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Der Betze Der Zukunft

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Ist diese art von fußballerlebnis möglich in zukunft

  • ja

    Stimmen: 3 10,3%
  • nein

    Stimmen: 19 65,5%
  • weiss nicht

    Stimmen: 7 24,1%

  • Umfrageteilnehmer
    29
G

Guest

Guest
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ich habe diesen artikel zwar schon in nem anderen fred geschrieben, aber ich denke er wird viele interresieren...



Hallo, ich heiße Anonymo und bin schon seit ewigen Zeiten FCK-Fan. Kürzlich habe ich meinen Schrank aufgeräumt und was habe ich gefunden? Eine Jeans-Jacke mit FCK-Aufnähern drauf, einen vergilbten Wollschal in den Farben rot-weiß und einen abgegriffenen, traurig wirkenden Teufel, der mich mit sehnsüchtigen Blicken ansah. Ja damals, als es jeden zweiten Samstag auf den Betze ging, bei Wind und Wetter, war ich von weitem schon als FCK-Fan erkennbar. Spannend war es schon damals, aber oft entweder zu heiß oder zu kalt, nass und windig. Widrige Begleitumstände für 90 Minuten Fußball. Und überhaupt: die Zeiten ändern sich! Zum Glück ist jetzt alles viel moderner, sauberer und vor allem sicherer. Okay, jeder Komfort hat seinen Preis. Früher war ich fast jedes Wochenende mit dem FCK unterwegs. Heute kostet mich so eine All-inclusive-rundum-sorglos-Eintrittskarte immerhin 150 Euro für den billigsten Rang. Man kann nicht alles haben im Leben. Qualität hat seinen Preis!



Zum Fußball gehe ich nur noch ein- oder zweimal im Jahr besonders gerne, wenn mich meine Sparkasse mal wieder zu diesem Event einlädt, weil ich das Geld, das ich früher für meine Dauerkarte, FCK-Trikots, Fanartikel und Auswärtsfahrten ausgegeben habe, jetzt in den FCK-Remember-Fond mit garantierter Ausschüttung einbezahle, ein Live-Fußballspiel im Jahr eingeschlossen! Man muss ja nicht jedes Wochenende Fußball gucken! Aber Moment, das heißt jetzt auch nicht mehr „Betze“, sondern DWE-Arena. Unter vorgehaltener Hand sprechen manche Unverbesserlichen von der „Das-war-einmal“-Arena. Aber diese ewigen Nostalgiker gibt es überall, sind einfach nicht auszurotten. Die Zeiten ändern sich eben!



Jetzt brauche ich keine Fan-Kleidung mehr, denn die ist nach der WM 2006 strikt verboten worden. Niemand erkennt mich mehr am Bahnhof als Fußball-Fan. So kann ich wenigstens nicht angepöbelt oder als „FCK-Hurensohn“ betitelt werden. Jetzt geht man ganz normal in Businesskleidung zum Fußball, schließlich haben die meisten größeren Firmen eine eigene Loge! Jeans und T-Shirts werden als unpassend empfunden und die Türsteher sortieren gnadenlos aus. Andererseits wurde dadurch endlich das schwierige Problem mit diesen Supportern und Ultras gelöst, die laut grölend jedes Spiel mit Choreografien vor dem Anpfiff und vor allem lauten Gesängen während des Spiels gestört haben. Jetzt gibt es nur noch First-Class-Logen, Business-Seats und den Economy-Bereich, alles natürlich vom Feinsten mit bequemen Sesseln ausgestattet. Keine Stehplätze und Blocks mehr, jetzt heißt das Parkett, Rang und VIP-Lounge. Schließlich will ich in Ruhe das Spiel genießen und nicht mit Bierbechern beworfen oder Senf beschmiert werden!



