Ich möchte mich jetzt gar nicht zu dieser Entscheidung äußern - aber die Art und Weise, wie so etwas beim FCK seit Jahren abläuft, stößt mir immer wieder übel auf. Wenn man einen Spieler, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr in die Planungen einbezieht, ist es nicht gerade clever, mögliche Transfererlöse dadurch zu mininmieren, indem man öffentlich verkündet, den Spieler XY nicht brauchen zu können.
Stattdessen sollte man so etwas im Stillen mit den Betroffenen abklären und vor Vollzug eines Transfers nichts nach außen dringen lassen. Warum wir in unserer angespannten sportlichen und finanziellen Situation nach wie vor auf derart tölpelhafte Weise Geld verbrennen, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.
Das fällt auch mir unangenehm auf, seit Jahren verhält man sich in solchen Fällen ungeschickt und versäumt es dadurch, noch ein wenig Geld reinzuholen.
Ganz abgesehen davon gefällt mir aber auch an solch einer Praxis auch folgendes nicht: Ich weiß, dass wir im Profifußball sind und nicht im Kindergarten. Aber was kann Diarra z.B. dafür, dass er für eine Position verpflichtet wurde, für die er gar nicht mehr gebraucht wird, weil es ein Überangebot an Leuten dafür gibt. Durch seinen Armbruch konnte er leider in der Hinrunde nicht mehr richtig beweisen, was er drauf hat. Und da es wie gesagt ein zahlenmäßiges Überangebot gibt, soll er halt wieder weg.
Ich finde solche Touren vom Verein auch rein menschlich etwas daneben.
Das gleiche zieht sich bei vielen Neuverpflichtungen durch Vergangenen Jahren bei uns wie ein roter Faden.
Wie viele Spieler wurden schon verpflichtet, die dann hinterher den Erwartungen nicht gerecht wurden und dann schneller wieder gegangen wurden, als sie da waren, und die schuld dafür wird den Spielern dann häufig noch vom Verein zugeschoben.
Dabei ist der Verein dafür verantwortlich, Spieler richtig auszusuchen, die in das Anforderungsprofil passen, und nicht irgendwelche Leute auf Verdacht zu holen, denen die Schuhe bei uns aufgrund mangelnder Fähigkeiten einfach zu groß sind.
Wenn ich mir da so einige Fälle überlege, die ja immer als Paradebeispiele genannt werden:
Was konnte damals zB ein Mika Nurmela denn dafür, dass er verpflichtet wurde, und dann feststellen musste, dass eine Fähigkeiten für die 1.Bundesliga einfach zu begrenzt sind? Genauso bei Stijn Vreven. Diese Leute konnten nichts dafür, dass sie zu schlecht waren, weil es halt einfach bei ihnen so war - da hat einfach ein Stück gefehlt.
Der Verein ist letzten Endes schuld, dass er solche Leute verpflichtet hat, die dann mit der Situation überfordert sind oder eben "zu viel" sind, weil es auf ihrer Position schon 5 andere gibt - da hat man eben schlampig gescoutet oder ist riesigen Fehleinschätzungen unterlegen. Aber dass dann immer die Spieler indirekt selbst noch dafür verantwortlich gemacht werden, finde ich ziemlich daneben.
Und am Ende hat der Verein Geld verbrannt, die betreffenden Spieler haben Zeit verloren - niemand hat was davon, und warum?
Weil rein handwerklich nicht sorgfältig gearbeitet wird.