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Das FCKjahr 2007

Dr.BETZE

Well-Known Member
in anlehnung an Jonny´s weltpolitischen jahresrückblick dachte ich mir,

dass wir auch mal FCKtechnisch bilanz ziehen können.



alles in allem ein sehr beschissenes jahr 2007 für den FCK.

die rückrunde mit Wolfgang Wolf lief ähnlich beschissen

wie die vorrunde mit Kjetil Rekdal.



bitte hier keine spezielle Wolf/Rekdal trainerdiskussuion, zu dem thema

haben wir andere threads.



dies soll ein jahresrückblick unseres vereins sein, auch wenn das letzte

aller erst- und zweitligaspiele heute abend noch gespielt werden muss.

an dem versauten jahr 2007 wird dieses nicht mehr viel ändern.
 
hmm joa scheiss jahr:( ich glaub dass wir in dem Jahr 2007 mit abstand die wenigsten punkte geholt haben... seit es den fck gibt..
 
ok, also für mich war das jahr 2007 mit blick auf den fck,so beschissen,dass ich nicht lang über die vergangenheit stänkern will, sondern einfach nur hoffe und bete,dass es im nächsten jahr um ein vielfaches (in allen bereichen) besser wird!!!
 
TEIL I



Januar



Nach einem grandiosen Spiel am 17. Spieltag holt der FCK trotz zweier Feldverweise einen Punkt aus Köln und geht mit nur 2 Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz in die Winterpause 2006 / 2007. Unmittelbar nach der Jahreswende werden die Leihtransfers Meißner, Vignal und Auer bekannt gegeben, zudem verpflichtet der FCK ablösefrei den nigerianischen Nationalspieler Opara. Das Trainingslager hält der FCK „unter besten Bedingungen“ (Wolf) in Lomas de Campoamor, einziger Wermutstropfen ist die Wadenverletzung von Aktivposten Reinert. Das erste Rückrundenspiel bei Rot-Weiß Essen endet enttäuschend mit 0:0, im folgenden Spiel vor der Rekordkulisse von 44.000 Zuschauern trennt sich der FCK 1:1 vom Karlsruher SC.



Februar



Durch das erste Tor von Borbely gewinnt der FCK mit 1:0 in Paderborn, kommt im Heimspiel gegen Hansa Rostock jedoch abermals nur zu einem 1:1 durch Treffer Vignal. Im RLP-Derby gegen die TuS Koblenz agiert der FCK hilflos und verliert durch das 0:0 weiter Boden auf die Aufstiegsränge, erste Unmutsäußerungen der Fans ob der defensiven Spielweise werden geäußert. Eine stark dezimierte Mannschaft besiegt Ende Februar die SpVgg Unterhaching mit 4:0 und sorgt für den ersten Heimsieg seit November 2006. Neben Ziemer und Bohl trifft Neuzugang Meißner doppelt, in der darauf folgenden Woche nimmt FCK-Talent Halfar nach wochenlanger Verletzung wieder am Mannschaftstraining teil.



März



Nach 14 Spielen ohne Niederlage verliert der FCK in Unterzahl (Gelb-Rot Bouzid) mit 0:1 in Aue. Wenige Tage nach dem Spiel erklärt Trainer/Sportdirektor Wolf die bis dato abschlusslosen Vertragsverhandlungen mit dem Algerier für beendet. Der FCK gewinnt das darauf folgende Heimspiel gegen 1860 München dank Toren nach Standartsituationen durch Ziemer und Meißner mit 2:1. Trotz frührer Führung durch Opara und dem Comeback Reinerts verliert der FCK in Freiburg mit 1:4, Neuzugang Auer zieht sich im Training eine Patellasehnenverletzung und fällt bis Saisonende aus. Vorstandsvorsitzender Göbel kündigt erstmals die Besetzung des Sportdirektorpostens an, die ursprünglich nur für den Fall des Aufstiegs angedacht war.



