu abhängig von den beiden an schlechten (Spiel-)Tagen oder Formdellen.Yokota hin oder her, unser größtes Problem ist das wir jetzt garkeine MF Spieler mehr haben, die ihre Stärken im 1v1 haben, wenn hier keine weiteren 2-3 Spieler mit vergleichbaren Skills kommen, dann brauchst du gar nicht erst von den "Top 6" träumen.
Wir waren EXAKT an diesem Punkt schonmal unter Schuster, das hat Schuster auch selbst bemängelt.
Wenn du solche Spieler nicht im Kader hast, dann kannst du keine tiefstehenden Abwehrreihen knacken und das wird uns bei Heimspielen zwangsläufig Punkte kosten.
Aber das Transferfenster öffnet ja auch erst offiziell zum 01.07. Wenn wir jetzt (bspw.) tatsächlich noch Mehlem oder einen anderen qualitativen Box-to-Box-Spieler als Ersatz für Kaloč holen, würde ich mich persönlich mit einer möglichen Offensivabteilung um Emreli, Mehlem, Ritter, Prtajin sowie Hanslik eigentlich gut aufgestellt sehen.
Wir werden uns einfach mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass der kommende FCK-Kader wieder mehr über das Kollektiv, statt über die individuelle Klasse von 2-3 Einzelspielern kommen wird. Lieberknecht als "Architekt" traue ich es dabei aber durchaus zu, aus der Mannschaft einen verschworenen Haufen zu machen u. ein System zu implementieren, welches dieses Stärken adäquat auf den Rasen bringen wird, da er das während seiner Zeit bei den Lilien und auch in Braunschweig eigentlich sehr ansehnlich hinbekommen hat. Spiele gegen unseren aktuellen Trainer waren aus genau diesen Gründen immer sehr unangenehm und schwierig, zumindest meiner Auffassung nach.
Den Kader ausdünnen, fußballerische "Altlasten" bedingt durch mehrere Trainerwechsel-/Systeme der vergangenen Jahre los werden und punktuell die Schwachstellen in der Abwehr oder auf der linken Schienenposition verstärken, das dürfte eine realistische Zielsetzung für den aktuellen Sommer und die kommenden Wochen bis zum offiziellen Saisonstart sein.
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