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"Disziplin ist das Tor zum Glück"

Bueb: Respekt ist ebenfalls notwendig, doch er genügt nicht. Furcht ist mächtiger, das erleben auch wir Erwachsene jeden Tag: Ohne Furcht vor Strafe würden viele von uns die Steuern hinterziehen. Und niemand fährt in der Ortschaft mit 50 Stundenkilometern, weil er Respekt vor den Anwohnern hat. Wir fahren langsam, weil wir die teuren Strafzettel fürchten.


SPIEGEL: Wollen Sie die Logik der Straßenverkehrsordnung mit der Logik der Kindererziehung vergleichen?



Bueb: Ja. Wir überfordern unsere Jugendlichen, wenn wir ihnen nicht die gleichen Stützen bieten, die wir Erwachsene uns auch schaffen. Auch Kinder haben ein Recht auf klare Regeln und berechenbare Folgen: "Wenn ich länger als eine halbe Stunde fernsehe, droht mir eine Woche lang Fernsehverbot." Das soll ein Kind durchaus fürchten, so wie der Autofahrer den Strafzettel.


Recht hat der Mann ja. Ich denke, dass sich dieses Erziehungskonzept langfristig immer mehr durchsetzt, um dann am Scheitelpunkt wieder zurückzugehen...



Es ist aber wirklich so, dass aus Kindern mit Disziplion öfter erfolgreiche und auch glückliche Erwachsene werden, als aus undisziplinierten Kindern.

Wobei "disziplinierte Kinder" natürlich nur in einem vernünftigen Maß diszipliniert sein sollten.
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Wenn ich länger als eine halbe Stunde fernsehe, droht mir eine Woche lang Fernsehverbot.

Da bin ich anderer Meinung. Ich glaub der Typ hat auch ernsthafte Probleme, wahrs. kehren viele Salem-Schüler als junge Erwachsene in eine andere Institution nach Salem zurück...
 
Bueb: Sie führt dazu, dass junge Menschen Politik mit dem Kampf um egoistische Interessen verwechseln.


*hust* Wie viele Beispiele bräuchte der Mann, um einzusehen, dass Politik zu einem großen Teil genau das ist?




Bueb: 30 Prozent der Kinder sind Einzelkinder. Sie müssen in einer Gemeinschaft wenigstens tagsüber ihren überbetreuenden Müttern entzogen werden, die es viel zu gut meinen und die Kinder zu lauter Egoisten erziehen: Sie erleben keine Eifersucht, keinen Neid, sie müssen nicht teilen, sie erfahren keine Ungerechtigkeit, deshalb bleibt auch Gerechtigkeit für sie ein Fremdwort.


Als Einzelkind kann ich behaupten, dass ich in meiner Kindheit all das genossen habe, ohne jedoch zum rücksichtslosen Egoisten geworden zu sein. Hoffe ich zumindest...
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Was hat denn dieser "Pädagoge" für ein Menschenbild? So stelle ich mir den typischen Schreibtischtäter in totalitären Regimes vor - zum Gruseln...
 
Naja, in den Details widersprichst er sich schon selber.

Nur grundsätzlich hat er trotzdem Recht.



Allerdings sind in meinem Umfeld die "jungen" Eltern mittlerweiele auch deutlich strenger zu ihren Eltern, als ihre Eltern wohl zu ihnen (nach eigenem Befinden).



Man müsste halt nen gesunden Mittelweg finden.



Bei vielen "Problem"-jugendlichen ist es doch so, dass sie keine klaren Grenzen aufgezeigt bekommen haben.



So kommt dann u.a. sowas zustande: http://www.roteteufel.de/showthread.php?t=11736http://www.roteteufel.de/showthread.php?t=11736

und mit sowas http://www.roteteufel.de/showthread.php?t=12026http://www.roteteufel.de/showthread.php?t=12026 wird reagiert.
 
Ich meinerseits bin in einem Jesuiten Kolleg erzogen worden und sehe an dem geäusserten nichts grundsätzlich Falsches. Ich musste hinterher auch in keine andersgeartete Anstalt eingeliefert werden, und das dort erworbene Wissen hat mich in meinem späteren Leben weiter gebracht. Wenn ich hier im Forum sehe, wie manche junge schreiben, fast schon im SMS Stil, dann finde ich das schlimmer.
 
Allerdings sind in meinem Umfeld die "jungen" Eltern mittlerweiele auch deutlich strenger zu ihren Eltern, als ihre Eltern wohl zu ihnen (nach eigenem Befinden).


Kein Vergeben, kein Vergessen, jetzt schwingen wir den Kochlöffel und danach gehts ab auf den Röschenhof...
 
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