April



Der FCK verpasst die Möglichkeit mit einem Sieg über den MSV Duisburg auf einen Aufstiegsplatz zu klettern und unterliegt im eigenen Stadion mit 0:3, Mittelfeldspieler Simpson wird nach 15 Minuten wegen Handspiels des Feldes verwiesen wird. Nach dem Spiel wird Ex-Profi Schjoenberg als neuer Sportdirektor vorgestellt. „Michael Schjönberg ist Fußball-Lehrer, mit ihm bekommen wir einen Mann mit Fußball-Sachverstand. Ich hoffe, dass er uns im Vorstand bei der Weiterentwicklung der Mannschaft gut berät" (Buchholz). Im Auswärtsspiel bei Wacker Burghausen kommt der FCK trotz Überzahl und bester Tormöglichkeiten nicht über ein 0:0 hinaus, trennt sich von Trainer Wolfgang Wolf und beruft Wolfgang Funkel als Interims-Lösung. Das erste Spiel unter Funkel gewinnt der FCK gegen Fürth mit 3:0 (Riihilahti, Opara, Simpson), in der Rheinpfalz und einschlägigen Fan-Foren werden Ciriaco Sforza und Christian Gross als mögliche Kandidaten gehandelt. In einem Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung rechnet Klaus Toppmöller mit Ex-Trainer Wolf ab, durch die vielen Legionäre sei die Identifikation der Fans verspielt worden („Zum Beispiel Emeka Opara - wenn ich zwei Wochen trainiere, bin ich besser als der“). Eine Rückkehr zum FCK schließt Toppmöller kategorisch aus, Interims-Lösung Funkel gewinnt auch sein 2. Spiel mit 4:0 gegen Kickers Offenbach (Müller, Ziemer, Simpson, Bohl). Trotz großem Kampf verliert der FCK in Augsburg nach frühem Platzverweis für Müller mit 2:3 (Opara, Meißner) und hat nur noch Minimalchancen auf den Aufstieg.
 
TEIL II



Mai



Die Rheinpfalz bringt Anfag des Monats Mai Krassimir Balakov als neuen Trainer ins Gespräch, während die Führung nach wie vor keine Wasserstandsmeldungen abgibt („Wir dürfen keinen Fehler machen, der Neue muss zu unserem jungen Fundament passen", Schjönberg). Im folgenden Heimspiel gegen die bereits abgestiegene Eintracht aus Braunschweig blamiert sich der FCK und kommt nicht über ein 1:1 hinaus. Torschütze Meißner hakt den Abstieg offiziell ab, das Auswärtsspiel bei Carl-Zeiss Jena endet ebenfalls 1:1 (Simpson). Nach dem Spiel wird die Fortsetzung der Partnerschaft mit der DVAG bis 2009 bekannt gegeben, des Weiteren erklärt der FCK, einen neuen Trainer gefunden zu haben, möchte diesen jedoch erst nach dem letzten Saisonspiel benennen. Das letzte Spiel der Saison 2006/2007 endet mit 2:2 gegen den 1.FC Köln, Doppel-Torschütze Hajnal gibt nach dem Spiel ebenso seinen Abschied bekannt wie Silvio Meißner. Torhüter Jürgen Macho wird von den Rheinpfalz-Lesern zum „Top-Fußballer der Saison 2006/2007“ gekürt, nach dem Spiel wird das Geheimnis um den neuen Trainer gelüftet: Kjetil Rekdal von Lierse SK übernimmt ab dem 1. Juli. „Ich glaube, Kjetil passt in die Pfalz. Ich denke, mit seiner Mentalität ist er der richtige Mann, um unsere jungen Spieler zu führen" (Göbel). In intensiven Gesprächen mit FCK-Sportdirektor Schjönberg soll der neue Kader zusammen gestellt werden, nach Rekdals Vorstellung soll es eine Mannschaft werden, „die sich nicht am Gegner orientiert, sondern den eigenen Vorwärts-Jugend-Stil“ pflegt. Ende Mai werden die Verpflichtungen von Jendrisek und Bernier, der laut Schjönberg von „ganz Skandinavien und einem großen Club aus der Türkei“ gejagt wurde, bekannt gegeben.



Juni



Aufsteiger Hansa Rostock bekundet Interesse an Mathieu Béda, Schjönberg dementiert Gerüchte um einen bevorstehenden Abgang von Stürmer Halfar („Ich habe mit ihm gesprochen, der Daniel geht nirgendwo hin. Ich hoffe, dass er für uns nächste Saison ein ,Neuzugang" wird"). Mitte des Monats gibt der FCK bekannt, die Spieler Lexa und Daham künftig nicht mehr zu berücksichtigen, der Transfer von Béda nach Rostock scheitert ebenso wie die kurzfristig angedachte Rückhol-Aktion von Marian Hristov aus finanziellen Gründen. Ende des Monats nimmt der FCK den Trainingsbetrieb wieder auf, Cheftrainer Rekdal wird mit großem Beifall empfangen, der FCK gibt überraschend die Trennung des bisherigen Physiotherapeuten Friedmann bekannt.



