schnokes
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„Ich kann aus einem Dackel keinen Kampfhund machen"
FUSSBALL: Torwart-Trainer Gerald Ehrmann ist für den 1. FC Kaiserslautern Gold wert - Ernst und Macho im fairen Duell
ZEULENRODA (zkk). Der Kampf um den Platz im Tor des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern ist voll entflammt zwischen Thomas Ernst und Herausforderer Jürgen Macho.
„Alles offen", beschrieb Torwart-Trainer Gerald Ehrmann am Ende des siebentägigen Trainingslagers in Zeulenroda in Thüringen den Zweikampf. „Ich sehe keinen Grund, warum ich in Schalke nicht im Tor stehen sollte", sagt Thomas Ernst selbstbewusst, der sich als Nummer 1 bewiesen hat. Jürgen Macho, mit 27 Lenzen zehn Jahre jünger als Ernst, aber kämpft vehement um seine Chance. Der Österreicher will den „Vadder" verdrängen.
„Für Jürgen ist der Zeitpunkt gekommen, wo er angreifen muss. Er ist ja auch kein ganz Junger mehr", sagt „Gerry" Ehrmann, der seit seinem Karriereende 1995 als Torwart-Trainer fungiert. Das starke Jahr von Thomas Ernst, der nach Tim Wieses schwerer Verletzung so großartig hielt, hat Ehrmann ganz und gar nicht überrascht: „Thomas hat immer voll mitgearbeitet, gut gearbeitet."
„Es ist ein heißer Zweikampf zweier erfahrener Torleute. Es ist gesunder Konkurrenzkampf, der geordnet in gewissen Grenzen abläuft", betont Ehrmann, der den Respekt der Beiden voreinander gewahrt sieht.
Respekt genießt „Gerry" Ehrmann für seine Spezialistenarbeit. Mit Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund) und Tim Wiese (Werder Bremen) hat das Lauterer Original zwei Männer ausgebildet, die 2006/2007 das Zeug dazu haben dürften, bei der Kahn-Nachfolge in der Nationalmannschaft ein Wort mitzureden. Mit Florian Fromlowitz (20), bei den FCK-Profis die Nummer 3, und Tobias Sippel (17) hat Ehrmann zwei hochbegabte Torhüter im eigenen Talentschuppen entdeckt. Seit der D-Jugend-Zeit werden die Zwei vom Torwart der Meisterelf 1991 geschult und gefördert. Sippel, der noch bei den A-Junioren spielen darf, gehört bereits zum Regionalliga-Kader, wo Fromlowitz als Nummer 1 geführt wird. Da der „Floh" derzeit bei der U19-Nationalelf in Nordirland weilt, war Sippel mit im Trainingslager der Lauterer Profis. Und begeisterte in Zeulenroda. „Sippel macht einen super Eindruck", schwärmte FCK-Vorstandschef René C. Jäggi.
„Die Beiden haben ähnliche Voraussetzungen. Beides sind Bewegungstalente, sie sind sehr schnell und ehrgeizig. ,Tobi" ist vielleicht noch ein bisschen aggressiver", lobt „Gerry" Ehrmann seine „Buben". Spricht er von Fromlowitz und Sippel, dann strahlen des Trainers Augen. „Wenn jemand so viel Talent besitzt, das merkt man gleich", erinnert sich der Torwart-Trainer an die erste Begegnung mit dem damals erst zehn Jahre alten Sippel. „Du lebst das vor, du versuchst das zu vermitteln. Du versuchst die Buben großzuziehen. Irgendwann müssen sie dann zu Männern werden! Aber aus einem Dackel kann ich auch keinen Kampfhund machen", unterstreicht Ehrmann, dass Talent, Fleiß, Biss und Willenskraft entscheidend für den Weg auf der Karriereleiter nach oben sind.
Für den FCK ist Gerald Ehrmann Gold wert - zumal er eine hohe Identifikation mit dem Verein vorlebt. „Das ist bei viele Jungen, vor allem seit dem Bosman-Urteil, leider etwas verloren gegangen", bedauert der Modell-Athlet. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Cheftrainer Michael Henke nennt er sehr gut. „Er lässt mir freie Hand", betont Ehrmann. Dass er sich einst bei einem Spiel gegen die Bayern Aug" in Aug", Brust an Brust fast mit dem damaligen Hitzfeld-Assistenten duellierte, ist ausgeräumt. Ehrmann: „Das zeigt doch nur, dass er sich wie ich total mit seinem Arbeitgeber und seiner Aufgabe identifiziert. Er ist in Ordnung und macht einen top Job!"
„Wenn ich gefragt werde, sage ich meine Meinung, entscheiden aber muss der Trainer", beschreibt Ehrmann das Prozedere bei der Beantwortung der Torwartfrage.
