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DFB wundert sich über Fifa-Regeln

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DFB wundert sich über Fifa-Regeln



Von Pavo Prskalo



Vorrunde, Achtelfinale, Finale? Welche Nationalmannschaft bei der WM weiter kommt, ist eindeutig festgelegt - sollte man meinen. Doch der DFB ging bisher von ganz anderen Regeln aus als die Fifa.



Hamburg - Wie bei jeder Weltmeisterschaft beginnt vor dem letzten Gruppenspiel das große Rechnen. "Wer kommt weiter?", fragen sich viele Fans, schließlich geht es um den Einzug ins Achtelfinale ihrer Mannschaft. Vergleicht man den vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veröffentlichten Turniermodus der WM 2006 mit dem des Weltverbandes Fifa, kann diese Antwort ganz unterschiedlich sein.





Denn sind zwei Mannschaften nach Abschluss der Gruppenphase punktgleich beginnt das Chaos. Laut DFB-Homepage greift hier die "Anzahl Punkte aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Mannschaften", gefolgt von der "Tordifferenz aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Mannschaften".



Bei der Fifa ist dieser Fall ganz anders geregelt. Dort gilt zunächst das Torverhältnis aus allen Gruppenspielen. Dann folgt der Punkt "Anzahl der in allen Gruppenspielen erzielten Tore". Erst wenn die Teams in diesen Punkten identisch sind, zählt der direkte Vergleich.



Ein Beispiel: Deutschland schlägt Costa Rica im Auftaktspiel 1:0, gewinnt gegen Polen 2:0, verliert gegen Ecuador 1:2; macht sechs Punkte, Torverhältnis 3:2. Gewinnt nun Costa Rica seine Spiele gegen Polen zum Beispiel 2:0 und gegen Ecuador 3:0 hat die Elf ebenfalls sechs Punkte, Torverhältnis 5:1.





Nach der DFB-Version wäre Deutschland Gruppenerster, da das Team den direkten Vergleich gegen Costa Rica gewonnen hat. Laut Fifa ist aber Costa Rica wegen des besseren Torverhältnisses vorn.



Für den Sprecher des WM-Organisationskomitee, Stephan Eiermann, ist der Fall klar. "Die Fifa-Regeln haben Gültigkeit", sagte Eiermann SPIEGEL ONLINE. Wie die Version auf der Webseite des DFB zustande gekommen sei, konnte er sich nicht erklären.



Beim DFB selbst reagierte man sehr überrascht. "Da müssen wir uns erstmal schlau machen, wie das passiert ist", sagte Michael Morsch aus der DFB-Internetredaktion SPIEGEL ONLINE und verwies auf eine Datei, die von der Fifa an den DFB geschickt worden sei. Diese müsse man jetzt erstmal mit den aktuellen Fifa-Regeln vergleichen, so Morsch weiter. Am 9. Juni beginnt die WM.
 
also bei der WM hat der DFB sicher nix zu sagen.



aber ich finde den direkten Vergleich eigentlich auch besser, ist in meinen Augen fairer.

Manchmal sind die letzten Spiele ja bedeutungslos und dann kann eine Mannschaft noch was für ihr Torverhältnis tun, weil der Gegner nicht mehr alles gibt.
 
Mir gefällt es mit dem direkten Vergleich auch besser. Nur sind Konstellationen wie bei der letzten EM, als zwischen den punktgleichen Schweden, Dänen und Italienern die meisten geschossenen Tore in den direkten Vergleichen (alle unentschieden) entschieden, äußerst unglücklich. Kommt natürlich nicht oft vor, und in dem Fall wäre Italien ja auch ausgeschieden, wenn als erstes die Tordifferenz entschieden hätte.

Bei Welt- und Europameisterschaften zählt aber meines Wissens schon lange der direkte Vergleich zuerst.
 
DFB wundert sich über Fifa-Regeln


Von Pavo Prskalo...




Eigentlich müßte die Headline doch heissen: "DFB wundert sich über DFB-Regeln!" - oder?



Die FIFA-Regeln galten mW doch schon mindestens für die letzten beiden WM-Endrunden in Japan / Korea und Frankreich.
 
Das grenzt ja an "nix verstehn in Athen". Die Wettkampfstätten sind zwar (so einigermaßen
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) fertig. Aber über die Regeln herrscht noch Unklarheit.
 
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