Juli



Das Comeback von Halfar beim Testspiel in Bernbach endet verletzungsbedingt nach wenigen Minuten, dem Stürmer wird jedoch eine baldige Genesung prophezeit. Nach langer Verletzungspause trainieren Schönheim und Demai wieder voll mit, das erste Trainingslager wird in Irdning (Österreich) abgehalten, von wo der bisherige Ersatztorwart Fromlowitz erstmals Ansprüche formuliert. Talent Halfar steigt wieder ins Training ein, wird am darauf folgenden Tag aus „disziplinarischen Gründen“ suspendiert, Berater Wagner tritt Spekulationen entschieden entgegen („Über die WG Schönheim/Halfar wird viel unwahrer Unsinn verbreitet“), der 19jährige schweigt. Leihweise wird der Schwede Runström von Fulham verpflichtet, der FCK überzeugt beim 0:0-Testspiel gegen den VfB Stuttgart, 15.000 Zuschauer besuchen das Stadionfest Ende des Monats. Im letzten Testspiel spielt der FCK 2:2 gegen Elversberg, Jürgen Macho hütet 90 Minuten das Tor.



August



Trainer Rekdal vertagt weiterhin die Entscheidung über die Torwart-Frage. Beim ungefährdeten 4:0-Erfolg (Bohl, Ouatarra, 2x Runström) über Wilhelmshafen in der 1. Runde des DFB-Pokals spielt Florian Fromlowitz („Das hat aber noch nichts zu sagen“, Rekdal), der wenige Tage später zur Nummer 1 gekürt wird („Selbstverständlich war Jürgen Macho sehr enttäuscht. Aber wir haben gesagt, dass wir ihn behalten, nicht verkaufen wollen. Es liegt an ihm, wie er sich jetzt zeigt, dass er wieder angreift", Rekdal). Béda wird als Kapitän bestätigt, vor 46.000 Zuschauern spielt der FCK am 1. Spieltag 1:1 (Bohl) gegen Mönchengladbach. Trotz starker 1. Halbzeit verliert der FCK bei 1860 München mit 1:3 (Runström) und verliert nach Bugera am 1. Spieltag nun auch Bernier mit Rot. Gegen Greuther Fürth unterliegt der FCK am 3. Spieltag mit 0:1 und leistet einen spielerischen Offenbarungseid, nach dem Spiel werden die Transfers von Halfar (Bielefeld) und Daham (Koblenz) bekanntgegeben. Nach zweimaligem Rückstand erreicht der FCK in Koblenz ein 2:2 (Bellinghausen, Jendrisek) und verpflichtet wenige Stunden vor Ende der Transferfrist den frischgebackenen Nationalspieler Esben Hansen aus Dänemark, der als „spielstarker Mittelfeldmann mit taktischem Verständnis“ (Rekdal) vorgestellt wird und durch den „wir mehr Möglichkeiten haben und nicht mehr so anfällig sind, wenn mal ein Spieler ausfällt“ (Schjönberg). Keeper Macho wechselt unter heftigen Fanprotesten nach Athen, äußert sich aufgrund einer entsprechend abgegebenen Erklärung gegenüber dem FCK sehr zurückhaltend.
 
Teil III





September



Auch mit Neuzugang Hansen kommt der FCK nicht in Schwung, nach dem 0:0 zu Hause gegen Paderborn entschuldigt sich Trainer Rekdal öffentlich bei den Fans. Trotz eines gehaltenen Elfmeters von Fromlowitz unterliegt der FCK mit 0:1 in Freiburg und wartet somit weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Nach der 0:2-Heimpleite gegen Wehen-Wiesbaden rangiert der FCK auf dem vorletzten Tabellenplatz, Trainer Kjetil Rekdal gesteht, er habe „ die Qualität des Kaders überschätzt“.



Oktober



Spielerisch verbessert holt der FCK einen Punkt (0:0) in Offenach, für Aufsehen sorgt Ex-FCK-Profi Axel Roos, der dem Vereinsvorstand in der Halbzeitpause fußballerischen Sachverstand abspricht. In die gleiche Kerbe schlägt wenige Tage später Stefan Kuntz, „seit Reiner Geye ist beim FCK keiner mit dem Blick für Fußball, Talente und gute Spieler auf dem Posten“. Am 9. Spieltag gelingt dem FCK der erste Saisonsieg durch ein 3:0 (Runström, Béda, Opara) über den VfL Osnabrück, Lob ernten aber nicht die Feldspieler, sondern Torwart Fromlowitz, der sich nach einigen Unsicherheiten zu Saisonbeginn in berauschender Verfassung befindet. Besagter verletzt sich eine Woche später beim 0:1 in Hoffenheim schwer, Ersatzkeeper Sippel liefert ein tadelloses Debut. Nach dem Spiel in Hoffenheim bietet Klaus Toppmöller dem FCK seine Hilfe an, woraufhin ihm ein Platz im Aufsichtsrat eingeräumt wird, den er zunächst ablehnt. Der FCK besiegt Erzgebirge Aue im Heimspiel mit 2:0 (Bernier, Jendrisek), hadert aber mit der Chancenverwertung. Toppmöller fordert „sämtliche Kompetenzen“ als Sportdirektor, spricht der Mannschaft die Zweitligatauglichkeit ab und liefert sich einen medialen Schaukampf mit Trainer Rekdal („Die Kritik ist ungerechtfertigt. Von dem gesamten Kader bin ich für drei bis vier Mann verantwortlich", Rekdal).