SCHOEPU / SCHOEPU
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
FUSSBALL: Torwart-Trainer Gerald Ehrmann ist für den 1. FC Kaiserslautern Gold wert - Ernst und Macho im fairen Duell
ZEULENRODA (zkk). Der Kampf um den Platz im Tor des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern ist voll entflammt zwischen Thomas Ernst und Herausforderer Jürgen Macho.
„Alles offen", beschrieb Torwart-Trainer Gerald Ehrmann am Ende des siebentägigen Trainingslagers in Zeulenroda in Thüringen den Zweikampf. „Ich sehe keinen Grund, warum ich in Schalke nicht im Tor stehen sollte", sagt Thomas Ernst selbstbewusst, der sich als Nummer 1 bewiesen hat. Jürgen Macho, mit 27 Lenzen zehn Jahre jünger als Ernst, aber kämpft vehement um seine Chance. Der Österreicher will den „Vadder" verdrängen.
„Für Jürgen ist der Zeitpunkt gekommen, wo er angreifen muss. Er ist ja auch kein ganz Junger mehr", sagt „Gerry" Ehrmann, der seit seinem Karriereende 1995 als Torwart-Trainer fungiert. Das starke Jahr von Thomas Ernst, der nach Tim Wieses schwerer Verletzung so großartig hielt, hat Ehrmann ganz und gar nicht überrascht: „Thomas hat immer voll mitgearbeitet, gut gearbeitet."
„Es ist ein heißer Zweikampf zweier erfahrener Torleute. Es ist gesunder Konkurrenzkampf, der geordnet in gewissen Grenzen abläuft", betont Ehrmann, der den Respekt der Beiden voreinander gewahrt sieht.
Respekt genießt „Gerry" Ehrmann für seine Spezialistenarbeit. Mit Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund) und Tim Wiese (Werder Bremen) hat das Lauterer Original zwei Männer ausgebildet, die 2006/2007 das Zeug dazu haben dürften, bei der Kahn-Nachfolge in der Nationalmannschaft ein Wort mitzureden. Mit Florian Fromlowitz (20), bei den FCK-Profis die Nummer 3, und Tobias Sippel (17) hat Ehrmann zwei hochbegabte Torhüter im eigenen Talentschuppen entdeckt. Seit der D-Jugend-Zeit werden die Zwei vom Torwart der Meisterelf 1991 geschult und gefördert. Sippel, der noch bei den A-Junioren spielen darf, gehört bereits zum Regionalliga-Kader, wo Fromlowitz als Nummer 1 geführt wird. Da der „Floh" derzeit bei der U19-Nationalelf in Nordirland weilt, war Sippel mit im Trainingslager der Lauterer Profis. Und begeisterte in Zeulenroda. „Sippel macht einen super Eindruck", schwärmte FCK-Vorstandschef René C. Jäggi.
„Die Beiden haben ähnliche Voraussetzungen. Beides sind Bewegungstalente, sie sind sehr schnell und ehrgeizig. ,Tobi" ist vielleicht noch ein bisschen aggressiver", lobt „Gerry" Ehrmann seine „Buben". Spricht er von Fromlowitz und Sippel, dann strahlen des Trainers Augen. „Wenn jemand so viel Talent besitzt, das merkt man gleich", erinnert sich der Torwart-Trainer an die erste Begegnung mit dem damals erst zehn Jahre alten Sippel. „Du lebst das vor, du versuchst das zu vermitteln. Du versuchst die Buben großzuziehen. Irgendwann müssen sie dann zu Männern werden! Aber aus einem Dackel kann ich auch keinen Kampfhund machen", unterstreicht Ehrmann, dass Talent, Fleiß, Biss und Willenskraft entscheidend für den Weg auf der Karriereleiter nach oben sind.
Für den FCK ist Gerald Ehrmann Gold wert - zumal er eine hohe Identifikation mit dem Verein vorlebt. „Das ist bei viele Jungen, vor allem seit dem Bosman-Urteil, leider etwas verloren gegangen", bedauert der Modell-Athlet. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Cheftrainer Michael Henke nennt er sehr gut. „Er lässt mir freie Hand", betont Ehrmann. Dass er sich einst bei einem Spiel gegen die Bayern Aug" in Aug", Brust an Brust fast mit dem damaligen Hitzfeld-Assistenten duellierte, ist ausgeräumt. Ehrmann: „Das zeigt doch nur, dass er sich wie ich total mit seinem Arbeitgeber und seiner Aufgabe identifiziert. Er ist in Ordnung und macht einen top Job!"
„Wenn ich gefragt werde, sage ich meine Meinung, entscheiden aber muss der Trainer", beschreibt Ehrmann das Prozedere bei der Beantwortung der Torwartfrage.
SCHOEPU / SCHOEPU
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