Das Essen und überhaupt die ganze Atmosphäre sind schon prima. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn kann man sich noch am Sushi-Buffet stärken oder ein paar Löffel Kaviar naschen (alles inklusive!), vor dem ersten Gong noch schnell ein Sektchen oder zwei, aber kurz vor Beginn begeben sich ohnehin die wenigsten auf ihren Platz oder in die Loge, auch wenn die Platzanweiser manchmal ein bisschen ungeduldig werden. War schon nervig früher, diese Hetze! Am Bierstand anstehen, dann natürlich noch einmal an der Würstchen-Bude, gleiche Prozedur vor dem Klo und an der Pfandrückgabe. Eine Stunde vor dem Spiel musste man dann schon im Block sein zum „Einsingen“. Zum Glück sind diese Zeiten passé! Die zeitlose Hintergrund-Musik ist angenehm und nicht zu laut. Seit die FIFA Fangesänge verboten hat, kann man sich wenigstens wieder mit seinem Platznachbarn unterhalten. In den Logen ist die Musik natürlich individuell wählbar, wer es fetzig will, wählt den „Hummelflug“ von? Rimsky-Korsakoff? Händel?. Diejenigen, die mit dem Begriff „Viererkette“ nichts anfangen können, weil sie eben nicht so viel über Fußball wissen, können den Gefangenenchor aus Verdis Oper „Nabucco“ wählen, echt Klasse, diese Möglichkeiten!



Wenn es dann endlich losgeht und sich 2 x 11 Fußballspieler im hellen Kunstlicht gegenüber stehen und einer der 6 Schiedsrichter das Signal für den Videowürfel gibt, auf dem noch einmal alle 53 Sponsoren eingeblendet werden, ja, da kriege ich eine echte Gänsehaut! Die Zeiten ändern sich eben! Obwohl, manchmal bin ich so vertieft in das Gespräch mit meinem Anlageberater, dass ich gar nicht mitbekomme, wann ein Tor gefallen ist. Glücklicherweise gibt es in den Logen jetzt diese Festplatten-Receiver und auf den billigen Rängen die Videowand, mit denen man zeitversetzt alles nochmal gucken kann. Nach dem Abpfiff geht es ja nahtlos weiter mit der Pressekonferenz, Autogrammstunde der Wirtschaftsbosse, den Ausschüttungen der Wettbüros und dem „Fan des Tages“. Das ist nicht so ein zufällig ausgewählter, mit Schals behängter Fan, der aus 50 Metern ein leeres Tor treffen muss, sondern der/die Geschäftsmann/-frau mit dem höchsten Geschäftsabschluss des Tages. Wow , das hat doch Stil!



Den kleinen, traurigen Teufel habe ich im Dunklen sitzen lassen und schnell den Schrank zugemacht. Ist doch eh nix für echte Männer, dieser Stofftiere-Kult. Teufel, Bären, Krokodile und Zebras gehören ins Kinderzimmer oder in den Zoo! Zum Glück haben sich die Zeiten wirklich geändert und es ist nicht nur darüber geredet worden! Danke DFB, dass Du den Fußball endgültig als Kulturerlebnis etabliert hast!



Quelle: weiss der teufel ausgabe 8
 
Kann mer da net persönliche Cheerleader krigge, damit mer sich wenigschdens mit was annerem als de Gripp aschdegge kann?

Übrigens seh ich das net ganz so schwarz.
 
na kla is so'n scheiß möglich, awa es darf auf keinen fall so kommen
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purer albtraum >.<
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Ob solche Entwicklungen wirklichkeit werden? Schwer zu sagen. Das Ganze ist ja eher ein gesellschaftliches Problem. Viele Leute kommen nur ins Stadion, weil Fussball gerade in ist und es schick ist sich mal ein Spiel anzuschauen. Dazu boomt der Fussball im Fernsehen und die Sender tun alles um die Spiele tv-gerecht zu vermakten.



Aber was wäre wenn die breite Masse das Interesse am Fussball verliert? Dann werden die Fernsehsender wieder mehr Tennis und Formel 1 übertragen. Im Stadion werden wieder mehr "echte" Fussballfans stehen. Die Spieler werden sich wieder stärker mit dem Verein identifizieren, weil es dank weniger Fernseheinnahmen keine exorbitanten Gehälter mehr gibt. Der Fussball kommt zurück zu seinen Wurzeln.



Wie gesagt es ist schwer irgendwas zu prognostizieren. In dem Sinne: Que sera, sera. Whatever will be, will be. The future's not ours to see.Que sera, sera.
 
Ich finde auch das sich der fussball sehr verändert hat ! Er wird jetzt immer Moderner , viele Verbote , viele neue Regeln , die Spieler werden immer gleicher (im spielen) ... . Ich hab da zwar noch nicht gelebt aber ich weis das früher der fussball viel besser war . Die Spieler werden immer gleicher , man muss heute schon beide Füße beherschen um bei Profis zu spielen ... . Bald werden nur noch 22 Roboter gegeneinander spielen
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.
 
