TEIL II
Mai
Die Rheinpfalz bringt Anfag des Monats Mai Krassimir Balakov als neuen Trainer ins Gespräch, während die Führung nach wie vor keine Wasserstandsmeldungen abgibt („Wir dürfen keinen Fehler machen, der Neue muss zu unserem jungen Fundament passen", Schjönberg). Im folgenden Heimspiel gegen die bereits abgestiegene Eintracht aus Braunschweig blamiert sich der FCK und kommt nicht über ein 1:1 hinaus. Torschütze Meißner hakt den Abstieg offiziell ab, das Auswärtsspiel bei Carl-Zeiss Jena endet ebenfalls 1:1 (Simpson). Nach dem Spiel wird die Fortsetzung der Partnerschaft mit der DVAG bis 2009 bekannt gegeben, des Weiteren erklärt der FCK, einen neuen Trainer gefunden zu haben, möchte diesen jedoch erst nach dem letzten Saisonspiel benennen. Das letzte Spiel der Saison 2006/2007 endet mit 2:2 gegen den 1.FC Köln, Doppel-Torschütze Hajnal gibt nach dem Spiel ebenso seinen Abschied bekannt wie Silvio Meißner. Torhüter Jürgen Macho wird von den Rheinpfalz-Lesern zum „Top-Fußballer der Saison 2006/2007“ gekürt, nach dem Spiel wird das Geheimnis um den neuen Trainer gelüftet: Kjetil Rekdal von Lierse SK übernimmt ab dem 1. Juli. „Ich glaube, Kjetil passt in die Pfalz. Ich denke, mit seiner Mentalität ist er der richtige Mann, um unsere jungen Spieler zu führen" (Göbel). In intensiven Gesprächen mit FCK-Sportdirektor Schjönberg soll der neue Kader zusammen gestellt werden, nach Rekdals Vorstellung soll es eine Mannschaft werden, „die sich nicht am Gegner orientiert, sondern den eigenen Vorwärts-Jugend-Stil“ pflegt. Ende Mai werden die Verpflichtungen von Jendrisek und Bernier, der laut Schjönberg von „ganz Skandinavien und einem großen Club aus der Türkei“ gejagt wurde, bekannt gegeben.
Juni
Aufsteiger Hansa Rostock bekundet Interesse an Mathieu Béda, Schjönberg dementiert Gerüchte um einen bevorstehenden Abgang von Stürmer Halfar („Ich habe mit ihm gesprochen, der Daniel geht nirgendwo hin. Ich hoffe, dass er für uns nächste Saison ein ,Neuzugang" wird"). Mitte des Monats gibt der FCK bekannt, die Spieler Lexa und Daham künftig nicht mehr zu berücksichtigen, der Transfer von Béda nach Rostock scheitert ebenso wie die kurzfristig angedachte Rückhol-Aktion von Marian Hristov aus finanziellen Gründen. Ende des Monats nimmt der FCK den Trainingsbetrieb wieder auf, Cheftrainer Rekdal wird mit großem Beifall empfangen, der FCK gibt überraschend die Trennung des bisherigen Physiotherapeuten Friedmann bekannt.
Juli
Das Comeback von Halfar beim Testspiel in Bernbach endet verletzungsbedingt nach wenigen Minuten, dem Stürmer wird jedoch eine baldige Genesung prophezeit. Nach langer Verletzungspause trainieren Schönheim und Demai wieder voll mit, das erste Trainingslager wird in Irdning (Österreich) abgehalten, von wo der bisherige Ersatztorwart Fromlowitz erstmals Ansprüche formuliert. Talent Halfar steigt wieder ins Training ein, wird am darauf folgenden Tag aus „disziplinarischen Gründen“ suspendiert, Berater Wagner tritt Spekulationen entschieden entgegen („Über die WG Schönheim/Halfar wird viel unwahrer Unsinn verbreitet“), der 19jährige schweigt. Leihweise wird der Schwede Runström von Fulham verpflichtet, der FCK überzeugt beim 0:0-Testspiel gegen den VfB Stuttgart, 15.000 Zuschauer besuchen das Stadionfest Ende des Monats. Im letzten Testspiel spielt der FCK 2:2 gegen Elversberg, Jürgen Macho hütet 90 Minuten das Tor.
August
Trainer Rekdal vertagt weiterhin die Entscheidung über die Torwart-Frage. Beim ungefährdeten 4:0-Erfolg (Bohl, Ouatarra, 2x Runström) über Wilhelmshafen in der 1. Runde des DFB-Pokals spielt Florian Fromlowitz („Das hat aber noch nichts zu sagen“, Rekdal), der wenige Tage später zur Nummer 1 gekürt wird („Selbstverständlich war Jürgen Macho sehr enttäuscht. Aber wir haben gesagt, dass wir ihn behalten, nicht verkaufen wollen. Es liegt an ihm, wie er sich jetzt zeigt, dass er wieder angreift", Rekdal). Béda wird als Kapitän bestätigt, vor 46.000 Zuschauern spielt der FCK am 1. Spieltag 1:1 (Bohl) gegen Mönchengladbach. Trotz starker 1. Halbzeit verliert der FCK bei 1860 München mit 1:3 (Runström) und verliert nach Bugera am 1. Spieltag nun auch Bernier mit Rot. Gegen Greuther Fürth unterliegt der FCK am 3. Spieltag mit 0:1 und leistet einen spielerischen Offenbarungseid, nach dem Spiel werden die Transfers von Halfar (Bielefeld) und Daham (Koblenz) bekanntgegeben. Nach zweimaligem Rückstand erreicht der FCK in Koblenz ein 2:2 (Bellinghausen, Jendrisek) und verpflichtet wenige Stunden vor Ende der Transferfrist den frischgebackenen Nationalspieler Esben Hansen aus Dänemark, der als „spielstarker Mittelfeldmann mit taktischem Verständnis“ (Rekdal) vorgestellt wird und durch den „wir mehr Möglichkeiten haben und nicht mehr so anfällig sind, wenn mal ein Spieler ausfällt“ (Schjönberg). Keeper Macho wechselt unter heftigen Fanprotesten nach Athen, äußert sich aufgrund einer entsprechend abgegebenen Erklärung gegenüber dem FCK sehr zurückhaltend.