November



Der FCK verliert beim Regionalligisten RW Essen mit 1:2 (Runström) und scheidet aus dem DFB-Pokal aus. Nach uninspiriertem Auftritt in Augsburg erreicht der FCK ein 0:0, die Schlagzeilen werden jedoch außerhalb des Platzes geschrieben: Sportdirektor Schjönberg bezeichnet die Kritik Toppmöller als „Frechheit“ und tritt, wenige Tage nach der Ernennung Toppmöllers als FCK-Sportdirektor mit sämtlichen Vollmachten, zurück. Der FCK überzeugt spielerisch wie kämpferisch auf dem Aachener Tivoli, verlässt den Platz jedoch als Verlierer (1:2, Jendrisek). Für medialen Wirbel sorgen Äußerungen des ehemaligen FCK-Spielers Basler, der Trainer Rekdal wie auch Ex-Sportdirektor Schjönberg angreift. Aufsichtsrat-Chef Buchholz bringt den FIFA-Schiedsrichter Merk als künftigen Präsidenten ins Spiel, die FCK-Führung wird kurzfristig u.a. durch den ehemaligen Wirtschaftsminister Bauckhage ergänzt, der Investoren für den FCK gewinnen will. Wenige Tage später tritt Professor Ruda aus dem Aufsichtsrat zurück, der FCK kommt im Derby gegen Mainz 05 trotz großer Zuschauerkulisse nicht über ein 0:0 hinaus.



Dezember



Der FCK gewinnt nach herzhaftem Auftritt und einem 0:2-Rückstand mit 4:3 (Simpson, Jendrisek, Broniszewski, Bellinghausen) beim FC St. Pauli, Spieler und Trainer feiern nach dem Spiel ausgelassen mit den Fans. Der FCK verliert die als „6-Punkte-Spiel“ (Rekdal) bezeichnete Heimpartie gegen Carl-Zeiss Jena trotz 2:0-Führung (Jendrisek, Simpson) und ansprechenden ersten 45 Minuten mit 2:3, Trainer Rekdal spricht von seinem „bittersten Moment als Trainer“. Nach dem Spiel werden die Spieler Runström und Ouatarra suspendiert, die Zusammenarbeit mit Esben Hansen wird beendet. Bei der Jahreshauptversammlung 2007 werden Aufsichtsrat und Vorstand entlastet, Trainer Rekdal hält eine flammende Rede und fordert „Zusammenhalt und Einigkeit“. Das letzte Meisterschaftsspiel des denkwürdigen Jahres 2007 bestreitet der FCK beim 1.FC Köln und unterliegt mit 1:2 (Simpson).
 
Mein lieber Mann, gelungene Zusammenfassung, Philipp! Danke dafür!

So schlimm die letzten FCK-Jahre waren, so bitter dieses letzte Jahr 2007 war, so hoffentlich besser wird 2008 ...
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Rekdal hat absolut recht, wenn er sagt, das Sportliche, und nichts anderes, müsse beim FCK derzeit im Vordergrund stehen. Ich gehe davon aus, dass wir mit den nötigen Verstärkungen im Winter den Klassenerhalt auch schaffen werden. Nur, wie geht es (danach) wirklich weiter? Nachdem wir jede Saison mehr und mehr Qualität verlieren, Substanz verlieren (Meißner und Hajnal konnten nicht gehalten werden), mag man gar weiter denken. Die Abhängigkeit von Finanzen und Sportlichem ist wohl in keinem Verein so groß wie bei uns, was es den Trainern, heute Rekdal, auch so schwer machen ...
 
Ein richtig beschissenes Jahr....ich bin froh das es bald zu Ende ist!

Und ich hoffe,dass das Jahr 2008 noch besser wird....zumal ich im Mai Abschlussprüfung und der FCK nicht absteigt!!!
 
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