Hier mal meine alte Signatur zum Thema.



Vielleicht werden eines Tages alle Vereine pleite sein [...] Dann kommt auch kein Fußball mehr im Fernsehen, aber sie werden ihn draußen weiterspielen, den Fußball, der ein Spielzeug ist, kein Business.” (Thomas Kistner Ludger Schulze in: Die Spielmacher )
 
Ich denke soweit wird es nicht kommen, aber wenn wir nicht aufpassen wird das ganze zumindest in einigen Dingen in diese Richtung laufen!



Also: Wehret den Anfängen!!!



Ach ja...Scheiß DSF!!!
 
ich hoffe es wird nie so weit kommen. und wenn wir alle mithelfen werden die FIFA, UEFA, DFL und wie sie alle heißen das auch nicht zulassen ( hoffe ich zumindest )
 
Haben sie doch schon lang.
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Richtig, war sogar auf Spiegel Online siehe hier:



1. Meldung:



http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,grossbild-701319-438337,00.htmlhttp://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,grossbild-701319-438337,00.html



2. Meldung:



http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,grossbild-727796-445576,00.htmlhttp://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,grossbild-727796-445576,00.html



Also, nicht alles so pessimistisch sehen, Maschinen sind auch nur Menschen und die Kommerzialisierung des Fussballs hat ihre Grenzen.



Spätestens, wenn die Massen und die Leute aus der Kurve kein Interesse mehr daran haben wird sich auch die Wirtschaft zurückziehen. Denn dann sind sie das Volk und können aus sich aus keiner Loge mehr von der Kurve unterhalten lassen und auf andere herabschauen, die draussen im Regen stehen.... Ausserdem ist dann auch der WErbezweck nicht mehr vorhanden...
 
Ich hoffe, dass es NIEMALS soweit kommt, doch ich befürchte Schlimmes....^^

Denn der Fußball verliert immer mehr seiner "alten Tugenden", zum Beispiel Stehplätze, Choreos, echte Stadionnamen etc. etc....



PS: Gegen den modernen Fußball!
 
Ach ja...Scheiß DSF!!!
Aber hallo! Und der Buschmann lässt sich auch noch über die geringe Zuschauerzahl aus
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Und wie wenn er im Gästeblock zu hören gewesen wäre, ertönt keine Minute später "Danke für die Anstoßzeit". Das hat gepasst. Wird aber wohl ein Evergreen...
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Jetzt ist es sogar schon soweit, dass der Präsident von Eintracht Braunschweig in seiner Verantwortung extrem "beschnitten" wurde und der Hauptsponsor jetzt einen neuen Trainer sucht (Quelle: TM).
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Ich weiß nicht, ob das so schlimm ist. Mir scheint es eher so, als würde der Sponsor den neuen Trainer (der übrigens längst gefunden ist - Reimann) finanzieren, wogegen nichts einzuwenden ist. Früher hatten viele Vereine einen Mäzen, einige haben immer noch einen (Nürnberg, Duisburg).

Wie es zu Glogowskis Entmachtung kam, weiß ich natürlich nicht. Mit der Situation beim KSC vor knapp zwei Jahren ist das meiner Meinung nicht zu vergleichen.
 
Man kann nur hoffen das es nicht soweit kommt. Fussbal sollte nicht zu einem szenetreff werden, zu dem man eben mal geht da es (besonders durch die WM) gerade in ist.

Ins stadion geht man um fussball zu schauen und (achtung ganz wichtig) auch um seinen verein zu unterstützen. Dfür brauch man natürlich nicht nur "ultras" es reicht schon wenn der vater mit seinen zwei kindern sich auf die tribüne sitzt und dadurch die verbundenheit zu seinem verein signalisiert.

Fussballfan, oder besser, Fan eines vereins zu sein heißt diese in guten wie in schlechten zeiten zu unterstützen und sich mit ihm zu identifiezieren.

Das war schon immer das erlebnis beim stadionbesuch:mit den brüdern im geiste zusammen im stadion stehen und seine verbundenheit mit der mannschaft kund zu tun.

Das war vor jahren so, ist heute so und sollte auch in zukunft immer so bleiben
 
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