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Der Milliarden-Amokläufer - Kranke Finanzwelt

Jonny

Well-Known Member
Der Milliarden-Amokläufer



Ein 31-jähriger Händler namens Jérôme Kerviel hat die Société Générale um einen Rekordbetrag geprellt. Er galt als Einzelgänger und Computergenie - der intime Kenntnisse über die Kontrollsysteme der französischen Großbank besaß. Und sie offenbar aushebelte, ohne davon persönlich zu profitieren



http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,530779,00.htmlhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,530779,00.html



Entschuldigt den drastischen Titel, aber was besseres ist mir dazu nicht eingefallen...einfach nur: heftig!
 
is wirklich krank, wenn man sich allein überlegt, dass von diesem einen Mann große Teile der Weltwirtschaft in gewissen Teilen "abhängig" geworden sind...Respekt! Schon beängstigend wenn man sieht wie viel Macht einzelne Personen haben, wenn sie Kontrollen außer Kraft setzen können..
 
Typisch Medien.



Das wurde aufgebauscht ohne Ende und in Wirklichkeit ist die Geschichte eher unspektakulär.



Version 1: Der Händler hat einiges riskiert (vielleicht, um Gewinne zu erwirtschaften und um somit seine Karriere zu fördern). Es ist schiefgegangen und er hats vertuscht.

Als es allerdings entdeckt wurde, hat er zur Aufklärung beigetragen.

Die Art der Vertuschung muss schlichtweg genial gewesen sein und ein hochdotierter Job in irgendeiner Operational Risk Controll - Abteilung dürfte ihm sicher sein (nachdem er aus dem Knast raus ist).



Version 2: Der Händler hat diese Positionen mit Wissen von seinen Vorgesetzten angehäuft und ist nun das Bauernopfer.





Von einem "bösen Betrüger" oder dergleichen, sehe ich nichts.



Wenn Szenario 1 zutrifft, ist er einfach blöd gewesen, dass er nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet hat.



Soviel zu meiner Meinung.







SOCIETE GENERALE

Wie die Katastrophe ihren Lauf nahm



Von Michael Kröger



Ein einzelner Händler verzockt 4,9 Milliarden Euro - das gab es noch nie. Wieso versagten die Sicherungssysteme der Société Générale? Könnte das in Deutschland auch passieren? Manche Insider spekulieren nun, dass die krummen Geschäfte den Börsencrash zu Wochenbeginn ausgelöst haben.




Mehr...(spiegel)









Experten halten Betrüger für "Sündenbock"

In der Affäre um den Milliardenbetrug bei der französischen Großbank Société Générale wachsen die Zweifel daran, dass eine einzige Person das Geldinstitut in die Krise gestürzt hat. Nun beginnt die Suche nach den Verantwortlichen.



Mehr...(FTD)
 
Typisch Medien.


Das wurde aufgebauscht ohne Ende und in Wirklichkeit ist die Geschichte eher unspektakulär.



Version 1: Der Händler hat einiges riskiert (vielleicht, um Gewinne zu erwirtschaften und um somit seine Karriere zu fördern). Es ist schiefgegangen und er hats vertuscht.

Als es allerdings entdeckt wurde, hat er zur Aufklärung beigetragen.

Die Art der Vertuschung muss schlichtweg genial gewesen sein und ein hochdotierter Job in irgendeiner Operational Risk Controll - Abteilung dürfte ihm sicher sein (nachdem er aus dem Knast raus ist).



Version 2: Der Händler hat diese Positionen mit Wissen von seinen Vorgesetzten angehäuft und ist nun das Bauernopfer.





Von einem "bösen Betrüger" oder dergleichen, sehe ich nichts.



Wenn Szenario 1 zutrifft, ist er einfach blöd gewesen, dass er nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet hat.



Soviel zu meiner Meinung.





QUOTE]



Sorry, aber da muß ich Dir ganz klar widersprechen. Ich arbeite in der Branche und das ganze zu verharmlosen halte ich für etwas falsch! Wie man sehen kann geht es hier um den tatsächlichen Verlust in Höhe von 4,9 Milliarden €! Das heißt keiner weiß mit welchen Beträgen der Mensch wirklich gespielt hat! Der Kursrutsch der europäischen Börsen Anfang der Woche ist eindeutig zum Teil darauf zurückzuführen, das die Soc.Gen. Ihre Positionen glattstellen mußte und das schleunigst in dem sowieso angespannten Finanzmarkt.



Wer Gewinne für die Bank erwirtschaften möchte, sollte trotzdem sein Limit einhalten und nicht alle Sicherungssysteme austricksen!



Ob seine Vorgesetzten davon Bescheid wußten vermag ich nicht zu sagen, aber ich finde es heftig das ein Angestellter, in nicht mal besonders hoher Position einen solchen Schaden anrichten kann!
 
@ Orschel



Ich habe die letzten 3 Wochen im Aktien- und Derivatehandel verbracht.

Und auch ich habe nicht realisierte Kursverluste durch den Absturz vom Montag.



Dennoch finde ich diese Hexenjagd übertrieben.



Der Kerl hat sich nicht persönlich bereichert, er hat einfach Fehler gemacht und das Risikomanagement hat auf ganzer Linie versagt.





Und die These, dass die Korrektur dieser Longpositionen auf Dax und EuroStoxx zum Kursrutsch geführt hat, ist nicht belegt.

Natürlich hat dies zum Absturz geführt, aber die ersten Impulse können genauso gut von der allgemein misstrauischen Stimmung herrühren.

Die WestLB hatte ja unter anderem eine Krisensitzung am Wochenende.



Außerdem haben in der Nacht schon die Asienindizies nachgegeben und viele Anleger werden versucht haben, ihre Gewinne zu sichern.



Das dann noch Aktien in Höhe des kolportierten zweistelligen Milliardenbetrags fast ohne Käufer im Markt standen, hat das ganze noch angeheizt und schlussendlich werden auch etliche Absicherungen (stop-loss Orders) angesprungen sein.

War echt interessant, diesen Domino-Day hautnah mitzuerleben.



Leid tut es mir für die zahlreichen Anleger, deren Bonuszertifikate (oder andere Knock-Out-Produkte) innerhalb von Minuten entwertet wurden.



Aber was soll man machen? Die Risiken sollte jeder Marktteilnehmer kennen und what goes up must come down.



Ich sehe die Schuld klar bei der SocGen und weniger beim Händler.
 
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